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Autor Thema: Der kleine Cäsar (Little Caesar) (USA, 1931)  (Gelesen 220 mal) Durchschnittliche Bewertung: 4
Dan Tanna Spenser
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« am: 07. Mai 2022, 05:38:44 »

"Cäsar" Enrico Bandello, ein ehrgeiziger Kleinkrimineller, will die Nummer Eins der Unterwelt werden. Eiskalt und rücksichtslos kämpft er sich nach üben. Als er auf der Flucht vor der Polizei untertauchen muss wird ihm seine Erbarmungslosigkeit zum Verhängnis...

Edward G. Robinson - Caesar Enrico 'Rico' Bandello / 'Little Caesar'
Douglas Fairbanks Jr. - Joe Massara
Glenda Farrell - Olga Stassoff
William Collier Jr. - Tony Passa
Sidney Blackmer - Big Boy

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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #1 am: 01. Juni 2022, 16:05:09 »

Mein erster Rewatch Film von heute. Bericht folgt heute abend.
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #2 am: 01. Juni 2022, 20:22:18 »

Heutiger Rewatch Film mit Edward G. Robinson aus meiner Crime Classic - Reihe war der Gangsterfilm und zugleich der große Durchbruchsfilm von Robinson "DER KLEINE CÄSAR" ("THE LITTLE CAESAR") aus dem Jahre 1931, zusammen mit Douglas Fairbanks jr., Glenda Farrell, William Collier jr. und Stanley Fields. Der Film basiert auf den gleichnamigen Roman von William Riley (W.R.) Burnett. Enrico Bandello (Robinson), ein ehrgeiziger Kleinkrimineller, will die Nummer Eins der Unterwelt werden. Eiskalt und rücksichtslos kämpft er sich nach üben. Als er auf der Flucht vor der Polizei untertauchen muss wird ihm seine Erbarmungslosigkeit zum Verhängnis...

Die Co-Stars:
Douglas Fairbanks jr. spielte Robinsons besten Freund Joe Massara, Glenda Farrell spielte dessen Love Interest Olga Stassoff, William Collier jr. spielte den Kleingangster Tony Passa, Stanley Fields spielte den Gangsterboss Sam Vettori.

Synchronisation:
Edward G. Robinson wurde vom bekannten deutschen Schauspieler Günter Strack synchronisiert, Douglas Fairbanks jr. von Manfred Schott, William Collier jr. von Wolfgang Draeger und Stanley Fields von Erik Jelde.


DVD & BluRay:
Ich besitze von dem Film den bislang einzigsten Release auf DVD von WARNER. Trotz seines Alters liefert der Film passable Bildwerte. Das Rauschen ist natürlich wegen des etwas grobkörnigen Filmmaterials nicht zu übersehen, aber das gehört zum Flair des Filmes. Kamerabewegungen laufen sehr geschmeidig ab (00.09.22, Pullback vom Roulette-Kessel). Die Optik hantiert leider zu oft mit dem Weichzeichner, aber das ist kein Mastering-Fehler, sondern dramaturgisch intendiert. Die Schärfe ist so nicht komplett griffig, weist aber doch eine saubere Konturierung auf. Auch der deutsche Ton, der eine eigentlich unrealistisch sterile Tonfassung sein müßte, ist hier mit etwas Rauschen und leichten Übersteuerungen versehen (00.20.23, Dialog) - es ist nicht nachweisbar, aber die Vermutung liegt nahe, daß es sich hierbei um eine künstliche, akustische Patina handelt, die das Flair des Filmes unterstützt. Sehr lobenswert! Der englische Ton klingt ebenso: halt etwas rauschig und dünn in den Stimmen...so muß es sein bei einem 75 Jahre alten Film. Das Extrasmaterial ist sorgfältig und liebevoll zusammengestellt worden, der Kommentar ist auf hohem filmhistorschen Niveau, die Doku mit 17 Minuten leider etwas kurz, doch aber sehr instruktiv. Besonders nett: ein Cartoon mit dem "Cäsar"-Charakter...sogar den Trailer hat man noch aufgetrieben! (Quelle: movieman.de)

Interessantes:
(Quelle: wikipedia.org)
Für Edward G. Robinson, der vorher hauptsächlich als Theaterschauspieler gearbeitet hatte und in Filmen meist nur Nebenrollen spielte, bedeutete Der kleine Cäsar den Durchbruch. Zunächst hatte Robinson nur für die Nebenrolle des Otero vorgesprochen, doch Produzent Hal B. Wallis war so begeistert, dass er ihm gleich die Hauptrolle gab. In der Folgezeit wurde Robinson neben James Cagney und George Raft zu dem bekanntesten Gangsterdarsteller in Hollywood. William Riley Burnett, Autor der Buchvorlage, beschwerte sich später bei Warner Brothers mit einem Brief, dass man die von ihm heterosexuell intendierte Figur des Enrico im Film in einen verklemmten Homosexuellen verwandelt hätte. Die enge Beziehung zwischen Rico und Otero, Ricos große Schwäche für Joe, sowie nicht vorhandene Liebesbeziehungen von Rico – stattdessen äußert er sich abfällig über Frauen – werden heute häufig als Hinweis auf eine Homosexualität von Rico gedeutet. Gangsterboss Al Capone fungierte als grobes Vorbild für die Figur von Rico. Jim Colosimo war das Vorbild für die Figur des „Diamond Pete“ Montana, während der korrupte Politiker William Hale Thompson für den Oberboss „Big Boy“ Pate stand. Der kleine Cäsar war an den Kinokassen sehr erfolgreich und war dadurch Mitauslöser eines Booms von Gangsterfilmen während der frühen 1930er-Jahre. Zudem wirkte die Machart des Filmes stilbildend auf folgende Werke dieses Genres.

Zum Film selbst:
Edward G. Robinson spielte den skrupellosen und äußerst brutalen Gangster Caesar Enrico 'Rico' Bandello - auch "Little Caesar" (der kleine Cäsar) genannt.  Sein Traum ist es, schnellstmöglich in einer großen Gangsterorganisation zu kommen und sich dort hochzuarbeiten, bis er ganz oben an der Spitze ist. Ihm zur Seite steht sein langjähriger bester Kumpel Joe Massara. Schon jetzt morden die beiden, erstlinig Rico, mit größter Freude Leute nieder, die sie überfallen.

Als sie nach Chicago kommen schliessen sie sich dem Gangsterboss Sam Vettori an. Joe lernte in Chicago schnell die hübsche Olga Stassov kennen und beide verlieben sich ineinander, was Rico ein Dorn im Auge ist. Als Olga eines Tages beim Kuscheln eine Waffe bei Joe bemerkt, stellt sie ihn zur Rede. Sie fordert ihn auf, dem verbrecherleben abzuschwören, wenn er eine Zukunft mit ihr möchte. Joe war in einem Gewissenskonflikt zwischen seinem besten Freund und der Frau, die er liebte. Deswegen fing er an, die "Jobs" mit Rico schleifen zu lassen. Das wiederum bachte Rico Ärger von Vettori ein.

In kürzester Zeit nahm Rico immer mehr das Heft in die Hand und war das ausführende Organ bei den Überfällen. Bei einem Überfall erschoß Rico McClure, den Chef der Kriminalkommission in einer Party. Vettori war sauer...denn gerade durch solche Aktionen intensivieren die Cops die Jagd nach der Bande.  Kurz darauf gerieten Rico und Vettori in einen handfesten Streit bei der Aufteilung der Beute - denn Vettori sollte nichts abbekommen. Rico nannte den grund, dass er absolut nichts zu diesem Überfall beigetragen hätte und nur faul in seinem Büro gesessen hatte. Vettori war sauer und wies seine Männer an, Rico Manieren beizubringen - doch Rico hatte seiner Männer längst in seiner Hand und Vettori begriff, dass er nicht mehr länger das Sagen hatte und das Rico nun den neue Gangsterboss ist.

Tony Passa hatt in letzter Zeit arge Fehler bei den Überfällen gemacht, war nervlich überlastet, stets abgelenkt...ihm mißfiel immer mehr, was er tat und bei seinem letzten Besuch bei seiner Mutter erinnerte sie ihn daran, was für ein braver und gottesfürchtiger Junge er doch mal gewesen war. Das rührte tief in Tony. Nach dem letzten Überfall verzichtete Tony auf seinen Anteil und  beschloss zu einem Pastor zu gehen, um sich seine Beichte abnehmen zu lassen. Als Rico davon erfuhr, dass Tony "auspacken" wollte, erschossen sie Tony auf dem Weg zum Priester.

Rico zu Ehren wurde von der "Gangstergilde" ein großes Bankett veranstaltet. Durch Rico gelang es der Bande, Angst und Schrecken in Chicago zu bringen, volle Taschen und Ratlosigkeit und Angst bei der Polizei.  Das brachte natürlich auch Neider vor sich und so beschloß ein anderer Gangsterboss, Ernie, Rico töten zu lassen. Joe hörte davon und wollte ihn warnenm - doch zu spät - aus einem fahrenden Auto heraus wurde auf Rico geschossen, verwundeten ihn jedoch nur am Arm.  Für Rico stand fest, dass es die Beziehung zu Olga war, die die dringende Meldung von Joe ihn zu spät erfahren liess. Rico suchte Olga auf und forderte sie auf, Joe den Laufpass zu geben - sie sei nicht gut für ihn! Grinsen Doch Olga gab ihm contra...Rico warf ihr vor, Joe völlig den Kopf verdreht zu haben...dass sie aus ihm was machen will, wofür er eben einfach nicht geschaffen ist.

Als Joe wenig später davon erfuhr, stand sein Entschluß fest: Er will bei Olga bleiben und die Organisation verlassen, die Freundschaft zu Rico notfalls kündigen. Doch Joe wußte, dass Rico ihn niemals gehen lassen würde und er sogar in seinem Irrsinn bereit dazu wäre, ihn und auch Olga umzubringen - also beschloß er, mit Olga zu fliehen. Doch Olga war dagegen - sie wollte kein ständiges Leben auf der Flucht, wo Riuco sie eines Tages eh aufspüren würde - ein Leben in Angst geht nicht - und dabei auch noch eine Familie gründen, erst recht nicht. Olga hatte die Idee, den hauptermittelnden Polizitsne gegen die Bande, Tom Flaherty zu informieren und Rico und seine Bande zu verpfeifen. Joe könne da z.B. als Kronzeuge gegen Rico fungieren. Joe war sich unsicher - hatte aber auch nicht viel Zeit zum überlegen,  denn schon traf Rico mit seiner neuen rechten Hand Otero ein. Er hatte schon gehört, dass Joe ihn zu verraten drohte und war gekommen, um  Joe und Olga zu töten. Joe schrie Rico an, ihn zu töten, die ganze Freundschaft seit Kindestagen wegzuwerfen. Er erreichte Rico damit...Rico konnte ihn nicht erschiessen. Otero wollte dann für Rico übernehmen, wollte schiessen, doch Rico hinderte ihn daran.

Dann ging alles sehr schnell - Polizeisiren. Flaherty und seine Männer kamen und Rico und Otero mußten flüchten. Bei der Flucht wurde Otero von einen der Cops erschossen und starb in Ricos Armen.  Flaherty hatte sich währenddessen mit seinen leuten den rest der Bande vorgenommen udn auch Vettori verhaftet. Rico mußte untertauchen und versteckte sich bei einer Frau, die alle in der Bande nur "Ma" nennen, eine ältere, resolute Frau, die Rico in einem versteckten Hinterzimmer versteckt hielt.  Doch Ma wollte ein Stück vom Kuchen, zwang Rico, ihr einen Anteil der letzten Beute zu geben. Rico gab nach.

Wochen später - Vettori wurde von einem Gericht zum Tode ndurch erhängen verurteilt und das Urteil wurde unverzüglich ausgeführt. Flaherty und seine Männer suchten Rico, fanden ihn aber nicht. Joe hatte mittlerweile ein neues Leben begonnen - da die Cops nichts handfestes gegen ihn hatten und er als Zeuge gegen Rico aussagen kann, war er frei. Olga, die als Schauspielerin beim Theater arbeitete, verschaffte ihn die männliche Hauptrolle in einem neuen Stück, worin sie die  weibliche Hauptrolle mimte.

Rico versteckte sich in einem Obdachlosenheim. Immer wieder, im Radiuo und der Presse, hörte er, wie Flaherty ihn verhöhnte "Er kam aus der Gose und genau dort endet er auch nun wieder" und ähnlich Kommentare liessen Rico immer wütender werden, bis er schliesslich völlig durchdrehte - genau das war auch Flahertys Absicht, ihn damit aus seinem versteck zu locken. Rico ging ganz offen gegen Flaherty vor - hatte aber gegen ihn und seinen Männern keine Chance. Rico wurde erschossen.


Fazit:
Ein typischer echter, originaler Gangsterfilm nach bekanntem Muster: Ein Niemand, brutal und unberechenbar, steigt in der Hircharchie immer weiter auf, macht sich einen Namen, kommt bis ziemlich weit oder sogar ganz an die Spitze und kommt dann durch einen Fehler zu Fall und stirbt am Ende. Klassische Gangsterfilme laufen in der Regel so ab und damit bieten solche Filme, wenn man erstmal einige gesehen hat, weniug Überraschungwn. Bei diesem Film ist es auch nikchts anders - dennoch...ein absoluter Gangsterklassiker, eben einer der ersten solcher Art. Und Robinson spielte einfach genial und schuf sich mit diesen Film seine eigenen Karrierestart und wurde vornehmlich für Gangster besetzt. Fairbanks jr....spielte etwas enttäuschend, war zu dem Zeitpunkt auch noch nicht auf dem Höhepunkt seines Könnens.  Ansonsten - ein Gangsterfilm, wie er sein sollte, man wird mit allem gut bedient, was man aus einem klassischen Gangsterfilm eben kennt.

 3,5 Sterne
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holly
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« Antworten #3 am: 16. Juni 2022, 00:25:40 »

 Guter Film/Serie 3 sterne-wär der film 3 jahre später gedreht-mind.4 sterne.nur merkt man dem klienen cäsar die probleme früher tonfilme an-wie du schon geschrieben hast-bild und ton nicht immer optimal, auch die kamera wirkt noch sehr unbeweglich und es ist wirklich interessant, welche fortschritte man in hollywood so ab 1933 machte-und dann die tiefenschärfe mind den besseren kameras nach 1940.
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