Eure 2 Lieblings Stand Alone-Romane?

Begonnen von Seamus, Jan 17, 2021, 21:31

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Welche sind eure zwei Lieblings Stand Alone-Romane?

Wilderness (Wildnis)
1 (50%)
Love And Glory (Eine Art Verlangen)
1 (50%)
All Our Yesterdays
0 (0%)
Gunman's Rhapsody
1 (50%)
Double Play
1 (50%)
Edenville Owls
0 (0%)
The Boxer And The Spy
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 2

Mr. Stepinfatchit

Finde auch, wenn man Mike Hammer als gnadenlos überzogen ansieht, dann geht das so.
Letztendlich aber ist da Spenser viel realistischer und menschlicher.

Seamus

Das kann ich nur bejahen. Die Mike Hammer-Romane sindgelesen spannend geschrieben und gefallen mir auch recht gut, aber durch die dargestellte Gewalt hat das manchmal einen faden Beigeschmack. Spenser und Cuddy um nur zwei zu nennen, sind mir da einfach lieber.

Mr. Stepinfatchit

Bei Mike Hammer hatte ich immer den Eindruck, die Gewalt war absichtlich überzogen, um Eindruck zu schinden und den Hammer-Michi als besonders harten Kerl dastehen zu lassen.

Seamus

Ich denke auch, das Spillane ihn mit Absicht als starken und harten Mann beschrieben hat. Seine Gegner hatten ja häufig nicht den Hauch einer Chance und das ist dann immer auch ein bisschen unrealistisch.

Auf der anderen Seite ist es natürlich auch nicht das Schlechteste wenn der Held auch Schattenseiten hat, wie bei Dexter. Aber mir ist ohne Schatten und realistischer, lieber.  :)

Mr. Stepinfatchit

Mit Dexter, das agst Du was.
Bin seit Jahren am Überlegen, ob ich der Reihe eine Chance gebe oder sage, solche Selbstjustizphantasien sollte man nicht auch noch unterstützen.

Seamus

Die Serie lohnt sich. Nicht zuletzt auch wegen der teils komplexen Fälle und der mysteriösen Hauptfigur. Dexter wird sich gerade wegen dem Protagonisten nie bei den Lieblingsserien einreihen, aber spannend zu schauen ist sie auf jeden Fall.

Aber mir ist ein sympathischer Hauptcharakter schon lieber. Ich weiß nicht, ob du dich mit Klassikern der Literaturgeschichte auskennst, aber mir hat "Der Fänger im Roggen" von Salinger zB wegen der Hauptfigur die mir unsympathisch war und ich gar nicht ausstehen konnte (auch wenn man ihn bei manchen Sachen schon verstehen konnte), gar nicht gefallen.

Mr. Stepinfatchit

Na, Holden Caulfield ist ja auch ein echt extremes Beispiel. Natürlich ist die Darstellung seines Innenlebens ohne Zeifel Weltliteratur, aber er ist und bleibt natürlich ein Riesenunsympath vor dem Herrn.
In der Hinsicht hat Salinger natürlich alles perfekt geschildert, aber irgendwie war ich richtig ein wenig erleichtert, als ich das Buch durch hatte und mich nicht mehr mit Holden auseinandersetzen musste.

Seamus

Die Darstellung alleine fand ich auch grandios und ich mag Salinger's Stil sehr, aber Holden war mir viel zu anstrengend und auch wenn man manche Beweggründe verstehen konnte, bleibt als Fazit stehen, dass das eine Hauptfigur ist, der man im echten Leben nicht begegnen will.

Mario Vargas Llosa schrieb ja mal das er in eine Romanheldin regelrecht verliebt ist. Bei Holden kann ich nur das Gegenteil behaupten.  :totlach:

Mr. Stepinfatchit


Seamus

Mit dem Smiley hastNot Du ausgedrückt, was ich auch von Holden halte.  :)  Wäre er ein Antagonist gewesen, wäre er mir sicherlich auch positiver in Erinnerung geblieben. Z.B. als Widersacher in einem Krimi.

Mr. Stepinfatchit

Allerdings, als Kotzbrocken die absolute Idealbesetzung :).

Seamus

Einen Parker-Roman hätte der sicher nicht überlebt.  :D

Mr. Stepinfatchit

Das wäre aber allerdings wieder höchst amüsant zu lesen gewesen :).

Seamus

Absolut! Und spannend noch dazu, weil er Hawk vermutlich derart genervt hätte, bis er es nicht mehr ausgehalten hätte.  :)

Mr. Stepinfatchit

Hawk wäre sicherlich eine Lösung eingefallen :hawk:.