Derace Kingsley, ein älterer Wirtschaftsboss, engagiert Marlowe, um Mrs. Kingsley zu finden. Die junge Schönheit hat ihrem Mann am 14. Juni ein Telegramm aus El Paso gesandt, in dem sie ihm mitteilt, sie sei auf dem Weg nach Mexico, um sich dort scheiden zu lassen und ihren Liebhaber Lavey zu heiraten. Kingsley ist nicht überrascht; er macht sich erst in dem Moment Sorgen, als er Lavery auf der Straße begegnet und dieser ihm versichert, er wisse nichts von einer Reise nach Mexiko.
(http://u.jimdo.com/www27/o/s26238e97c614b5f1/img/i4fbda0e8a852428a/1291424099/std/image.jpg)
Bis heute noch immer mein Lieblingsroman der Reihe. Nicht nur der Fall hat mich fasziniert, auch der Aufbau war klasse und logisch nachvollziehbar und ab dem Zeitpunkt wo Marlowe die vermisste Frau und später den Killer findet, kann man nicht mehr mit lesen aufhören. Immer wenn ich dieses Buch in die Hand nehme, kann ich es nicht mehr weg legen und für mich gehört es in meine Top 5 der Lieblingsromane, zusammen mit Hammett's "Maltese Falcon", Parker's "God Save The Child, Healy's "Shallow Graves" und James Lee Burke's "Neon Rain".
:5sterne:
Ich muß die Reihe auch endlich wieder lesen....schon so lange her....nur "leider" ist meine "Tanzkarte" derzeit voll :(
Leider war die neue deutsche Übersetzung vom Diogenes Verlag alles andere als gut! Sie wurde ja hoch angepriesen und kam bei Rezensionen gut weg - aus nicht nachvollziehbaren Gründen:
- der Übersetzer verwendete auf die englischen "said" nur "sagte" oder "fragte". Das ist sprachlich ganz dünn und mehrmals hatte ich dann auch keine Lust mehr weiterzulesen, weil ich mich zu arg darüber aufgeregt habe. Lag überhaupt nicht am Buch (mein Lieblingsroman überhaupt), sondern nur am Übersetzer. Dabei gibt es doch, auf die Situation bezogen, so viele alternativen Begriffe wie: "brachte hervor", "flüsterte", "überlegte laut", "nickte" usw.
- manchmal werden Personen auf der einen Seite geduzt und dann gesiezt. Häh? ??? Andersherum kann ich es ja verstehen, aber das ist einfach schlampig. Wobei man ja sagen muss, dass ein Marlowe sich nicht leicht übersetzen lässt. Aber sowas darf dann bei einer offiziellen VÖ nicht passieren.
- das Wort "Alter" taucht nahezu auf jeder Seite auf. Sogar Polizisten und andere Respektspersonen werden so angesprochen. Zumal man im Deutschen in den 40er oder 50er Jahren wohl niemanden so angesprochen hat.
- Manche englischen Begriffe werden nicht eingedeutscht (eigentlich positiv), aber einige Male wird eine Frau auch als "Bitch" bezeichnet. Das wirkt dann wieder zu modern - wie gesagt, der Fall spielt Ende der 30er / Anfang der 40er Jahre.
Ich werde die Marlowe-Reihe nach diesem deutschen Abenteuer wieder im Original lesen. Ist mir einfach lieber und ich bin schon von der deutschen Translation mehr als enttäuscht! Wenn man das alles weglässt, bleibe ich aber bei meiner Meinung. Der beste Marlowe und mein wahrscheinlich absoluter Lieblingskrimi! Alleine wie es Chandler geschafft jede Figur im Unklaren und mit falscher Identität zu lassen, grenzt nicht nur an ein Meisterwerk, sondern ist auch eines!
:5sterne: für das Buch
:2sterne: für die neue deutsche Übersetzung