Louis und seine verrückten Politessen ist eine französische Filmkomödie aus dem Jahr 1982. Louis de Funès ist in seiner letzten Rolle vor seinem Tod zu sehen. Der Film ist der somit letzte aus der sechsteiligen Reihe der Filme um den Gendarm von St. Tropez
Handlung
Die Gendarmen von Saint-Tropez und ihre Ehefrauen haben eine neue Dienststelle bezogen. Diese ist mit modernster Technik ausgestattet und Jérôme Gerber präsentiert seinen Kollegen stolz einen Computer. Der Colonel vergewissert sich, dass alle den Umzug gut überstanden haben, und kündigt eine weitere Neuerung an: In Kürze werden vier weibliche Lehrlinge auf das Revier kommen, die die praktischen Seiten des Polizeidienstes kennenlernen sollen. Die vier attraktiven jungen Frauen Christine, Marianne, Isabelle und Yo sorgen bei den Gendarmen für Entzücken und bei ihren Frauen für Verärgerung. Die Zusammenarbeit mit Beaupied, Tricard, Berlicot und Perlin geht oftmals schief und so kommt es zu einigen chaotischen Situationen auf den Straßen von St. Tropez. Die Frauen übernachten im Kloster bei Schwester Clotilde. Cruchot will sich von der ordnungsgemäßen Nachtruhe der Damen selbst überzeugen und überrascht dabei einen Gendarmen, der im Kloster verschwindet und sich am Ende als sein Vorgesetzter Gerber entpuppt. Damit Cruchot ihn nicht verrät, darf er sich von Gerber eine zeitlang als ,,General" anreden lassen und erhält ein Morgengedicht vorgetragen.
Isabelle erhält eines Tages einen Brief, der sie um ein Treffen am Strand bittet. Hier wird sie niedergeschlagen und verschleppt. Als Marianne kurz darauf ebenfalls verschwindet und ein Bekennerschreiben auftaucht, das mit Das Gehirn unterzeichnet ist, verzweifeln Cruchot und Gerber. Vor dem Colonel können sie die beiden fehlenden Politessen kompensieren, erfahren jedoch, dass vor allem Yo besonders behandelt werden muss: Sie ist die Tochter des Präsidenten von Bungawa, dessen Land Frankreich mit Erdöl versorgt und der in Kürze zu einem Staatsbesuch nach Frankreich kommen will. Trotz starker Bewachung werden auch Christine und Yo entführt. Nun erfährt auch der Colonel vom Verlust der vier Frauen. Zur Strafe müssen die Gendarmen im Dienst nun erdölfreundlich auf das Fahrrad umsteigen.
Die Gruppe um Das Gehirn hat es auf die Armbänder der Politessen abgesehen, doch hat Yo ihres an Land verloren. Kurzerhand kidnappen die Gangster Gerbers Frau Germaine. In der Dienststelle bleibt nun nur noch Cruchots ,,Rehäuglein" Josépha, doch will Cruchot sie nicht in Gefahr bringen und verkleidet sich heimlich selbst als Frau. Auch Cruchot wird entführt und auf das Schiff gebracht, auf dem bereits die fünf Frauen gefangen gehalten werden. Die Bande hat nun alle vier Armbänder zusammen, die einen Zahlencode enthalten. Dieser ergibt, in einen Computer eingegeben, den Standort der nuklearen XZ-Raketen. Cruchot wird zur Gendarmerie gebracht, um der Bande den Zugang zum Computer zu ermöglichen. Nach der Aktion sollen die fünf Frauen freigelassen werden, was sich als Lüge entpuppt: In Wirklichkeit wissen die Frauen und Cruchot zu viel und sollen umgebracht werden. Yo gelingt es, über ein Funkgerät um Hilfe zu bitten. Sie funkt dabei, ohne es zu wissen, Schwester Clotilde an, die sofort zur Gendarmerie fährt und Gerber und seine Männer alarmiert. Sie machen sich auf den Weg zum Schiff. Hier erhalten die Frauen vor ihrem Tod einen letzten Wunsch frei. Jede wünscht sich, bei ihrem Tod mit einem Mann zusammen sein zu können. Den vier jungen Damen wird der Wunsch erfüllt, während Cruchot und Germaine allein zurückbleiben und sich in dieser Situation ihrer Zuneigung versichern. Die vier Politessen wiederum überwältigen ihre Bewacher und präsentieren den ankommenden Gendarmen und Gerber schließlich die Bande als Gefangene. Den Polizisten wird ein großer Empfang bereitet, doch wird Cruchots und Gerbers Freude gedämpft: Der Minister erklärt beiden, dass der Staat der Bande die Falle mit den Armbändern gestellt hat und dann zusah, wie sich Gerber und seine Männer schlugen. Gerber ist konsterniert, dass sie nichts weiter als Kasperlepuppen in diesem Spiel waren.
Louis und seine verrückten Politessen wurde in Saint Tropez und Hyères gedreht. Die Dienstfahrzeuge der Gendarmen sind Citroën Méhari. Regisseur Jean Girault starb während der Dreharbeiten am 24. Juli 1982 an Tuberkulose. Die Dreharbeiten wurden von Co-Regisseur Tony Aboyanz fortgesetzt.
Der Film erlebte am 6. Oktober 1982 in Frankreich seine Premiere. Hauptdarsteller Louis de Funès verstarb im Januar 1983 und damit noch vor der deutschen Erstaufführung: Diese fand am 18. März 1983 in der Bundesrepublik statt; in den Kinos der DDR lief er am 17. Februar 1984 in den Kinos an.In der Bundesrepublik sahen 1983 rund 1,264 Millionen Zuschauer den Film. Im Jahr 2009 erschien er auf DVD.
Louis de Funès: Ludovic Cruchot (syncjro: Peter Schiff)
Claude Gensac: Josépha Cruchot
Michel Galabru: Jérôme Gerber
Micheline Bourday: Germaine Gerber
Maurice Risch: Beaupied
Guy Grosso: Tricard
Michel Modo: Berlicot
Patrick Préjean: Perlin
Catherine Serre: Christine Rocourt
Nicaise Jean-Louis: Yo Macumba
Sophie Michaud: Isabelle Leroy
Elisabeth Etienne: Marianne Bonnet
France Rumilly: Schwester Clotilde
Jacques François: Colonel
(http://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/81jKz1BjIFL._SY445_.jpg)
Louis letzter Film..... und genau dieser film war der erste, den ich damals auf Videocassette aufgenommen hatte. Überhaupt war dies einer meiner allerersten Filme, die ich mir früher aufgenommen hatte.
In meinen Augen ein würdiger Abschluß der Cruchot-Reihe....und von de Funès selbst :)
:4sterne:
Was wurde eigentlich aus den vier Politessen? Einige Infos durch Retro-Film
https://www.facebook.com/retrofilmblog/photos/pcb.1466651773453589/1467532210032212/?type=3&theater (https://www.facebook.com/retrofilmblog/photos/pcb.1466651773453589/1467532210032212/?type=3&theater)
Elisabeth Etienne sah für mich immer am Besten aus von den vier Politessen. Schade dass da kein aktuelles Foto vorlag. Hätte gerne mal gesehen, wie die heute aussehen würde.
Bei google konnte ich auch keine aktuellen Bilder finden, nur Shots aus dem Film.
Hat das eigentlich hier noch niemand gepostet, dass im März eine Gendarm Box(mit allen Filmen) endlich bei uns auf Blu-ray herauskommt?
Nee, ist bisher noch neu. Schön zu hören :)
https://www.amazon.de/Louis-Funes-Gendarmen-Blu-ray-Box/dp/B07LD4MG4P/ref=sr_1_1?s=dvd&ie=UTF8&qid=1548602675&sr=1-1&keywords=gendarm+box
Zitat von: gino in Jan 26, 2019, 18:15
Hat das eigentlich hier noch niemand gepostet, dass im März eine Gendarm Box(mit allen Filmen) endlich bei uns auf Blu-ray herauskommt?
Super. :freu:
Unvergeßlich, wie er sich die dunkelhäutige Azubine im Urwald mit einem Knochen im Haar vorstellt. :totlach:
Das war doch sein letzter Film, oder?
Sein
Zitat von: Jaime in Aug 09, 2023, 03:56
Das war doch sein letzter Film, oder?
Ja, das war sein aller letzter Film (1982). Ich dachte, Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe (1981) wäre der letzte Film gewesen, habe mich aber geirrt.
https://www.imdb.com/name/nm0000086/
Den habe ich damals im Kino gesehen, als er rauskam. Da war ich 12 bzw. 13.
Ich kann mich (natürlich nur dunkel) erinnern, dass es ein seltsames Gefühl war, den Film zu sehen, obwohl man wusste, das Louis de Funes kurz zuvor gestorben war. Das warf natürlich einen Schatten über den Film.
Trotzdem habe ich mich im Kino gut amüsiert.
Die deutsche Fassung stammt von Rainer Brandt, der wieder ein paar akustische Gastauftritte hat, z.B. als Lautsprecherstimme am Bahnhof, oder als Kneipenwirt mit bayerischem :D Dialekt (ich weiß noch, dass das einen Lacher im Kino gab). Seine Ehefrau Ursula Heyer spricht eine von den Politessen. In der Hauptrolle ist Peter Schiff zu hören, der nach eigener Aussage die gepresste, schnelle Sprechweise (die Rainer Brandt von ihm wollte) gar nicht mochte und froh war, dass dies de Funes' letzter Film war und er ihn danach nie mehr synchronisieren musste.
Wer Brandts Humor kennt, den überrascht es nicht, dass er es sich natürlich nicht verkneifen konnte, ein paar zusätzliche Gags über die Hautfarbe der einen Politesse einzubauen - doch zum Glück bleiben die über der Gürtellinie.
Fazit: Zwar nicht der beste, aber auch nicht der schlechteste Film der Gendarm-Reihe.
:3sterne: