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STARS => 80s - 90s CRIME - STARS => WEITERE KRIMI & ACTIONFILME AUS DEN 80ER - 90ER JAHREN => Thema gestartet von: Mike Stone in Apr 03, 2015, 21:42

Titel: Express in die Hölle (Runaway Train) (1985)
Beitrag von: Mike Stone in Apr 03, 2015, 21:42
(http://www.alaskarails.org/sf/film/runaway-train/runaway-train.jpg)

Runaway Train (Alternativtitel: Express in die Hölle) ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahr 1985. Der Regisseur war Andrej Konchalovsky, das Drehbuch schrieben Edward Bunker, Djordje Milicevic und Paul Zindel. Die Hauptrollen spielten Jon Voight und Eric Roberts. Im deutschsprachigen Raum lief der Film unter seinem Originaltitel in den Kinos, Expreß in die Hölle ist der spätere Titel für Fernsehausstrahlungen.


    Jon Voight: Oscar ,,Manny" Manheim
    Eric Roberts: Buck
    Rebecca De Mornay: Sara
    John P. Ryan: Warden Ranken
    Kyle T. Heffner: Frank Barstow
    Danny Trejo: Boxer
    Edward Bunker: Jonah
    Kenneth McMillan: Eddie MacDonald
    Hank Worden: Alter Häftling
    Thomas Lister junior: Wächter Jackson


Handlung

Zwei Häftlinge, der unbeugsame lebenslänglich Verurteilte Oscar ,,Manny" Manheim und der jüngere Buck, der wegen Vergewaltigung, nach eigenen Angaben wegen Verführung Minderjähriger, für Jahre einsitzt, fliehen im tiefsten Winter aus einem Hochsicherheitsgefängnis im verschneiten Alaska.

Sie erreichen einen Bahnhof und verstecken sich im Führerstand einer Lokomotive eines Zuges, der aus vier schweren Diesellokomotiven besteht. Beim Rangieren erleidet der Lokführer einen Herzanfall. Er versucht noch, den Zug durch eine Notbremsung zu stoppen, stirbt dann aber und stürzt aus dem Zug. Dessen Antrieb wird durch die angezogenen Bremsen nur vorübergehend gebremst und er wird nach dem Verschmoren der Bremsbeläge unaufhaltsam schneller. Oscar und Buck ahnen in ihrem Versteck nichts vom Geschehen am anderen Ende des Zugs und freuen sich, dass dieser in Richtung freier Strecke aus dem Bahnhof fährt. Oscar wird schließlich als Erster misstrauisch, da sich der Zug immer schneller bewegt und keine der üblichen Warnsignale zu hören sind. Währenddessen suchen die Verantwortlichen der Eisenbahngesellschaft verzweifelt nach einer Möglichkeit, den Zug zu stoppen. Ein entgegenkommender Zug wird auf ein Ausweichgleis geleitet, ist allerdings zu langsam, so dass der nun bereits mit sehr hoher Geschwindigkeit fahrende Lokzug mit dem letzten Wagen (ein Caboose) kollidiert und diesen zerfetzt, was den Lokzug aber nicht aufhält.

Du darfst leider keine Spoiler sehen.


Kritiken

Der Film wurde international bekannt und erhielt sehr gute Kritiken. Roger Ebert schrieb in der Zeitung Chicago Sun Times vom 17. Januar 1986, der Film sei ein großes Abenteuer, allerdings – anders als viele Filme dieser Zeit – nicht durch Spezialeffekte, sondern durch die Charaktere. Er verglich den Film mit dem Film Die sieben Samurai von Akira Kurosawa, der eine Vorlage für das Drehbuch lieferte. Er meinte, dem Regisseur sei es perfekt gelungen, die Ideen der Drehbuchautoren visuell umzusetzen.

James Berardinelli verglich den Film auf ReelViews mit dem Film Speed, meinte jedoch, dass Expreß in die Hölle ein besseres Drehbuch und besser ausgearbeitete Charaktere habe. Er bezeichnete den Thriller als intelligent, was, seiner Meinung nach, nur bei ganz wenigen Filmen des Genres in dieser Zeit zutreffe.

Auf www.prisma-online.de wurde der Film als rasant, packend und knallhart bezeichnet.

Das ,,Lexikon des internationalen Films" befand: "Brillant inszenierter Action-Thriller; der erste im Westen entstandene Film des russischen Regisseurs Kontschalowskij."


Auszeichnungen

Jon Voight und Eric Roberts wurden für den Oscar nominiert, eine weitere Nominierung erhielt Henry Richardson für den Schnitt. Jon Voight gewann den Golden Globe Award, für den außerdem Eric Roberts und der Film als Bester Film – Drama nominiert wurden.

Andrej Konchalovsky wurde für die Goldene Palme nominiert. Henry Richardson wurde für den American Cinema Editors Award nominiert. Der Film gewann den Motion Picture Sound Editors Award.

Hintergründe

Der Film entstand in Zusammenarbeit mit der Alaska Railroad, die jedoch untersagte, das Logo des Unternehmens zu zeigen.

Bei den verwendeten Loks handelt es sich um eine EMD GP40-2 mit niedriger Fronthaube, eine Stromlinienlok EMD F7 sowie zwei hochhaubige EMD GP7.

2001 ereignete sich in den USA tatsächlich ein sehr ähnlicher Vorfall mit einem ,,durchgehenden" Zug. Hierauf nimmt der Film Unstoppable – Außer Kontrolle aus dem Jahr 2010 Bezug.



Titel: Re: Express in die Hölle (Runaway Train) (1985)
Beitrag von: Mike Stone in Apr 03, 2015, 21:43
Einer meiner persönlichen Lieblingsfilme. Superspannend und hochdramatisch :pray: :freu:

:5sterne:
Titel: Re: Express in die Hölle (Runaway Train) (1985)
Beitrag von: wbohm in Apr 04, 2015, 00:34
Ein toller Film  :freu:

Ich hat's ja vor kurzem schon mal beim Robert Urich Film "Final Run - Stoppt den Todeszug" geschrieben, dass ich "Eisenbahn Filme" sehr mag.  Sowohl in Krimis als auch in Western sammle ich alle Filme, die diese Thematik behandeln.

(Schon als Kind war ich von "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" von der Augsburger Puppenkiste fasziniert :D
Titel: Re: Express in die Hölle (Runaway Train) (1985)
Beitrag von: Mike Stone in Apr 04, 2015, 00:39
Dieser Film hatte für mich noch was ganz besonderes: Es war der erste Film, den ich im Kino gesehen hatte. Und das andere besondere: Ich hätte ihn garnicht sehen dürfen, da der Film ab 16 war und ich erst knapp 12 Jahre alt war. ich hatte ein Ticket für eine andere Vorstellung gekauft und bin dann, kurz nach Filmanfang einfach in den Kinosaal geschlichen. Niemand hats bemerkt :D

@wbohm: Wenn Du Zugfilme magst, wirst du sicher auch Trans-American Express mit Gene Wilder mögen, oder? Ich mag den auch sehr.
Titel: Re: Express in die Hölle (Runaway Train) (1985)
Beitrag von: Seth in Okt 04, 2020, 22:49
Gerade zum ersten Mal gesehen. Hatte den Film schon ewig im Regal stehen. Eisenbahnfilme mag ich prinzipiell auch sehr.
Die Spannung konnte über die gesamte Laufzeit hinweg spannend gestaltet werden und das mitfiebern klappte gut. Die Charaktere des Ranken und des Manny waren zwar in Teilen etwas klassischer angelegt, aber das tat dem Film keinen Abbruch.
Den Weg durch den kalten Schnee konnte ich gut nachfühlen und nachvollziehen. Was wohl schlimmer war - der Fluchtweg durch den Fäkalienkanal oder der anschließende Sprung ins Eiswasser oder der darauffolgende Marsch durch den Schnee in nasser Kleidung...

Während die vier Lokomotiven des Geisterzuges keine Kennzeichnung haben, sieht man zumindest beim ersten Zug, der entgegenkommt und dessen Caboose dann gerammt wird, das Logo der Alaska Railroad. Das ist insofern schön, da ich die Alaska Railroad auch schon mal live habe sehen dürfen.
Mir war gar nicht bewusst, dass auch die ARR stromlinienförmige F7-Lokomotiven hatte. Aber schön zu wissen (und sonst wäre der Film auch schneller beendet gewesen, wenn alles GP40 oder GP7 gewesen wären.
Eric Roberts habe ich glaube ich noch nicht so jung in einem Film gesehen (zumindest nicht bewusst).

Schön, dass Buck und Sara überleben durften. Manny hatte nach dem Streit doch noch eingesehen, dass er Ranken immer ähnlicher wurde und hatte zumindest den beiden gegenüber noch was gutes getan.
Das Finale des Films zeigt jedoch nicht mehr das Entgleisen der Lok. Wahrscheinlich wäre das doch nicht mehr im Budget drinnen gewesen. Dafür durfte sie zumindest durch die Caboose (das sah echt gut gemacht aus) und durch die verbretterten Tunneleingänge fahren...

Fazit: mir hats sehr gut gefallen. Zu fünf Sternen reichts nicht ganz, aber 4,5 sind fürs erste Schauen drinnen (was ja bei mir auch nicht sooo häufig vorkommt):

(http://www.teamtapert.de/hp/images/smilies/4,5.png)
Titel: Re: Express in die Hölle (Runaway Train) (1985)
Beitrag von: Dan Tanna Spenser in Okt 04, 2020, 22:54
Müßte ich mir auch mal wieder ansehen (wie gefühlt 1000 weieter Filme auch) :D Ich weiß noch, dass mir der Film auch sehr gefallen hatte.