Wenige Minuten vor der Hochzeit von Bonds bestem Freund Felix Leiter nehmen die beiden den südamerikanischen Drogenbaron Franz Sanchez während eines Kurzaufenthalts in den USA in einer spektakulären Aktion fest. Nachdem sie mit Hilfe der US-Küstenwache rechtzeitig am Schauplatz der Trauung eingetroffen sind, wird erst einmal gefeiert. Als Bond, der auch Trauzeuge war, am nächsten Tag noch einmal zurückkehrt, findet er Leiters frisch angetraute Ehefrau Della tot und seinen Freund, von einem Hai verstümmelt, schwerverletzt vor. Sanchez ist zuvor mit Hilfe eines bestochenen DEA-Agenten ausgebrochen und hat Rache genommen.
Bond schwört Rache, aber seinem Vorgesetzten ,,M" passt der Alleingang seines besten Mannes gar nicht: Er entzieht Bond kurzerhand dessen ,,Lizenz zum Töten", womit Bond gleichzeitig seinen Status als Doppel-Null-Agent verliert. Bond macht sich allein auf die Suche nach Sanchez. Er trifft auf die ehemalige Army-Pilotin Pam Bouvier, die durch Leiter in die Operation eingeweiht war. Bond und Bouvier reisen nach Isthmus City, von wo aus Sanchez seine Geschäfte steuert.
Dort bekommt er unerwartete Unterstützung von einem alten Freund: ,,Q", der nach eigenen Angaben ,,gerade Urlaub hat" und Bond mit einigen Hilfsmitteln ausstattet. Bonds erster Anschlag auf Sanchez scheitert jedoch, nachdem das Rauschgiftdezernat von Hong Kong, ebenfalls an den Ermittlungen gegen Sanchez beteiligt, seinen Erfolg gefährdet sieht und Bond in die Quere kommt. Sanchez rettet Bond unfreiwillig und Bond nutzt die Chance, Sanchez' Organisation zu infiltrieren und das Misstrauen des Drogenbarons gegen einige der eigenen Leute zu schüren.
Zur Tarnung seiner Aktivitäten nutzt Sanchez eine religiös wirkende Organisation. Die Sendungen des zugehörigen Fernsehpredigers, Professor Butcher, dienen in Wirklichkeit dem Austausch von Informationen, Drogengelder werden als Spenden von Gläubigen verschleiert. Im Tempel der Pseudokirche sind auch die Labore, in denen Sanchez seine Drogen in Benzin auflöst und sie so in alle Welt schmuggeln kann, untergebracht. Bei einer Besichtigung dieser Produktionsstätten wird Bond von Sanchez' Handlanger Dario enttarnt. Es gelingt 007 jedoch, die Schergen zu eliminieren und auf der Flucht mit Pam ein heilloses Chaos anzurichten, das in der Zerstörung der Anlage mündet. Sanchez hat sich inzwischen mit seinen Millionen und vier Tankwagen voll Kokain-,,Sprit" abgesetzt. Bond kann ihn jedoch einholen, den Konvoi zerstören und Sanchez töten.
Timothy Dalton: James Bond
Robert Davi: Franz Sanchez
Carey Lowell: Pam Bouvier
Talisa Soto: Lupe Lamora
Anthony Zerbe: Milton Krest
Frank McRae: Sharkey
David Hedison: Felix Leiter
Wayne Newton: Prof. Joe Butcher
Benicio Del Toro: Dario
Anthony Starke: Truman Lodge
Everett McGill: Ed Killifer
Desmond Llewelyn: Q
Pedro Armendáriz junior: Hector Lopez
Robert Brown: M
Priscilla Barnes: Della Leiter
Don Stroud: Colonel Heller
Caroline Bliss: Miss Moneypenny
Cary-Hiroyuki Tagawa: Kwang
Alejandro Bracho: Perez
Guy de Saint Cyr: Braun
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(http://www.fehler-im-film.de/forum/imagehosting/380349a2db585116e.jpg)
Wohl immer noch der bis heute härteste Bond-Film. Die Szenen, wo Felix Leiter gefoltert wurden, waren schon recht heftig, besonders wie er an die Haie verfüttert wurde.
Dieser Roman ist bislang der einzigste, der NICHT auf ewinen Ian Fleming Roman basiert, sondern auf einen John-Gardner-Roman. Hoffe sehr, dass sie in den nächsten Jahren noch weitere verfilmen, die Romane fand ich wirklich klasse. :) Besonders der eine, wo Moneypenny entführt wurde....komme gerade nicht mehr auf den Titel.
Ein super Bond Film mit Timothy Dalton!Hier gefällt es mir,dass die Gangart vom Klamauk nun in die ernstere Schiene geht.Die witzigen Momente konnte einfach nur Roger Moore perfekt darstellen.Nun merkt man,dass eine neue Zeit bei Bond anbricht! :freu:
ein charles bronson bond-oder rambo bond paßt wohl noch besser-spannende unterhaltung ist garantiert,gewohnt perfekt von john glen inszeniert-starkes titellied von gladys knight-3 sterne da mir der bond-zauber zu sehr fehlt
Obwohl ich nicht gerade ein Timothy Dalton Fan bin, gefällt mir Lizenz zum Töten sehr gut und ist auch nicht zuletzt wegen dem fantastischen Titelsong von Gladys Knight 4 Sterne wert! :)
Hatte heute meine Best of Patti LaBelle mal wieder gehört und da kam der Sonf "If you asked me to" und ich wußte....ich eknne den Song als Abspann aus einem Film.
Habs dann via imdb.com wieder rausgefunden - es war "Lizenz zum Töten" also ein Bond-Film :)
Zitat von: Dan Tanna in Okt 07, 2013, 02:04
Hatte heute meine Best of Patti LaBelle mal wieder gehört und da kam der Sonf "If you asked me to" und ich wußte....ich eknne den Song als Abspann aus einem Film.
Habs dann via imdb.com wieder rausgefunden - es war "Lizenz zum Töten" also ein Bond-Film :)
Und ich habe soeben den Abspann gesehen und damit den Song gehört! :)
Meine Wertung bleibt bei :4sterne:. Lizenz zum Töten ist auf jeden der der bessere der beiden Bondfilme von Timolthy Dalton und auch mir hat die etwas härtere Gangart gefallen. Trotzdem freue ich mich im Zuge meines chronologischen Bond-Projektes nun auf die Pierce Brosnan Ära... :freu: :freu:
Traurig, dass Felix hier sterben mußte :(
Zitat von: Dan Tanna in Jul 29, 2014, 23:06
Traurig, dass Felix hier sterben mußte :(
Felix ist gar nicht gestorben sondern wurde durch die Hai-Bisse lediglich schwer verletzt. Allerdings wurde seine Frau getötet... :(
Zitat von: Jesse in Jul 30, 2014, 08:08
Felix ist gar nicht gestorben sondern wurde durch die Hai-Bisse lediglich schwer verletzt. Allerdings wurde seine Frau getötet... :(
..oder so. Ist schon ein paar Jährchen her ;)
Zitat von: Dan Tanna in Aug 05, 2014, 17:36
Zitat von: Jesse in Jul 30, 2014, 08:08
Felix ist gar nicht gestorben sondern wurde durch die Hai-Bisse lediglich schwer verletzt. Allerdings wurde seine Frau getötet... :(
..oder so. Ist schon ein paar Jährchen her ;)
Damit sei Dir offiziell verziehen! :D :D
Zitat von: Jesse in Aug 05, 2014, 21:56
Zitat von: Dan Tanna in Aug 05, 2014, 17:36
Zitat von: Jesse in Jul 30, 2014, 08:08
Felix ist gar nicht gestorben sondern wurde durch die Hai-Bisse lediglich schwer verletzt. Allerdings wurde seine Frau getötet... :(
..oder so. Ist schon ein paar Jährchen her ;)
Damit sei Dir offiziell verziehen! :D :D
Zu gütig von Dir! :D
Gestorben ist Felix nicht,aber hat er nicht ein Bein verloren? ??? Oder bin ich da auf dem Holzweg!Ist schon eine Weile her,dass ich den Film gesehen habe!
Habe deinen Satz mal satirisch umgestaltet.... :totlach:
Zitat von: schimmi in Aug 06, 2014, 20:06
Gestorben ist Felix nicht,aber hat er nicht ein Bein verloren? ??? Oder bin ich da auf dem Holzbein!
Sorry...konnte nicht widerstehen :D
Plot:
Nach dem recht mittelmässigen "The Living Daylights" ist "Licence to Kill" ein überraschend guter, ja sogar herausragender, Bond-Streifen, obwohl Timothy Dalton als Hauptdarsteller keineswegs besser geworden ist. Er glänzt weiterhin durch fehlendes Charisma und überzeugt dabei als Frauenschwarm, wie schon gehabt, in keinster Weise. Er hat in etwa die Ausstrahlung des "netten Nachbarn von Nebenan". Die Handlung aber ist rasant, originell, spannend und bedient ein sehr gutes Drehbuch. Da Bond hier auf eigene Faust und nicht im Dienste Ihrer Majestät als 007 tätig ist, wirkt der Streifen vielleicht etwas unkonventionell, dies aber auf sehr positive und erfrischende Weise. Vom Moore-Klamauk ist keine Spur mehr übrig, und es entfaltet sich ein durchgehend ernster und für damalige Verhältnisse ungewohnt harter Bond-Stil. Der Film ist damit Thriller und nicht Komödie; so soll es sein. Warum gerade diesem Streifen kein großer Erfolg beschieden war, ist mir persönlich völlig unbegreiflich, da ich ihn seit der Erst-Sichtung 1989 im Kino von Anfang an mochte. Natürlich sind gerade auch die vorkommenden Unterwasser-Szenen ganz in meinem Sinne.
Bösewichter:
Der narbengesichtige Robert Davi (geb.1953) ist als schurkischer Drogenbaron Sanchez markant und gefährlich-charismatisch. Sein Handlanger Dario, gespielt von dem damals erst 22-jährigen Benicio Del Toro (geb.1967), wirkt ebenfalls markant, diabolisch und bedrohlich. Beide agieren sehr glaubhaft.
Bondgirls:
Carey Lowell (geb.1961) und Talisa Soto (geb.1967) sind ganz passabel, aber keine Top-Bond-Girls. Erstere wirkte attraktiver, bevor sie sich die Haare schneiden lässt.
Titellied:
Die Titelsequenz ist die letzte Arbeit des 1991 verstorbenen Maurice Binder (1925-1991). "Licence to Kill" wurde von Narada Michael Walden, Jeffrey Cohen und Walter Afansieff komponiert und von Gladis Knight gesungen. Auf mich wirkt der Song, wie der Großteil der 80er-Jahre-Bond-Lieder, recht unauffällig und belanglos.
Gadgets:
Bond erhält von Q eine explosive Zahncreme, die durch eine Zigarettenschachtel gezündet wird und ein, als Fotokamera getarntes, Gewehr, das auf Bonds Hand abgestimmt ist und nur von ihm bedient werden kann. Eine weitere Kamera besitzt einen eingebauten Laser.
Q verwendet ein als Besenstiel getarntes Funkgerät.
Der Film ist mit Gadgets recht zurückhaltend, was aber, angesichts des gelungenen Plots, nicht störend wirkt.
Schauplätze:
Als Hauptdrehorte fungierten Florida und Mexiko. Zugegebenermaßen werden diese, abgesehen von den Unterwasser-Sequenzen, nicht besonders eingebracht. Trotzdem hat der Film einen angenehmen Flair.
Wortwitz:
Bond wirft einen von Krests Männern in eine Lade voller Maden, unter denen Rauschgift versteckt ist und sagt dabei: "Bon appetit". Dies erinnert an eine ähnliche Szene mit Sean Connery in "You Only Live Twice", wobei es sich dort um ein Piranhabecken handelt.
Nachdem Bond den verräterischen Killifer zusammen mit seinem Geldkoffer dem weißen Hai zum Fraß vorwirft sagt Sharkey: "God, what a terrible waste". Darauf sieht Bond ihn an und Sharkey erwidert: "...of money".
Pam zu Bond, als sie Hellers aufgespießte Leiche vorfinden: "Oh, God. It's Heller". Darauf Bond: "Yeah. Looks like he came to a dead end".
Anmerkungen:
Der Streifen zeigt nur eine Szene in London, und zwar mit M und Moneypenny. Sowohl Robert Brown, als auch Caroline Bliss sind zum letzten mal in den genannten Rollen zu sehen.
Q hat seinen längsten Auftritt in einem Bond-Film, da er nicht nur die Gadgets vorführt, sondern Bond auch sonst unterstützt.
Die Szene mit Felix Leiters Verstümmelung durch den Hai ist dem Roman "Live and Let Die" entnommen, kommt aber im gleichnamigen Film nicht vor. Ebenfalls aus dem genannten Roman stammt die Szene, in der Bond und Melina an einem Seil durchs Wasser gezogen werden. Dies wurde in "For Your Eyes Only" verwertet.
Sehr ungewöhnlich im Rahmen der Reihe ist, dass Bond hier seiner Privatrache nachgeht und praktisch als "Outlaw" ohne Lizenz zum Töten Sanchez nach dem Leben trachtet. Freilich ist dies mittlerweile in der Zeit eines Daniel Craig nichts Besonderes mehr.
Fazit:
Obwohl ich Timothy Dalton nach wie vor für den schwächsten Bond halte, der jemals die Rolle bekleidet hat, finde ich den Film selbst ausgesprochen gelungen, spannend und abwechslungsreich. Damit schafft er's auch in die Top-Ten. 5 von 5. :5sterne:
Die erüfnungsszene ist voll witzig. Die finale Verfolgungsjagd direkt episch.Beide mag ich sehr
Was mir fehlt, ist der Bond-typische Humor, der in diesem Film eigentlich nur durch Q eingebracht wird.Klar, 007 ist auf einer persönlichen vendetta und nicht zu Scherzen aufgelegt, aber trotzdem. Wobei mir das mit dem Rachefeldzug bei einem Bond-Movie auch nicht so ganz passt
Ich finde, Timothy Dalton war in seinem ersten Bond-Film ein besserer Bond
:4sterne:
Ja, Humor sucht man hier weitgehenst umsonst....überhaupt wird der Humor ab jetzt auch in den späteren Bond-Filmen, die du noch vor dir hast, sehr sparsam dosiert sind bis auf ein paar wenige spassige Szenen. So witzig wie bei Moore wurde es bisher nie wieder.... :(
Aber in diesem Film kann ich es auch verstehen....das Bond nicht zu Scherzen aufgelegt war, wenns ihm persönlich getroffen hatte.