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Autor Thema: Wer Gewalt sät (Straw Dogs) (USA, 1971)  (Gelesen 1241 mal) Durchschnittliche Bewertung: 5
Dan Tanna Spenser
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« am: 11. Juni 2017, 18:31:23 »

Wer Gewalt sät ist ein US-amerikanischer Thriller von Sam Peckinpah aus dem Jahr 1971. Der Film basiert auf einem Roman des Schriftstellers Gordon Williams mit dem Titel The Siege of Trencher's Farm.

Handlung

Der junge amerikanische Mathematiker David Sumner und seine Frau Amy ziehen für einige Wochen in das Haus von Amys verstorbenem Vater in deren Herkunftsort, einer kleinen ländlichen Gemeinde in England. David will dort in Ruhe arbeiten, doch durch eine unvorsichtige Bemerkung Amys entsteht das Gerücht, er verstecke sich im Ausland vor der zunehmenden Politisierung an den US-Universitäten infolge des Vietnamkriegs. Die attraktive Amy entfacht darüber hinaus die erotischen Phantasien einiger Dörfler, die im Auftrag der Sumners an einer Garage bauen und somit ständig auf dem Grundstück sind. Davids linkische Art erregt schnell die Verachtung der Dorfbewohner, und immer wieder versuchen diese, den jungen Amerikaner vorzuführen und zu demütigen. Die Feindseligkeit der Dorfbewohner wird besonders deutlich, als sie bei einem Überholmanöver Davids Leben absichtlich gefährden sowie in dem Moment, als das Ehepaar eines Abends den Kleiderschrank öffnet und darin zu ihrem Entsetzen seine erhängte Katze vorfindet.

Einige Tage später laden vier Dorfbewohner den arglosen David zu einer Jagdpartie ein. Ein anderer, Charlie Venner, der Amy schon früher begehrt hat, nutzt die Situation, um sie zu vergewaltigen. Während er noch anwesend ist, wird sie von einem weiteren Dorfbewohner vergewaltigt. David erfährt nichts davon, doch ist sein Verhältnis zu Amy zunehmend distanziert. Nachdem er von den Männern alleine bei der Jagd zurückgelassen worden ist, entlässt er die Bauarbeiter und zahlt sie aus.

Bei einem Dorffest, an dem beide teilnehmen, überredet das junge Mädchen Janice Hedden den geistig zurückgebliebenen Henry Niles, ihr nach draußen zu folgen; sie versucht ihn zu verführen. Als Janice gehen will, tötet Niles sie unabsichtlich.

Als David und Amy mit dem Auto nach Hause fahren, läuft ihnen der verwirrte Niles auf der nächtlichen Landstraße ins Auto. Sie verletzen ihn und nehmen ihn zu sich nach Hause. David ruft im Restaurant an und fragt nach einem Arzt. Ein aus fünf Männern bestehender Lynchmob begibt sich daraufhin zu Davids Haus und verlangt die Herausgabe von Niles. David lehnt dies ab, weil er ahnt, dass dies den Tod von Niles bedeuten würde. Major John Scott, der besorgt eingreift und zu beschwichtigen versucht, wird vom Vater des Mädchens aus Versehen erschossen.

Amy bedrängt David, Niles – dessen Schicksal ihr gleichgültig ist – dem Mob zu übergeben. David lehnt das entschieden ab. Als er den Ansturm des Mob abwehrt, vollzieht sich bei ihm eine beängstigende Verwandlung. Ist er am Anfang noch angewidert von sich selbst, besonders, nachdem er den ersten der fünf Eindringlinge in einem Wutanfall zu Tode geprügelt hat, so sagt er nach der anscheinend vollendeten Konfrontation zu sich selbst: „Jesus, I got ’em all!“ (O Gott, ich hab' sie alle erledigt), wobei er einen Augenblick lang ungläubigen Stolz darüber zu verspüren scheint, mit den brutalen Männern ganz allein fertiggeworden zu sein. Einer der Männer, den David schon tot glaubte, greift ihn erneut an. Doch Amy kommt David zu Hilfe und erschießt den Angreifer.

Anschließend lässt er seine Frau allein in dem Haus mit den fünf getöteten Männern zurück, um Niles zur Polizei zu bringen. Dieser Abschied scheint ein Abschied für immer zu sein, denn im Auto sagt Niles zu David: „I don’t know my way home“ (Ich weiß nicht, wie ich nach Haus kommen soll), worauf David entgegnet: „That’s okay. I don’t, either“ (Das macht nichts, ich auch nicht).

Hintergrund

Der Film wurde vom 28. Januar bis zum 29. April 1971 in dem kleinen Ort St Buryan in der Grafschaft Cornwall an der Südwestküste Englands sowie in den Twickenham Film Studios in St Margarets bei London gedreht.

Der Film war zunächst nur in einer gekürzten Version erhältlich; erst am 12. Juli 2007 erschien eine „Special Uncut Edition“ auf DVD.

Kritiken

    Prisma: „Sam Peckinpahs Film ist eine Studie über die Mechanismen der Gewalt, eindringlich und effektvoll inszeniert und äußerst schwer verdaulich. Ein Meisterstück, das leider selten zu sehen ist. Und wenn, dann meist gekürzt und zerschnippelt. Dabei geht es Peckinpah nicht, wie ihm vorgeworfen wurde, um Gewaltverherrlichung. Gewalt ist bei Peckinpah – im Gegensatz zum sauberen und sterilen Actionkino der heutigen Zeit – immer mit Schmerz und Leid verbunden und nie bequeme Problemlösung.“
    Lexikon des internationalen Films: „Eine äußerst effekt- und wirkungsvoll inszenierte Studie über die Mechanismen der Gewalt, die – freilich ohne tiefer gehende Analyse – als nur notdürftig verdrängte Grundlage der zeitgenössischen Gesellschaft dargestellt wird. Brutalität und Gewalt werden weder durch Ironie noch durch Verfremdung genießbar gemacht und somit nicht verharmlost.“

Auszeichnungen

    Der Film war 1972 in der Kategorie „Best Music, Original Dramatic Score“ für einen Oscar nominiert.
    Sam Peckinpah gewann 1972 als bester Regisseur den Kansas City Film Critics Circle Award.

Neuverfilmung
Im August 2009 wurde unter der Regie von Rod Lurie mit Straw Dogs – Wer Gewalt sät ein Remake des Klassikers gedreht, wobei Lurie auch das Drehbuch verfasst und den Handlungsort von England in den Süden der USA verlagert hat. Die Hauptrollen in dieser Neuauflage fielen James Marsden als David und Kate Bosworth als Amy Sumner zu. In weiteren Rollen sind der True-Blood-Star Alexander Skarsgård, Dominic Purcell und James Woods zu sehen. US-Kinostart für die Neuverfilmung war der 16. September 2011, in den deutschen Kinos lief der Film am 1. Dezember an.


    Dustin Hoffman: David Sumner
    Susan George: Amy Sumner
    Peter Vaughan: Tom Hedden
    T. P. McKenna: Major John Scott
    Del Henney: Charlie Venner
    Jim Norton: Chris Cawsey
    Donald Webster: Riddaway
    Ken Hutchison: Norman Scutt
    Len Jones: Bobby Hedden
    Sally Thomsett: Janice Hedden
    Robert Keegan: Harry Ware
    Cherina Schaer: Louise Hood
    Colin Welland: Reverend Barney Hood
    David Warner: Henry Niles

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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #1 am: 18. Juni 2017, 18:12:06 »

Habe mir diesen Film nach sehr langer zeit mal wieder angesehen, hatte überhaupt keine Erinnerung mehr an den Film.

Die ersten 10-15 Minuten hatten mir noch nicht so gefallen...mir kam der Film bis dahin sehr "strange" vor, ich hatte fast den Eindruck, dass ganze Dorf lebt recht sektenmäßig. Doch nach un d nach nahm der Film an Fahrt auf. Susan George, die ich eigentlich immer ganz gerne sehe, passt vom Charakter her überhaupt nicht zu dem Charakter von Dustin Hoffman. Hoiffman, der bieder-naive Mathematiker und die quirlige George, die lieber Spass haben will. Hoffmann sagte ja auch, dass George schon, als sie noch in den USA waren, seinen Job als Mathematiker nie so ganz ernst genommen hatte - und das änderte sich auch nicht in dem kleinen englischen Nest.  Das die Bauarbeiter sexuelle Phantasien von George hatten, war nachvollziehbar - sie liess ja auch keine Gelegenheit aus, sie anzutörnen. Zuerst schob sie beim Aussteigen aus dem Auto ihren Rock hoch hoch, dass man ihren Slip sehen konnte - und jeder Bauarbeiter auch tat! Dann, als sie mal duschen wollte, lief sie oben ohne direkt an den Bauarbeitern vorbei und zudem trug sie nie einen BH. Das sie später vergewaltigt wurde, hatte sie ein Stück weit selbstzuverantworten.  Wobei es schon eine miese Masche war, Hoffman erst zum Rebhühner jagen mitzunehmen, ihn dort alleine zurückzulassen, während die anderen beiden zurückfuhren um sie mit der george zu vergnügen

Die tote-Katze-Szenbe im Kleiderschrank war schrecklich...man wurde ja nie gewahr, wer es letztendlich war, aber ich tippe auf diesen psycho mit der Clownsnase, die immer so debil rumgekichert hatte.

Interessant vom Film ist die Verweandlung von Hoffman's Charakter: Bieder, schüchetrn und überaus naiv und durch und durch an das Gute im Menschen glaubend begann er den Film, sein Charakter bröckelte, las ihn Susan George einen Feigling nannte wegen der toten Katze und er die scheinbaren Täter nicht auf den Zahn fühlte. Bröckelte dann noch mehr, als er nzum Rebhuhn jagen mitgenommen wurde, und er eines der Rebhühner erschossen hatte, ihn danach behutsam hochnahm und er sich selbst hasste, das Tür - quasi für nichts - erschossen zu haben. Als dann der ganz Dorf-Mob  sein haus wegen Henry Niles stürmen wollte, stieg er über sich hinaus. Nachdem er  es längere Zeit mit guten Zureden probierte, sie sollten doch bitte weggehen und alles nichts half und der Mob sein Haus immer mehr eintrümmerte, Scheiben zerschlugen, Vorhänge anzündeten, wehrte sich Hoffman endlich und wuchs über sich hinaus - und schaffte es tatsächlich alle 5 Widersacher zu töten, die meisten erschlug er mit den Schürhaken, 2 verbrannte er mit heißer Säure, die er kochte am gesicht, und dem Chef-Mob schoß er - eher per Zufall sein ganzen Fuß weg. Ausgelöst wurde alles sicher auch dadurch, als der Mob versehentlich den Bürgermeister erschossen, der auf Hoffmans Seite war.

Erschreckens, wie George Hoffman immer wieder aufforderte, denen Henry Niles auszuhändigen, damit sie ihn töten konnten wegen dem vermeintlichen Vergewaltigungsmord an Janice. Was Hoffman ja nich im Film gewahr wurde war ja, dass George Tage vorher selbst von 2 der Bauarbeiter vergewaltigt wurde und sie so erst recht keine Sympathie für einen anderen Vergewaltiger finden konnte.

Das Ende blieb letztendlich offen - zumindest der Aspekt, ob Hoffman, nachdem er Henry Niles der Polizei übergeben hatte, wieder zurück zu seiner Frau fuhr oder eben dem ganzen Dorf den Rücken zukehrte  um woanders ganz neu anzufangen. Immer und immer wiedre zeigte der Film ja auch, dass Hoffman und George einfach charakterlich zu verschieden waren und so glaube ich, wie ja auch "Tante Wki" schrieb, dass er danach nicht wiedre zu George zurückfuhr. Das würde auch die beiden Sätze am Ende erklären, nachdem er Niles zum Auto brachte und er zu George sagte "Ich gehe jetzt, ist das in Ordnung?" Und George antwortete "Ja, geh!"  Und eben der Schlußsatz des Films, den Tante Wiki ja schon schrieb und hier hier nochmal zitiere:
Zitat
Anschließend lässt er seine Frau allein in dem Haus mit den fünf getöteten Männern zurück, um Niles zur Polizei zu bringen. Dieser Abschied scheint ein Abschied für immer zu sein, denn im Auto sagt Niles zu David: „I don’t know my way home“ (Ich weiß nicht, wie ich nach Haus kommen soll), worauf David entgegnet: „That’s okay. I don’t, either“ (Das macht nichts, ich auch nicht).

Das der Film damals (1971) nur gekürzt gebracht wurde, ist verständlich - es waren für damalige Verhältnisse schon Szenen darin, die recht hart waren. Zum Glück gibts den Film ja mittlerweile seit Jahren uncut bei uns zwinkern

Bemängeln muß ich an der DVD jedoch den Ton, der mir recht dumpf vorkam...also der deutsche Ton.

Sehr guter Film/Serie für diesen Peckinpah-Klassiker
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« Antworten #2 am: 18. Juni 2017, 19:11:20 »

War sogar lange in Deutschland auf dem Index 83-07. Der einzige Hoffman Film der auf dem Index war  Grinsen
Ich weiß nicht mehr wo ich den Film sah und ob er Uncut war. Ich fand ihn großartig  Geniale/r Film/Serie nicht nur die Gewalt überzeugt auch die Spannung, die Kamerafahrten
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #3 am: 18. Juni 2017, 20:29:42 »

Ja, der Film schafft eine unglaubliche Authenzität. Ich hatte ihn heute zu allerersten mal auch uncut gesehen. Manche Szenen waren vllt. vergleichbar mit dem ersten "Death Wish" Film mit Brosnon, der ja 3 Jahre später gedreht wurde, aber letztendlich empfand ich diesen Film schon harmloser und steht heute zurecht nicht mehr auf den Index.

Peckinpah schafft es immer, mir einen Film zu geben, der mich richtig fesseln kann Happy

Das Remake mit James Marsden kenne ich nicht....ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Plot von damals auch heute noch wunderbar zieht und das er leider auch immer sehr aktuell sein wird, dennoch interessiert es mich nicht, das Remake anzusehen.
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« Antworten #4 am: 18. März 2023, 01:15:59 »

Mein Betthupferl Rewatch Film für jetzt gleich. Bericht dann im Anschluß.
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #5 am: 18. März 2023, 05:03:49 »

Heutiger Betthupferl Rewatch Film aus meiner Sam Peckinpah Filmreihe ist der Thriller "WER GEWALT SÄT..." ("STRAW DOGS") aus dem Jahre 1971 mit Dustin Hoffman, Susan George, Peter Vaughn, T.P. McKenna, Jim Norton und Ken Hutchinson. Der amerikanische Mathematikprofessor David Sumner (Hoffman) siedelt mit seiner englischen Frau Amy (George) in deren Heimatort. Die Einheimischen begegnen den Neuankömmlingen mit Distanz und Misstrauen. Die Situation eskaliert, als der Professor einem entflohenen Kindermörder in seinem Haus Unterschlupf gewährt: Es kommt zu einem Gemetzel... Der Film beruht auf den Roman "The Siege of Trenchers Farm" von Gordon M. Williams.


Die Stars:
Dustin Hoffmann spielte den Mathematikprofessor David Sumner, Susan George dessen Frau Amy, Peter Vaughn spielte den stets übellaunigen Tom Hedden, T.P. McKenna spielte den besonnenen Major John Scott, Jim Norton spielte den Bauarbeiter Chris Cawsey, Del Hanney spielte den Bauarbeiter und Susan Georges Jugendfreund Charlie Venner und Ken Hitchinson spielte den Bauarbeiter Norman Scutt. David Warner ("Tron") spielte den geistig zurückgebliebenen Henry Niles

Synchronisation:
Dustin Hoffman wurde von Manfred Schott gesprochen, Susan George von Cornelia Meinhardt, Jim Norton von Wolfgang Draeger,  Peter Vaughn von Heinz Theo Branding, Ken Hutchinson von Christian Brückner und T.P. McKenna von Lothar Blumhagen.

DVD & BluRay:
Ich besitze die Uncut DVD von Euro Video aus dem Jahre 2012. Bemängeln muß ich an der DVD jedoch den Ton, der mir recht dumpf vorkam...also der deutsche Ton. 2007 erschien auch von Euro Video eine 2 Disc Special Edition von dem Film.  2002 erschien der Film bei Euro Video erstmals auf DVD, da jedoch um eine 5 Minuten gekürzte Fassung.

Interessantes:
Peckinpah war von dem Stoff zunächst nicht sehr angetan, doch die territorialen Aspekte der Geschichte sprachen ihn an. Durch Strother Martin hatte er die Schriften des amerikanischen Anthropologen Robert Ardrey kennen gelernt. Der ehemalige Drehbuchautor hatte in ‘African Genesis’ (1961) und ‘The Territorial Imperativ’ (1966) die Gewaltbereitschaft des Menschen untersucht und einige umstrittene Thesen aufgestellt. So führte er die Brutalität des Menschen auf die Evolution und seine animalische Herkunft zurück. Die Behauptung, dass Männer letztendlich um Gebiete und nicht um Frauen kämpfen, wurde zu einem der vielen Motive von Sam Peckinpahs sechstem Kinofilm. Im Herbst 1970 begab sich Sam Peckinpah nach England, um mit der Vorproduktion zu beginnen. Er testete Schauspieler und stellte eine neue Crew zusammen, da er der englischen Gesetze wegen seine gewohnten Mitarbeiter nicht mitbringen konnte Sein Freund Kelley war es, der für Peckinpah den chinesischen Philosophen Lao-Tse zitierte: ‘Himmel und Erde sind unbarmherzig und behandeln die unzähligen Kreaturen wie Strohhunde. Der Weise ist unbarmherzig und behandelt die Menschen wie Strohhunde.’ Die aus Strohbündeln gefertigten Hundepuppen waren Bestandteil eines alten chinesischen Rituals: Sie wurden zunächst verehrt und danach verächtlich ins Feuer geworfen. Sam Peckinpah hatte den Titel für seinen neuen Film gefunden: „Straw Dogs“. Die schwierige Rolle der Amy Sumner besetzte Peckinpah mit der erst 20-jährigen Susan George. Um ihr die Zusage mitzuteilen, bestellte man sie in das Produktionsbüro. Dort erwartete sie ein eigenartiges Szenario: Sie sah Sam Peckinpah, Dustin Hoffman und Dan Melnick sich lautstark anschreien und das mit heruntergelassenen Hosen! Zunächst schien keiner von ihrem Erscheinen Notiz zu nehmen. Erst nachdem die drei Männer ihr seltsames Verhalten auf die Spitze getrieben hatten, drehten sie sich zu Susan George um und sagten, die Hosen immer noch heruntergelassen: ‘Willkommen an Bord, Amy.’  Die Dreharbeiten begannen am 28. Januar 1971 in St. Buryan - einem kleinen an der Südwestküste Englands. Die Dreharbeiten gestalteten sich von Anfang an sehr problematisch: Peckinpah bekam eine schlimme Grippe, so dass er nicht in der Lage war, seine gewohnten Leistungen zu erbringen. Doch nicht Peckinpahs üblicher Alkoholgenuss war der Grund. Statt sich auszukurieren, verschleppte Sam die Grippe, die sich zu einer schweren Lungenentzündung entwickelte. Mit 40 Grad Fieber wurde der Regisseur schließlich in ein Krankenhaus eingewiesen. Die Dreharbeiten wurden unterbrochen. Das Filmprojekt war nun ernstlich gefährdet, und man überlegte, einen anderen Regisseur zu verpflichten. Den Ärzten gelang es jedoch, Peckinpah wieder rechtzeitig auf die Beine zu bringen und nachdem er gelobt hatte, auch seinen Alkoholkonsum drastisch zu verringern, setzte er seine Arbeit fort.Zusammen mit John Coquillon gelang es dem Regisseur, dem Film eine optische Qualität von höchster Dramatik zu verleihen, die so speziell und innovativ war, dass gute neun Jahre nach RIDE THE HIGH COUNTRY (Sacramento, 1961) erneut ein Cutter mit dem Material nicht zurecht kam. Der Engländer Norman Savage, er hatte für David Lean DOCTOR ZHIVAGO (1965) und RYAN’s DAUGHTER (1970) geschnitten, setzte sich über Peckinpahs Kopf hinweg mit der Produktionsfirma in Verbindung und behauptete, das Material wäre unbrauchbar. Martin Baum und Dan Melnick waren sich allerdings der außergewöhnlichen Qualität bewusst und so ersetzten sie den Cutter.Peckinpahs Verhältnis zu Dustin Hoffman war trotz des gegenseitigen Respekts nicht unkompliziert: Der Regisseur konnte mit der Arbeitsweise des New Yorker ‘Method Actor’ nicht viel anfangen und eines Tages, als Hoffman über das Seelenleben des zu verkörpernden Charakters sprechen wollte, erwiderte Peckinpah nur: ‘Just do your little number, kid...’.Als sich beide aneinander gewöhnt hatten und sich besser verstanden, kamen auch einige Gemeinsamkeiten zu tage: Ähnlich wie Peckinpah genoss es Dustin Hoffman, hinter der Kamera stehend seine Kollegen durch allerlei Unfug zu spontanen Reaktionen zu bewegen. Mal saugte er am Stativ, mal ließ er seine Hose zu Boden gleiten. Im Gegenzug versuchte Peckinpah des öfteren, Hoffman vor laufender Kamera aufzulockern und zum Lachen zu bringen.Größere Probleme gab es mit Susan George, als die schwierige Vergewaltigungsszene gedreht werden sollte. Im Drehbuch war die Szene nicht in jede Einstellung aufgegliedert worden. Als die mittlerweile darüber nervös gewordene Susan George Details erfahren wollte, verweigerte ihr Peckinpah genaue Einblicke in seine geplante Vorgehensweise. Die junge Frau sah sich der Sache nicht gewachsen und beschloss, die Dreharbeiten vorzeitig zu beenden. Dan Melnick griff als Vermittler ein, so dass die Schauspielerin sich schließlich bereit erklärte, ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Als Peckinpah der Akteurin skizzierte, was er von ihr verlangen würde, war sie schockiert. Die Dreharbeiten für die Vergewaltigungsszene nahmen mehrere Tage in Anspruch. Da nur ein Ausschnitt des abgedrehten Materials schließlich im fertigen Film verwendet wurde, kann man sich als Außenstehender nur schwer vorstellen, wie schwierig und verstörend die Dreharbeiten insbesondere für die junge Frau gewesen sein mussten. Für die Innenaufnahmen des Farmhauses zog das Team in die Londoner Twickenham Studios um. Hier konnte Peckinpah endlich das unberechenbare Wetter außer acht lassen und sich ganz auf seine Schauspieler und die schwierigen Action-Szenen konzentrieren. Dustin Hoffman bediente sich eines besonderen Hilfsmittels, um seinen Part bestmöglichst zu erfüllen: Für die Szene, in der mit einem Schürhaken auf den am Boden liegenden Cawsey einschlug, verwendete er eine Wassermelone, um das richtige ‘Schlaggefühl’ zu bekommen. a man trotz vieler Drehbuchüberarbeitungen nie ein passendes Ende für den Film gefunden hatte, improvisierten Peckinpah, Hoffman und Warner die Schlussszene während der Aufnahmen. Am 29.April 1971 waren die Dreharbeiten beendet und Sam Peckinpahs erster Spielfilm außerhalb des Western-Genres war im Kasten. Trotz seiner gesundheitlichen Probleme hatte der Filmemacher die Zeit genossen und neue Mitarbeiter für die Zukunft gewonnen. Sogar etwas mehr: Katy Haber hatte sich zwar vorgenommen, Beruf und Privatleben nicht zu vermischen, doch die lebendige Praxis machte einen Strich durch ihre Theorie. Sie folgte Peckinpah nach Amerika.

Zum Film selbst:
Dustin Hoffman spielte den yuppihaften Mathemathiker David Sumner, der mit seiner leicht flippigen britischen Frau Amy in ihre Heimnatstadt, einem kleinen Dorf in England, zurückkehrt, um dort an einem Forschungsauftrag zu arbeiten, den David bekommen hatte. Ein ruhiges, abgeliegndes Örtchen  in England...gediegende Leute...frische Luft...das perfekte Umfeld um dort zu arbeiten - so dachte David jedenfalls Grinsen

Doch kaum angekommen begegneten die Bewohner dem Paar mit Argwohn, besonders David wegen seinem Job, den sie nicht mal richtig verstanden und in ihren Augen sowas nichtmal ein richtiger Beruf sei und er deswegen, und auch da er sich erst an den Linksverkehr gewöhnen mußte, eher von allen belächelt wurde. Nicht jedoch seine Frau Amy, die stets immer ohne BH un denganliegendem Top rumrannte, was David etwas störte. Besonders Amy einstiger Jugendfreund Charlie fand immer noch Gefallen an Amy und nahm David als ihren Ehemann auch nicht richtig voll, akzeptierte "sowas" nicht mal als vollwertigen Mann.  David merkte schon, dass Amy und Charlie sich kannten und fragte sie, doch sie spielte nur mit den Antworten herum.

Schnell vertiefte David sich in den kommenden Tagen in seine Arbeit und vernachlässigte dabei seine völlig gelangweilte Amy, die immer versuchte ihn zu irgendwas - meist flippigen - zu überreden, doch er machte sie stets darauf aufmerksam, das er arbeiten müsse und eine Deadline einzuhalten han. Doch nichtmal Amy nahm Davids Arbeit so richtig für voll und kritzelte aus Joke gerne an seinen Formeln an der Tafel herum, wenn er gerade nicht hinsah Grinsen Er merkte das wenig später zwar immer und war schon etwas genervt...fand es kindisch von ihr und besserte es wieder aus. Grinsen David und Amy merkten nicht, dass sie abends beim Sex von einem minderjährigen Geschwisterpaar - die Kinder vom stets übellaunigen und bärbeißigem Tom Hedden,  beobachtet wurden. besonders Janice hatte ein Auge auf David geworfen und hoffte, dass sie ihn "bekommen" kann.  Doch Davids Arbeit kam es auch öfter zum Streit zwischen beiden.

Da David handwerklich nicht sehr geschickt ist, heurten sie 4 Handwerker aus dem Dorf an,  die ihr Grundstück wieder herrichten sollen, das in den letzten jahren etwas mitgenommen aussah. Die Bauarbeiter Cawsey, Scutt, Riddaway und auch Charlie hatten jedoch viel mehr bei der Arbeit damit zu tun, Amy zu beobachten und sich an ihr aufzugeilen, besonders, wenn sie gerade mal wieder "oben ohne"  ins Badezimmer ging.  Die Bauarbeiter hatten auch ihre Freude daran, David zu ärgern, als sie auf der Strasse waren und ihn beim Überholen in eine gefährliche Situation brachten und sich über ihn lustig machten.

Eines Abends kam Major John Scott, der sowas wieder der Bürgermeister der Stadt war, zusammen damit dem ortigen Reverend. Letzterer hatte Bedenken wegen Davids Job und dachte, dass ein Wissenschaftler einst auch die Atombombe erfunden hatte. David reagierte gereizt, konterte damit, dass im namen der Kirche das meiste Blutvergiessen auf der Welt verübt wurde (womit er ja Recht hatt!). Daraufhin verliess der Reverend erbost ihr Haus Grinsen

In der Nacht fanden David und Amy ihre Katze tot im Kleiderschrank - aufgehängt an einen Kleiderbügel. Amy hatte sie schon den ganzen Tag gesucht. Amy verdächtigte Scutt oder Cawsey der Tat und verlangte von David, dass er sie am nächsten Tag zur Rede stellen soll. Doch David meinte nur, das man keine Beweise hätte und wollte sich vorsichtig nach seiner Methode heranpirschen...welche jedoch völlig idiotisch war Grinsen Amy war sauer, dass er die beiden nicht gründlich genug befragt hatte.

Tags darauf luden die vier Bauarbeiter David auf die Fasanjagd ein. Da David nicht wie ein Waschlappen rüberkommen wollte, willigte er ein. Amy war nicht sehr begeistert, da die beiden eigentlich was unternehmen wollten. Sie holten David zur Jagd ab und gaben ihm einen kurzen Crashkurs darin. David ahnte nicht, dass sie ihn verarschten, ihn mitten in der Walachei stehen liessen, was David in der ersten Zeit nicht mal bemerkte. Grinsen Die vier fuhren wieder zurück. Charlie suchte Amy zu hause auf um über "alte Zeiten" zu reden. Doch da fiel David über Amy her und vergewaltigte sie brutal. Dann kam auch Norman Scutt dazu und verging sich ebenfalls an sie. Als David sauer am Abend nach Hause kam sagte Amy nichts davon. David kündigte an, die 4 Bauarbeiter zu feuern. Amy war das egal...beide stritten erneut.

Tags darauf setzte David seine Worte in die Tat um und entliess die völlig überraschten bauarbeiter, die er noch bezahlte, was ihnen zustand und sann sauer die Baustelle verliessen. Am Abend fand im Dorf eine Feier statt, zu der auch David und Amy gingen. Amy stand jedoch eher neben sich, da sie immer wieder Rückblenden zu den Vergewaltigungen hatte. Janice kam auf David zu um baggerte ihn an...doch er liess die 16jährige abblitzen. Daraufhin machte sich Janice an den geistig zurückgebliebenen Henry Niles ran, der in der Stadt als Dorfdepp bekannt ist und den man alle möglichen vergehen an Frauen anheftete, weswegen sein Bruder John auf ihn aufpassen mußte. Janice luf Henry auf einen Spaziergang ein und verführte ihn in einem Schuppen. Doch dann bemerkten Leute das Verschwinden von janice und gaben bei Tom an, dass Henry sie aufgelauerte und begrabscht haben soll, sie weggelaufen sei und er hinter sie her rannte. Da Tom und die anderen schon einiges getrunken hatten, suchten sie Henry und Janice und wollten Henry zusammenschlagen, da sie sich ausmalten, er hätte Janice vergewaltigt. Als Henry die Meute kommen hörte, wollter Janice weglaufen, doch aus Angst hielt er sie fest und damit sie nicht schreien konnte, hieler ihr den Mund zu und durch seine riesige Prankte auch die Nase. Janice erstickte. Als Henry merkte, dass Janice tot war, geriet er in Panik und lief weg.

David und Amy hatten die Party frühzeitig verlassen, da es Amy nicht so gut ging. Auf dem Nachhauseweg fuhren sie aus versehen Henry an. Da David Schuldgefühle hatte, lud er Henry ins Auto - obwohl Amy das nicht wolltre. Sie mochte Henry nie, da er geistig zurückgeblieben war und im allgemeinen als gefährlich galt. Doch David wollte davon nichts wissen.  Zu Hause angekommen peppeltze David ihn wieder etwas auf und wollte einen Arzt rufen...da er die Nummer nicht wußte, rief er in der Bar an. Der Wirt wußte nun Bescheid und sagte Tom und der Meute Bescheid, dass Henry sich bei den Sumners aufhielt. Wütend und stark angetrunken machten sie sich bewaffnet auf den Weg, da sie Janice noch immer nicht gefunden hatten.

Als sie bei den Sumners ankamen, forderten sie sie auf, Henry sofort auszuliefern. Als David merkte, was sie vorhatten, wollte David dies nicht zulassen. Nur weil Janice verschwunden sei, sei es noch kein beweis dafür, dass erihr irgendwas angetan hätte und David wollte verhindern, dass die Meute Henry etwas antut. Amy jedoch redete wütend auf David ein, Henry auszuliefern...doch David weigerte sich. Die Meute wurde währenddessen immer ungehaltener, schlugen schon Fensterscheiben ein und drohten den Sumners.  Da erschien Major Scott und stellte sich auf Davids Seite. Er redete mit der Meute, sich zu beruhigen und besonnener zu reagieren. Doch Tom war ausser sich und beim Gerangel um sein Gewehr löste sich ein Schuß und der Major wurde mit einer vollen Ladung ins Gesicht getroffen und ihm wurde das gesamte Gesicht weggeschossen. Tom und die anderen waren geschockt...auch David und Amy sahen es von innen. David reaierte sofort...wußte nun, dass weder er noch Amy hier lebenmd rauskommen würde. Sie waren nun Zeugen eines Mordes und Tom und der Mob blieb nichts anderes übrig, als die Zeugen zu beseitigen, obwohl sie auf den Sumners einredeten, nur Henry haben zu wollen...so wußte David es besser.

Amy verstand die Situation aber anders und bekniete David, ihnen Henry auszuliefern, dann hätten sie ihre Ruhe. Amy wollte einfach nicht verstehen, dass sie sie nicht mehr laufen lassen können...über den Pu nkt waren sie, nachdem der Major erschossen wurde, drüber hinaus. Amy wollte dennoch die Tür öffnen...David hielt sie zurück. Dann schrie sie ihn an, dass er sie jedenfalls rauslassen solle, was mit ihm passieren würde, wäre ihr scheissegal Huch David war auch sauer und schrie sie an, dass sie gehen solle...besann sich dann wieder, als sie gehen wollte und schlug ihr ins Gesicht. Perplex starrte sie David an...er hatte sie noch nie geschlagen! .

Die Meute versuchte derweil ins Haus zu gelangen und Davd machte sich auf, Fallen aufzubauen. Gegen Charlie gelang ihn am Fenster eine Drahtfalle, die ihn fast die Hände abgeschnitten hätte, hätte Tom ihn nicht geholfen. Auch Henry selbst rastete im Haus aus, fiel über Amy her...David stiess ihn zurück und machte ihm klar, dass sie ihm nur helfen wollen...Henry beruhigte sich. Als zwei weitere Männer ins Haus wollten, schüttete David ihnen kochend heißes Wasser, welches er extra aufgesetzt hatte, denen ns gesicht, die wie am Spiess schrien Grinsen  Die Meute war nun völlig ausser rand und Band und Tom war dicht davor, durch die Tür zu kommen. Er hatte seine abgesägte Schrotflinte dabei. Als er durch die Tür kam, riss David das Gewehr von ihm herunter...reflexartig schoß er und Tom schoß sich dabei den ganzen Fuß weg und blutete wie verrückt.  Tom schrie wie am Spiess.

Riddaway und Scutt waren übers Dachfenster eingestiegen, wo sich Amy versteckt hielt. Erneut fielen die beiden über sie her und wollten sie wieder vergewaltigen - sie schrie, David rannte nach obenund stand direkt vor Riddaways Flinte. Es kam nun zu einem Streit zwischen Riddaway und Scutt, denn Scutt wollte Amy für sich alleine, daraifhin erschoß er Stutt. David nutzte den Moment und stürzte sich auf Riddaway...beide kämpften Mit einer Bärenfalle, die David von zu Hause mitgebracht hatte, schaffte er es, Riddaway zu überwältigen und die Bärenfalle schnappte sich um seinen hals...er erstickte qualvoll.

Völlig hysterisch starrte Amy auf die ganzen Leichen in dem Haus und erkannte ihren eigenen Mann nicht mehr wieder, zu was er geworden war und hatte panische Angst vor ihm. Da griff auf einmal Charlie an und hatte David im Schwitzkasten, wollte ihm das Genick brechen. David fuhr Amy an, das Gewehr von Riddaway zu holen und Charlie zu erschiessen. Sie nahm das Gewehr...konnte aber nicht auf Charlie schiessen...erst, als David fast schon besinnungslos war und erschoß sie Charlie. Amy stand nun vollends unter Schock...unfähig irgendwas zu sagen oder zu tun. Wütend starrte David Amy an und holte Henry aus dem Zimmer wo er ihn gelassen hatte. Sie stiegen ins Auto udn fuhren davon. Dann meinte Henry: "Ich weiß nicht, wie ich nach Hause komme!" Und David antwortete: "Das macht nichts...ich auch nicht!" laut lachen Damit endete der Film.

Fazit
Die ersten 30 Minuten gefallen mir von dem Film immer irgendwie nicht...mir kam der Film bis dahin immer sehr "strange" vor, ich hatte fast den Eindruck, dass ganze Dorf lebt recht sektenmäßig. Grinsen Doch nach und nach nahm der Film an Fahrt auf. Susan George, die ich eigentlich immer ganz gerne sehe, passt vom Charakter her überhaupt nicht zu dem Charakter von Dustin Hoffman. Hoffman, der bieder-naive Mathematiker und die quirlige George, die lieber Spass haben will. Hoffman sagte ja auch, dass George schon, als sie noch in den USA waren, seinen Job als Mathematiker nie so ganz ernst genommen hatte - und das änderte sich auch nicht in dem kleinen englischen Nest.  Das die Bauarbeiter sexuelle Phantasien von George hatten, war nachvollziehbar - sie liess ja auch keine Gelegenheit aus, sie anzutörnen. Zuerst schob sie beim Aussteigen aus dem Auto ihren Rock hoch, dass man ihren Slip sehen konnte - und jeder Bauarbeiter auch tat! Dann, als sie mal duschen wollte, lief sie oben ohne direkt an den Bauarbeitern vorbei und zudem trug sie nie einen BH. Das sie später vergewaltigt wurde, hatte sie ein Stück weit selbstzuverantworten.  Wobei es schon eine miese Masche war, Hoffman erst zum Rebhühner jagen mitzunehmen, ihn dort alleine zurückzulassen, während die anderen beiden zurückfuhren um sie mit der george zu vergnügten Huch Die tote-Katze-Szene im Kleiderschrank war schrecklich...man wurde ja nie gewahr, wer es letztendlich war, aber ich tippe auf Cawsey, diesen Psycho mit der Clownsnase, die immer so debil rumgekichert hatte. War schon klasse von Wolfgang Draeger synchronisiert...dieses Psycho-Gelache halt noch weit nach dem Film in mein Ohr Grinsen Interessant vom Film ist die Verwandlung von Hoffman's Charakter: Bieder, schüchtern und überaus naiv und durch und durch an das Gute im Menschen glaubend begann er den Film, sein Charakter bröckelte, las ihn Susan George einen Feigling nannte wegen der toten Katze und er die scheinbaren Täter nicht auf den Zahn fühlte. Bröckelte dann noch mehr, als er nzum Rebhuhn jagen mitgenommen wurde, und er eines der Rebhühner erschossen hatte, ihn danach behutsam hochnahm und er sich selbst hasste, das Tür - quasi für nichts - erschossen zu haben. Als dann der ganz Dorf-Mob  sein haus wegen Henry Niles stürmen wollte, stieg er über sich hinaus. Nachdem er  es längere Zeit mit guten Zureden probierte, sie sollten doch bitte weggehen und alles nichts half und der Mob sein Haus immer mehr eintrümmerte, Scheiben zerschlugen, Vorhänge anzündeten, wehrte sich Hoffman endlich und wuchs über sich hinaus - und schaffte es tatsächlich alle 5 Widersacher zu töten, die meisten erschlug er mit den Schürhaken, 2 verbrannte er mit heißem Wasser, das er kochte am Gesicht, und dem Chef-Mob schoß er - eher per Zufall sein ganzen Fuß weg. Grinsen Ausgelöst wurde alles sicher auch dadurch, als der Mob versehentlich den Bürgermeister erschossen, der auf Hoffmans Seite war. Erschreckens, wie George Hoffman immer wieder aufforderte, denen Henry Niles auszuhändigen, damit sie ihn töten konnten wegen dem vermeintlichen Vergewaltigungsmord an Janice. Was Hoffman ja nich im Film gewahr wurde war ja, dass George Tage vorher selbst von 2 der Bauarbeiter vergewaltigt wurde und sie so erst recht keine Sympathie für einen anderen Vergewaltiger finden konnte. Das Ende blieb letztendlich offen - zumindest der Aspekt, ob Hoffman, nachdem er Henry Niles der Polizei übergeben hatte, wieder zurück zu seiner Frau fuhr oder eben dem ganzen Dorf den Rücken zukehrte  um woanders ganz neu anzufangen. Immer und immer wiedre zeigte der Film ja auch, dass Hoffman und George einfach charakterlich zu verschieden waren und so glaube ich, wie ja auch "Tante Wki" schrieb, dass er danach nicht wieder zu George zurückfuhr. Das würde auch die beiden Sätze am Ende erklären, nachdem er Niles zum Auto brachte und er zu George sagte "Ich gehe jetzt, ist das in Ordnung?" Und George antwortete "Ja, geh!"  Und eben der Schlußsatz des Films, den Tante Wiki ja schon schrieb und hier hier nochmal zitiere: Zitat: Anschließend lässt er seine Frau allein in dem Haus mit den fünf getöteten Männern zurück, um Niles zur Polizei zu bringen. Dieser Abschied scheint ein Abschied für immer zu sein, denn im Auto sagt Niles zu David: „I don’t know my way home“ (Ich weiß nicht, wie ich nach Haus kommen soll), worauf David entgegnet: „That’s okay. I don’t, either“ (Das macht nichts, ich auch nicht). Das der Film damals (1971) nur gekürzt gebracht wurde, ist verständlich - es waren für damalige Verhältnisse schon Szenen darin, die recht hart waren. Zum Glück gibts den Film ja mittlerweile seit Jahren uncut bei uns.

 Sehr guter Film/Serie
« Letzte Änderung: 18. März 2023, 05:06:57 von Dan Tanna Spenser » Gespeichert

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