1. (Tatort Episode 14) Münchner Kindl 09.01.72Erstaunlich spät ging der
Bayerische Rundfunk mit "seinem" Ermittler an den Start.
Gustl Bayrhammer spielte
Oberinspektor Veigl bis 1981 in 15 Folgen und war damals einer der beliebtesten "Tatort-Kommissare". Kurz vor seinem Tod war er 1992 noch einmal in der gleichen Rolle in zwei
Ehrlicher-Fällen als dortiger Dienststellenleiter zu sehen.
Mit dieser Folge war die Vorstellung der regelmäßig wiederkehrenden Ermittler erstmal abgeschlossen und die Zuschauer konnten sich allmählich gewöhnen an Trimmel, Liersdahl und Schäfermann, Kressin, Lutz, Konrad, Finke, Kasulke und nun auch Veigl. In Episode 15 präsentierte auch der
Südwestfunk noch eine Episode mit dem in
Baden-Baden agierenden
Ernst Jacobi als
Kommissar Pflüger, der aber nur einen Einsatz hatte und ein Jahr später durch
Heinz Schimmelpfennig als
Kommissar Gerber ersetzt wurde.
Veigl bringt einen Hauch von
Königlich Bayerisches Amtsgericht an den Tatort.

Sein erster Fall ist ähnlich wie bei einigen der vorangegangenen Episoden auch nicht so ganz typisch für einen Krimi. Es gibt keinen Toten, aber dafür eine intensive Darstellung eines psychischen und sozialen Dramas. Darüber hinaus steht Veigl gar nicht so im Mittelpunkt der Story und das Ende entspricht auch wieder nicht der klassischen Auflösung.
Als Veigls Haupt-Mitarbeiter
Ludwig Lenz ist
Helmut Fischer zu sehen, der ab 1981 seine Nachfolge übernahm.
