Aus welcher Erzählperspektive lest ihr die Parker-Romane am liebsten?

Begonnen von Seamus, Okt 04, 2022, 22:17

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Welche Erzählperspektive bevorzugt ihr?

Auktoriale Perspektive/Thrid Eye (Jesse Stone)
0 (0%)
Ich-Erzähler (Spenser, Sunny Randall, Cole/Hitch)
3 (100%)
Wechselnde Erzählperspektive (Double Play)
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 3

Seamus

So eine Umfrage hatten wir hier noch nicht.

In der Belletristik unterscheidet man ja meist zwischen vier verschiedenen Erzählperspektiven. Aus der göttlichen Perspektive hat Parker wie wir wissen nie geschrieben, also bleiben noch 3 übrig. Obwohl die meisten Autoren ihre Romane aus der auktorialen Sicht schreiben, hat Parker meist einen Ich-Erzähler gewählt. Die einzigen Ausnahmen sind seine Jesse Stone-Reihe die aus der Third-Eye Sicht geschrieben wurde und der Stand Alone-Roman "Double Play" der wechselnde Ich-Erzähler hatte. Einzelne Ausnahmen gab es auch zB im Spenser-Roman Thin Air, wo man die Sichtweise des Antagonisten mitbekam.

Was bevorzugt ihr?

Ich habe mich für den Ich-Erzähler entschieden. Obwohl die meisten Bücher die ich lese aus der auktorialen Perspektive geschrieben sind, kann ich mich einfach besser in den Charakter hineinversetzen wenn man die Handlung aus seinen Augen erzählt bekommt.
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Mr. Stepinfatchit

Ich-Erzähler, gar keine Frage, schleßlich hat mich genau das von Anfang so an den Spenser-Romanen so fasziniert!

Bei Parkers Ego ist es eigentlich sehr verwunderlich, dass er nie aus der göttlichen Perspektive geschrieben hat :totlach:.

Seamus

Da sind wir uns wieder einig. Ich bin auch der Meinung, dass ich mich mit der Reihe nicht so intensiv befasst hätte, wenn sie auch wie Jesse aus der Third Eye Perspektive geschrieben worden wäre. Ein Ich-Erzähler liegt mir einfach mehr und mich interessieren vor allem immer die Gedankengänge der Hauptfiguren. Das macht es so spannend.

Zitat von: Mr. Stepinfatchit in Okt 05, 2022, 11:22
Bei Parkers Ego ist es eigentlich sehr verwunderlich, dass er nie aus der göttlichen Perspektive geschrieben hat :totlach:.

Das wäre der Bestseller geworden, den er immer wollte.  :totlach:

Mr. Stepinfatchit

Daher hatte ich auch anfangs unheimliche Probleme, mich für Jesse zu erwärmen und war nach der ersten Lektüre nicht sonderlich angetan. Erst als ich dann von der Verfilmung mit Tom Selleck so begeistert war, habe ich den Romanen noch eine Chance gegeben.

Ich, Robert, Autor und Gott (oder so) :totlach:.

Spenser

Eindeutig die "Ich" Erzählweise :) Eine Freundin von mir hatte früher auch mal eine Fanfiction Story geschrieben -. mit "Hawk" aus der ich-Weise geschrieben...war echt sehr interessant...muß mal schauen, ob ich die irgendwo nochmal finde....
"Mich kennen heißt mich lieben"
"Es bedarf schon einen harten Kerl um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
"I'm a professional Hero!"

Seamus


Spenser

Ich schau mal...würde mich auch sehr freuen, es mal wieder zu lesen :)

Ich Ich-Erzählweise gefällt mir auch deswegen sehr gut, weil man sich viel besser in den Charakter hineinversetzen kann, wirkt nicht so "weit entfernt" Fands auch gut, dass die TV Serie auch so gemacht wurde (wie ja auch Magnum oder Mike Hammer)

Im aktuellen "Rizzoli & Isles" Roman, den ich kürzlich ausgelesen hatte hatte Tess Gerritsen auch mal ein Experiment versucht, und den Roman aus Sicht von Jane Rizzolis Mutter Angela zu schreiben, die ja auch zu den Mit-Hauptcharakteren gehört...war auch mal interessant.
"Mich kennen heißt mich lieben"
"Es bedarf schon einen harten Kerl um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
"I'm a professional Hero!"

Seamus

Da denken wir alle ähnlich, was die Erzählperspektive angeht. Schön!  :)

Bei der Cole/Hitch Reihe gab es auch einen Roman der einen wechselnden Ich-Erzähler hatte (Buckskin). Hat mir überraschend gut gefallen, da dadurch der Antagonist noch mehr Tiefe bekam.