Ducky
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Donaldist
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« am: 13. Mai 2012, 14:56:55 » |
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Marco Polo war die vierte Story der 1. Staffel von Doctor Who - und ist, chronologisch gesehen, die erste der Lost Stories. Was sehr schade ist, denn die erzĂ€hlte Geschichte ist spannend und intelligent umgesetzt. Die 7 Einzelepisoden wurden zwischen dem 22. Februar und dem 04. April 1964 erstmals gesendet, wobei zwischen 8.4 Mio und 10.4 Mio Zuschauer die geschenisse verfolgten Man kann die Episoden zwar nicht mehr "im Original" sehen, aber es gibt eine wunderbare Reconstruction von Loose Cannon, die ich wirklich nur empfehlen kann. AuĂerdem gibt es hier ein TranscriptUnd schlieĂlich gibt es die Folge auch in Romanform, ebenfalls sehr empfehlenswert, weil gut und spannend geschrieben (allerdings in ein oder zwei Kleinigkeiten von der Vorlage abweichend): The Roof of the World (1)
Die TARDIS Besatzung ist in der SchneewĂŒste des Pamir-Gebirge gelandet - und das Schiff ist beschĂ€digt und nicht in der Lage Licht, WĂ€rme oder Wasser zu erzeugen. GlĂŒcklicherweise werden von eine mongolischen Karawane entdeckt, welche, wie sich herausstellt, von Marco Polo, einem Venezianer und Vertrauten Kublai Khans geleitet wird
Polo begrĂŒĂt den Doctor und seine GefĂ€hrten, und stellt dabei aucheinige seiner Mitreisenden vor:
- DenKriegsherrn Tegana, ein Bote des Friedens vom Khan Noghai, der nach einem verlorenen Krieg die Friedensbedingungen mit Kublai Khan aushandeln soll - Eine junge Frau namens Ping-Cho, welche am Hof ihren 75-jÀhrigen BrÀutigam heiraten soll, welchen sie noch nie gesehen hat.
Die Mongolen haben Angst, der Doktor sei ein böser Zauberer (besonders Tegana schĂŒrt diese Ansicht), der aber machtlos ist, solange er sich auĂerhalb seines "fliegenden Karawans" (der Tardis) befindet und so verbietet Polo ihnen, diese zu betreten, bis sie das Ziel ihrer Reise erreicht haben â und nimmt dem Doctor den SchlĂŒssel weg.
Als die Karawane in Lop eine Rast einlegt, erzĂ€hlt Marco Polo der Doktor, dass er dessen "fliegende Karawane" als Geschenk an Kublai Khan ĂŒbergeben will, um so die Erlaubnis zu bekommen, nach Venedig zurĂŒck zu kehren.
Tegana plant unterdessen, die WasservorrÀte der Karawane, die als nÀchstes die Gobi durchqueren will, zu vergiften ...
The Singing Sands (2)
Ein Sandsturm, bei dem Ping-Cho und Susan kurzzeitig verloren gehen, hindert Tegana an der Umsetzung seines Plans. Statt dessen zerstört er die WasserbehĂ€lter und macht Banditen dafĂŒr verantwortlich.
Marco Polo sieht die beste (und einzige) Lösung darin, die verbliebenen WasservorrĂ€te streng zu rationieren und sich auf den Weg zur nĂ€chsten Oase zu machen. Der Wassrmangel schwĂ€cht die Karawane aber zunehmend und man kommt immer langsamer voran. SchlieĂlich erklĂ€rt Tegana sich bereit, allein zur Oase zu reiten (er habe das beste und schnelleste Pferd) und dann mit Wasser zur Karawane zurĂŒckzukehren.
Tegana erreicht die Oase zwar, hat aber nicht die Absicht, den anderen Wasser zu bringen, vielmehr ruft er höhnisch aus, dass Marco Polo lange auf sein Wasser warten kann.
Five Hundred Eyes (3)
Die Lage wird immer verzweifelter. Da entdeckt der Doctor, das sich in der TARDIS Kondenswasser gebildet hat (Marco Polo hatt es ihm und Susan gestattet, sich in diese zurĂŒck zu ziehen, als der körperliche Zustand des Doctors immer schlechter wurde), und nach anfĂ€nglichen Zweifeln ist auch Polo ĂŒberzeugt, dass es sich um ein natĂŒrliche PhĂ€nomen handelt ⊠allerdings erst, als der Doctor zuerst trinkt.
Die Karawane zieht weiter zur Oase, und Tegana meint, er sei durch RÀuber aufgehalten worden, die dort genÀchtigt hÀtten. Ping-Cho erzÀhlt die Geschichte von Ala-eddin (Aladdin) und den Assassinen (oder Mörder).
Tegana macht sich wĂ€hrend Ping-Cho's AuffĂŒhrung auf den Weg in die âHöhle der FĂŒnfhundert Haugenâ, wo er die mongolischen Agenten Malik und Acomat trifft und von ihnen erfĂ€hrt,dass Noghai Khan mit seiner Armee Richtung Karakorum zieht. Tegana befiehlt Acomat die Karawane anzugreifen und Marco Polo und die anderen zu töten. Ihre PlĂ€ne wurden aber teilweise von Barbara belauscht, die Tegana gefolgt war. Wieweit Tegana tatsĂ€chlich in die PlĂ€ne verstrickt ist, bekommt sie aber nicht mit. Sie wird entdeckt und gefangen. Tegana kehrt zur Karawane zurĂŒck, um seine Vorbereitungen zu treffen. Kurz darauf wird Barbaras Verschwindenentdeckt.
Der Doktor vermutet, dass Barbara die Höhle der fĂŒnfhundert Augen aufgesucht hat und man macht sich auf, sie dort zu suchen. Susan schreit vor Angst auf, als eines der gemalten Augenpaare sich bewegt âŠ
The Wall of Lies (4)
Besorgt, dass seine PlĂ€ne aufgedeckt werden, wenn der Suchtrupp Barbara und Malik finden, tötet Tegana seinen VerbĂŒndeten, um seine Spuren zu verwischen.
ZurĂŒck bei der Karawane, versucht Tegana den Doctor und seine Begleiter bei Marco verdĂ€chtig zu machen, indem er ihm erzĂ€hlt, dass Susan eine ungesunde Macht ĂŒber Ping-Cho hat und dass der Doctor einen zweiten SchlĂŒssel fĂŒr die TARDIS hat. Die Schilderung Barbaras, ihm in die Höhle gefolgt zu sein, weist er als LĂŒge zurĂŒck. Marco trennt Ping-Cho und Susan. An der nĂ€chsten Station werden Tegana's PlĂ€ne weiter gestĂ€rkt, als er beweist, dass der Doctor einen zweiten SchlĂŒssel fĂŒr die TARDIS hat. Die bis jetzt ziemlich freundschaftliche Beziehung zwischen Marco und der TARDIS-Crew ist merklich abgekĂŒhlt.
In der nÀchsten Stadt, Sinju, trifft Tegana trifft sich mit Acomat und befiehlt ihm, die Karawane zwei NÀchte spÀter auf ihrer Reise durch den Bambuswald anzugreifen.
Acomat wartet im Dschungel auf Tegana's Signal zum Angriff.
Bei dem Versuch, aus dem Zelt zu entkommen, entdeckt Ian eine tote Wache.
Rider of Shang-Tu (5)
Durch zur Explosion gebrachtes Bambus gelingt es Ian und dem Doctor, den Angriff abzuwehren. Acomat wird durch Tegana erschlagen, der sein Geheimnis wahren will. Als Dank fĂŒr ihre Hilfe gewĂ€hrt marco ihnen wieder ihre alten freiheiten, auch Susan und Ping Cho dĂŒrfen sich wieder ein Zelt teilen.
Der Doktor und seine Begleiter haben inzwischen realisiert, dass Tegana die Quelle vieler Probleme der Reise ist: Marco Polo will dies aber nicht akzeptieren, immer hin sei er ein Gesandter des Friedens.
Der Bote Ling-Tau, der die Strecke von Shang-Tu reitend in nur 24 Stunden zurĂŒckgelegt hat (300 Meilen), erreicht die Karawane. Die Karawane soll ihr Tempo erhöhen und so entscheidet Marco, dass sie ab der nĂ€chsten Stadt, Cheng-Ting, alle auf Pferden weiterreisen, wĂ€hrend ihre Habseligkeiten â auch die TARDIS â nachkommen. Wie schon ĂŒblich, hat auch Tegana einen neuen Plan. Er trifft einen VerbĂŒndeten, Kuiju, und bezahlt diesen, damit er die TARDIS stiehlt, wenn die Karawane sich aufteilt und sie nach Karakorum zu bringen, wo Noghai's Truppen sich sammeln.
Ping-Cho stiehlt einen der beiden SchlĂŒssel aus Marco's zelt und gibt ihn Susan, um ihr und ihren Freunden die Flucht zu ermöglichen. Aber als Susan, nachdem sie noch einmal umgekehrt ist, um sich von Ping-Cho zu verabschieden, zur TARDIS zurĂŒck kehrt, wird sie von Tegana abgefangen.
Mighty Kublai Khan (6)
Ian erklĂ€rt Marco, er sei es gewesen, der den SchlĂŒssel gestohlen hat (er will Ping-Cho schĂŒtzen). AuĂerdem erzĂ€hlt er ihm die Wahrheit ĂŒber die TARDIS. Da Marco aber weiĂ, dass er wegen dem SchlĂŒssel gelogen hat, hĂ€lt er es fĂŒr wahrscheinlicher, dass er auch jetzt lĂŒgt.
Ping-Cho, die ihrer Hochzeit und einer Bestrafung wegen des SchlĂŒssels gleich furchtsam entgegenbllickt, flĂŒchtet zurĂŒck nach Cheng-Ting, wo sie hofft, einen Weg in die Heimat zu finden. In der Herberge wird ihr jedoch von Kuiju, der sich mit einer gefĂ€lschten Vollmacht in den Besitz der TARDIS gebracht hat, ihr Geld abgetrickst.
Ian findet sie und gemeinsam bemerken sie den Versuch, die TARDIS zu stehlen.
Als Ian und Ping-Cho den RÀuber auf dem Weg nach Karakorum finden, zwingen sie ihn, die Wahrheit zuzugeben, aber dann kommt Tegana und droht Ping-Cho zu töten.
Assassin in Peking (7)
Die Konfrontation zwischen Ian und Tegana wird unterbrochen, als Ling Tau und eine Gruppe von Soldaten dazu kommen. Sie töten Kuiju, aber noch einmal gelingt esTegana,sich aus der angespannten Situation zu reden und gemeinsam macht man sich auf den Weg zum kaiserlichen Palst in Peking.
Der Rest der Karawane hat inzwischen endlich der Sommerresidenz Kublai Khan's in Shang-Tu erreicht, eine reiche und schöne Stadt. Als die Reisenden vor den groĂen Khan gebracht werden, ist der Doctor nach dem ungewohnten und harten Ritt zu Pferde derart zerschlagen, dass ihm kein Kautau gelingt. Ironischerweise sind es gerade diese Altersbeschwerden, die ihm die Zuneigung Kublai Khan's einbringen, leidet dieser doch ebenfalls unter solchen. Er befiehlt sie alle fĂŒr den folgenden Tag nach Peking - und der Doctor soll mit ihm in seinem eigenen Wagen reisen. Aber er ist besorgt darĂŒber, dass Tegana nicht erschienen ist und hat Angst, dass Khan Noghai jetzt seine Armeen aus Samarkand nach Karakorum zieht.
Als die kaiserliche Reisegesellschaft die Hauptstadt erreicht, spielt Kublai Khan mit dem Doctor eine Partie Backgammon. Der Doctor gewinnt 35 Elefanten, 4000 weiĂe Hengste, 25 Tiger, den heiligen Zahn des Buddha und den gesamten Handelserlös von Birma fĂŒr ein Jahr - verliert aber die TARDIS. Kublai Khan entlockt Marco die Geschichte des "magischen Karawan" und dieser gibt zu, dass er falsch war, diesen an sich genommen zu haben, erklĂ€rt aber, dass er es nur getan hat, um seine Freiheit zu erlangen. Der Khan ist "nicht begeistert", und warnt Marco davor, vom Hof verbannt zu werden, falls es ihm nicht gelingt, sein Vertrauen wieder zu erlangen.
Trotzdem nehmen die Ereignisse eine Wende zum Besseren fĂŒr die anderen. Ping-Cho bleibt die Ehe mit einem 60 jahre Ă€lteren Mann erspart, da dieser nach dem Genuss eines Lebenselixiers sein Leben ausgehaucht hat und findet in Ling Tau einen neuen Verehrer.
Als Ling Tau mit seinen Begleitern den Palast erreicht, kommen Marco Polo ernsthafte Zweifel ĂŒber die Aktionen und Motivationen von Tegana. Er sucht das GesprĂ€ch mit Ian und den anderen, ist aber immer noch nicht gĂ€nzlich bereit, die wahren AusmaĂe von Teganas PlĂ€nen zu akzeptieren.
Tegana tötet Kublai Khans Wachen und will gerade Kublai selbst töten, als der Doktor und seine VerbĂŒndeten dazu kommen. Marco nimmt den Kampf mit ihm auf und gewinnt, Tegana richtet sich selbst. In dem anschlieĂenden Drcheinander gibt Marco Polo der Doktor die SchlĂŒssel fĂŒr die TARDIS und lĂ€sst sie entkommen. Das "magische Karawane" verblasst vor den Augen des Khan und seiner Höflinge. Kublai vergibt Marco und erteilt ihm die Erlaubnis, nach Venedig zurĂŒckzukehren.----------------------------------------------------------------------------------- Ich bin von Marco Polo hellauf begeistert und habe nur zwei ganz kleine Kritikpunkte: - ich fand es etwas unwahrscheinlich, dass weder marco Polo noch die Mongolen mit dem Effekt der Kondensation von Wasser vertraut gewesen waren. gerade als WĂŒstenbewohner mĂŒssten sie eigentlich mit jeder Möglichlkeit der FlĂŒssogkeitsgewinnung vertraut sein. - Marco ist gegenĂŒber Tegana einfach zu vertrauensvoll oder besser gesagt, zu wenig misstrauisch, selbst als die beweise fast schon zu offensichtlich sind. Die Besatzung der TARDIS scheint endlich zueinander gefunden zu haben und es gibt keine Streitereien mehr Der Doctor scheint seinen Sinn fĂŒr Humor endeckt zu haben, wenn er etwa Ian als Charlton vorstellt, huscht ein verschmitztes LĂ€cheln ĂŒber sein Gesicht Aber Marco Polo ist es, der den besten Satz der ganzen Geschichte hat. Als in der fĂŒnften Episode der Angriff der "Banditen" bevorsteht, reicht Marco auch dem Doctor ein Schwert und meint: "If you're half as aggressive with this as you are with your tongue Doctor, we can't loose!" Auch Susan kommt dieses mal gut weg, ihre Freundschat zu Ping-Cho wirkt sehr sympathisch. Ein echter "BrĂŒller" sind der Doctor und Kublai Khan und ihre Gebrechen FĂŒnf Sterne von mir!
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