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Autor Thema: Nur für Offiziere (The Americanization of Emily) (1964)  (Gelesen 513 mal) Durchschnittliche Bewertung: 5
James Garner
Privatdetektiv

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« am: 03. Januar 2016, 01:03:49 »



Inhalt:

London kurz vor der alliierten Invasion in der Normandie. Lieutenant Commander Charlie Madison ist die Ordonnanz des Konteradmirals Jessup. Madison ist ein Spezialist darin, die oberen Chargen der Navy mit Luxusgütern zu versorgen. Allerdings ist er gleichzeitig ein ausgemachter Feigling, was er aber auch selber zugibt. Mit der Zeit verliebt er sich in Emily Barham. Die Engländerin arbeitet für die Navy als Fahrerin. Sie hat im Krieg Ehemann und Bruder verloren. Admiral Jessup ist überzeugt, dass das Heer ein besseres Image als die Navy hat. Er ist von der Idee besessen, dass der erste getötete Soldat bei der Invasion ein Seemann der Navy ist. Er beauftragt Madison und dessen besten Freund, Lieutenant Commander Cummings, die Invasion mit der Filmkamera zu dokumentieren. Madisons Proteste verärgern auch Emily.
Madison ist für die Dokumentation gezwungen, der erste Soldat auf Omaha Beach zu sein. Als er mit durch den Kugelhagel rennt, tritt er auf eine deutsche Mine, die explodiert. Meldungen besagen, dass er der erste Gefallene der Invasion ist. Bilder seiner Leiche werden in den Zeitungen abgebildet. Madison wird zu einem Kriegsheld gemacht. Cummings, der die Bilder gemacht hat, ist stolz, einen Helden erschaffen zu haben. Doch später stellt sich heraus, dass er überlebt hat. Madison ist über die Meldungen wütend und droht, seine Feigheit öffentlich zu machen. Emily verspricht, ihn zu heiraten, wenn er sein Geheimnis für sich behält.

Rollenname:  Lt. Cmdr. Charles Edward Madison

Regisseur: Arthur Hiller

Co-Stars: Julie Andrews, James Coburn, Melvyn Douglas

<a href="http://www.youtube.com/watch?v=WA-UbX5NZxA" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=WA-UbX5NZxA</a>



« Letzte Änderung: 04. Januar 2016, 05:12:40 von Dan Tanna » Gespeichert

Original-Postings von James Garner aus seiner Autobiographie, geschrieben von Dan Tanna Spenser
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« Antworten #1 am: 03. Januar 2016, 01:05:23 »

Ein Anti-Kriegs-Film in einer Zeit, als wir ja im Vietnam-Krieg waren. Brilliantes Drehbuch von Paddy Chayefsky, herrliche Regie von Arthur Hiller. Und  Julie, na ja, was soll ich sagen -  ich liebe sie! Emily ist mein absoluter Lieblings-Film, den ich je gesehen habe oder bereits beteiligt war, und Charlie Madison ist mein Lieblings-Charakter, wahrscheinlich, weil ich seine Ansichten teile. (Siehe Seiten 83 bis 92 in meiner Autobiographie) 

Geniale/r Film/Serie
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Original-Postings von James Garner aus seiner Autobiographie, geschrieben von Dan Tanna Spenser
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« Antworten #2 am: 03. Januar 2016, 07:35:00 »

Emily ist mein absoluter Lieblings-Film, den ich je gesehen habe oder bereits beteiligt war
Da ich diesen Film schon einige Jahre nicht mehr gesehen habe, habe ich ihn mir eben gerade wieder angesehen...James Garners Lieblingsfilm, den wollte ich mir doch unbedingt wieder mehr in die Erinnerung rufen Happy

und Charlie Madison ist mein Lieblings-Charakter, wahrscheinlich, weil ich seine Ansichten teile.

Finde ich sehr interessant. Viele denken natürlich, sein Lieblingscharakter wäre Bret Maverick oder Jim Rockford....weil die beiden ja auch seine bekanntesten Charaktere sind. Interessant zu erfahren, dasses weder Maverick noch Rockford ware - sondern Charlie Madison. Und jetzt, nachdem ich den Film wieder gesehen habe, kann ich Garner schon gut verstehen, warum er Charlie so mochte und sich sehr mit ihm identifiziert hat.

Es ist nicht ganz leicht, dem Film ein Genre zuzuordnen. Für einen Kriegsfilm ist er zu witzig und zu abstrus, für eine Komödie hat er zuviele ernste Untertöne, für eine Romanze bietet er zuwenig diese Schwerpunkte, die eine Romanze ausmachen. Irgendwie ist der Film von allen etwas: Kriegsfilm, Komödie, Romanze - aber in meinen Augen passt wohl die Bezeichnung "Satire" am besten zu dem Film. James Garner erinnerte in dem Film an einem Concierge aus einem Hotel: Madison war immer stets bemüht, seinen Vorgesetzten immer die bestmöglichsten Dinge anzubieten, um ihnen das Leben auf dem Stützpunkt so angenehm wie möglich zu machen und zeigt dabei die Schlitzohrigkeit, die man von James Garner gewohnt ist. Interessant auch die Rolle von James Coburn, der in diesem Film Garners besten Freund spielt, gleichzeitig einen Schürzenjäger - so das der Running-Gag, dass immer, wenn Coburn gerade mit seiner Freundin heiß im Gange war, von Garner wüst und ohne anzuklopfen unterbrochen wird Grinsen Obwohl Coburn Garners bester Freund ist, stellt er sein berufliches Pflichtgefühl vor seine Freundschaft und zögert keine Sekunde, seinen besten Freund zu opfern, um einen abstrusen Befehl eines wirren Generals zu folgen. Jener General wird fabelhaft von Melvyn Douglas verkörpert, der die abstruse Idee hat, dass der Tote bei der Invasion unbedingt ein US Marine sein muß, als Werbevorzeigebild für alle Amerikaner. Madison (Garner), ein für den gefährlichen Einsatz ausgemachter Feigling ist von dieser idee natürlich alles andere als begeistert und versucht einen Plan zu schmieden, um diesen Irrsinn zu umgehen, ohne seine Vorgesetzten enttäuschen zu müssen, was ihm eine langjährige Gefängnisstrafe wegen Ungehorsams einbringen würde. Tatsächlich findet Madison ein Schlupfloch und teilt diesmit seiner Angebeteten, der liberalen Julie Andrews. Andrews hatte mir in diesem Film  auch wieder sehr gefallen, wenngleich ich ihre Haltung gegenüber Madison nicht ganz verstand: Zum einen sagte sie, sie möchte keinen Mann mehr, der an vorderster Front im Krieg kämpft, weil sie ihren ersten Mann im Krieg verloren hatte und dabei fast zerbrochen sei-und deswegen der Feigling Madison, der lieber ausserhalb des Krisenherdes arbeitet, der ideale Mann für sie ist - zum anderen schimpft sie auf Madison, dass sie keinen Mann lieben könne, der mit einer List sein Vaterland täuscht und sie sich auch davon betrogen fühlt. Eigentlich hätte sie doch froh sein müssen, dass Madison so dem Einsatz hätte umgehen können, damit ihm nichts passiert. nachdem Andrews ihrer Wut freien Lauf machte und gar die Verlobung löste, entschloss sich Madison, dieses Himmelfahrstkommando doch zu machen und wird dabei scheinbar getötet. Melvyn Douglas, mittlerweile von seinem Irrsin wieder genesen, macht sich schwerste Vorwürfe, einen Mann in den Tod geschickt zu haben - für Publicity! Doch Madison überlebte und war natürlich alles andere als erfreut, dass man ihn für tot hielt und das sein Tod zum neuen Aufhängeschild eines amerikanischen  Helden sorgte - und ausgerechnet sein bester freund James Coburn enttäöuscht war, dass Madison nicht draufgegangen war Grinsen Das schöne Happy End, dass Madison - um sein Land und besonders Andrews zu gefallen doch die Heldenrolle annahm, beschloß das Ende des Films.

Mir hatte er sehr gut gefallen und wie gesagt, kann ich Garner verrstehen, dass er seinen Charlie Madison sehr mochte. Ging mir auch so, ich fand Charlie Madison sehr sympathisch und es gäbe nicht viele Schauspieler, die diesen C harakter in diesem Stil so gut rüberbracht hätten, zumal Garners Schlitzohrigkeit ein großer Pluspunkt für den Film war.

Zwar gibts von mir keine volle Sternzahl wie von Garner, aber immerhin  Sehr guter Film/Serie Für eine volle Sternzahl reichte es nicht, aufgrund der kleinen Ungereimtheiten, die ich erläutert hatte.
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