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Autor Thema: Summertime Killer (1972)  (Gelesen 800 mal) Durchschnittliche Bewertung: 3
Theo Kojak
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« am: 11. September 2009, 23:36:58 »

Ein junger Mann tötet die Verbrecher, die vor zwanzig Jahren seinen Vater ermordet haben, versagt jedoch beim letzten Opfer, in dessen Tochter er sich verliebt.





summertimekiller.jpg
Summertime Killer (1972)
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Theo Kojak
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« Antworten #1 am: 11. September 2009, 23:40:05 »

Filmclips:
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Song aus dem Film:
#Ungültiger YouTube Link#

Den Film gibts für einen Zehner auf DVD. Ich kenne ihn bislang noch nicht. Kennt ihn evtl. sonst wer hier?
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« Antworten #2 am: 08. Februar 2020, 16:31:07 »

Länger als die deutsche VHS und DVD Version leider nur Italienisch. Kein Untertitel so das man auf Deutsch schalten kann.
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« Antworten #3 am: 22. Juni 2020, 22:29:42 »

Der Titel „Summertime Killer“ sagt vermutlich zunächst den Wenigsten etwas. Wenig überraschend, war der Film doch Jahrzehnte in der Versenkung verschwunden.
Doch das kleine Kärntner Label Schröder Media (siehe Link unten) hat diesen beinahe vergessenen Schatz im Rahmen ihrer Cinema Classic-Reihe ausgegraben und präsentiert den Film jetzt erstmals ungeschnitten. Allerdings in einem ziemlich schmutzigen Print, was man aber unter Umständen auch als Grindhouse - Authentizität auslegen kann….

Ein Blick auf den Titel und das Entstehungsjahr sagt eigentlich schon alles was man wissen muss.
70ies typische Thrillerkost mit ein paar netten Plottwists erwartet den Zuseher.

Weinanbauer Alfredi vergeht das Lachen ganz gehörig. Dies liegt allerdings nicht an einer missglückten Ernte sondern daran, dass in seinem Umfeld mehrere Geschäftspartner auf unsanfte Weise ins Jenseits befördert werden, scheinbar immer vom gleichen Attentäter. Ein schwerer Schlag für Alfredi, der nicht versteht warum gerade ihm so etwas passieren muss. Zumindest behauptet er dies Polizeikommissar Kiley (Karl Malden) gegenüber, der in diesem Fall auch nicht ganz uneigennützig investigativ tätig wird, steht er doch ebenfalls auf der Gehaltsliste mafiöser Organisationen. Dass das Gewissen des Wein anbauenden Herrn mit der scheinbar weißen Weste jedoch nicht ganz so rein ist wird Kiley schnell klar. Vor Jahren war Alfredi zusammen mit anderen Gangstern für den Tod eines Mannes verantwortlich. Pech nur, dass es einen Zeugen gab: Ray Castor, Sohn des Ermordeten. Mittlerweile zum Mann gereift, hat der junge Mann mit dem leichten Knacks (immerhin wird er von schrecklichen Visionen vom Tode seines Vaters verfolgt) nur noch ein Ziel: Rache für Daddys Tod.

Klar, dass sich die Schlinge um den scheinheiligen Alfredi immer enger zieht. Insbesondere als Castor dessen geliebtes Töchterchen entführt….

Chris Mitchums Rolle des Ray Castor erinnert an einen anderen Part den Mitchum im Crime-Reißer „Ricco-The Mean Machine“ übernahm. Der stoische scheinbar komplett gefühlskalte Killer(gut das stimmt bei „Summertime Killer“ ungefähr ab der Hälfte nicht mehr zur Gänze - mehr sei jedoch nicht verraten……), der nur Rache im Sinn hat.
So viel im Übrigen zu den Kill Bill-Parallelen bezüglich der Revenge-Storyline.

Trotz eines Regisseurs der nicht aus Italien stammt und sonst auch nicht auf Eurocrime-Knaller abonniert war, ist die Nähe zu den Gangsterthrillern, die Anfang der 70er den Markt überschwemmten, überdeutlich.

Das zeigt sich zum einen in den kreativen und ausgefallenen Kameraeinstellungen die den ansonsten äußerst straight inszenierten Thriller aufpeppen und zum anderen in der feinen Musikuntermalung.

Altmeister Luis E. Bacalov( Milano Kaliber 9) zeichnete sich für den Soundtrack verantwortlich, was natürlich hörenswerten Groove ohne Ende mit der gelegentlichen Wah Wah-Gitarre bedeutet.

Weiters wäre da das Herzstück des Films: die halsbrecherischen Actionsequenzen und für das Jahrzehnt obligaten Verfolgungsjagden- die hier gerne mit einem Affenzahn auf dem Motocross unternommen werden.

Diese Intermezzi hat der Film aber auch dringend nötig. Denn wo die Action so routiniert und wahrlich temporeich wie nur irgend möglich gefilmt wurde, so gemächlich ist der Rest des Films. Trotz der teils ausladenden Sequenzen und der etwas zu lang gewählten Spieldauer von 98 Minuten - so vielschichtig ist die Handlung nun auch wieder nicht- bleiben die Charaktere meist platt und so dreidimensional wie Abziehbildchen.

Das trägt nicht wirklich zum positiven Gesamteindruck bei.

Chris Mitchum aber bleibt gewohnt lässig- cool, die Lakonie hat er eindeutig von seinem Herrn Papa geerbt.

Für Eurokult-Fans ist der Film ja allein schon wegen seiner Obskurität interessant.
Letztlich gehört er zwar nicht zu den ganz Großen des Genres (siehe Milano Kaliber 9) sehenswert ist er aber allemal.  Guter Film/Serie
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