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Autor Thema: Die Unbesiegten (Unconquered) (1947)  (Gelesen 669 mal) Durchschnittliche Bewertung: 3
Dan Tanna Spenser
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« am: 04. Juli 2014, 22:30:46 »

 Darsteller: Charles Bennett, Gary Cooper, Paulette Goddard, Howard Da Silva, Boris Karloff

Die junge Abigail Hale wurde dazu verurteilt, 14 Jahre in den nordamerikanischen Kolonien zu arbeiten. Während der Überfahrt lernt sie Kapitän Christopher Holden kennen, der sie später auf dem Markt als Leibeigene anwirbt, um sie sofort nach dem Kauf wieder freizulassen. Ebenfalls ein Auge auf Abigail hat der Händler Martin Garth geworfen, der Waffen an Indianer verkauft. Christopher und Abigail werden schon bald in einen Aufstand der Rothäute verwickelt.

Die Unbesiegten aus der grandiosen Reihe Hollywood-Klassiker verdient das Prädikat „Kult-Western“. Ein epischer, bildmächtiger Film über die frühen Tage der Besiedlung Nordamerikas – ein echtes Meisterwerk des Genres. Völlig unverständlich, dass Die Unbesiegten (engl. Orig.: Unconquered) bisher weitestgehend unbekannt geblieben ist. Ein echter Schatz, den es zu entdecken gilt.
Zumal für diesen Western aus dem Jahre 1947 Hollywood-Urgestein Cecil B. DeMille (Die zehn Gebote, Cleopatra), einer der erfolgreichsten Regisseure und Produzenten der Traumfabrik eine sehr beeindruckende Schar an Darstellern gewinnen konnte: In der Hauptrolle als Capt. Christopher Holden agiert der dreifache Oscar-Gewinner Gary Cooper (12 Uhr mittags, Wem die Stunde schlägt). Ihm zur Seite stellte DeMille die liebreizende Paulette Goddard (Der große Diktator, Die scharlachroten Reiter) und Boris Karloff (Der Rabe – Duell der Zauberer, Schwarzer Freitag) bei einem seiner seltenen Ausflüge abseits des Horrorfilms. Bis in die kleinste Nebenrolle hinein agieren echte Stars. So kommt hier der junge Old Shatterhand und Tarzan-Mime Lex Barker zu einer seiner ersten kleinen Rollen und auch Lloyd Bridges (Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug, Hot Shots! - Die Mutter aller Filme) verdient sich in Die Unbesiegten erste Sporen.
Doch nicht nur die Besetzung, auch die Story, des damals mit der ungeheuer hohen Summe von fünf Millionen Dollar produzierten Westerns ist erstklassig: 1763 wird die junge Engländerin Abby Hale (Paulette Goddard) unschuldig in ihrer Heimat verurteilt und zur Sklaverei in den nordamerikanischen Kolonien verurteilt. Während der Überfahrt über den großen Teich macht sie die Bekanntschaft von Captain Christopher Holden (Gary Cooper), der sie später auf dem Markt als Leibeigene ersteigert – doch nur, um sie sofort wieder frei zu lassen. Doch auch der windige Händler Martin Garth (Der große Gatsby, Nevada Smith), der Waffen an die Indianer verkauft, hat es auf die hübsche, junge Dame abgesehen. Bereits kurz nachdem er sie frei kauft, geraten die beiden in die Hände der Seneca-Indianer, die auf dem Kriegspfad sind, da sie die Weißen aus ihrem Land verjagen wollen. Ehe sie es sich versehen bricht der Aufstand los und ein gnadenloser Kampf ums Überleben beginnt.


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Seth
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« Antworten #1 am: 30. Oktober 2018, 20:37:45 »

Im Rahmen meines Lex Barker Watches war nun dieser Film als nächstes dran.

Der Film selbst war mir mit knapp 2,5 Stunden etwas zu lang geraten und hätte die ein oder andere Straffung vertragen können. Zur damaligen Zeit war das sicherlich noch anders. Die erzählte Geschichte ist eigentlich recht interessant, allerdings fällt mir aus heutiger Sozialisation doch auch recht negativ auf, wie "gut" die Weißen dargestellt sind und wie negativ die Indianer in doch recht vielen Stellen angesehen werden. Klar sind sie der "Gegner" des Filmes, aber dennoch ist die Betrachtung stellenweise auch recht abwertend. Aber das ist sicherlich der Entstehungszeit geschuldet und soll im weiteren Verlauf der Rezension nicht mehr thematisiert werden.
Zur eigentlichen Geschichte: Ich fange mal von hinten mit dem Finale des Filmes an. Die Szene, als die Toten Soldaten in Massen auf die Planwagen geschnallt Richtung Fort gefahren wurden, um die davor belagernden Indianer zu vertreiben, war sehr eindrücklich umgesetzt. Auch wenn nie einer der Toten in der Totalen zu sehen war, konnten doch die Gesichter der Lebenden und die restliche Szenerie diesen Eindruck sehr gut vermitteln. Spannend inszeniert war zudem die Verfolgungsjagd in den Kanus und der fast schon klassisch anmutende Wasserfall am Ende des Flusses samt "Höhle" hinter dem Wasserfall. Dennoch gut gemacht.
Auch die teils parallel, teils zusammen erzählten Geschichten von Abby Hale und Captain Holden haben mir gefallen. Hängen geblieben ist vor allem auch die Szene, als die beiden in der Waldhütte waren und die Leichen der Bewohner am nächsten Morgen in unmittelbarer Entfernung vorfinden und die Intrige um den Kauf von Abby Hale als Sklaven und ihre anschließende erneute Versklavung war nachdrücklich. Der Indianerhäuptling der Senecas wurde übrigens von Boris Karloff gespielt, den man sonst eher als Mumie oder Frankensteins Monster aus den Universal Horror Filmen kennt. Doch auch in einer anderen Produktion mit Lex Barker, "Dick Tracy meets Gruesome", wird er noch auftauchen. Garth hat seine Rolle als Bösewicht gut und sogar mit ein paar Grautönen gespielt. Dass seine indianische Frau dann Holden (Gary Cooper) zur Flucht verhilft, hat schließlich auch zur Dramatik des Filmes gepasst.
Trotz Längen und undifferenzierter Indianerdarstellung gibts:
 Guter Film/Serie

Zu Lex Barkers Rolle:
Lex Barker ist wohl ganz kurz mal für einen Moment zu sehen. Ich habe auch einen Screenshot gefunden, aber mir ist seine Rolle dennoch nicht aufgefallen. Aber mit diesen Mikro-Rollen (Mini-Rollen ist ja schon zuviel gesagt) ist es ja jetzt dann auch bald vorbei und seine Rollen wuchsen nach und nach immer mehr an, bis sie schon bald zu Hauptrollen wurden...
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #2 am: 30. Oktober 2018, 22:45:17 »

Dein Voting im Startpost fehlt....mal wieder zwinkern (bei den letzten Film Watches von dir übrigens auf)

Auch hier ist es sehr lange her, dass ich den Film zuletzt gesehen habe...irgendwann ist auch mal ein "Coop" - Rewatch fällig Happy Ich erinnere mich auch noch daran, dass der film etwas zu lang geraten ist, und deas er kürzer besser...spannender geweitk hätte, wenn die Handlung dadurch etwas gestraffter wäre und der Leerlauf draussen wäre. Regisseur Cecil B. DeMille würde mich vermutlich mit einem bösen Blick jetzt ansehen Grinsen DeMille ist aber - wie ich finde - bekannt dafür, dass er gerne den Film länger spannt und Leerlauf drin hat.

Der Cast ist natürlich super - Cooper und Paulette Goddard! Dazu noch "Horror-Ikone" Boris Karloff.

Wegen Lex Barker. Ich weiß natürlich, dass er darin mitspielt (in einer Minirolle...aber auch ich kann mich überhaupt nicht an seine Rolle erinnern) Grinsen Wenn er sogar dir nicht auffiel...spricht das sogar noch größere Bände Grinsen
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