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Autor Thema: Über den Dächern von Nizza (To Catch a Thief) (USA, 1955)  (Gelesen 944 mal) Durchschnittliche Bewertung: 4
Dan Tanna Spenser
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« am: 28. Juni 2013, 17:25:25 »

Großes und weltbekanntes Meisterwerk von Alfred Hitchcock mit einem wie immer überragenden Cary Grant. Als Meisterdieb JOHN ROBIE einfach genial...

Quelle: wikipedia

Ein Juwelendieb treibt an der franzsischen Riviera sein Unwesen. John Robie, vor dem 2. Weltkrieg berüchtigter Juwelendieb, bekannt als die Katze, und whrend des Kriegs Held der Resistance, wird verdchtigt, da der neue Dieb dessen alte Methode benutzt. Um seine Unschuld zu beweisen, macht er sich selbst auf die Suche nach dem Gauner. Seine ehemaligen Partner, allesamt inzwischen einem ehrbaren Berufe nachgehend, sind sauer auf ihn, da sie ihn für den Dieb halten und sich die franzsische Polizei daher wieder für sie interessiert. Robie freundet sich mit der Millionrin, Mrs. Stevens und deren Tochter Frances an. Bald darauf wird Mrs. Stevens ebenfalls bestohlen. Für Robie wird es eng. Er setzt alles auf eine Karte und versucht den Dieb bei dessen nchstem Coup auf frischer Tat zu ertappen, wohl wissen, dass er sich selbst die Schlinge um den Hals legt, falls der Dieb entwischt, und er am Tatort verhaftet wird. Auf einem Maskenball kann er schließlich in letzter Minute den Dieb entlarven: es ist die Tochter eines frheren Freundes aus der Resistance. Frances und John heiraten.

Hintergründe
Hitchcock dreht ber den Dchern von Nizza in Nizza und Cannes. Zugrunde liegt der Roman To catch a Thief von David Dodge aus dem Jahr 1952, das Drehbuch schrieb John Michael Hayes. Der Originaltitel ist doppeldeutig: Vordergrndig geht es darum, den Juwelendieb einzufangen, am Ende des Films fngt Frances John Robie, den Juwelendieb, ein und heiratet ihn.

Hitchcock besetzte die beiden Hauptrollen mit seinen Lieblingsschauspielern Grace Kelly (die dritte Rolle in Folge) und Cary Grant (die dritte von vier Hauptrollen fr Hitchcock). Beide trugen viel zur Populatitt des Films bei. Die von Hitchcock am fertigen Drehbuch vorgenommenen berarbeitungen sorgten fr eine Pointierung der beiden Hauptcharaktre und fr eine deutlichere Herausstellung der Liebesgeschichte, bis hin zu eindeutigen sexuellen Anspielungen, die zu damaliger Zeit fr Hollywood-Produktionen mehr als unblich waren. Hitchcock machte bereits Anfang der 40er Jahre leidliche Erfahrungen mit Hollywoods Zensurbehrde. Ihn reizte es schon immer, die Grenzen des erlaubten auszuloten und die Sittenwchter zu berlisten. In ber den Dchern von Nizza sind in einer bemerkenswerten Direktheit visuelle und verbale Anspielungen sexueller Art enthalten, die alles bis dahin in Hollywood gekannte berschritten und die die Zensur aus unerfindlichen Grnden schadlos berstanden.

In zwei bravours inszenierten Szenen tauschen sich Grant und Kelly vllig offensichtlich ber sexuelle Dinge aus, ohne diese beim Wort zu nennen. Beim Picknick an der Klippe sprechen Sie ber Essen ("Ich habe noch nie einen Juwelendieb gefangen. Es ist so stimulierend! Mchten Sie ein Bein oder eine Brust?" "Sie treffen die Wahl."). Wenig spter sieht man eine von Hitchcocks berhmtesten Szenen. Robie und Frances unterhalten sich ber Diamamten und den Wunsch, sie zu berhren und zu besitzen. Die Bilder drcken etwas anders aus. Meisterlich komponiert in Einstellung und Schnitt, mit einem Feuerwerk im Hintergrund, kommen sich die beiden nher, bis hin zum Höhepunkt.

Hitchcock brachte in 2 Szenen seine Aversion gegen Eier zum Ausdruck. In der ersten Szene schaut Cary Grant durch ein Fenster in die Küche des Restaurants "Bertani", in diesem Moment klatscht ein rohes Ei gegen das Fenster. In der zweiten Szene drckt Jessie Royce Landis ihre Zigarette im Gelb eines Spiegeleies aus.

Hitchcock arrivierte mit ber den Dchern von Nizza ein neues Sub-Genre: die "kultivierte Thriller-Romanze" (Harris/Lasky, 1976), das spter unter anderem von Stanley Donen in Charade und ((Arabeske (Film|Arabeske]] aufgegriffen wurde.

Kritiken
Der New Yorker schrieb: "Das ist romantischer Suspense, spritzig heiter, mediterran verspielt, mit Cary Grant und Grace Kelly, wie sie sehr hbsch und cool mit den Reizen der appetitlichen Cte-d'Azur-Kulisse konkurrieren.".
Lexikon des Internationalen Films: "Temperament- und geistvolle Kriminalhumoreske mit spitzzngigen Dialogen und raffiniert verschlungenem Spannungsknoten."

Auszeichnungen
1956 - Academy Awards:

Oscar fr Kamera (Bild-Regie) an Robert Burks

Cameo
Hitchcock ist im Bus rechts neben Cary Grant zu sehen - allerdings nicht in der jahrzehntelang im deutschen Fernsehen ausgestrahlten 4:3-Fassung. Hier sitzt er auerhalb des Bildes.


Literatur
David Dodge: ber den Dchern von Nizza. Die "Katze" und ihr Doppelgnger (OT: To Catch a Thief). Diogenes, Zrich 1990, ISBN 3-257-21865-6
Franois Truffaut: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?. Heyne, 2003, ISBN 3-453-86141-8 (Abfolge von Interviews(circa 50 Stunden) des frz. Regisseurs aus dem Jahr 1962). Originalausgabe: Franois Truffaut: Le cinma selon Hitchcock (dt. "Der Film gem Hitchcock") Simon und Schuster, 1984, ISBN 0-671-52601-4
Robert A. Harris, Michael S. Lasky, Hrsg. Joe Hembus: Alfred Hitchcock und seine Filme (OT: The Films of Alfred Hitchcock). Citadel-Filmbuch bei Goldmann, Mnchen 1976, ISBN 3-442-10201-4
John Russel Taylor: Die Hitchcock-Biographie, Fischer Cinema 1982, ISBN 3-596-23680-0
Donald Spoto: Alfred Hitchcock - Die dunkle Seite des Genies. Heyne, Mnchen 1984, ISBN 3-453-55146-X (dt. bersetzung von Bodo Frndt)
Bodo Frndt: Alfred Hitchcock und seine Filme. Heyne Filmbibliothek Band Nr. 91, 1986, ISBN 3-453-86091-8
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #1 am: 28. Juni 2013, 17:25:52 »

Vorhin gerade wieder angesehen.  Einfach eiun Evergrren und ein großer Klassiker!

Mir fiel auf, wieviel französisch in dem Film doch gesprochen wurde, gerade so in den ersten 20 Minuten des Films. Schade, dass man auf Untertitel verzichtet hatte. Zwar waren die Dialoge für die HBaupthandlung nicht wichtig, aber schön wäre es dennoch gewesen. Überhaupt schon sehr unüblich für die damalige Zeit, dass man das nicht synchronisiert hatte. Sonst wurde früher doch nie was in einer anderen Sprache belassen. Oder war der Film früher cut und man hat die Szenen erst bei der DVD wieder zugeführt?  Kann mich jetzt nicht mehr daran erinnern, ob eine TV Ausstrahlung vor dem ersten DVD Release kürzer gewesen war...
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #2 am: 25. Juni 2014, 21:25:26 »


Mir fiel auf, wieviel französisch in dem Film doch gesprochen wurde, gerade so in den ersten 20 Minuten des Films. Schade, dass man auf Untertitel verzichtet hatte. Zwar waren die Dialoge für die HBaupthandlung nicht wichtig, aber schön wäre es dennoch gewesen. Überhaupt schon sehr unüblich für die damalige Zeit, dass man das nicht synchronisiert hatte. Sonst wurde früher doch nie was in einer anderen Sprache belassen. Oder war der Film früher cut und man hat die Szenen erst bei der DVD wieder zugeführt?  Kann mich jetzt nicht mehr daran erinnern, ob eine TV Ausstrahlung vor dem ersten DVD Release kürzer gewesen war...

Hat keiner eine Antwort drauf? Ist es vllt. auf der Bluray anders?
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McGill
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« Antworten #3 am: 26. Juni 2014, 18:28:48 »

Das hat schon alles seine Richtigkeit, die französischen Dialoge sind sogar synchronisiert, denn die Stimmen wechseln ja nicht, wenn deutsch gesprochen wird. Eines ist allerdings wahr: ein synchronisiertes Wort ist im digitalen Zeitalter verloren gegangen, nämlich, als Robie am Anfang Bertanis Restaurant betritt. Als ihn der Kellner mit der weißen Haarsträne sieht, verkleckert er etwas Champagner und entschuldigt sich bei den Gästen mit einem "Pardon!" Das war früher auch synchronisiert, Sprecher war Klaus Miedel. Auf DVD und Blu-ray hört man jetzt den O-Ton, was zwar nicht ins Gewicht fällt, aber doch irgendwie merkwürdig ist.
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #4 am: 26. Juni 2014, 18:46:05 »

Auf DVD und Blu-ray hört man jetzt den O-Ton, was zwar nicht ins Gewicht fällt, aber doch irgendwie merkwürdig ist.

Finde ich sehr blöd. Hätte man ja auch untertiteln können! So bekommt man von  dieser Passage ja nichts mit, wenn man kein französisch kann! Schade, dass es auf der BluRay auch so übernommen wurde Traurig
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Seth
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« Antworten #5 am: 18. Dezember 2018, 21:47:53 »

Habe den Film vor kurzem zum ersten Mal gesehen, als er mal wieder im TV lief.

Aus heutiger Sicht ist er stellenweise etwas langsam, an anderen Stellen aber immer noch gut inszeniert. Das Ende war recht spannend umgesetzt. Ich hatte zwar schon vermutet, wer die Katze ist, aber die Auflösung mit allem drum und dran hat mir dennoch gefallen. Der Hintermann/die Hinterfrau kam dann denn auch überraschend.
Das mit den französischen Dialogen ist mir auch negativ aufgefallen, dachte aber, das sei einfach ein Stilmittel für den Film, so dass ich versuchte, mir das wichtigste zusammenzureimen.
Wie ich gelesen habe, starb Hauptdarstellerin Grace Kelly im Alter von 52 Jahren an einem Autounfall unweit von der Stelle, an welcher sie mit Cary Grant in diesem Film ein Picknick hatte. Ein tragischer Unfall...
Der Film wurde nur ein einziges Mal synchronisiert (im Gegensatz zu den anderen Hitchcock-Filmen aus dieser Zeit).
Mir hats gut gefallen. Schöne Geschichte, nettes Ambiente, toller Flair:
 Sehr guter Film/Serie
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #6 am: 18. Dezember 2018, 22:32:54 »

Hach...dein erstes mal....du wirst so schnell erwachsen totlachen

Schön, dass du diesen toller Klassiker nun auch endlich mal kennst - und natürlich auch magst Freuen
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holly
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« Antworten #7 am: 05. Januar 2019, 03:02:32 »

 Sehr guter Film/Serie für eine leichte fingerübung des meisters.dialoge in französisch?nicht weiter schlimm, hitch war ein visueller director, da waren dialoge nie besonders wichtig.der film lebt natürlich von den locations und der erotik der darsteller, trotzdem einer der hitchcock filme, die ich weniger oft sehe.
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #8 am: 05. Januar 2019, 23:12:52 »

Sehr gut geschrieben- Pflichte ich in fast allem bei - nur dass dieser zu meinen absoluten Lieblingenb gehört...da bin ich wohl wie "Remington Steele" Grinsen
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