Shaft in Afrika ist ein Blaxploitation-Kultfilm der Shaft-Reihe mit Richard Roundtree in der Hauptrolle. Die Charaktere basieren auf den "Shaft"-Romanen von Ernest Tidyman.
Handlung John Shaft macht Bekanntschaft mit einem ost-afrikanischen Emir und dessen Schergen, die ihn überwältigen und entführen. Kurz darauf stellt sich heraus, dass es sich um einen Test handelte, der Shafts Fähigkeiten überprüfen soll. John wird angeheuert, um einer Bande europäischer Menschenhändler unter Führung eines gewissen Vincent Amafi (Frank Finlay) das Handwerk zu legen und dabei den Tod des Sohnes des Emirs aufzuklären. Dafür soll er, nachdem er von Aleme (Vonetta McGee), der Tochter des Emirs einen Crashkurs in afrikanischen Sprachen und Landeskunde bekommen hat, nach Äthiopien fliegen, um sich dort von den Schleusern zum Schein anheuern zu lassen. Dabei verliebt er sich in die Tochter des Emirs. Der Plan funktioniert, und Shaft macht sich auf den Weg nach Europa. Da Amafi aber einen Spitzel im Lager des Emirs hat, ist die Schleuserorganisation gewarnt und versucht mehrfach, ihn umzubringen. Trotzdem gelangt er mit einer Handvoll Afrikanern als illegaler Einwanderer nach Paris, wo es zum Showdown kommt.
Politische Aspekte Der Film zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er noch eine Spur brutaler und sexbezogener ist als seine Vorgänger. Der Film betont außerdem die üblichen Aspekte des Blaxploitation-Genres, stellt aber gleichzeitig auch in besonderem Maße die alten afrikanischen Kulturen heraus. Mehrfach finden sich Bezüge zur internationalen Schwarzenbewegung. Immer wieder wird Afrika als "Mutterland" der Schwarzen herausgestellt. Außerdem geht es auch um weibliche Genitalverstümmelung - im Film steht Aleme (Vonetta McGee) eine Klitoris-Beschneidung bevor, durch Shafts Einfluss entscheidet sie sich jedoch (entgegen ihrer anfänglich sehr positiven Einstellung dazu) bewusst gegen die "Beschneidung". Ein Großteil des Filmes wurde in Addis Abeba (Äthiopien) gedreht.
Deutsche Version In der deutschen Übersetzung wurden bestimmte Bezüge zu Deutschland gestrichen; in einer der ersten Szenen besteht Amafi beispielsweise auf die "Lieferung" von 700 Schwarzen nach Düsseldorf; in der deutschen Version wurde Düsseldorf durch Paris ersetzt. Insgesamt wurden viele politische Anspielungen in der deutschen Synchronisation nicht mitübersetzt, da dem deutschen Publikum der 70er-Jahre in den Augen der Übersetzer wohl vermeintlich das notwendige Hintergrundwissen fehlte, um diese zu verstehen.
Fehler * Shaft beginnt einen Stockkampf nackt, in einer Szene hat er aber plötzlich eine blaue Trainingshose an.
* Ein Kontrahent beißt Shaft während eines Kampfes tief in die Hand, im weiteren Film ist aber keine Wunde mehr zu sehen.
Kritik film-dienst 3/1974: Eine routinierte Mischung aus Krimi-, Action- und Agententhriller, effektvoll mit Brutalität, Sex und Scheinkritik angefüllt.Trivia * Shaft in Afrika war der letzte der klassischen Shaft-Filme mit Richard Roundtree. Im Jahr 2000 spielte Samuel L. Jackson den gleichnamigen Neffen von John Shaft.
* Shaft fährt einen roten Alfa Romeo Giulia GTV (Bertone). Der Wagen ist in allen vier Filmen das einzige europäische Auto, das Shaft fährt.
* Die äthiopische Schrift, die mehrmals in dem Film auftaucht, heißt gə'əz und wird nur in Äthiopien und Eritrea benutzt.
* Das Titellied Are You Man Enough? wird von den Four Tops gesungen.
Teil 3 des Shaft Universum
Die 2000er Version ist ja kein Remake sondern sowas wie eine Next Generation dann gibt es noch 2019 wo Richard wieder mitspielte. Auch Samuel L. Jackson und erstmal Jessie T. Usher.
Fassung technisch ist die VHS & DVD Uncut. In der TV Version fehlt meistens der eine Stockkampf.
genau! Von Shaft giubts (zum Glück!) auch kein Remake, bisher waren alles Fortsetzungsteile gewesen, einschliesslich des aktuellsten "Son of Shaft"
Ist von denen mit Richard als nur Shaft der erste den ich gesehen habe. Soll der schwächste Teil davon sein. Kann da noch keinen Vergleich zu den anderen machen. Jedenfalls wurde wirklich in Afrika gedreht was Pluspunkte gibt :3sterne:
Ja, kann ich bestätigen. Von den 3 Ur-Shafts ist der der schlechteste (wobei ich den besser als die laue TV-Serie fand)
Dieser dritte Shaft-Film aus den 70ern ist auch für mich der schwächste.
Er entstand nicht nach einer Romanvorlage von Ernest Tidyman, sondern nach einem Originaldrehbuch. Damals hätte es auch nur ,,Shaft among the Jews" als weiteren Roman gegeben – doch den wollte Hollywood aus diversen Gründen wohl nicht verfilmen.
Die Story führte John Shaft diesmal hinaus aus New York, zuerst nach Afrika und anschließend nach Frankreich. Kein Wunder, hatten doch die US-Großstädte inzwischen in den vielen anderen Blaxploitationfilmen schon oft genug als Kulisse gedient.
Regie führte diesmal nicht mehr Gordon Parks, sondern der britische Regisseur John Guillermin, der später auch den Katastrophenfilm ,,Flammendes Inferno" (1974), die Neuverfilmung von ,,King Kong" (1976) und den Agatha Christie-Krimi ,,Tod auf dem Nil" (1978) inszenierte.
Die Masse der vielen anderen Blaxploiter, die die Kinos damals überschwemmten, war wohl der Grund, weshalb ,,Shaft in Afrika" an den Kassen durchfiel. Das Publikum war inzwischen einfach übersättigt.
Das einzige, was an dem Film wirklich gut ist (und eine Steigerung gegenüber dem 2. Film), ist die Musik:
,,Are You Man Enough" von den Four Tops (zu hören im Vor- und Nachspann), sowie die Instrumentalstücke ,,You Can't Even Walk in the Park" (zu hören in der Eröffnungssequenz) und ,,Shaft in Africa" von Johnny Pate sind absolute Perlen!