Ich konnte nun den einzigen Mantegna-Spenser der mir noch fehlte auch schauen - und was soll ich sagen? Er hat mir sehr gut gefallen. Obwohl - und dass ist ein großes Manko, manche Darsteller echt nicht zu ihren Rollen passten.
Vinnie war viel zu alt.

Alleine wenn man nur den Vinnie aus den Romanen kennt, würde man ihn "so" sich nie vorstellen. Der Roman-Vinnie ist ein bedrohlicher und starker Mann, der aus diesem Film, würde in einem Kampf wegen der fehlenden Ausdauer realistisch gesehen, schnell am Boden liegen.
Der Quirk-Darsteller passte ganz gut, war aber dem Roman-Quirk nachempfunden. Also eher missmutig, wenn Spenser in einem Fall dazwischenfunkt.
Der den grauen Mann portraitiert hat, fand ich ganz gut. Er wirkte recht mysteriös, gefährlich und schwer-einzuordnen.
Sehr gefreut habe ich mich über den Cameo-Auftritt von Robert B. Parker, der hier auch wie ein harter Hund rüberkam. Ich fand den Kameraschlenk richtig gut inszeniert, als sein Gesicht im richtigen Moment aufgehellt ist.

Dieses Schürzenbild von Spenser kannte ich dank des Forums ja schon, aber ich musste wieder schmunzeln als ich es sah. Passt halt so überhaupt nicht so Spenser. Hoffentlich kann ich heute Nacht gut schlafen und stelle mir meinen Lieblingsdetektiv nicht als Housemaid vor.

Den Fall mochte ich schon immer, da der Roman mMn zu den stärksten der späteren Werke Parker's zählt. Alleine wie tief der weiße Adoptivvater da drin steckte, hat mich schockiert. Obwohl ich den Roman vor ein paar Jahren erst wieder gelesen hatte, war vieles wieder aus dem Gedächtnis geflogen. An eine Stelle musste ich aber denken: die letzte Szene.
So endet nämlich auch der Roman - an einer winterlichen Brücke zur Weihnachtszeit.

Es ist wirklich erstaunlich wie nah der Film dem Roman kam. Bei der Umsetzung gibt es gar nichts zu meckern. Ich kann mich zwar mit Bey als Hawk nicht ganz anfreunden, weil bei ihm dieses "Unberechenbare" fehlt, was Avery's Version immer ausgemacht hat. Sein Hawk lächelte mir etwas zu viel, aber er war immer noch um Längen besser als das Weichei aus Spenser-Confidential.
Gay Harden mochte ich als Susan und Mantegna ist ohnehin mein Held und ich freue mich auf jedes neue Hörbuch. Sogar die Spenserismen und der Jazz wurden übernommen. Dann sage ich mal wie Spenser: Yippie und verteile

Hier noch HD-Updates und Screenshots:








