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Autor Thema: Unknown Identity (Unknown) (2011)  (Gelesen 1565 mal) Durchschnittliche Bewertung: 4
Dan Tanna Spenser
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« am: 25. April 2015, 00:55:37 »

Unknown Identity (Originaltitel Unknown) ist ein Action-Thriller des Regisseurs Jaume Collet-Serra aus dem Jahr 2011 nach dem Bestseller Hors de moi aus dem Jahr 2003 von Didier van Cauwelaert. Liam Neeson, Diane Kruger und January Jones spielen die Hauptrollen bei der in Deutschland gedrehten internationalen Produktion um einen amerikanischen Wissenschaftler, der in Berlin in die Aktivitäten eines Mordkommandos verwickelt wird. Der Film startete am 18. Februar 2011 in Nordamerika und hatte seine internationale Premiere bei der Berlinale 2011. Die mit einem Budget von 40 Millionen Dollar nach US-Maßstäben mittelgroße Produktion lief weltweit in über 50 Ländern und spielte dabei bis Juni 2011 über 136 Millionen US-Dollar brutto an den Kinokassen ein.

Handlung

Der amerikanische Wissenschaftler Martin Harris reist mit seiner Frau Elizabeth nach Berlin, um auf einem Biotechnologie-Kongress den deutschen Nobelpreisträger Professor Bressler zu treffen. Bei der Ankunft im Hotel Adlon bemerkt er, dass einer seiner Koffer fehlt. Auf der Fahrt zurück zum Flughafen stürzt sein Taxi bei einem Unfall in die Spree. Die Taxifahrerin rettet ihn aus dem versinkenden Fahrzeug und verschwindet dann. Nach vier Tagen im Koma wacht Harris mit Erinnerungslücken im Krankenhaus auf. Da er keine Papiere bei sich hat und am Thanksgiving-Tag die US-Botschaft geschlossen ist, kann seine Identität nicht festgestellt werden. Ein Fernsehbericht über die Biotechnologie-Konferenz erinnert ihn an den Zweck seines Besuchs. Er verlässt das Krankenhaus, um seine Frau im Hotel aufzusuchen. Doch die scheint ihn nicht mehr zu erkennen, und an ihrer Seite ist ein anderer Mann, der sich ebenfalls als Martin Harris ausgibt und seine Identität gegenüber den herbeigerufenen Sicherheitskräften belegen kann.

Harris' Freund, Professor Rodney Cole, der ihn identifizieren könnte, ist telefonisch nicht erreichbar. So ist Harris nun in Berlin auf sich alleine gestellt. Er begibt sich zum Labor von Professor Bressler, doch der andere Harris ist bereits da und überzeugt Bressler anhand von Papieren und Familienfotos, die ihn mit Elisabeth zeigen, von seiner Identität. Harris Nummer eins zweifelt daraufhin an seinem Verstand, bricht zusammen und wird zurück in die Klinik gebracht. Hier entkommt er nur knapp einem Anschlag auf sein Leben, doch seine Krankenschwester Gretchen wird ermordet. Er spürt die Taxifahrerin auf, die ihn aus der Spree rettete. Es ist die illegal in Deutschland lebende Bosnierin Gina, die Geld spart, um sich Ausweispapiere zu kaufen und ein neues Leben anzufangen. In Ginas Wohnung werden die beiden von den Killern Smith und Jones überrascht und angegriffen, können Smith jedoch töten und Jones nach einer wilden Verfolgungsjagd entkommen.

Durch einen Tipp der ermordeten Krankenschwester kommt Harris an den Privatdetektiv und ehemaligen Stasiagenten Ernst Jürgen, der ihnen helfen will, die Zusammenhänge aufzudecken. Er findet heraus, dass auf den Schirmherrn und Sponsor des bevorstehenden Kongresses, den in seiner Heimat umstrittenen arabischen Prinzen Shada, in der Vergangenheit bereits mehrere Anschläge verübt worden sind. Daraus schließt er, dass Shada auch diesmal das Ziel eines Attentats sein könnte, wozu ein Attentäter als „Martin Harris“ in seiner Nähe platziert werden soll.

Harris und Gina beobachten Elizabeth und Martin Harris Nummer zwei. Harris Nummer eins kann Elizabeth abpassen, als diese alleine eine Ausstellung besucht. Nach einigem Zögern gibt sie sich schließlich als seine Frau zu erkennen und erinnert ihn an seinen vergessenen Aktenkoffer, der sich noch immer am Flughafen befindet. Zusammen mit Gina holt Harris den Koffer am Flughafen ab; ein darin befindlicher Reisepass weist ihn tatsächlich als Martin Harris aus, Dozent an der Universität Langmore.

Inzwischen bekommt der Privatdetektiv Jürgen Besuch von Professor Rodney Cole. Im Verlauf des Gesprächs gibt Jürgen zu erkennen, dass er in Cole den Repräsentanten einer unabhängigen Organisation von Auftragsmördern namens Sektion 15 erkennt, die ihm aus seiner Stasi-Vergangenheit gerüchteweise bekannt ist und die noch immer existieren soll. Bevor Cole weitere Informationen aus Jürgen herauspressen kann, nimmt sich dieser mit Zyankali das Leben.

Am Flughafen trifft Cole auf Harris Nummer eins. Dieser erinnert sich an Cole nur als langjährigen, guten Freund. So kann Cole Harris zu einem Van locken, mit dem er ihn mit Jones' Hilfe in ein Parkhaus entführt. Hier wird Harris von Cole mit den Tatsachen konfrontiert: Er war Coles bester Auftragsmörder und sollte mit seiner Partnerin einen Anschlag auf die Konferenz verüben. Dazu erfand er das Ehepaar „Martin und Elisabeth Harris“. Da er durch seinen Unfall ausfiel, wurde er durch die Zweitbesetzung ersetzt. Durch die Erinnerungslücken aufgrund des Unfalls hat er jedoch den Bezug zur Realität verloren und geht jetzt völlig in seiner Rolle auf. Damit ist er für Cole wertlos und soll getötet werden. Plötzlich taucht Gina mit einem gestohlenen Taxi auf, rammt Jones und schiebt Cole samt Van über die Absperrung, so dass er in die Tiefe stürzt und stirbt. Durch Coles Eröffnung erinnert Harris sich nun, dass er unter anderem Namen vor drei Monaten schon einmal gemeinsam mit Elizabeth in Berlin war, um die Bombe für den Anschlag im Hotel Adlon zu platzieren.

Bei einem Empfang von Prinz Shada im Hotel Adlon laden Elizabeth und ihr Partner geheime Daten von Professor Bresslers Notebook herunter, und Elizabeth aktiviert die vorbereitete Bombe. Da erscheint Harris Nummer eins im Hotel und warnt den Sicherheitschef vor der Bombe, die er selbst dort platziert hat. Die Explosion sollte wie ein Attentat auf Shada aussehen. Nun erkennt Harris jedoch, dass das eigentliche Ziel des Anschlags Professor Bressler ist. Der Nobelpreisträger möchte seine neueste biotechnologische Erfindung, ein Getreide, das auch unter extremen klimatischen Bedingungen wächst, kostenlos der Welt zur Verfügung stellen, doch damit würde er die Profite der Nahrungsmittelindustrie gefährden und soll beseitigt werden. Während das Hotel geräumt wird, stirbt Elizabeth bei dem Versuch, die Bombe zu entschärfen, als diese explodiert. In den Trümmern des Hotels kommt es zum Kampf zwischen Harris Nummer eins und Harris Nummer zwei, bei dem Nummer zwei getötet wird.

Harris Nummer eins verlässt Berlin gemeinsam mit Gina, der er neue Papiere verschafft hat. Am gleichen Tag unterrichtet Professor Bressler gemeinsam mit Prinz Shada in einer Pressekonferenz die Weltöffentlichkeit von seiner Erfindung.

Hintergrund

Unknown Identity entstand im Rahmen eines Joint Ventures zwischen der deutschen Studio Babelsberg AG und der US-amerikanischen Dark Castle Entertainment. Daneben sind die britische Horticus Ltd. und die französische Studio Canal S.A. als Produktionsfirmen beteiligt. Das Budget betrug nach Angaben von Produzent Andrew Rona etwa 40 Millionen US-Dollar. Der Film erhielt 4,2 Millionen Euro Förderung vom Deutschen Filmförderfonds und 450.000 Euro vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Verleiher sind Warner Bros., für Deutschland Kinowelt, für Österreich Elmo Movieworld. Das Drehbuch basiert auf dem Roman Hors de moi (Out of My Head) von Didier van Cauwelaert. Dessen Handlungsort wurde von Paris nach Berlin verlegt. Zahlreiche deutschsprachige Schauspieler erhielten Rollen im Film.

Dreharbeiten
Die Dreharbeiten fanden von Januar bis April 2010 unter dem Arbeitstitel Unknown White Male in Berlin, im Filmstudio Babelsberg (Potsdam) und am Flughafen Leipzig/Halle statt. In Berlin wurde unter anderem in der Lungenklinik Heckeshorn, am Hauptbahnhof, am Bahnhof Friedrichstraße, am Pariser Platz, in der Oranienburger Straße und in den U-Bahnhöfen Platz der Luftbrücke und Bülowstraße gedreht. Vom 8. bis 12. März 2010 entstanden in der Friedrichstraße die Aufnahmen zu einer nächtlichen Verfolgungsfahrt mit Autostunts.Auf der Oberbaumbrücke wurde am Sonntag, 21. März 2010 der Sturz eines Taxis in die Spree gefilmt. Weitere Drehorte waren der Club Tresor und die Eingangshalle der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam, die die Lobby von Professor Bresslers (real nicht existierender) Berliner Hochschule darstellt. Vier Tage wurde im Hotel Adlon gedreht, das diesen Namen auch im Film trägt. Für eine Explosionsszene vor dem Hotel waren 270 Statisten eingesetzt, angemietete Einsatzfahrzeuge der Berliner Polizei sind zu sehen. Ein Nachbau der Hotellobby entstand in der Marlene-Dietrich-Halle des Studios Babelsberg, um die Zerstörungen zu filmen. Für die Unterwasseraufnahmen des in die Spree stürzenden Taxis wurde in den Studios der mit vier Metern Tiefe und 500.000 Litern Fassungsvermögen größte Wassertank für Filmarbeiten in Deutschland gebaut. Die im Film gezeigte Ausstellung „Faces“ richtete Szenenbildner Richard Bridgland mit eigens angefertigten Bildern der jungen Berliner Fotografin Isabel Kronenberger ein, damals Studentin der Berufsfachschule für Design des Lette-Vereins. Die Dreharbeiten für die Szene fanden in zwei Berliner Museen statt. Für die Außendarstellung des Museums wurde die Fassade der Neuen Nationalgalerie gefilmt, während die Bilder in der Berlinischen Galerie präsentiert wurden. Die Szene, in der Gina mit dem gestohlenen Taxi Cole und Jones tötet und Martin Harris seine wahre Identität erfährt, wurde in der Bauruine Spandauertor in Haselhorst gedreht. Teilweise kann man Gebäudeteile des BMW-Werks Berlin erkennen.

Veröffentlichung und Zuschauererfolg

Am Wochenende nach dem Kinostart in Nordamerika am 18. Februar 2011 erreichte der Film den ersten Platz in den nordamerikanischen Kinocharts. Zur internationalen Premiere war er ins Wettbewerbsprogramm der Berlinale 2011 eingeladen, wo er außer Konkurrenz lief. Der Kinostart in Deutschland und Österreich war am 3. März 2011.

Unknown Identity lief weltweit in über 50 Ländern im Kino und spielte an den Kinokassen bis zum Juni 2011 mehr als 136 Millionen US-Dollar brutto ein, davon über 63 Millionen Dollar in den USA und Kanada. In Deutschland erreichte der Film über 620.000 Besucher.

Kritiken

Kathrin Häger fällt im film-dienst ein gemischtes Urteil: „Die Action geladene Annäherung eines ‚hollywoodesken‘ Thrillers an deutsche Befindlichkeiten […] funktioniert zwar durchaus erfrischend als Genrefilm der Doppelidentitäten und der Stars – dennoch bleiben der Makel der Vorhersehbarkeit sowie die Löcher in der Handlung so groß wie Berlin und die arge schlichte Botschaft: ‚Du bist, was du tust, nicht das, was du warst.‘“ Der Plot werde „zum überfrachteten Sammelsurium aktueller Brennpunkte. Die ‚Diva‘ Berlin als Handlungsort, angefüllt mit einem Star-Aufgebot von beiden Seiten des Atlantiks, passt freilich doch wiederum sehr gut zu einem Film, der die eigene Geschichte nicht so ernst nimmt wie das In-Szene-Setzen seiner Schauwerte.“

Ekkehard Knörer schreibt: „Auf seiner basalsten Ebene, der des alles ermöglichenden, aber selbst recht egalen Plots (kurz gesagt: hier ist der Plot reines Medium, aus dem der Film Formen und Konstellationen gewinnt) ist Unknown ein durch von Philip K. Dick sowie Hitchcock inspirierte Identitätswechselkonstellationen mäandernder Thriller. Seine Drehbuchintelligenz  erweist sich von Anfang an: Schritt für Schritt stellt der Film, während andere seiner Art den Zuschauer des eigenen Fortgangs wegen für dumm zu verkaufen versuchen, immer haargenau die Fragen, die man sich als Betrachter der wahrlich unerklärlichen Dinge, die sich hier tun, immerzu auch stellt.“

Die Zeitschrift Cinema widmete dem Film die Titelgeschichte von Heft 3/2011 und zeigte sich begeistert:  mit den nackten Fakten auf dem Papier hätte man nicht vorhersehen können, dass hinter diesem Film mehr steckt als durchschnittliche Thrillerware. Auch der Trailer  offenbart nicht, dass hier den Fans des Genres ein besonderer Leckerbissen serviert wird, ein raffiniertes Stück Spannungskino, das den Zuschauer jede Sekunde in seinen Bann zieht. Fazit: Ein raffiniert konstruierter, exzellent gespielter und handwerklich astreiner Verschwörungsthriller. Dagegen kommt selbst die ‚Bourne‘-Trilogie nicht an.“
Literatur

    Ursula Vossen: Unknown Identity. In: Thomas Koebner, Hans Jürgen Wulff (Hrsg.): Filmgenres. Thriller. Philipp Reclam jun., Stuttgart 2013, ISBN 978-3-15-019145-3, S. 502-505.



    Liam Neeson: Dr. Martin Harris
    Diane Kruger: Gina
    January Jones: Elizabeth Harris
    Frank Langella: Rodney Cole
    Aidan Quinn: Martin Harris Nummer zwei
    Bruno Ganz: Ernst Jürgen
    Sebastian Koch: Professor Bressler
    Olivier Schneider: Smith
    Stipe Erceg: Jones
    Karl Markovics: Doktor Farge
    Mido Hamada: Prinz Shada
    Rainer Bock: Herr Strauss (Sicherheitschef des Hotels)
    Clint Dyer: Biko
    Eva Löbau: Gretchen Erfurt
    Adnan Maral: Türkischer Taxifahrer
    Torsten Michaelis: Taxifahrer am Flughafen
    Rainer Sellien: Polizist im Kontrollraum
    Petra Hartung: Polizistin im Kontrollraum
    Michael Baral: Peter Hoffmann
    Sanny Van Heteren: Rezeptionistin im Hotel Adlon
    Herbert Olschok: Hans Brandt
    Petra Schmidt-Schaller: Zollbeamtin
    Annabelle Mandeng: Fernsehmoderatorin
    Janina Flieger: Empfangsdame der Universität
    Fritz Roth: Leiter der Taxizentrale
    Heike Hanold-Lynch: Frau im Fundbüro
    Matthias Weidenhöfer: Wachmann im Kontrollraum des Hotels
    Kida Khodr Ramadan: Cafébesitzer
    Peter Becker: Hotel-Wachmann
    Vladimir Pavic: Türsteher
    Sebastian Stielke: Brandts Assistent

Quelle: wikipedia



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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #1 am: 25. April 2015, 02:27:07 »

Nicht so stark wie "96 Hours",m mkit dem der Film damals verglichen wurde, aber in meinen Augen ein sehr spannender Thriller Happy
Von Diane Kruger habe ich etwas mehr erwartet - andererseits gab ihre Rolle wohl auch nicht mehr her. Spannend war er allemal, wobei ich am Anfang micht unbedingt mit dem Ende gerechnet habe, sondern eher so im Stil von Harrison Ford's "Frantic". Aber eine schlüssige Story. Alles in allem habe ich es nicht bereuht, ihn gesehen zu haben...wenngleich ich von dem nasskalten Schneeregenwetter von Berlin zu frösteln angefangen hatte Grinsen

Sehr guter Film/Serie

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« Antworten #2 am: 25. April 2015, 14:34:38 »

Auch von mir gibt es  Sehr guter Film/Serie für diesen Actionfilm,auch wenn er nicht ganz so stark ist wie *96 Hours*.Liam Neeson glänzt auch hier als Gedächtnissuchender und erhält Unterstützung in Form von Diane Kruger,die mir nicht wirklich gefiel!Sie wirkte etwas blass und kam nicht so zur Geltung,aber sie war ja auch nicht die Hauptakteurin,sondern der Film war auf Neeson geschneidert!
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Jesse
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« Antworten #3 am: 29. Mai 2015, 12:02:21 »

Nicht so stark wie "96 Hours",m mkit dem der Film damals verglichen wurde, aber in meinen Augen ein sehr spannender Thriller Happy

...auch wenn er nicht ganz so stark ist wie *96 Hours*.

Man kann die beiden Filme nicht vergleichen, da sie unterschiedliche Schwerpunkte haben. Für mich ist "Unknown Identity" ein sehr spannender Verschwörungsthriller... Happy

Ich liebe den Film einfach und gebe die volle Punktzahl: Geniale/r Film/Serie
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #4 am: 29. Mai 2015, 16:28:00 »

Mich erinnerte der Film etwas an "Frantic" und sehr stark an der "Vega$" Folge "Du hast nie gelebt, Gary! aus der 1. Staffel. Schon ein sehr verstörendes Thema wenn alles aufeinmal zusammenbricht und man zu hören kriegt, alles habe nie existiert...ist schon ein echter Horror fürs Nervenkostüm!

Ach ja....die 90ger Jahre Mysteryserie "Nowhere Man - Ohne Identität" mit Bruce Greenwood erinnert auch an den Film...vllt. mache ich mal einen Thread zur Serie.
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« Antworten #5 am: 01. Juni 2015, 08:18:56 »

Mich erinnerte der Film etwas an "Frantic"...

Das ist wohl auch der Grund, warum er mir so gut gefällt! Ich liebe diese Art von Filmen einfach sehr... Happy
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« Antworten #6 am: 23. Juli 2020, 22:45:38 »

Seinen Aufenthalt in Deutschland anlässlich eines Forschungskongresses in Berlin hat sich der amerikanische Wissenschaftler Dr. Martin Harris (Liam Neeson, „96 Hours-Taken“)) ganz anders vorgestellt: Gerade als er im Hotel Adlon zusammen mit seiner hinreißenden Frau Elizabeth (January Jones, „Mad Men“) einchecken will, bemerkt er, dass er einen wichtigen Aktenkoffer am Flughafen vergessen hat.

Mit diesem ärgerlichen Missgeschick ist die Unglücksserie des Tages allerdings noch lange nicht beschlossen: Auf dem Weg zurück zum Airport kommt es zu einem folgenschweren Unfall. Die Taxifahrt endet im eisigen Wasser der Spree. Der Taxilenkerin (Diane Kruger, „Inglourious Basterds“) gelingt es zwar dem bewusstlosen Harris das Leben zu retten, doch damit beginnt der Alptraum erst. Nach 4 Tagen im Koma erwacht Harris im kalten Licht eines Krankenhauszimmers und von massiven Erinnerungslücken als Folge seines beim Unfall erlittenen Traumas geplagt. Von seiner geliebten Elizabeth weit und breit keine Spur. Schnell macht er sich trotz Warnungen seines behandelnden Arztes (Karl Markovics, „Die Fälscher“) auf den Weg zurück ins Adlon. Doch dort scheint ihn plötzlich niemand mehr zu kennen, Elizabeth blickt ihn nur unverwandt an und behauptet ihn nicht zu kennen. Zudem hat ein Anderer den Platz an ihrer Seite eingenommen und weist sich als Dr. Martin Harris aus...

Regisseur Jaume Collet-Serra inszeniert mit dieser Verfilmung des gleichnamigen Romans des Autors Didier Van Caulewert einen routinierten Thriller, der insbesondere in der ersten Hälfte zu fesseln vermag. Zunächst tappt man nämlich genauso im Dunklen wie Neeson, der in einer fremden Stadt gezwungen ist, sich auf die verzweifelte Suche nach der eigenen, geraubten Identität zu begeben. Der Zuschauer weiß da nämlich noch genausoviel bzw. vielmehr genausowenig wie die völlig perplexe Hauptfigur, die ihren ganz persönlichen Alptraum durchleidet. Wenn Neeson ohne Möglichkeit, die ihm nur Unverständnis entgegenbringende Umwelt von „seiner“ Wahrheit zu überzeugen, langsam am eigenen Verstand zu zweifeln beginnt – ja, das ist perfekt gemachter Thrill.  Schade, dass der Streifen mit zunehmender Spieldauer dann in teils sattsam bekannte Thriller-Genre - Konventionen zurückfällt. Der geübte Suspense-Fan wird zwar manchen Plottwist schon vorausahnen, dennoch nun eine kurze Spoilerwarnung für alle die den Film noch nicht gesehen haben: „Unnown Identity“ kann man nicht kritisieren ohne dabei wesentliche Plotdetails vorwegzunehmen. Und da der Film – vom beträchtlichen Schauwert der zahlreichen Stars einmal abgesehen - rein von der Spannung lebt, am besten den folgenden Absatz überspringen.

Die unfreiwillige Schicksalsgemeinschaft die Neeson und Kruger im Laufe der sich überschlagenden Ereignisse gezwungen sind einzugehen, erinnert genauso wie die atemlose Hetzjagd inklusive halsbrecherischer Car Chases mit beeindruckender Materialschlacht durch die deutsche Hauptstadt nicht von ungefähr an erfolgreicher Mainstream-Thrillern der letzten Jahre, wie die erfolgreiche Bourne-Reihe mit Matt Damon. Dass sich der Streifen letztlich auch als Variante des Bourne-Themas um den „professional“ der sich an sein Vorleben nicht mehr erinnern zu vermag entpuppt, schmälert etwas den Genuss des Films. Beginnt er doch zunächst als ungleich dichterer, mysteriöser Thriller mit den psychologischen Elementen der Traumata einer waschechten Identitätskrise beginnt.

Trotz einiger Mäkel kann man „Unknown Identity“ nicht vorwerfen langweilig zu sein. Ganz im Gegenteil: der Film nutzt das Setting Berlins abwechslungsreich, die Inszenierung ist durchwegs routiniert.

Regisseur Collet-Sera bewunderte schon immer Thriller wie Alfred Hitchcocks „North By Nortwest“ mit Cary Grant oder „The Wrong Man“ mit Henry Fonda. Aspekte dieser Filme, die alle die berühmte „Wrong Man“- Thematik um den Unschuldig-Angeklagten bzw. Verfolgten aufweisen, wollte er – genauso wie Anklänge an Roman Polanskis „Frantic“ - offensichtlich auch in seinem eigenen Film unterbringen.

Ein solches Vorhaben glückte anderen Regisseuren wie De Palma allerdings viel besser, trotzdem ist „Unknown Identity“ für Thriller-Fans durchaus eine Empfehlung wert. Zumal das Staraufgebot auch neben Liam Neeson, Diane Kruger oder der wunderbar anzusehenden January Jones mit Frank Langella, Karl Markovics, Sebastian Koch und Bruno Ganz beträchtlich ist.

Mehr als Guter Film/Serie sind für mich nicht drin
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