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Autor Thema: Wiederkehrende Charaktere bei Karl May  (Gelesen 714 mal) Durchschnittliche Bewertung: 0
Dan Tanna Spenser
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« am: 24. Juni 2015, 19:12:44 »

Bloody Fox

Bloody Fox (Blutiger Fuchs) ist eine Nebenfigur aus den Erzählungen Der Geist des Llano Estacado und Old Surehand. Er ist ein junger Weißer, der als Kind einziger Überlebender eines Überfalls von Banditen auf seine Reisegruppe war. Er hat alle Erinnerung daran verloren bis auf den aufgeschnappten Namen Fox, der ihm in Verbindung mit seiner Wunde zu seinem Namen verholfen hatte. Er wurde vom deutschen Aussiedler Helmers adoptiert, der eine Farm am Rande des Llano Estacado betreibt. Bloody Fox' Lebensaufgabe besteht darin, die Räuberbande des Llano zu bekämpfen, die sogenannten Geier, die Durchreisende in die Irre führen, verschmachten lassen und ausrauben. Zu diesem Zweck streift er in der Kostümierung eines weißen Bisonfells durch die Wüste und schießt als Geier erkannte Personen mit gezielten Kopfschüssen nieder, um so nach und nach die ganze Bande auszumerzen. Seine Erscheinung führte zu Mystifizierungen bei den Banditen und den Indianern bis hin zum Aberglauben an einen Geist, der an mehreren Stellen gleichzeitig auftaucht. Er hat mitten in der Wüste eine fruchtbare Oase entdeckt, die den sonstigen Wüstenanrainern unbekannt ist und die er als Stützpunkt für seine Streifzüge verwendet.

Dick Hammerdull & Pitt Holbers

Auch Die verkehrten Toasts genannt, weil sie im Kampf immer Rücken an Rücken stehen. Dick Hammerdull wird als kurz und dick beschrieben; Pit Holbers als lang und dünn. Dieser Höhenunterschied wird jedoch durch ihre Pferde ausgeglichen, so dass sich ihre Köpfe beim Reiten auf einer Höhe befinden. Sie treten fast immer zusammen auf und sind, besonders im Hinblick auf ihre Unterhaltung, gut aufeinander eingespielt wie z.B. bei Hammerdulls ständiger Frage: „…, nicht wahr, Pitt Holbers, altes Coon?“ Woraufhin der alte Waschbär antwortet: „Wenn du denkst, lieber Dick, dass …, so scheinst du das Richtige getroffen zu haben.“ (Pitt Holbers spricht in der Regel nur, wenn Dick ihn etwas fragt und dann auch nur um ihm zuzustimmen.) Manchmal antworte Dick dann nochmal in dieser Form: „Ob sein oder nicht sein, das bleibt sich gleich, wenn es nur ist.“

Die verkehrten Toasts kommen erstmals in der Erzählung Auf der See gefangen (1878/79) vor und haben später einen größeren Auftritt in Old Surehand II (1895, enthält die Haupthandlung von Auf der See gefangen, im KMV Kapitän Kaiman) und Old Surehand III (1896), sowie den Kurzgeschichten Old Cursing-Dry (Fehsenfeld und KMV Gott lässt sich nicht spotten (in Auf fremden Pfaden, 1897) und KMV ab 1951 Der Flucher) und Mutterliebe (1897/98, im KMV Die Söhne des Upsaroka). In den Roman Winnetous Erben wurden sie durch Auflösung der ursprünglichen Person Max Pappermann erst in einer späteren Bearbeitung durch den Karl-May-Verlag hineingeschrieben.

Dicker Jemmy & Langer Davy

Der Dicke Jemmy (Jakob Pfefferkorn) ist ein kleiner, dicker Westmann, der stets zusammen mit dem Langen Davy auftritt. Er stammt aus Deutschland und bestreitet oft anscheinend ernste, tatsächlich aber neckische Wortgefechte in sächsischem Dialekt mit dem Hobble Frank. Der Lange Davy (David Kroners) ist Amerikaner (Yankee). Die beiden kommen vor in Der Sohn des Bärenjägers (1887), Der Geist des Llano estakado (1888, beide seit 1890 in Die Helden des Westens) und Der Schatz im Silbersee (1890/91).

Hobble Frank
Hobble Frank (Heliogabalus Morpheus Edeward Franke) ist ein kleiner, schmächtiger, hinkender Westmann, der aus Moritzburg in Sachsen stammt, wo er Forstgehilfe war. Dort wohnt er (wenn er sich nicht in den Vereinigten Staaten aufhält) in seiner Villa Bärenfett und schreibt für die Jugendzeitschrift Der gute Kamerad (eine Anspielung auf eine tatsächlich einmal existierende Zeitschrift, für die Karl May schrieb). Hobble-Frank wurde von Karl May auch als Pseudonym zur Veröffentlichung von Texten verwendet: u. a. Villa Bärenfett (1889), Der Schlangenmensch (1890).

Seinen Spitznamen (engl. to hobble ‚humpeln‘) hat Hobble Frank, seit ihm ein Oglala-Indianer durch den Fuß geschossen hat (Der Sohn des Bärenjägers, im KMV erster Teil des Buches Unter Geiern). Er ist der Vetter von Tante Droll. Er bestreitet oft anscheinend ernste, tatsächlich aber neckische Wortgefechte in sächsischem Dialekt mit dem Dicken Jemmy oder Tante Droll; mitunter passieren ihm lustige Missverständnisse klassischer Zitate oder Begriffe („Elise“ statt „Elysium“). Der Hobble Frank kommt in mehreren Jugenderzählungen vor und entwickelte sich zu einer äußerst beliebten Figur. Durch ihn transportiert Karl May verschiedentlich Informationen an seine (jugendlichen) Leser. Der Hobble Frank ist eine der wenigen Hauptfiguren, die sich nicht immer sklavisch an die Weisungen der Überhelden Old Shatterhand, Winnetou und Old Firehand halten und auch mitunter ihren eigenen Kopf durchsetzen. Dieser Aspekt ging in den Bearbeitungen des KMV teilweise verloren.

Erzählungen mit Hobble Frank: Der Sohn des Bärenjägers (1887), Der Geist des Llano estakado (1888, beide seit 1890 in Die Helden des Westens), Der Schatz im Silbersee (1890/91), Der Oelprinz (1893/94, Buchausgaben ab 1905 u. d. T. Der Ölprinz), Der schwarze Mustang (1896/97).


Tante Droll
Tante Droll (Sebastian Melchior Pampel) ist ein aus dem Altenburgischen (Langenleube-Niederhain) stammender Detektiv und Westmann. Er ist der Vetter von Hobble Frank. Seinen Namen bekam er wegen seines langen frauenhaften Gewandes und seiner hohen Stimme. Seinen ersten Auftritt hat er in der Jugenderzählung Der Schatz im Silbersee (1890/91), in welcher er seinem Vetter Hobble Frank das erste Mal nach der Kindheit wieder begegnet. Er wird durch eine Gewinnbeteiligung an der Silbermine wohlhabend. Die Tante Droll tritt auch in den Jugenderzählungen Der Oelprinz (1893/94) und Der schwarze Mustang (1896/97) auf.


...tbc
https://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_aus_den_Romanen_von_Karl_May#Old_Surehand_.26_Apanatschka
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