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Autor Thema: Meine Lieblings-Einzelhörspiele  (Gelesen 2478 mal) Durchschnittliche Bewertung: 0
Crockett
Azubi in der Police Academy
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« Antworten #15 am: 08. Mai 2020, 16:13:53 »

Antares 8 - Welt-Alarm



Label: maritim
Jahr: 1978
Regie: Toyo Tanaka
Autor: Heinz Kühsel

Der große Raumtransporter Antares 8 ist auf dem Weg zurück zur Erde. Die Besatzung besteht aus 3 Leuten:
- Commander Jim Starkey (Michael von Rospatt)
- Navigatorin Tatjana (Ursela Monn)
- Techniker Claude (Klaus Dittmann)

Schon in ziemlicher Nähe zur Erde entdecken sie einen großen Meteoriten, der sich langsam auf die Erde zubewegt. Sie beschließen, darauf zu landen und Bodenproben zu nehmen, um eventuell Bodenschätze zu entdecken.

Doch dabei finden sie heraus, was sich hinter dem scheinbaren Meteoriten in Wirklichkeit verbirgt (das möchte ich hier nicht spoilern), und es beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, um die Erde vor der Ausrottung der Menschheit zu retten …

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Ich weiß noch: Diese Platte brachte mir meine Mutter damals mit, als ich etwa 10 Jahre alt war und gerade krank im Bett lag.

Und schon beim ersten Hören zog mich das Hörspiel ungeheuer in seinen Bann!

Entstanden ist es 1978, als die Welt gerade so richtig im Sci-Fi-Fieber war – ausgelöst durch Star Wars.

Gewiss – die Story ist recht simpel (und bestimmt von irgendeiner alten Sci-Fi-Serie abgekupfert), aber trotzdem baut sich, vor allem gegen Ende, eine riesige Spannung auf.

Auch die Sprecher machen ihre Sache hervorragend. Und die Dialoge sind teilweise ausgesprochen cool. Der Autor des Hörspiels ist auch in einer kleinen Nebenrolle zu hören.

Auf Initiative einiger alter Fans ist dieses Kulthörspiel vor einiger Zeit auf CD neu veröffentlicht worden. Klare Empfehlung!
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Crockett
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« Antworten #16 am: 05. Juni 2020, 22:51:46 »

Vorstadtkrokodile



Label: Fontana
Jahr: 1978
Regie: Hans-Joachim Herwald, Lothar Zibell
Autor: Udo W. Wolff (nach dem Buch von Max von der Grün)

Dortmund in den 70ern. Am Stadtrand gibt es die Kinderbande „Vorstadtkrokodile“, die aus 7 Jungs und 1 Mädchen besteht, alle im Durchschnitt 13 Jahre alt. Das Mädchen Maria darf nur deshalb dabei sein, weil sie die Schwester des Anführers Olaf ist.

Die Vorstadtkrokodile jagen mit ihren Fahrrädern durch Wald und Flur, stellen manchmal was an und hängen ständig zusammen. Auch Hannes möchte in die Bande aufgenommen werden, muss dafür aber eine lebensgefährliche Mutprobe bestehen …

Als Hannes den gleichaltrigen Nachbarsjungen Kurt kennen lernt, der im Rollstuhl sitzt, schlägt er den anderen Krokodilern vor, auch ihn in die Bande aufzunehmen. Doch die wollen zunächst keinen „Krüppel“ bei sich haben.

Doch als Kurt eines Nachts eine Einbrecherbande beobachtet und Hannes davon erzählt, werden die Krokodiler neugierig. Und schließlich machen sich alle zusammen auf Gangsterjagd …

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Das Kinderbuch „Vorstadtkrokodile“ von Max von der Grün (1926 – 2005) erschien 1976 und wurde ein großer Erfolg.

Es wurde zweimal verfilmt. Die TV-Filmfassung von 1977 ist inzwischen zum Kultfilm geworden. Überzeugende Kinderdarsteller, unterstützt von einigen heute sehr bekannten Schauspielern (z.B. Martin Semmelrogge) und ein flotter Soundtrack mit damals populärer Rock- und Popmusik ergaben eine sehr gelungene Mischung.
Auch der Kinofilm von 2009 wurde ein Erfolg, der sogar 2 Fortsetzungen nach sich zog.

Das vorliegende Fontana-Hörspiel von 1978 ist ebenfalls absolut klasse. Es hält sich (im Gegensatz zu den Filmen) sehr eng an die Buchvorlage und ist mit Top-Sprechern besetzt. Zu nennen wären z.B. Lutz Schnell als Olaf, Stephan Chrescinski als Hannes und Paul-Edwin Roth als Erzähler.

Als Anfangs- und Schlussmusik hat man sogar einen Titel genommen, der auch in der 1977er-Verfilmung vorkam.

Alles sehr atmosphärisch und realtätsnah. Vor allem reden die Kids hier so wie in Wirklichkeit und fluchen auch mal ordentlich.

Für mich das beste Kinderkrimi-Hörspiel ever! Unbedingt hörenswert.
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #17 am: 06. Juni 2020, 02:12:17 »

Auch wieder interessant, mir bisher unbekannt Happy
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Crockett
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« Antworten #18 am: 09. April 2021, 23:09:16 »



Es war einmal vor langer Zeit in einer gar nicht so weit entfernten Galaxis …

Das O-TON-Hörspiel

Als es noch keine Videorekorder gab (geschweige denn DVDs, Blu-rays, Streamingdienste oder Internet), hatte man als Kind/Jugendlicher nur eine einzige Möglichkeit, einen Film, den man im Kino toll gefunden hatte, nachzuerleben: Als Originalton-Hörspiel, oder kurz: „O-Ton-Hörspiel“. Dabei wurde der Ton des Films in gekürzter Form auf Platte und Kassette veröffentlicht. Meistens wurde ein Erzähler dazwischen geschnitten, der einem erklärte, was man nicht sah, damit man der Handlung auch ohne Bild folgen konnte.

Einer der wenigen Filme, von denen es ein solches O-Ton-Hörspiel gab, war aufgrund seines gigantischen Erfolgs natürlich der erste Star Wars, der 1978 als „Krieg der Sterne“ in die deutschen Kinos kam und heutzutage unter dem etwas schwulstigen Titel „Star Wars Episode IV – Eine neue Hoffnung“ firmiert.

Das Hörspiel erschien 1978 beim Label fontana/Philips. Als Erzähler wurde F.-J. Steffens eingesetzt, einer der meistbeschäftigten Hörspielsprecher der 70er Jahre, z.B. auch als Prof. Common in der Serie „Commander Perkins“ von Europa bekannt.

Der Erzählertext war nicht zu ausschweifend, sondern knapp und trotzdem informativ. Allerdings war er eine originalgetreue Übersetzung der US-Version des Hörspiels. Auch die zu hörenden Filmausschnitte entsprachen der US-Version – abgesehen natürlich davon, dass sie auf deutsch waren.

Der Filmton selbst klang natürlich ausgesprochen beeindruckend. Da waren einmal die großartigen Geräuscheffekte. Raumschiffe, Laserpistolen, Lichtschwerter usw. – alles klang bombastisch. Hinzu kam die epische Musik von John Williams. Und schließlich auch die toll klingenden deutschen Synchronstimmen aus Berlin. Ein Synchronkenner kann bei Namen wie Wilhelm Borchert, Friedrich Schoenfelder, Heinz Petruo, Joachim Tennstedt, Wolfgang Pampel, Hans-Georg Panczak oder Susanna Bonasewicz natürlich nur mit der Zunge schnalzen.

Ich bekam das Hörspiel auf LP irgendwann um 1980 herum. Und als ich dann ein paar Jahre später zum erstenmal „Krieg der Sterne“ in voller Länge auf dem heimischen Fernseher als Leihvideo wiedersah, konnte ich natürlich die Dialoge aus dem Hörspiel auswendig mitsprechen.

Fazit: Wohl eines der wichtigsten O-Ton-Hörspiele der 1970er Jahre. Und auch eines der am besten gemachten. 
« Letzte Änderung: 09. April 2021, 23:13:21 von Crockett » Gespeichert
Crockett
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« Antworten #19 am: 05. Mai 2021, 19:36:55 »




Label: auditon / Maritim
Jahr: 1978
Regie: Hans-Joachim Herwald
Autor: Peter Bars (= H. G. Francis)

Hörspielautor H.G. Francis überlegte 1978, wie wohl die nahe Zukunft der Erde aussehen könnte und kam dabei auf einige sehr interessante Visionen:

Das Projekt S.E.T.I. könnte zum Erfolg führen. Außerirdische würden vielleicht Kontakt mit der Erde aufnehmen. 

Es würde eine riesige Raumstation namens „Orbit Challenger“ geben, auf der Wissenschaftler ihre Forschungen betreiben, und die von jedem Interessierten besucht werden könnte.

Raumfähren (sogenannte „Space Shuttles“) würden regelmäßig zwischen dieser Raumstation und der Erde hin- und herfliegen und Menschen und Fracht transportieren.

Doch andererseits würde es auch Probleme geben. Der Kalte Krieg zwischen Ost und West könnte eskalieren. Beide Seiten könnten jederzeit ihre Atomraketen starten. Terroristen könnten diese Situation noch verschärfen. Zahlreiche der im Weltall stationierten Satelliten könnten sich als bewaffnete „Killersatelliten“ entpuppen, die ferngesteuert das Feuer auf alles um sie herum eröffnen.

Aus diesen teils positiven, teils negativen Zukunftsvisionen schrieb Francis (unter seinem Pseudonym Peter Bars) drei Hörspiele, die 1978 in Hamburg produziert wurden, beim Label Auditon erschienen und später von Maritim neu aufgelegt wurden.

„Killersatelliten greifen an“ hat mir aus dieser hochwertigen Mini-Reihe immer am besten gefallen. Eine Art akustischer Katastrophenfilm, der im Weltall spielt. Tolle Story, gute Sprecher (darunter auch Ex-Tagesschau-Sprecherin Dagmar Berghoff) und für die damalige Zeit beeindruckende Geräuscheffekte.

Ein Trip in die nahe Zukunft, der sich lohnt. Interessant auch deshalb, weil manches aus heutiger Sicht (43 Jahre später) sich als wahr erwiesen hat, vieles aber noch immer Science Fiction ist.
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« Antworten #20 am: 24. Juli 2022, 18:57:28 »



Label: Europa
Jahr: 1978
Regie: Heikedine Körting
Manuskript: H.G. Francis nach einem Roman von Cecil Scott Forester

Inhalt:
1806. England befindet sich im Krieg mit Spanien, weil dieses mit Napoleon verbündet ist.

Der englische Kapitän Hornblower (Helmo Kindermann) ist mit seiner Fregatte nach Südamerika gesegelt. Dort soll er den Adligen „Don Julian de Alvarado“ bei einem Aufstand gegen die herrschenden Spanier unterstützen. Außerdem hat er den Befehl, das fast doppelt so große spanische Kriegsschiff „Natividad“ zu zerstören, das vor der Küste kreuzt.

Obwohl Hornblower, sein erster Offzier Bush (Horst Stark) und Leutnant Gerard (Gernot Endemann) bald merken, dass Don Julian (Rolf Mamero) ein größenwahnsinniger Diktator ist, der sich „El Supremo“ nennt und seine Bevölkerung grausam unterdrückt, hält sich Hornblower an seine Befehle.

Als er jedoch erfährt, dass Spanien zum Verbündeten Englands geworden ist, wendet sich das Blatt. Hornblower muss die „Natividad“, die er zuvor erobert und nichtsahnend dem wahnsinnigen „El Supremo“ übergeben hat, noch einmal besiegen … Es kommt zu einer Seeschlacht auf Leben und Tod.

Hintergrund:
Der britische Schriftsteller Cecil Scott Forester (1899 – 1966) schrieb zwischen 1937 und 1962 insgesamt 10 erfolgreiche Romane über den Seehelden „Horatio Hornblower“ und dessen Karriere zur Zeit der Napoleonischen Kriege. Die Romane erreichten zum Teil Millionenauflagen.

Bekannt ist auch die Verfilmung „Des Königs Admiral“ von 1951 mit Gregory Peck in der Hauptrolle.

Kritik zum Hörspiel:
Das Hörspiel ist eine stark verkürzte Umsetzung des ersten Hornblower-Romans von 1937. Es ist hervorragend umgesetzt. Ein Jahr zuvor (1977) hatte Europa bereits „Meuterei auf der Bounty“ veröffentlicht und bewiesen, dass es Seeabenteuer wirklich gut kann.
Das Hörspielmanuskript schrieb wieder einmal H.G. Francis.

Was mich als Kind so begeisterte, waren (natürlich) vor allem die Schlachten. Zuerst zu Beginn von Seite 2 die Eroberung der Natividad mit Pistolen und Säbeln – und dann am Schluss die dramatische Seeschlacht zwischen Hornblowers Schiff und der Natividad, mit tollen Soundeffekten (Sturm, Wellen, Kanonendonner, berstende Masten). Da fühlt man sich mitten im Geschehen, fiebert mit und wird beinahe seekrank.  Grinsen

Aber natürlich können sich wieder mal auch die Sprecherleistungen hören lassen. Helmo Kindermann gibt – entsprechend seiner Rolle – einen sehr ernsten und bedächtig agierenden Kapitän ab, der sich nur schwer aus der Ruhe bringen lässt. Horst Stark und Gernot Endemann sind (wie auch in Commander Perkins) ein gut funktionierendes Duo (ich vermute, die beiden haben die Aufnahme zu diesem Hörspiel gemacht, als sie ohnehin gerade für die Commander Perkins-Folgen 5 & 6 im Europa-Studio waren). Rolf Mamero ist der perfekte Schurke, und Heinz Trixner als sein Handlanger „Hernandez“ ebenfalls top.

Die im Roman vorkommende Liebesgeschichte zwischen Hornblower und Lady Wellesley (Ingrid Andree) hat man im Hörspiel zum Glück ausgespart. Dafür gibt es während der Seeschlacht einen gelungenen Dialog zwischen Hornblower und der Lady, die sich weigert, den Schutzraum des Schiffes aufzusuchen, weil es dort Ratten gibt.  Grinsen

Fazit: Segel gesetzt, Kanonen geladen und ab ins akustische Abenteuer!
« Letzte Änderung: 24. Juli 2022, 19:16:34 von Crockett » Gespeichert
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