Ich habe diesen Band gestern Abend abgeschlossen und kann wieder mal nur den Hut vor Atkins ziehen!
Toller Fall, spannendes Ende, charakterliche Weiterentwicklungen und durch und durch: Southernness! Der Band versammelt mal wieder alles was der Bible Belt hergibt. Rassismus, Kirche, Glaube, Elvis-Verehrung, Country Clubs, Strip-Schuppen, White Trash-Gangs und dieses Mal waren sogar zwei amerikanische Ureinwohner mit verwickelt. Finde ich toll, dass Ace Atkins den Choctaw-Indianern mal mehr Raum gegeben hat, zumal der Bundesstaat Mississippi nur wenige Reservate aufzuweisen hat.
Gelungen war auch die Einbindung zweier New Yorker Journalistinnen. Tashi Coleman und Jessica. Letztere hat mich wirklich leicht an Hank Philippi Ryan erinnert, zumal Atkins sie ja schon in den Spenser-Romanen hat auftauchen lassen.
Boom ist nach der Sache aus dem letzten Band kaum mehr wiederzuerkennen und macht eine schlimme Lebensphase durch. Dass er betrunken Auto fährt, hätte ich nie gedacht.

Quinn zeigt hier ebenfalls wieder nicht nur Stärken sondern auch schwächen (der Charakter). Kann man nur loben.

Ein Punkt Abzug gibt es für die Nebenhandlung mit Fannie - zu viel Filler-Material.