Neuigkeiten:

SMF - Just Installed!

Hauptmenü

Dashiell Hammett

Begonnen von Spenser, Nov 29, 2010, 08:48

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Spenser

Samuel Dashiell Hammett wurde am 27. Mai 1894 an der Ostküste Marylands geboren. Mit dreizehn beendete er den Schulbesuch, schlug sich einige Zeit mit Aushilfstätigkeiten durch und arbeitete dann acht Jahre lang als Privatdetektiv in der legendären Pinkerton Agentur.  Weil er im Ersten Weltkrieg an Tuberkulose erkrankt war, kehrte er danach nicht mehr in das Detektivbüro zurück, sondern begann, Kriminalgeschichten zu schreiben, die vor allem in dem von Joseph Shaw herausgegebenen Magazin "Black Mask" erschienen. Zwischen 1929 und 1934 veröffentlichte Dashiell Hammett fünf Kriminalromane ("Rote Ernte", "Der Fluch des Hauses Dain", "Der Malteser Falke", "Der gläserne Schlüssel", "Der dünne Mann"), die inzwischen als Klassiker gelten.

Mit seiner realistischen, unsentimentalen Darstellung einer düsteren Welt, in der brutale Gangster, korrupte Politiker und skrupellose Geschäftsleute in mörderischer Konkurrenz stehen und die Unterscheidung zwischen Guten und Bösen nicht mehr möglich ist, bewähren sich zynische, wortkarge, stoische, einzelgängerische und unheroische Privatdetektive wie Sam Spade ("Der Malteser Falke"). Damit prägte Dashiell Hammett eine eigenständige amerikanische Form des Detektivromans (hard boiled school).

Im Zweiten Weltkrieg gab Hammett eine Armeezeitung heraus.

1937 war er in die Kommunistischen Partei eingetreten. Deshalb sollte er sich 1951 vor dem von Joseph Raymond McCarthy (1909 - 1957) geführten Senatsausschuss zur Untersuchung "unamerikanischer Umtriebe" verantworten und die Namen weiterer Parteimitglieder angeben. Aufgrund seiner Weigerung musste er eine fünfmonatige Haftstrafe verbüßen.

Samuel Dashiell Hammett starb am 10. Januar 1961 in New York an Lungenkrebs.


Werke von Dashiell Hammett:

Der Malteser Falke (The Maltese Falcon, 1930)
Der Fluch des Hauses Dain (1932)
Der dünne Mann (The Thin Man, 1934)
Rote Ernte (Red Harvest, 1929)
Der gläserne Schlüssel (The Glass Key, 1931)
Rating: (1 rating)
"Mich kennen heißt mich lieben"
"Es bedarf schon einen harten Kerl um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
"I'm a professional Hero!"

Spenser

Unglaublich, dass dieser bekannte Krimi-Autor nur 5 Romane geschrieben hat!

ich habe sie alle 5
"Mich kennen heißt mich lieben"
"Es bedarf schon einen harten Kerl um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
"I'm a professional Hero!"

Seamus

Sam Spade ist ja nun eine richtige Buchreihe. Nachdem vor Jahren ein Prequel erschienen ist und vor kurzem eine Fortsetzung (kein Sequel), hat die Series nun 3 Romane:

1. Spade & Archer (von Joe Gores) :4sterne:
2. The Maltese Falcon (vom Erschaffer Hammett) :5sterne:
3. The Return of the Maltese Falcon (von Max Allan Collins) :5sterne:

Das Prequel "Spade & Archer" hatte eigentlich 3 Nebenhandlungen und eine Haupthandlung die sich bis zum Schluss zog. Sehr gut fand ich dass man Miles Archer hier in den Mittelpunkt gestellt hat. Natürlich musste Gores anhand weniger vorhandener Fakten einiges dazudichten, aber ich fand die Geschichte logisch und spannend erzählt. Ungewöhnlich war allerdings der Antagonist, der sich am Ende als etwas ganz anderes herausgestellt hat. Gut fand ich dagegen, dass sich ein Teil der Story in der Hafengegend abspielte (das erinnerte an das Hauptbuch von Hammett). Seltsam war eine Stelle mit einer explizit-beschriebenen Sexszene zwischen Sam und Archer's Ehefrau). Das konnte Hammett zu dem Zeitraum natürlich nicht schreiben.

Der Hauptband bekommt von mir 5 Sterne. Natürlich ein Meisterwerk! Für mich in den Top5 meiner Lieblingsromane.

Bei Max Allan Collins bin ich stets sehr skeptisch. Der Mann ist ein Vielschreiber. Früher folgte jeden Monat ein Buch von ihm. Und da er auch zu TV-Serien wie CSI Miami, Romane geschrieben hat, wurde ich noch misstrauischer.
Aber "The Return of the Maltese Falcon" hat voll eingeschlagen. Das Buch habe ich in einer Hotelnacht durchschlungen. Alle Figuren aus dem Hauptwerk (die noch leben), kamen hier wieder drin vor. Noch kurioser: man merkte absolut keinen Unterschied zu Hammett. Ich muss deshalb meine Skepsis gegenüber Collins echt revidieren. Dass ein Mann mit über 80 der so viel geschrieben hat, einen so sackstarken Roman geschrieben hat - Chapeau! Das Ende am Weihnachtsabend wo er alle Verdächtigen versammelt, hatte was. Und das Hammett sicher auch so geschrieben.  :)  Absolute Empfehlung für alle die PIs mögen.  :)