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Autor Thema: Ant Man (USA, 2015)  (Gelesen 2431 mal) Durchschnittliche Bewertung: 5
Dan Tanna Spenser
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« am: 26. April 2015, 01:10:10 »



Deutscher Kinostart: 23.07.2015

Erste Marvel-Comicverfilmung rund um den geläuterten Meisterdieb Scott Lang (Paul Rudd), der von seinem Mentor, dem Biochemiker Dr. Hank Pym (Michael Douglas), in das Geheimnis des Ant-Man-Anzugs eingeweiht wird. Mit diesem kann der Träger auf Ameisengröße schrumpfen und gleichzeitig an Stärke gewinnen. Lang und Pym müssen das Wissen um den Anzug geheim halten. Und sie müssen einen Raum planen, bei dem nicht weniger als das Schicksal der Erde auf dem Spiel steht...



<a href="http://www.youtube.com/watch?v=6lm_qNJV-sM" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=6lm_qNJV-sM</a>

« Letzte Änderung: 26. April 2015, 11:27:02 von SilverLion » Gespeichert

wbohm
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#DontKillSeanBean




« Antworten #1 am: 26. April 2015, 09:18:16 »

Auf diesen Film habe ich mich vorher mehr gefreut als auf den 2.Avengers Film. Aber als ich vor Monaten las, dass man den Ant-Man erst nach dem Avengers 2 Film veröffentlicht, war die Freude nicht mehr ganz so groß, denn das bedeutete, dass man wohl nicht die Anfänge von Hank Pym als Ant-Man (bzw Giant-Man) erzählt, der ja der Erschaffer von Ultron war und Gründungsmitglied der Avengers (anders als Captain America, der ja erst danach zu den Avengers kam). Das fand ich schade, aber die Enttäuschung legte sich dann schnell wieder.

Ich muss mir halt immer wieder klarmachen, dass es sich hier um "Marvel Cinematic Universe" handelt und Joss Whedon sagte ja mal, dass man hier die Geschichten "anders" erzählt als im "Marvel Comic Universe" und das ist ja dann auch okay, soweit die Grundzüge stimmen.

Also erzählt man hier dann die Story von Scott Lang, der fungierte ja immerhin als ein Alter Ego des Ant-Man.  Paul Rudd ist ein guter Darsteller, der vom Alter her auch wunderbar den originalen Ant-Man, Hank Pym, spielen könnte (Michael Douglas wäre dafür zu alt, aber als späterer Mentor passt dann das Alter).

Klasse finde ich die Auswahl von Evangeline Lilly. Die sehe ich immer gern (zuletzt ja als Elfin in der Hobbit Trilogie).Sie wird ja dann wohl "Wasp" spielen, zumindest deutet das die (Nach)Namensgleichheit der originalen Janet van Dyne an (hier heißt sie Hope van Dyne).

Ich freue mich jetzt wieder auf den Film, nachdem die erste Enttäuschung abgeklungen ist.
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #2 am: 26. April 2015, 16:57:58 »

Hatte gestern im Kino bei "AVengers II" schon einen Trailer gesehen, den fand ich ganz gut, werde ihn mir ganz sicher ansehen Happy
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Jesse
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« Antworten #3 am: 27. April 2015, 13:17:42 »

Hatte gestern im Kino bei "AVengers II" schon einen Trailer gesehen, den fand ich ganz gut, werde ihn mir ganz sicher ansehen Happy

Wir hatten den Trailer auch vorher gesehen und haben uns den Kinibesuch bereits vorgemerkt... zwinkern
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #4 am: 27. April 2015, 13:32:41 »

Auch schön, Evangeline Lilly mal wieder zu sehen...sie hatte mir in "Lost" ganz gut gefallen Happy
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wbohm
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#DontKillSeanBean




« Antworten #5 am: 27. April 2015, 13:37:03 »

Auch schön, Evangeline Lilly mal wieder zu sehen...sie hatte mir in "Lost" ganz gut gefallen Happy

tja, Dan, das ist der Nachteil wenn man keine Fantasy Filme mag. In den letzten beiden Hobbit Filmen, da glänzte sie als wunderschöne Wald-Elfin, die hervorragend mit Pfeil und Bogen umgehen kann.

Bin echt gespannt auf ihre Rolle, denn der "Wasp" Charakter ist einfach klasse. In den Comics himmelte sie ja zuerst immer Thor an, der sie allerdings nicht wahrnahm Grinsen. Das werden wir hier wohl nicht sehen.

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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #6 am: 27. April 2015, 13:52:22 »

Auch schön, Evangeline Lilly mal wieder zu sehen...sie hatte mir in "Lost" ganz gut gefallen Happy

tja, Dan, das ist der Nachteil wenn man keine Fantasy Filme mag. In den letzten beiden Hobbit Filmen, da glänzte sie als wunderschöne Wald-Elfin, die hervorragend mit Pfeil und Bogen umgehen kann.



Tja....wie das Leben so spielt! zwinkern
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Mike Stone
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« Antworten #7 am: 19. August 2015, 22:21:26 »

Habe den Film bereits gesehen und in meinen Augen die beste Comic-Verfilmung aus diesem Jahr fürs Kino. Gefiel mir sogar besser als "Avengers 2". Paul Rudd war einfach herrlich! Der Film bietet ähnlich viel Humor wie "Guardians of the Galaxy". Überhaupt die Szenen, wie Rudd erst mit dem Anzug warmwerden mußte, waren herrlich! Evangeline Lilly hatte ich zuerst garnicht erkannt, gegenüber aus "Lost" kaum wiederzuerkennen mit dieser Kurzhaarfrisur Huch

Am meisten wunderte ich mich über Michael Douglas. Am Anfang, die Szenen aus 1989 haben sie Douglas wirklich sehr jung hinbekommen, wie er wirklich 1989 aussah, unglaublich! Aber die Gegenwartsszenen sah Douglas schon fast so aus, wie sein Vater jetzt aussieht Huch

Auch Peggy wirkte wieder mit, auch schön auf alt gemacht. Schade nur, dass Howard Stark von einem anderen Schauspieler verkörpert wurde als in Agent Carter!

Ach ja, Steves "krassen Freunde" fand ich auch super Grinsen Habe den Film mittlerweile sogar 2x im Kino gesehen. Absolute Anschauempfehlung Happy

Absolut Geniale/r Film/Serie von mir!
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« Antworten #8 am: 20. August 2015, 15:03:05 »

Super, jetzt freu ich mich noch mehr auf den Film, aber ins Kino werde ich es wohl nicht schaffen, aber der Film wird sowieso 100 Pro geguckt, selbst Avengers 2 habe ich noch nicht gesehen, aber die Blu-ray erscheint ja schon bald und die ist ja sogar Extented.
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Quark
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« Antworten #9 am: 20. August 2015, 16:31:34 »

selbst Avengers 2 habe ich noch nicht gesehen, aber die Blu-ray erscheint ja schon bald und die ist ja sogar Extented.

Die Extended Version von Avengers 2 war anscheinend nur ein Fake, es soll nur die "normale" Kinoversion erscheinen. Hab ich zumindes in einem anderen Forum gelesen.

Ansonsten fand ich Ant Man auch richtig gut, sogar das 3D hat sich im Kino bei dem Film mal gelohnt. Sehr kurzweiliger und lustiger Marvel Film, gefiel mir persönlich auch besser als Avengers 2.

 Sehr guter Film/Serie
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Jesse
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« Antworten #10 am: 21. August 2015, 09:24:41 »

Vielleicht schaffen wir es heute oder am Sonntag! zwinkern
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Jesse
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« Antworten #11 am: 21. August 2015, 20:59:59 »

Wir kommen gerade aus dem Kino und sind begeistert!  Geniale/r Film/Serie

Der Film hat viel Charme und vor allem der ehemalige Zellengenosse und Freund von Ant-Man hat die ganze Sache zusätzlich bereichert. Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß...  Happy
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #12 am: 21. August 2015, 22:09:22 »

Mir hatte der Film ebenfalls sehr gut gefallen. Für mich einer der besten Filme des Jahres bisher....ob er besser war als "Avengers 2"? Naja....auf jedenfall gleichwertig. ich fand den Humor auch klasse....besonders Louis Grinsen

Ich hatte Evangeline Lilly auch erst nicht erkannt mit ihrer neuen Frisur, hatte sie seit dem Ene von "Lost" nicht mehr gesehen.

Die Anfangsszenen mit Michael Douglas waren schon kurios! Waren die irgendwie bearnbeitet gewesen? Oder haben die Douglas wirklich nur brillant jung hingekriegt?  Als der Film dann in der Gegenwart spielte, fand ich, dass Douglkas da deutlich alt aussah....für einen Mann von 71 Jahren sogar noch älter

Von mir gibts Geniale/r Film/Serie
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« Antworten #13 am: 29. Juli 2020, 22:48:11 »

LIEBLING, ICH HABE DEN HELDEN GESCHRUMPFT!
   totlachen

Das Ende ist nah. Doch bevor hier irgendwelche voreiligen Weltuntergangsassoziationen gezogen werden, sei darauf hingewiesen, dass natürlich das Ende von Phase 2 des Marvel Cinematic Universe gemeint ist, das 2012 mit „Iron Man 3“ begann und zuletzt für die Avengers das „Age of Ultron“ [2015] ausrief. Während Letzteres die hohen Erwartungen, die auf ihm ruhten, nicht gänzlich erfüllen konnte und stattdessen zu einer dann zwar bombastischen, aber auch allmählich ermüdenden Materialschlacht geriet, liegt es ironischerweise nun ausgerechnet an Marvels kleinstem Superhelden, wahre Größe zu beweisen. Klingt unmöglich? Ja, ist aber unterm Strich die gelungenste und lustigste Marvel-Comicverfilmung seit Jon Favreaus „Iron Man“ [2007] und James Gunns fulminantem „Guardians of the Galaxy“ [2014].

War es ein Rauswurf, oder ging dem plötzlichen Ausscheiden des eigentlich als Regisseur vorgesehenen Edgar Wright doch etwas Anderes voraus? Die Spekulationen nahmen und nehmen nicht ab. Fakt ist jedoch: Der Mann hinter der schrullig-kauzigen Zomödie „Shaun of the Dead“ [2004] verließ sein Herzensprojekt „ANT-MAN“ noch vor der Fertigstellung, so dass „Girls United“-Regisseur Peyton Reed kurzfristig einspringen musste, um die Multimillionen-Dollar-Produktion zu retten (Wright tauchte in der Folge nur noch als Story-Lieferant und Co-Drehbuchautor in den Credits auf). Ob sich dieser Wechsel auf dem Regiestuhl letzten Endes bemerkbar machen würde? Die Fans des verschrobenen Wright-Humors gerieten jedenfalls in helle Aufregung, sahen sie doch mit einem Mal alle Chancen auf einen unterhaltsamen Marvel-Blockbuster schwinden. Und auch nach Sichtung des fertigen Films können wir nur erahnen, wie viele seiner Ideen nun wirklich hinübergerettet werden konnten. Klar ist, dass trotz der Querelen und etwaigen Streitigkeiten im Hintergrund ein so unterhaltsamer wie ehrlicher Film entstanden ist, der keinen Hehl aus seiner trashigen Prämisse macht, diese im Gegenteil selbstironisch auf die Schippe nimmt und nebenbei noch beweist, dass man manches Projekt nicht schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilen sollte. Denn „ANT-MAN“ ist ohne Zweifel der beste Ameisen-Heist-Film, der bisher gedreht wurde, und wahrscheinlich der kleinste große Blockbuster der jüngsten Zeit.

Dies ist vielfältigen Gründen geschuldet. Zunächst einmal fühlt sich der Film nach den zuletzt vermehrt im Kino auftauchenden CGI-Materialschlachten fast schon wie eine Rückbesinnung auf alte Tugenden an, wo eine gute Geschichte noch weitaus wichtiger als tösendes Überwältigungs-Spektakel war. In „ANT-MAN“ wird nämlich endlich einmal keine Stadt mehr in tricktechnischer Perfektion dem Erdboden gleichgemacht oder gleich eine komplette Großstadt vom Himmel fallengelassen, um die Erde zurück in die Steinzeit zu versetzen – Peyton Reeds amüsante Diebestour backt im besten Sinne des Wortes kleinere Brötchen und macht sich sichtlich einen Spaß daraus, immer wieder in ironischer Weise auf seine(n) direkten, bombastifizierten Vorgänger anzuspielen („I think we should just call the Avengers!“) – letztendlich zieht er dann doch sein eigenes irres Ding durch. Denn das nach den Geschehnissen in „Captain America 2“ [2014] quasi unumgängliche neue Avengers-Hauptquartier ist hier nicht viel mehr als ein Nebenschauplatz, wenngleich auch dieser den wenig rühmlichen Gastauftritt eines Neu-Avengers beherbergt – „Do not tell Cap!“. „ANT-MAN“ kann als temporeiche Superheld-im-Ameisenkostüm-Heist-Action-Komödie, die zufällig im Marvel-Universum angesiedelt ist, somit ganz wunderbar für sich selbst stehen. Und auch wenn gen Ende hin schon allzu überdeutlich die Brücke zu einer weiteren Helden-Zusammenkunft geschlagen wird (im Abspann warten übrigens gleich zwei zusätzliche Szenen auf Sitzfleisch beweisende Kinogänger), so ist dies zunächst nur der Film des charismatischen Ameisenmannes, der im großen Stil ganz klein rauskommt.

Es ist natürlich zunächst verwunderlich, nach den regelrechten CGI-Orgien der letzten Zeit nun einen Film dieser Größenlage abzuliefern, noch dazu als Abschluss einer an Kollateralschäden sicherlich nicht armen Phase 2 des MCU. Doch wer in Biologie aufgepasst hat, weiß ja, dass die unscheinbaren Ameisen im Verhältnis zu ihrer Größe bekanntlich schiere Kraftprotze sind, weshalb es nicht von ungefähr kommt, dass dieser Blockbuster im Schrumpfmodus gerade während Selbigem gehörig aufzutrumpfen weiß. Wer also erstmal genug hat von Explosionen und einstürzenden Bauten, von sich überschlagenden Autos und abstürzenden Ufos, der darf sich nunmehr an den womöglich irrsten Actionsequenzen in diesem Jahr sattsehen. Hier verwandelt sich ein herkömmliches Wannenbad für den geschrumpften Helden plötzlich in eine Wildwasser-Fahrt, und der Plattenteller eines DJs wird zur unfreiwilligen Surfunterlage. Hinzu kommen hunderte Ameisen, die bei einem Einbruch helfen, als würden sie den ganzen Tag nichts anderes tun, eine rasante Verfolgungsjagd auf einer Spielzeugeisenbahn, und, und, und. Die Liste ließe sich noch beliebig verlängern, und doch würde sie wahrscheinlich nicht alle optisch perfekt in Szene getricksten Sequenzen adäquat erfassen: „ANT-MAN“ ist trotz oder gerade aufgrund seiner überschaubaren Größe und dem damit einhergehenden Spielraum für die Tricktechniker, die wirklich überraschend-pfiffige Bilder kreieren, ein absolutes Muss, das auf einer möglichst großen Leinwand bewundert werden sollte (falls er nochmal in einem Kino zu sehen sein sollte!) (gern auch in 3D, da die visuell raffinierte Ameisenperspektive einen nicht zu leugnenden Mehrwert bietet).

Neben der technischen Finesse, die der Film zweifellos auffährt, wird auch auf menschlicher Seite Überzeugendes geboten. Der 46-jährige Paul Rudd als geläuterter Dieb und nun Superheld im Dienste des Guten verleiht dem urig kostümierten Charakter auch abseits der Action-Szenen ein Profil, das über das übliche „Erst schlecht, nun gut“-Muster hinausgeht. Sein Ant-Man ist in seinem Gebaren weder so selbstverliebt-abgehoben wie Lebemann Tony Stark a.k.a. Iron-Man, noch verfügt er über eine besondere Physis wie Hammer-Gott Thor oder das geglückte Kriegs-Experiment Captain America – im Grunde ist Scott Lang ein stinknormaler Familienvater mit besonderen Problemen, die er nun, da er im wahrsten Sinne des Wortes ein anderer Mensch geworden ist, aus der Welt zu schaffen versucht. Doch keine Maske oder Superkraft ist es, die ihn schließlich verändert, sondern die Liebe zu seiner Tochter, die in ihm seit jeher einen waschechten Helden gesehen kann. Kindermund tut Wahrheit kund. So wird der zwischen unserer freundlichen Ameise aus der Nachbarschaft und dem Bossgegner Yellowjacket stattfindende Endkampf, welcher genüsslich mit den unterschiedlichen Größenverhältnissen kokettiert, auch gleich vor den Augen der Kleinen im heimischen Privatdomizil ausgetragen und dem bekannten Zank im Kinderzimmer, der sich hier am Ende irgendwo zwischen kleinformatiger Bombast-Action und psychedelischer Lebenserfahrung mit Botschaft verortet, eine gänzlich neue Bedeutung gegeben. Da kann dann selbst ein Hochkaräter wie der großartige Michael Douglas als Scotts Mentor und Ur-Ant-Man nur noch baff staunen.

„ANT-MAN“ hat schlichtweg das, was vielen Comic-Verfilmungen in letzter Zeit fehlt: Herz. Schon die zuerst belächelten Guardians of the Galaxy zeigten zuletzt, dass es keine bedeutungsschwangeren Superhelden-Dramen mit vermeintlichem Tiefgang braucht, um die Massen zu begeistern. Im Gegenteil sind Themen wie Liebe und Freundschaft heutzutage weitaus wichtiger als kalt-emotionslose Leinwandspektakel, die sich mit jedem neuen Teil noch übertreffen müssen. Dass dieses Unterfangen nämlich irgendwann einmal das Ende der Fahnenstange erreichen wird, steht außer Frage. Somit ist es umso schöner, dass aus demselben Hause, das teure Comic-Verfilmungen im Grunde erst salonfähig gemacht hat, auch gleich die Rückbesinnung auf das geliefert wird, was wirklich im Leben zählt: die kleinen Dinge, die aus Ameisensicht teils überlebensgroß erscheinen können. Und plötzlich sind scheinbare Unzulänglichkeiten wie ein etwas blasser Bösewicht und die ein oder andere Drehbuchschwäche mit einem Mal gar nicht mehr sonderlich bedeutend...

Fazit: Klein, aber oho: „ANT-MAN“ ist groß- respektive kleinartiges Kinovergnügen, das trotz seiner trashigen Prämisse bestens zu unterhalten weiß.

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« Antworten #14 am: 30. Juli 2020, 09:28:47 »

@filmfan: Das Gleiche hier, bitte mit Quellenangabe:

https://www.mannbeisstfilm.de/kritik/Peyton-Reed/Ant-Man/2593.html
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