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SERIEN => 70s CRIME SERIEN => WEITERE KRIMI-TV-HITS DER 70ER JAHRE => Thema gestartet von: The Saint in Apr 11, 2026, 09:27

Titel: Tatort - Brammer (D, 1974 - 1977)
Beitrag von: The Saint in Apr 11, 2026, 09:27
1. (Tatort Episode 45) Kneipenbekanntschaft    10.11.74

Im Frühjahr war mit dem 43jährigen Hansjörg Felmy als Kommissar Haferkamp ein ausgesprochen "junger" Tatort-Kommissar an den Start gegangen. Der seinerzeit 33jährige Knut Hinz als mit Schlapphut und Gitarre seine neue Stelle antretender Kommissar Brammer ist dann noch einmal eine andere "Generation".  ;)  Sein ruhiger intuitiver Ermittlungsstil und dass er einem altgedienten und ihm gegenüber skeptischem Kriminalhauptmeister vorgesetzt ist, macht seine Rolle in der ersten Folge interessant. Die Story selbst ist okay, aber in keiner Weise spektakulär. Ein kleines Highlight der Episode ist zu Anfang der Auftritt von Udo Lindenberg mit seinem Panik-Orchester, die damals noch am Anfang ihrer Karriere standen.

Insgesamt kommt Brammer auf vier Fälle, in denen seine vom Grundsatz her vielversprechende Rolle nicht wirklich entwickelt wurde. Der zweite Fall Mordgedanken führt seinen Charakter etwas weiter fort, in ... und dann ist Zahltag geht er gleich zu Beginn in den Urlaub und jemand anders löst den Fall und seine letzte Episode Das stille Geschäft ist ein Spionagefall, in dem er mit Schnurrbart auftritt und nicht mehr jungenhaft, sondern bereits "etabliert" wirkt. Im Prinzip sind nur die ersten beiden Episoden "Brammer-typisch".


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Titel: Aw: Tatort - Brammer (D, 1974 - 1977)
Beitrag von: The Saint in Jul 11, 2026, 21:15
2. (Tatort Episode 53) Mordgedanken     06.07.75

Die Story beginnt geheimnisvoll, verläuft aber ohne besondere Highlights. Das Ende ist ebenfalls kein Kracher, aber dafür sehr überraschend und ungewöhnlich. Angeblich beruht die Geschichte auf einer wahren Begebenheit, was ich mir durchaus vorstellen kann. Auch wenn es bei Eduard Zimmermann im Rahmen von Aktenzeichen XY ... ungelöst zur Klärung von Mordfällen kam, stellte sich hinterher des öfteren heraus, dass die Sachlage völlig anders war als ursprünglich gedacht. Wahre Verbrechen haben mitunter eine ganz andere "Logik" als die von Drehbuchautoren. Nach meinem Eindruck besteht echte Kriminalistenarbeit weniger in scharfsinniger Kombinationsgabe des ermittelnden Kommissars, sondern in der Auswertung unzähliger Spuren und Hinweise, von denen einer vielleicht zum Täter führt.


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