Titel: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Dan Tanna Spenser am 13. August 2013, 21:09:45
Quelle: wikipedia
Charlie Oakley, groß, gutaussehend und mit jeder Menge Bargeld, sucht Ruhe und Zuflucht bei der Familie seiner Schwester in der betulichen Kleinstadt Santa Rosa. Mit seiner Nichte Charlie teilt er nicht nur den Namen – beide fühlen sich seelisch verbunden. Die Freude der Familie über den Besuch des reichen Onkels aus der Großstadt bleibt ungetrübt, bis die junge Charlie von einem Polizeikommissar darüber aufgeklärt wird, dass entweder ihr Onkel oder ein anderer Mann ein gesuchter Witwenmörder ist.
Fortan nagen Zweifel an ihr, und sie versucht hinter das Geheimnis ihres Onkels zu kommen. Sie spioniert ihm nach und findet mehr und mehr Indizien. Schließlich stellt sie ihn zur Rede; er vertraut sich ihr an. Kurz danach verunglückt jedoch der andere Verdächtige auf der Flucht, so dass für die Polizei der Fall aufgeklärt ist. Charlie weiß jedoch von der Schuld ihres Onkels. Sie drängt ihn, Santa Rosa für immer zu verlassen. Er weigert sich und versucht durch fingierte Unfälle, seine Nichte zu ermorden. Zufälle retten ihr jeweils das Leben. Schließlich stellt sie ihm ein Ultimatum, und Charlie lenkt ein. Im Zug treffen die beiden ein letztes Mal zusammen. Charlie versucht abermals, seine Nichte zu ermorden. Es kommt zum Handgemenge, schließlich stürzt er selbst unter den Gegenzug. Er wird in Santa Rosa im Kreise der trauernden Familie beerdigt, sein Geheimnis bleibt bewahrt. Trivia
Nicht nur für Alfred Hitchcock, der die Arbeit im Studio über alles liebte, sondern auch ganz allgemein für die damalige Filmarbeit sind ungewöhnlich viele Aufnahmen an einem realen, nicht im Studio gebauten Set gefilmt worden. Das hatte jedoch weniger praktische oder gar künstlerische Gründe, sondern war durch den Krieg bedingt. Ein staatliches Kriegskomitee bestimmte, wie viel Geld zum Bau von Filmsets ausgegeben werden durfte, und so sparte man, indem man sich in die Realität hinaus wagte. Entgegen dem von Hitchcock gerne verbreiteten Mythos des Regisseurs, der sich beim Drehen langweile ("I hate shooting"), weil er das Werk längst im Kopf vollendet habe, wurde auch dieser Film während der Dreharbeiten permanent umgeschrieben und verfeinert. Einen Großteil der Umschreibarbeit erledigte die Darstellerin der Mutter Emma (Patricia Collinge), die bereits Erfahrung mit dem Schreiben hatte und sich sehr gut in das bürgerliche Ambiente und in die Figuren des Films hineinversetzen konnte. Ihre Beteiligung am Skript wird jedoch im Vor- oder Abspann nicht genannt. Im Schatten des Zweifels gilt als Hitchcocks Lieblingsfilm und auch als sein persönlichstes Werk. Es gibt zahlreiche Parallelen zu Hitchcocks Leben, sei es der Name der Mutter, biografische Erlebnisse, die er in Dialoge einflocht, oder, laut Donald Spoto in seiner umfangreichen Hitchcock-Biographie (s. Literaturhinweise), die Tatsache, dass man in den beiden Hauptfiguren (den beiden Charlies) die zwei verschiedenen Persönlichkeitsaspekte Hitchcocks wiederfindet. Ein Film über das Familienleben gilt als untypisch für Hitchcock, der oft mit Agenten oder Verfolgungsjagden in Zusammenhang gebracht wird. Hitchcock konzentriert sich hier auf das Charakterstudium. Der verwendete Walzer Lippen schweigen, 's flüstern Geigen aus Franz Lehárs Operette Die lustige Witwe wird im Film als Merry-Widow-Walzer bezeichnet. Auch in diesem Film hat Hitchcock wieder einen Cameo-Auftritt, er sitzt im Zug nach Santa Rosa und spielt Karten mit allen Pik-Karten in der Hand. Der Film wurde 1991 unter dem Titel Im Schatten des Zweifels für das Fernsehen neu verfilmt. In den tragenden Rollen waren Mark Harmon und Margaret Welsh zu sehen.
Auszeichnungenen
Gordon McDonell wurde 1944 für den Oscar für die beste Originalgeschichte nominiert.
Im Jahr 1991 wurde der Film in die National Film Registry ausgenommen.
Teresa Wright: Charlotte "Charlie" Newton Joseph Cotten: Charles Oakley ("Onkel Charlie") Macdonald Carey: Det. Jack Graham Henry Travers: Joseph Newton Patricia Collinge: Emma Newton Hume Cronyn: Herbie Hawkins Wallace Ford: Fred Saunders Edna May Wonacott: Ann Newton Charles Bates: Roger Newton Irving Bacon: Station Master Clarence Muse: Pullman Porter Janet Shaw: Louise Estelle Jewell: Catherine
(http://trueclassics.files.wordpress.com/2010/10/shadow_of_a_doubt-poster.jpg)
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: wbohm am 14. August 2013, 13:09:49
Das ist Hitchcocks Lieblingsfilm? :o Meiner jedenfalls nicht von ihm.
Der Film ist okay, wie immer bei Hitchcock. Und die unterschwellige Angst, die Joseph Cotton bei Teresa Wright (beide heißen ja komischerweise Charlie im Film) erzeugt ist auch spannend. Aber irgendwie fehlt mir bei dem Film das gewohnte "Hitchcock Feeling". Kann auch damit zusammenhängen, dass Hitchcock hier ungewohnterweise ziemlich viel Familienleben darstellt. Die Kinder sind allesamt gut. Der besserwisserische Bücherwurm, der kleine Junge, der ziemlich schlagfertig ist und natürlich die hübsche Teresa Wright (obwohl man ihr den "Backfisch" mit ihren damals 25 Jahren nicht mehr ganz abnimmt). Joseph Cotton spielt gut, aber ich mag ihn einfach nicht. Kann es einfach nicht erklären, warum. Wenn ich ihn schon immer mit seinen "ondulierten" Haaren sehe. Der wirkt immer wesentlich älter als er ist (bei mir ist's genau umgekehrt :totlach:)
Seinen "Bruder" Jerry mag ich jedenfalls viel lieber :totlach:
4 Sterne
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Dan Tanna Spenser am 14. August 2013, 13:20:03
Seinen "Bruder" Jerry mag ich jedenfalls viel lieber :totlach:
...und deren Club? "Cotton Club"? :totlach: Ich finde diesen Film auch OK...kein großes Highlight, aber ganz OK...gebe 3 Sterne. Wunderte mich auch, dass es Hitchs Lieblingsfilm war....
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: holly am 14. August 2013, 15:49:37
4 sterne-mehr ein film noir,der typische hitchcock touch fehlt mir ein wenig
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: filmfan am 25. Juni 2020, 22:32:11
Der legendäre britische Filmemacher Alfred Hitchcock, der als Hollywood-Regisseur zur Kultfigur des Regie-Handwerks avancierte, war von jeher fasziniert von der Dualität, die er in allen Dingen fand und wiederholt in seinen Suspense-Filmen verhandelte. Durch die Verwendung und Dekonstruktion binärer Oppositionen vermochte er packende, komplexe Geschichten voll moralischer Ambiguitäten wie Cocktail für eine Leiche (1948), Verschwörung im Nordexpress (1951), Vertigo (1958) und Frenzy (1972) zu erzählen. Doch sein in dieser Beziehung interessantestes und streitbar bestes Werk bleibt die auf erstem Blick bescheidene Familientragödie Shadow of a Doubt (1943, dt. Titel: Im Schatten des Zweifels), die zwar die bekannten Vorlieben des Suspense-Meisters (glamouröse Stars, virtuos choreographierte Action-Sequenzen, kompetente, romantische Helden und appetitliche, mysteriöse Blondinen) missen lässt, aber von ihm selbst zum Lieblingsfilm erklärt wurde.
Basierend auf einer Story von Gordon McDonnell, entstand das famos durchkonstruierte Skript, an dem Hitchcock, seine Frau Alma Reville und mit dem Dramatiker Thornton Wilder („Our Town“) und der Kurzgeschichtenautorin Sally Benson („Meet Me in St. Louis“) ebenso zwei bekannte Experten amerikanischer Kleinstadt-Milie us kollaborierten, um die Geschichte von „Uncle Charlie“ auf die Leinwand zu bringen. Hitchcocks dualistische, komplexe Vision eines Amerikas, das seine dreckigen kapitalistischen Wurzeln hinter der sauberen Fassade der Familie versteckt, realisiert sich zur Vollendung in seinem sechsten US-Film, das zu Unrecht zu seinen weniger bekannten Werken zählt. Denn meisterhaft führt Hitchcock hier die Gegensätze zusammen, die das widersprüchliche, konfliktreiche Land strukturieren (Individualismus und Familie, Stadt und Land, Schmutz und Reinheit, Kriminalität und Gesetz, Laster und Tugend), um letztlich eine zutiefst berührende Geschichte über das ernüchternde Erwachsenwerden eines idealistischen Mädchens zu erzählen, dass erst mit familiären Dynamiken, trügerischen Träumen und sexuellem Erwachen hadern, und dann um ihre identitätsstiftende Familieneinheit kämpfen muss.
Im Zentrum der Handlung stehen zwei „Charlies“: Charles (Joseph Cotten) ist ein Serienkiller reicher Witwen, die er nach vollbrachter Arbeit beraubt, weshalb er auch den Namen „Merry Widow Murderer“ von der Presse bekam und von der Polizei gejagt wird. Charlie (Teresa Wright) ist ein junges Mädchen, das bei ihrer Familie wohnt und so gelangweilt ist vom ereignislosen Kleinstadtleben, dass sie sich über den als Besuch getarnten Hilferuf ihres Onkels Charlie aus der Großstadt freut. Doch die Freude über Charlies Besuch bei der skurrilen Familie – Vater Joseph Newton (Henry Tavers) vertreibt sich die Zeit damit, mit seinem Freund Herbie (Hume Cronyn) originelle Mordkomplotte für ihre Kriminalgeschichten zu schmieden, Mutter Emma (Patricia Collinge) verliert sich in Nostalgieschüben, und Charlies jüngere Geschwister sind besessen von Literatur und Mathematik – währt nicht lange, da taucht auch schon ein als Reporter getarnter Detektiv in Form des charmanten Jack Graham (Macdonald Carey) auf, in den sich die junge Charlie verliebt und der sie über die dunkle Seite ihres Onkels aufklärt. Ab diesem Zeitpunkt entbrennt eine psychologische Schlacht zwischen den zwei Charlies um die heile Welt der Kleinstadtfamilie, die sich der Gefahr durch den Onkel völlig unbewusst ist…
Dank einer beispiellos dichten Inszenierung, die Hitchcock-gerecht vor visuellen Metaphern strotzt, diese aber weit dezenter einsetzt als in seinen späteren, aggressiveren Werken, lokalisiert sich Im Schatten des Zweifels fast unbemerkt im film noir-Genre. Sind Schauplatz und Situationskomik der Kleinstadtfamilie noch Elemente des heimischen Lustspiels, so verhindert die Präsenz der düsteren noir-Figur Onkel Charlies nicht nur das Genre-Equilibrium (visuell betont durch den bedrohlichen Schatten, den seine Bahn auf das sonnige Santa Rosa wirft, als er dort einfährt), sondern zeigt auch, dass hinter dieser sauberen Fassade der Kleinstadt auch ein potentieller Sündenpfuhl liegt. Durch diese film noir-Ideologie wirft der Film einen subversiven Blick auf ein stereotypes Amerika und ergänzt es um all das, was für das Wohl der Familie unterdrückt oder kompensiert wird.
Auf jeder erdenklichen Ebene präzise ausgeklügelt, gehört Im Schatten des Zweifels zu den meist ignorierten Klassiker des amerikanischen Kinos der 40er Jahre. So meisterlich wie streitbar nie danach vermochte Hitchcock in diesem Film Humor und Pathos, Spannung und Mitleid mitsamt sehr gehaltvoller Milieu-Studie und psychologisch tiefgründiger Charakterzeichnung zu einem Meisterwerk zu verbinden, das vor allem auch von der perfekten Besetzung lebt. Der so sympathisch wirkende Orson-Welles-Freund Joseph Cotten brilliert in einer psychologisch differenzierten, beängstigenden Darstellung des ebenso dämonischen wie herzlichen Onkel Charlie, während die schöne Theresa Wright den Wandel vom quirligen Mädchen zur desillusionierten Frau famos durchläuft. Die Nebendarsteller und deren Figuren sind gerade lustig genug, um nicht von den zentralen Figuren abzulenken, tragen aber bedeutend zu der familiären Atmosphäre des Films bei, die jeden Moment droht in ein Blutbad auszuschlagen. Die Form der Spannung wechselt dabei von sexueller zu antagonistischer hin und her und impliziert Inzest ebenso wie Mord als potentielle bzw. notwendige Übel für das Heile-Welt-Bild eines verschlafenen Amerikas. :5sterne:
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Chrissie am 27. Juni 2020, 11:49:59
Das ist auch einer meiner favorites unter Hitch's s/w Filmen. Ich war zwar 1997 fuer einen Tag in Santa Rosa, hatte aber damals noch keinen Zugang zum Internet, und konnte somit nicht die Drehschauplaetze aufsuchen. Das Remake habe ich mir in usneren Netflix queue gesteckt. Quelle: wikipedia Der Film wurde 1991 unter dem Titel Im Schatten des Zweifels für das Fernsehen neu verfilmt. In den tragenden Rollen waren Mark Harmon und Margaret Welsh zu sehen
(http://trueclassics.files.wordpress.com/2010/10/shadow_of_a_doubt-poster.jpg)
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Chrissie am 27. Juni 2020, 13:34:40
Die Amerikaner neigen dazu, weibliche Vornamen abzukuerzen, so wird aus Charlene oder Charlotte Charlie, aus Samantha wird Sam, aus Susan Sue, aus Roberta wird Bobby etc. Das ist Hitchcocks Lieblingsfilm? :o Meiner jedenfalls nicht von ihm. Der Film ist okay, wie immer bei Hitchcock. Und die unterschwellige Angst, die Joseph Cotton bei Teresa Wright (beide heißen ja komischerweise Charlie im Film) erzeugt ist auch spannend.
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Fran am 13. Juli 2020, 20:43:46
Ich mochte den Film nicht beim ersten Schauen, aber mittlerweile mag ich ihn auch sehr. Aus heutiger Sicht vielleicht kein typischer "Hitch" (nicht einmal eine Blondine dabei und Theresa Wright ist auch nicht die typische Hitchcockheroine), aber es sind die Details.
@Chrissie, meine Abkürzung "Fran" habe ich auch von Amerikanern. Für sie auch leichter auszusprechen und immer noch besser als Franzi. Bei den Russen gibt es keine Abkürzungen sondern Diminutive. Aus Christina wird Tinotschka, aus Susan Susannotschka usw. Aber Charlie wurde ja quasi nach ihrem Onkel benannte.
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Chrissie am 14. Juli 2020, 12:49:50
Schoen, von Dir zu hoeren, Fran. :) Ich hielt Fran fuer die Abkuerzung von Frances. Nein, da hast Du vollkommen recht, "Shadow of a Doubt" ist wirklich kein typischer Hitchcock Film, aber in den 40er Jahren hat er ja sehr unterschiedliche Filme gedreht. Man denke nur an "Life Boat", 'Rebecca", "Foreign Correspondent" oder "Rope". Das zeigt Hitch's Vielseitigkeit. Ich mochte den Film nicht beim ersten Schauen, aber mittlerweile mag ich ihn auch sehr. Aus heutiger Sicht vielleicht kein typischer "Hitch" (nicht einmal eine Blondine dabei und Theresa Wright ist auch nicht die typische Hitchcockheroine), aber es sind die Details.
@Chrissie, meine Abkürzung "Fran" habe ich auch von Amerikanern. Für sie auch leichter auszusprechen und immer noch besser als Franzi. Bei den Russen gibt es keine Abkürzungen sondern Diminutive. Aus Christina wird Tinotschka, aus Susan Susannotschka usw. Aber Charlie wurde ja quasi nach ihrem Onkel benannte.
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Fran am 14. Juli 2020, 19:24:15
Die deutsche Franziska ist die englische (oder amerikanische) Frances. "Wie die erste Frau im Kabinett" um "Baby" Frances Houseman zu zitieren. ;) Ja, Hitch war äußerst vielseitig und ist noch heute ein vielzitiertes Vorbild für andere Regisseure. Er hat im Laufe seiner Karriere seiner Karriere viel ausprobiert was meiner Ansicht nach das echte Genie von dem gewöhnlichen Routinier der nur auf das Altbewährte setzt, unterscheidet.
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Chrissie am 15. Juli 2020, 12:52:24
Ist mir aus dem Herzen gesprochen! Die deutsche Franziska ist die englische (oder amerikanische) Frances. "Wie die erste Frau im Kabinett" um "Baby" Frances Houseman zu zitieren. ;) Ja, Hitch war äußerst vielseitig und ist noch heute ein vielzitiertes Vorbild für andere Regisseure. Er hat im Laufe seiner Karriere seiner Karriere viel ausprobiert was meiner Ansicht nach das echte Genie von dem gewöhnlichen Routinier der nur auf das Altbewährte setzt, unterscheidet.
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Chrissie am 15. Juli 2020, 12:54:07
Fran, hast Du als Kind die Poosie Trilogie von Ruth Hoffmann gelesen? Sie beruht auf den wahren Erlebnissen von Ruth Hoffmann's Nichte Frances aka Poosie in den USA. Die deutsche Franziska ist die englische (oder amerikanische) Frances. "Wie die erste Frau im Kabinett" um "Baby" Frances Houseman zu zitieren. ;) Ja, Hitch war äußerst vielseitig und ist noch heute ein vielzitiertes Vorbild für andere Regisseure. Er hat im Laufe seiner Karriere seiner Karriere viel ausprobiert was meiner Ansicht nach das echte Genie von dem gewöhnlichen Routinier der nur auf das Altbewährte setzt, unterscheidet.
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Fran am 15. Juli 2020, 20:04:04
Nein, Fran, hast Du als Kind die Poosie Trilogie von Ruth Hoffmann gelesen? Sie beruht auf den wahren Erlebnissen von Ruth Hoffmann's Nichte Frances aka Poosie in den USA. Ehrlich gesagt, die Bücher kenne ich nicht. Die deutsche Franziska ist die englische (oder amerikanische) Frances. "Wie die erste Frau im Kabinett" um "Baby" Frances Houseman zu zitieren. ;) Ja, Hitch war äußerst vielseitig und ist noch heute ein vielzitiertes Vorbild für andere Regisseure. Er hat im Laufe seiner Karriere seiner Karriere viel ausprobiert was meiner Ansicht nach das echte Genie von dem gewöhnlichen Routinier der nur auf das Altbewährte setzt, unterscheidet.
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: holly am 10. November 2025, 14:05:53
:5sterne: ich muß meine meinung meinem heutigen auge anpassen-5 sterne für einen wirklich sehr guten thriller.und wirklich, hitch war mehr als spionagethriller.gerade das abgründige unter einer scheinbar heilen, familiären fassade macht diesen film zu einen meisterwerk.er gefiel mir jetzt viel besser als früher.und natürlich gehört shadow of a doubt auch ein klassiker des film noir.das muß kein wiederspruch sein-man denke an strangers on a train oder the wrong man. https://www.youtube.com/watch?v=36Xc8Qlf0_E
https://www.youtube.com/watch?v=6hdzEC2ryEs
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Chrissie am 24. November 2025, 16:35:14
Mit TCM ist es seit Robert Osbourne's Tod echt bergab gegangen. Zuerst wurde das monatliche Heft "Now Playing" eingestellt, es erscheint nur noch als monatlicher newsletter. Eine zeitlang wurde das Filmkreuzwortraetsel auch im newsletter angeboten, dann wurde es eingestellt. Man kann nicht mehr die drei Monate im voraus Filmvorschau einsehen. Man kann nicht mehr um eine e-mail bitten, wenn der gesuchte Film in TCM laeuft. Die beiden einzigen Lichtblicke, die TCM noch geblieben sind: Eddie Muller und Ben Mankiewicz. :5sterne: ich muß meine meinung meinem heutigen auge anpassen-5 sterne für einen wirklich sehr guten thriller.und wirklich, hitch war mehr als spionagethriller.gerade das abgründige unter einer scheinbar heilen, familiären fassade macht diesen film zu einen meisterwerk.er gefiel mir jetzt viel besser als früher.und natürlich gehört shadow of a doubt auch ein klassiker des film noir.das muß kein wiederspruch sein-man denke an strangers on a train oder the wrong man. https://www.youtube.com/watch?v=36Xc8Qlf0_E
https://www.youtube.com/watch?v=6hdzEC2ryEs
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Dan Tanna Spenser am 01. Januar 2026, 03:07:16
Mein Rewatchfilm für den Neujahrstag :) Bericht am Abend.
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Chrissie am 01. Januar 2026, 19:37:17
Mein Rewatchfilm für den Neujahrstag :) Bericht am Abend.
Freu mich schon darauf. Uebrigens war ich Mitte Maerz 1997 in Santa Rosa, aber ohne genauere Kenntnis, WO Hitchcock dort gefilmt hat, konnte ich leider nichts wiedererkennen. Ich mag den Film sehr, auch den Humor zwischen Teresa Wright's Vater und seinem Nachbarn.
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Dan Tanna Spenser am 01. Januar 2026, 19:45:52
Ich finde diesen Film auch OK...kein großes Highlight, aber ganz OK...gebe 3 Sterne.
Wunderte mich auch, dass es Hitchs Lieblingsfilm war....
Heute, nach meinen Rewatch muß ich meine Meinung über diesen Film doch stark ändern.... Heutiger Rewatch Film aus meiner Filmreihe zu Film Noirs ist der Alfred Hitchcock - Thriller "IM SCHATTEN DES ZWEIFELS" ("SHADOW OF A DOUBT") aus dem Jahre 1943 mit Joseph Cotten, Teresa Wright, MacDonald Carey, Henry Travers, Hume Cronyn, Patricia Collings und Wallace Ford. Charlie Oakley (Joseph Cotten) ist ein charmanter, verführerischer Mann - und ein Killer, der auf der Flucht vor der Polizei von Philadelphia nach Kalifornien reist. In der schläfrigen Kleinstadt Santa Rosa will er bei Verwandten Unterschlupf und ein bisschen Ruhe finden. Dummerweise ist seine Nichte, die "kleine Charlie" (Teresa Wright), nicht ganz so naiv, wie angenommen. Sie hat schon sehr bald ihren Onkel in Verdacht, der gesuchte Witwenmörder zu sein und bringt diesen mit ihrer Neugier schnell in Schwierigkeiten. So bleibt dem psychopathisch-sympathischen Mörder nur noch ein Ausweg: er plant den Mord an seiner Lieblingsverwandten... Die Stars:Joseph Cotten spielte den Geschäftsmann und psychopathischen Witwenmörder Charles 'Charlie' Oakley, Teresa Wright spielte seine clevere Nichte Charlene 'Charlie' Newton, Henry Travers spielte ihren Vater Joseph Newton, Patricia Collinge spielte dessen Ehefrau Emma Newton, Macdonald Carey spielte den engaierten Polizisten und Wright's Love Interest Jack Graham, Hume Cronyn spielte Herbert 'Herbie' Hawkins, den besten Freund von Henry Travers, Wallace Ford spielte Careys Partner Fred Saunders, Edna May Wonacott spielte Wrights jüngere Schwester und Bücherwurm Ann Newton und Charles Bates spielte ihren Bruder Roger Newton Synchronisation:Joseph Cotten wurde von Gert-Günther Hoffmann gesprochen, Teresa Wright von Dagmar Biener, MacDonald Carey von Rainer Brandt, Wallace Ford von Gerd Duwner, Henry Travers von Paul Wagner, Hume Cronyn von Reinhold Brandes und Patricia Collings von Edith Schollwer. DVD & BluRay:Ich besitze den deutschen BluRay Erst Release von 2013 voin UNIVERSAL. Ausserdem gibt es mehrere Versionen auf DVD, BluRay und Ultra HD von dem Film. Hier eine Übersicht. Interessantes:Nicht nur ungewöhnlich für Alfred Hitchcock, der die Arbeit im Studio über alles liebte, sondern für die damalige Filmarbeit ganz allgemein sind viele Aufnahmen auf einem realen, nicht im Studio gebauten Set gefilmt worden – weniger aus praktischen oder gar künstlerischen Gründen, sondern vor allem bedingt durch den Krieg. Ein staatliches Kriegskomitee bestimmte nämlich, wie viel Geld zum Aufbau eines Filmsets ausgegeben werden durfte, und so wurde gespart, indem man sich in die Realität hinauswagte. Ein Großteil des Films wurde tatsächlich in Santa Rosa gedreht, das in den 1940er Jahren noch eine Kleinstadt mit rund 15.000 Einwohnern war; inzwischen leben dort über 150.000 Menschen. Viele Statisten waren daher auch keine Hollywood-Statisten, sondern Bewohner von Santa Rosa. So war die zehnjährige Edna May Wonacott, die als altkluge Schwester eine größere Nebenrolle bekam, niemals zuvor mit der Schauspielerei in Berührung gekommen. Die Tochter eines örtlichen Lebensmittelhändlers wurde von Hitchcock zufällig entdeckt, als sie auf den Schulbus wartete. Das im Film verwendete Haus der Familie Newton existiert noch heute in Santa Rosa, 904 McDonald Avenue. Zunächst gab es Bedenken, dass es für die Familie eines Bankangestellten als zu luxuriös erscheinen könnte. Allerdings stellte sich heraus, dass sich der tatsächliche Bewohner des Hauses in einer ähnlichen finanziellen Situation befand wie die Filmfigur. Er war so froh, dass sein Haus Schauplatz eines Films werden sollte, dass er es frisch anstreichen ließ. Hitchcock war entsetzt darüber und ließ es für die Dreharbeiten wieder mit einem „schäbigen“ Anstrich versehen; nach dem Dreh bekam es dann wieder den neuen Anstrich. In seinen Gesprächen mit François Truffaut hob Hitchcock die Symbolik des Rauchs der Lokomotiven der Züge hervor, in denen Onkel Charlie ankommt und abfährt: bei der Ankunft des Zuges in dem Onkel Charlie anreist, habe er den Lokomotivführer angewiesen, extra Rauch im Schornstein abzulassen, damit die dunklen Wolken die Gefahren ankündigen, die er bringt. Der Zug, in dem er abfährt, kommt mit weißem Dampf an, und die Lokomotive des Zuges, unter dem Onkel Charlie tödlich verunglückt, hat wiederum schwarzen Rauch. Mit Thornton Wilder konnte Hitchcock für das Drehbuch einen äußerst prominenten Schriftsteller gewinnen. Das war ungewöhnlich, weil bekannte Schriftsteller oder Theaterautoren damals die Arbeit an Drehbüchern beim Film eher geringschätzten. Wilder hatte 1938 das Erfolgsstück Unsere kleine Stadt veröffentlicht, welches auch Hitchcock sehr schätzte. Für Im Schatten des Zweifels wollte er eine ähnliche Kleinstadt-Atmosphäre herstellen. Thornton Wilder hatte zunächst hauptsächlich wegen des Geldes angenommen, nach einem Treffen mit Hitchcock war er aber von der Zusammenarbeit auch künstlerisch überzeugt. Wilder suchte sogar einige der Schauplätze in Santa Rosa aus, ehe er wegen des Zweiten Weltkriegs als Reporter zur Armee nach Florida berufen wurde. Das Drehbuch war zwar weitgehend fertig, musste aber während der Dreharbeiten noch angepasst und verfeinert werden. Einen Teil dieser Arbeit erledigte die Darstellerin der Mutter Emma, Patricia Collinge, die als langjährige Theaterautorin bereits Erfahrung mit dem Schreiben hatte. Sie schrieb unter anderem die romantische Garagenszene zwischen dem Mädchen Charlie und dem Polizisten Graham. Ihre Beteiligung am Skript wird jedoch weder im Vor- noch im Abspann genannt. Insgesamt waren sechs Autoren am Drehbuch beteiligt, darunter auch Hitchcock und seine Frau Alma Reville. Der sehr bekannte Theaterschauspieler Hume Cronyn, der mit Jessica Tandy verheiratet war, hatte sein Filmdebüt in der Rolle des schüchternen Nachbars Herbie. Zwischen dem Schauspieler und Autor Cronyn und Hitchcock entwickelte sich eine lange Partnerschaft: Cronyn übernahm eine Rolle in Das Rettungsboot (1944) und schrieb die Drehbücher zu Cocktail für eine Leiche (1948) und Sklavin des Herzens (1949) – allesamt Hitchcock-Filme. In den Gesprächen mit François Truffaut bezeichnete Hitchcock Im Schatten des Zweifels als den Lieblingsfilm unter all seinen Werken: „Weil es eine dieser raren Gelegenheiten war, wo man die Charakterstudie mit Spannung verbinden konnte. Normalerweise ist in einer spannungsreichen Geschichte keine Zeit für Charakterentwicklung.“ Dabei gilt der Film auch als eines seiner persönlichsten Werke. Es gibt zahlreiche Parallelen zu Hitchcocks Leben: etwa der Name der Mutter, biografische Erlebnisse, die er in Dialoge einflocht, oder, laut Donald Spoto in seiner umfangreichen Hitchcock-Biografie, die Tatsache, dass man in den beiden Hauptfiguren (den beiden Charlies) die beiden Seiten der Persönlichkeit Hitchcocks wiederfindet. Der verwendete Walzer Lippen schweigen, 's flüstern Geigen aus Franz Lehárs Operette Die lustige Witwe wird im Film als Merry-Widow-Walzer bezeichnet. Die Familie überlegt beim Abendessen, von wem die Melodie wohl stammt, und im Laufe der Konversation werden unter anderem der US-Komponist Victor Herbert sowie der Walzer An der schönen blauen Donau von Johann Strauss erwähnt, bevor Onkel Charlie die Familie ablenkt, damit sie nicht zufällig sein Geheimnis entdeckt. Die übliche deutsche Übersetzung der Redewendung Shadow of a doubt lautet „Hauch eines Zweifels“. Zum Film selbst:Nach aussen hin ist Charles Oeakley ein hart arbeitender Geschäftsmann... doch was niemand ahnt ist, dass er auch der von der Polizei seit einiger Zeit gesuchte Witwenmörder ist. Charles hasst Witwen... das sind für ihn nur Frauen, die nach dem Tod ihres Ehemannes deren hart erarbeitetes Geld sinnlos verprassen, weswegen er es als seine persönliche Pflicht ansieht, über dieses Geld sinnvoller zu bestimmen. Drei Witwen hatte er bisher auf den Gewissen und die Cops haben für diese Tat zwei Männer ins Visier genommen - einer davon ist Charles. Deswegen wurde Charles auch observiert, doich es gelang ihm jedesmal, den Cops zu entwischen. Als es ihm zu dumm wurde und er alles sacken lassen wil,, beschliesst er seine etwas ältere Schwester Emma in der Kleinstadt Santa Rosa zu besuchen. Ein kelines Nest, wo er sicher seine Ruhe finden wird, um durchzuschnaufen. Seine Schwester Emma lebt dort mit ihrem Mann, dem dortigen Bankier Joseph und ihren drei Kindern, wo Charlie, die älteste, sein ganz besonderer Liebling war. Zur gleichen Zeit plagen jener jungen Charlie ein Anflug auf Depressionen auf ihr festgefahrenes Leben mit ihren Eltern und Geschwistern und hatte die Idee, ihren interessanten Lieblingsonkel zu telegrafieren, mit dem sie schon seit Kindestagen eine ganz besonders intensive Verbindung nhatte und ihn nun seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Als sie das Telegramm aufgeben wollte, erfuhr sie, dass er sich selbst schon gemeldet und seinen besuch angekündigt hatte. Charlie war ausser sich vor Freude. Charles reiste mit dem Zug aus San Francisco an und verhieht sich ruhig und unauffällig, legte sich sogar einen Gehstock für die Reise zu und tat so, dass er körperliche Gebrechen hatte, verweilte, damit ihn keiner sehen konnte, die ganze Fahrt hinweg in seinem Schlafabteil und klagte über Unwohlsein. Kaum, nachdem er in Santa Rosa angekommen war, erkannte er seine Familie, ganz besonders Charlie die ihn mit weit ausgebreiteten Armen empfing. Charles brachte für all seine Verwandten schöne Geschenke mit. Charlie selbst lehnte Geschenke für sich ab - ihgd schönstes Geschenk war, dass Onkel Charles hier war. Dennoch schenkte er ihr einen ganz besonderen Smaragdring...einen Fehler, den er später bereuhen sollte, denn dieser Ring gehörte eine der Frauen, die er ermordete. Charlie, die ein ganz bsonders aufgewecktes und cleveres Mädchen war, fiel sofort die Gravur des Ringes auf, die nicht zu den ihren passte und stutzte... Charles redete sich charmant heraus. Tags darauf mußte Charles etwas über den Witwenmörder - also über sich, in der Zeitung lesen. Damit kein anderes Familienmitglied diesen Artikel zu lesen bekam, entfernte er diese auf geschickter Weise, indem er Charlies viel jüngeren Geschwistern zeigte, wie man ein Papierhaus baute um somit genau jene Seite verschwinden zu lassen. Später, in seinem Zimmer warf er die Seite in den Papierkorb und vernichtete den Artikel. Einmal mehr rechnete er nicht mit Charlies inniger Aufmerksamkeit, die sich über sein Verhalten wunderte und nun neugierig war, was auf der nun fehlenden Seite der Zeitung gestanden hatte. Charles gefiel diese Neugierde natürlich nicht und war sauer...was Charlie wunderte. Richtig sauer wurde Charles, als seine Schwester ihm erklärte, dass ihre Familie auserwählt wurde, die normale, amerikanische Durchschnittsfamilie zu präsentieren - die tage sollen 2 Presseleute erscheinen für Interviews und Fotos. Charles konnte durch seinen protest wenigstens erreichen, dass man von ihm keinerlei Fotos machen darf. Zudem witterte er auch schon, dass da mehr dahinterstecken muß. Als dieJournalisten schliesslich kamen, bestanden sie darauf, jedes Familienmitglied zu befragen und fotografieren zu müssen. Charlie setzte sich für ihren Onkel ein, der gerade nicht zuhause war und kündigte sogar an, das ganze Projekt abzublasen, sollte ihr Onkel nicht sein recht auf Diskretion wahren dürfen. Dennoch konnte Charlie nicht verhindern, dass Charles dennoch fotografiert wurde, just, als er durch die Türe trat - denn er ahnte nicht, dass der angekündigte Besuch der Journalisten einige Stunden früher ausfiel, als angekündigt. Charles war sauer und bestand augenblicklich auf die Herausgabe des Films aus der Kamera, die er auch bekam, wenngleich er nicht merkte, das man ihm einen falschen Film überreichte. Jack Graham, einer der beiden Journalisten hatte ein Auge auf Charlie geworfen und sich in ihr verliebt. Gleichenfalls durfte er aber auch nicht seinen Auftrag aus den Augen verlieren - denn er und sein Partner Fred Saunders waren gar keine Journalisten - sondern undercover ermittelnde Cops, die sich auf Charles als mutmaßlichen Witwenmörder eingeschossen hatten. Und weil Charlie ausgesprochen clever war, durchschaute sie Jack auch bei ihrem ersten Date und er outete sich vor ihr und sagte ihr dne wahren gne Marke kosten würde...doch er will keine Geheimnisse vor Charlie. Charlie war fassungslos...konnte es nicht glauben, dass ihr Onkel ein gewissenloser Mörder sein soll...nicht der eigene Bruder ihrer Mutter! Empört wies sie die Anschuldigungen ab und liess Jack einfach so stehen, als sie nach Hause rannte. Doch als sie zu hause angekommen war, liess sie sich alles nochmal durch den Kopf gehen, angefangen damit, dass sich Onkel Charles mehrfach merkwürdig benommen hatte, was shcon mit den fehlenden Zeitungsseiten anfing. Sie durchsuchte sein Zimmer, welches davor ihres war und fand die Zeitung...mit Ausnahme des ausgeschnittenen Berichts. Völlig geistesabwesend, das Jack Recht haben könnte, verliess sie am Abend das Haus und ging zur Zeitungsredaktion, wo sie eine Frau gut kannte, die sie trotz später Zeit hineinliess und sie nun die komplette Zeitung von dem Tag las und dann perplex feststellte, welcher Artikel fehlte: Der über den gesuchten Witwenmörder! Völlig durcheinander ging sie wieder nach hause und beäugte nun jenen Ring, den Charles ihr geschenkt hatte und deren Gravur. Beim Abendbrot rastete der immer nervöser werdene Charles aus, indem er allen am Tisch eine Abneigung gegen Witwen äußerte, was sie mit dem harterarbeitenden Geld ihrer Ehemänner sinnlos verprassen. Diesd machte auch Charlie nervös, besonders weil ihr eigener Vater ein makabres "Mörderspiel" mit seinem besten Freund Herbie führte, worüber sie sinnierten, wie man den jeweils anderen am besten ermorden kann, um ein perfektes Verbrechen zu begehen :D Nun wurde Charlie das alles zuviel und flüchtete vom Essenstisch. Charles folgte ihr und stellte sie wenig später auf der Strasse, lud sie in eine Bar ein um endlich Tacheles zu reden. Charlie konfrontierte ihn nun zu wissen, wer ihr Onkel war und Charles dachte sich das schon, weil er sie udn Jack einige Male beobachtete hatte und er sich längstr gedacht hatte, dass er ein Cop sein mußte. Zuerst wiegte Charles die Verdächtigungen ab, stellte sie als lächerlich dar, doch als er merkte, dass er seine sehr aufgeweckten Nichte nichts vormachen konnte, outete er sich und ätzte gleichzeitig gegen jegliche Art von Menschen udn derer selbstgefälligen Art und nahm selbst Charlie nicht davon aus. Als er merkte, dass diese Strategie nicht sehr clever war, bekniete er sie, stillschweigen über die Sache zu wahren, sofern sie nicht wollte, dass dieser Skandal ihre Familie zerstören würde - davon abgesehen, dass ihr Lieblingsonkel auf dme elektrischen Stuhl landen würde. Charlie akzeptierte dies, stellte aber die Bedingung, dass Charles aus der Stadt verschwinden soll. Tags darauf teilte Jack ihr mit, dass das Foto, welches er von Charles gemacht hatte, von Zeugen aus der Mordserie identifiziert wurde, nicht einwandfrei, aber doch so ziemlich. Doch tags darauf kam durchs Radio, dass der Witwenmörder gefasst wurde. Auf der Jagd nach ihm lief er direkt gegen einen Güterzug und wurde überrollt. Eindeutige Indizien ergaben, dass er der Witwenmörder gewesen war. Stolz teilte Jack dies Charlie mit, dass gegen ihren Onkel nicht mehr ermittelt wird. Charles ahnte dies noch nicht, er war nur sehr aufgewühlt, als er Jack und Charlie sich unterhalten liess. Erstmals entflammte bei Charles nun der Plan, seine Lieblingsverwandte töten zu müssen, um seine eigene Haut zu retten. Er sperrte Charlie und Jack in einen Schuppen, der als Garagae fungierte und fingiuerte sie so, dass das Tor dazu derzeit klemmte. Beide kamen zwar schnell wieder raus, wußten aber, dass was mit dem Tor nicht stimmte. Charlie beruhigte der Gedanke, dass Charles unschuldig war, überhaupt nicht, denn sie wußte ja, dass Charles der wirkliche Mörder war, verschwieg es aber vor Jack. Jack, für den der Fall nun beendet war, outete jetzt vor Charlie seine Liebe zu ihr und beabsichtigte auch, sie heiraten zu wollen. Charlie war angetan davon, denn sie hatte sich mittlerweile auch in Jack verliebt. Einen weiteren Versuch, Charlie zu töten, startete Jack am folgenden Tag, als er die Treppe zur Haustür sabotierte, bei der sich Charlie fast den Hals gebrochen hatte, als sie stürzte. Charles tat so, als würde er den besorgten Onbkel danach spielen :D Dies war nun der Punkt, wo Charlie einen tiefen Hass gegen ihren Onkel entwickelte und ihn aufforderte, Santa Rosa zu verlassen - möglichst für immer. Doch Charles künbdigte am Abend bor der gesamten Familoie an, hier herziehgen zu wollen, um näher bei seiner Familie zu sein. Alle waren begeistert - die Familie und selbst die Stadtväter freiten sich, einen solch charmanten hart arbeitenden Geschäftsmann als neuen Bürder begrüßen zu dürfen - mit Ausnahme von Charlie. An einem Sonntag, als man zur Kirche gehen wollte, liess Charles absichtlich den Motpr bei dem Auto laufen und als Charlie dearauf aufmerksam wurde, ging sie nin die Garage um den Motor abzustellen...dabei schloß Charles sie ein, Charlie hatte auch keine Gelegenheit, den Motor auszustellen, da Charles den Schlüssel entfernt hatte (Heutzutage würde es gar nicht mehr funktionieren, ein Auto zu starten und anzulassen, indem man den Schlüssel vom Zündschloß trennt- Mich wunderte es, dass dies offenbar 1943 noch möglich gewesen war!). Herbie zu Dank, der gerade Charlies Vater besuchen wollte, und die immer zaghafteren Klopfgeräusche Charlies hörte, gelang es seinem schnellen Bescheidsagen und Eingreifen, Charlie aus der Garage zu retten . Charles war sauer, liess sich aber nichts anmerken und mimte den besorgten Onkel :D Doch Charlie hatte ihn natürlich durchschaut. Charles wußte es auch und beschloss, Santa Rosa nun doch zu verlassen, da ihm hier alles zu heikel geworden war. Als die enttäuschte Familie Charles zum Bahnhof brachten, gelang es Charles Charlie, die die Koffer ihres Onkel in sein Abteil trug, festzuhalten. Seine Absicht war es, wie er ihr mitteilte, sie aus dme fahrenden Zug zu werden (damals war es ja noch möglich, während des Fahrens die Türen des Zuges zu öffnen - heute zum Glück ja nicht mehr) Doch bei dem Versuch, Charlie aus dem Zug zu werfen, wehrte sich Charlies so sehr, dass Charles es schlieslsich war, der aus dem Zug fiel...just in dem Moment, als ein entgegengesetzter Zug heranrasste und Charles überfuhr. So bekam er das Ende, was jener anderer Verdächtigte auch widerfahren war. Tags darauf vertraute Charlie sich Jack an und erzählte ihm alles. er nahm sie in die Arme. Fazit:Ein außerst spannender Thriller im typischen Hitchcock-Ton, ein Film den man in jeder Faser anmerkte, ein echter Hitchcock zu sein. Dieser Film ist einer der seltenen Hitchcock-Filme, die auch ein Film Noir sind. Joseph Cotten und auch Teresa Wright gaben überragende Darstellungen ab und trieben durch ihre Leistungen den Film flott und sehr spannend voran. Überrascht hatte mich bei dem Film, den ich zuletzt vor langer zeit gesehen hatte über den erkennbaren inzestiösen Bestandteil des Films. Sehr erkannbar war, dass Teresa Wright sehr viel mehr für ihren Onkel empfand als das er ihr Lieblingsonkel war. Es war unübersehbar, dass sie in ihren eigenen Onkel verliebt war. Ein Element, welches mich heute für einen Hitchcock-Film etwas gewundert hatte.Die Musik von Dimitri Tiomkin war einmal mehr sehr fesselnd und spannungserzeugend. Wie weiter oben geschrieben, wunderte es mich doch sehr, dass man einen Auto gestartet verlassen kann, obwohl man den Zündschlüssel abgezogen hat... ich denke auch, nicht, dass Hitchcock da ein fataler Logikfehler unterlaufen war, sondern dass dies damals wohl tatsächlich noch möglich war. Dieser Film zählt zu den etwas unbekannteren Hitchock-Filmen, der aber gerade besonders in den letzten Jahren immer mehr irgendwie bekannter geworden war - absolut zu recht! Hitchock soll diesen Film auch selbst als einen seiner besten betitelt haben. :5sterne:
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Chrissie am 01. Januar 2026, 23:42:06
Vielen Dank, Dan, da war vieles mit dabei, das ich noch nicht ueber den Film wusste.
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: holly am 02. Januar 2026, 09:37:54
das mit dem zündschöüssel ging früher tatsächlich bei amerikanischen autos-auch bei unserem lincoln konnte man das.
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Chrissie am 02. Januar 2026, 12:09:29
das mit dem zündschöüssel ging früher tatsächlich bei amerikanischen autos-auch bei unserem lincoln konnte man das.
Vermutlich zum Vorwaermen im Winter?
Titel: Re: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt) (1943)
Beitrag von: Dan Tanna Spenser am 02. Januar 2026, 19:22:08
das mit dem zündschöüssel ging früher tatsächlich bei amerikanischen autos-auch bei unserem lincoln konnte man das.
Echt? OK....dachte mir schon, dass Hitchock solch ein Fauxpas auch nie passieren würde.
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