Man schreibt den September 1950, als der junge, ungehobelte und hochbegabte Boone Adams der Frau begegnet, die sein Leben verändern wird: Jennifer Grayle. Und tatsächlich kann er sie gewinnen, wenn auch nur für kurze Zeit. Denn als Boone vom College fliegt und zur Armee eingezogen wird, erfährt er nur zu bald, daß Jennifer sich mit einem anderen verlobt hat. Sein Schmerz führt ihn in Nacht und Gosse, aber selbst als Boone ganz unten ist, hört er nicht auf zu träumen. Es ist seine Sehnsucht, die ihn am Leben hält – doch es wird fast ein Jahrzehnt vergehen, bevor er Jennifer wieder trifft.
Quelle: http://www.krimi-couch.de/krimis/robert-b-parker-eine-art-verlangen.html
(http://i46.tinypic.com/otow9l.jpg)
Wie im "Deutsche Buchcover" Thread bereits gesagt ist dies ein Roman, der mich absichtlich in meiner Sammlung fehlt, da er mich nicht die Bohne interessiert. Solche schwülstigen, tränendrüsendrückenden Liebesromane waren noch nie mein Ding. Weswegen also kaufen, wenn ich weiß, dass ich es eh nie lesen werde? Dann lese ich lieber jedes andere Parker-Buch einmal mehr :)
Was Parker sich wohl dabei gedacht hat, mal was völlig genreanderes zu schreiben...da muß er wohl gerade seine romantische Ader gehabt haben :lol:
Zitat von: Spenser in Apr 17, 2013, 17:13
Was Parker sich wohl dabei gedacht hat, mal was völlig genreanderes zu schreiben...da muß er wohl gerade seine romantische Ader gehabt haben :lol:
Ich kann natürlich auch nur rate, aber ich glaube ich weiss warum.
1983 hat Joan ihn für eine kurze Zeit verlassen, ehe sie sich 1985 wieder vertragen haben. In dieser für ihn schweren Zeit schrieb Parker allgemein sehr romantisch was man den Spenser Romanen zwischen dieser Zeit anmerkt (The Widening Gyre, Valediction, A Catskill Eagle). Da hat Susan sich ja auch von Spenser getrennt, bis er sie wieder "zurückerobern" konnte.
Stimmt, das könnte es gewesen sein...daran hatte ich nicht mehr gedacht!
Bevor meine 2 neuen Randall und Cole /Hitch Romane ankommen, will ich davor noch einen dazwischen nehmen. Vorgenommen habe ich mir Love & Glory, da dies jener Parker Roman ist, bei dem ich die niedrigsten Erwartungen habe und auch von der Story her, am uninteressantesten finde.
Aber als Fan will ich natürlich (bis auf dieses Bodybuilding Zeugs) alles von ihm lesen und wenn man sich die Inhaltsangabe ansieht, fallen mir einige Parallelen zu Joan und RBP ein. Robert hat Joan ja damals auch am College kennengelernt und musste dann im Krieg dienen.
Na, da bin ich ja mal gespannt ;)
Heute bereits die ersten 10 Kapitel gelesen und mir gefällt es bislang eigentlich ganz gut. Klar, kein Vergleich zu seinen Kriminalromanen, aber der Humor, die Dialoge, die Liebe zur Poesie und auch die Beschreibungen der Orte und Menschen erinnern stark an Spenser.
Bereits nach den ersten Seiten habe ich gemerkt, dass dieser Boone Adams nur er selbst sein kann und diese Jennifer, kann nur Joan sein. Bereits auf Seite 7 gibt es einen Hinweis mit den Initialen "RP" und "JH" - Robert Parker und Joan Hall
ZitatRP & JH. Occasionally they were in hearts.
Auch wie er sie beschreibt - schwarze mittellange Haare, intellektuell, romantisch, standhaft, liebevoll - das trifft alles auch auf Susan zu. Und wie Parker selbst muss Boone demnächst in den Krieg ziehen und will Schriftsteller werden. Gerade ersteres gefiel Jennifer gar nicht, weshalb sie auch einen anderen, reicheren Mann geheiratet hat.
Mal sehen wie es weiter geht. :)
EDIT: Merkwürdig finde ich ja das Parker gerade hier sehr viele Wörter verwendet die jiddischen oder deutschen Ursprungs sind: "Schwantz", "Shmock" oder "Shtikl".
Bei Spenser war es immer nur der "Gewurztraminer" (so geschrieben). :totlach:
Interessant! Also hast quasi Parker einen Roman wieder über sich und Joan geschrieben - da stecken sicher noch mehr Gemeinsamkeiten drin, die er in dem Roman verarbeitet hat.
Habe mir den Roman heute bei amazon auch zugelegt...für 3 Cent :D Als Komplettheit gehört er ja nunmal dazu...und bei 3 Cent ? :totlach:
Zitat von: Spenser in Aug 30, 2013, 14:34
Habe mir den Roman heute bei amazon auch zugelegt...für 3 Cent :D Als Komplettheit gehört er ja nunmal dazu...und bei 3 Cent ? :totlach:
Auf deutsch oder englisch?
Da hast du ja ein echtes Schnäppchen gemacht. Meiner hat immerhin 6 Euro gekostet. :(
...in deutsch :)
Da der Roman wirklich nicht viele Seiten hat und die Buchstaben auch noch ungewöhnlich größer sind als sonst, bin auch fast schon wieder am Ende.
Die Kriegskapitel die in Korea spielen waren größtenteils zu uninteressant. Da dachte ich jetzt wird es krachen und jetzt gibt es detailreiche Schilderungen, aber denkste - gar nichts. Gerade mal 3 Kapitel umfassten Boone's Zeit in Korea.
Dann kam natürlich die Hochzeit von Jennifer wo Boone nur noch saufen konnte und es hätte nicht viel gefehlt, wenn er ihn verprügelt hätte, doch er war leider zu betrunken :D - weshalb er auch auf dem Parkplatz rausgeschmissen wurde. Dieses Kapitel war mit das amüsanteste, aber auch ein sehr trauriges. Ich verstehe nicht wie Jennifer so einen reichen schnöseligen Angeber heiraten konnte. Boone natürlich auch nicht, er nannte ihn ja auch nicht zu Unrecht ein Asshole.
In dieser emotionalen Zeit musste er wieder Fuss fassen, konnte das aber nicht, weil er es bei keinem seiner Jobs aushalten konnte und die ihn auch nicht. Weder in New York, noch in Newburgh, auch nicht in Cincinnati und erst recht nicht in Dallas. Am Ende landete er für 2 Tage sogar auf der Straße, hatte kein Auto und keine Schuhe mehr, bis ihn wieder jemand eingestellt hat.
In L.A. lernte er dann auch Roy Washington kennen und der, ist wirklich ein interessanter Charakter, eigentlich meine ich es ist sogar Hawk! Seine ganze Art, seine Hautfarbe, den Humor den die beiden Teilen aber auch sein Hobby - Boxen - erinnern einfach zu sehr an Hawk. :)
Und ein vulgärer Henry kommt übrigens auch drin vor. :D
Zitat von: Spenser in Aug 30, 2013, 14:34
da stecken sicher noch mehr Gemeinsamkeiten drin, die er in dem Roman verarbeitet hat.
Das stimmt! Ob er die ganzen Jobs wirklich auch hatte - manche waren wirklich abenteuerlich - kann ich nicht sagen und auch kaum glauben, aber im großen Ganzen erinnert mich das ganze schon an einen Spenser-Susan College Roman.
Auch das College ist wohl das selbe. Aber manches erinnert auch an den "großen Gatsby".
Bin ja mal auf deine Endwertung gespannt. Nach dem anfälligen Besser als erwartet scheinbt es nach deiner Schilderung her ja etwas gesunken zu sein .
Enttäuscht bin ich eigentlich nur von den Koreakrieg-Sequenzen, die hätten wirklich ausführlicher und länger sein können. Den Job den er in New York hatte bei dieser Werbefirma war eigentlich auch eher lahm, aber die anderen Jobs die er hatte waren wirklich spannend und abenteuerlich.
Sonst hat sich eigentlich bei meiner Meinung nicht viel geändert, es ging sogar leicht wieder hoch, dank Roy Washington. :)
So, habe vor kurzem die letzte Seite gelesen - einer, vielleicht der Parker Roman den ich am schnellsten zu Ende hatte. Vielleicht lag es auch daran, dass ich fast den ganzen Abend lang dran gehangen bin, denn die Seitenzahl war wohl ungefähr gleich hoch wie bei einem frühen Spenser.
Auf jeden Fall war Love & Glory ein schöner Roman. Vieles war mir aus Spenser vertraut, aber es gab auch vieles was man von Parker bisher nicht kannte. Der Schluss mit dem Happy End war zwar sehr vorhersehbar, aber das sind Liebesgeschichten ja meistens. :D
Auf jeden Fall hat sich meine eher negative Erwartungshaltung die ich zu Anfang hatte, in ein positives Endfazit verwandelt. :)
Naja, das macht mir ja Mut, wenn ich den Roman lese :D
Wie ich sehe, hast du 3 Sterne gegeben.