Reiche und Arme in Parker Romanen

Begonnen von Seamus, Sep 03, 2013, 17:09

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Seamus

Was mir schon aufgefallen ist, seit ich Parker Romane lese, ist, dass die Bösen fast immer Reiche (oder vom oberen Mittelstand kommen) sind und die Romane spielen zum größten Teil auch in den Vierteln der Reichen (Beispiel "Smithfield").

Nur wenige Romane wie "Lullaby" oder "Double Deuce" spielen nahezu dauerhaft in Ghetto's, wo auch die Bösen mal ärmer sind. Aber das kommt mMn nur selten vor.

Liegt es daran dass Parker selbst arm aufgewachsen ist? Wie er in den Bobby Kapiteln ja schrieb (in "Double Play") wuchs in einer Gegend von Springfield auf, wo es kaum Weiße gab und wo die Menschen "von der Hand in den Mund lebten"?

Oder woran liegt es?

Auch außerhalb von Boston spielt kein Roman in einer ärmeren Gegend. In L.A. ist Spenser immer nur in Beverly Hills oder Hollywood unterwegs, statt in Skid Row, South Central oder gar Compton.

In New York hielt sich Spenser fast nur in der Upper East Side auf (dem Nobelviertel überhaupt) und nicht etwa in Harlem oder in der Bronx.

Aber auch in Cleveland war er stets nahe an der Downtown und hat die Eastside nicht besucht.

In London hielt er sich auch nur oberhalb der Themse auf und nicht unterhalb.

Und in Las Vegas war er nur am Strip...

Bei Sunny ebenso, da werden Ghetto's auch gemieden.

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Parker hat ja bestimmt jeden Ort selbst besucht, bevor er ihn in einem Roman auch auftreten ließ. Da wollte er sicher nicht die Ghetto's besuchen, da man da ja auch immer mit einem Verbrechen rechnen muss etc.

Erst seit Atkins die Reihe übernommen hat, tauchen nun auch wieder häufiger die Armenviertel auf, in Lullaby "South Boston" und "Mattapan" - und in Wonderland, "Revere".
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