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Autor Thema: Biographie  (Gelesen 637 mal) Durchschnittliche Bewertung: 0
Spenser
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« am: 27. Januar 2006, 19:10:17 »

Blake Edwards (* 26. Juli 1922 in Tulsa, Oklahoma)
Sein Markenzeichen sind seine turbulenten Komdien. 2003 erhielt er den Oscar fr sein Lebenswerk.

Spricht man von Komdienregisseuren, so ist es neben Billy Wilder Blake Edwards, der zugleich Produzent und Drehbuchautor ist. Sein Name ist mit den burlesken Komdien verbunden, da sich Gags und zndende Pointen berschlagen.

Der Grovater von William Blake McEdwards war Regisseur, sein Vater Produktionsleiter und Regieassistent in Hollywood. Blake beginnt als Darsteller (1940), spielt jedoch nur in zwei Rollen, dann arbeitet er als Drehbuchautor bis er selbst Regie fhrt. Er hat mit John Ford, mit William Wyler und Otto Preminger gearbeitet und bei seinen Szenarios fr Film und Radio gibt es Erfolge mit einigen "Series policiers".

Sein erster Kinoerfolg ist "Unternehmen Petticoat" (1959) und dann kommt "Frhstck bei Tiffany" (1960), der Film mit Audrey Hepburn, George Peppard und Mickey Rooney. Aus der psychologisch zeitkritischen Romanchronik "New Yorker Geschichten" von Truman Capote holt sich Blake Edwards den Stoff fr die vergngliche Gesellschaftskomdie: Hbsches Mdchen vom Lande spielt in der modernen Grostadt Goldgrber.

Sie hat es sich in den Kopf gesetzt, eine gute Partie zu machen, flirtet mit lteren Herren, bringt es zu Geld mit einem codierten 'Wetterbericht' nach Singsing, hinter dem sich ein Verbrecherring verbirgt. Sie endet bei einem charmantem Schriftsteller, der berhaupt nicht ihren Vorstellungen vom groen Geld entspricht. Capra und Lubitsch standen Pate bei diesem eleganten Kinovergngen.

Und ist bei allem Hang zum Komisch-Burlesken praktisch in jedem Genre ttig. Western, Dramen, Thriller wie "Der letzte Zug" (1961) und immer wieder kommt er zu den Komdien zurck. Edwards selbst sagt in einem Interview: "Wenn etwas so schlimm ist und nicht mehr zu ertrage ist, muss man sich einen Spa daraus machen." Und "Ich selbst muss einfach fr mich einen Sinn fr Humor entwickeln, sonst knnte ich nicht berleben. Ich habe Menschen gesehen, die ihren Sinn fr Humor verloren haben. Die trocknen aus und sterben."

Mit "Der rosarote Panther" (1963) landet Edwards einen weiteren groen Erfolg. Die Story um den trotteligen Inspektor Clouseau macht er zu einer Art Serie. Peter Sellers ist die Titelfigur: In Cortina und Rom ist ein Gentleman-Gangster hinter dem geheimnisvollen "rosaroten Panther" her, die Ehefrau des ermittelnden Inspektors ist mit dem Gangster liiert.

Eigenwillig und reizvoll ist hier, dass ein Regisseur mit seinem Hauptdarsteller ganz unterschiedliche Temperamente und Talente entfachte. Die Vielseitigkeit der einzelnen Folgen ist im ersten Film von 1963 schon angelegt: vom Slapstick zum Kalauer, von der James-Bond-Parodie bis zur schier endlosen Jagd zweier Autos um einen Brunnen, die am Ende - wie knnte es anders sein - karambolieren, ist alles an Ideen vorhanden, was eine gute Komdie ausmacht.

Der "rosarote Panther" ist brigens der kostbare Stein des Maharadscha und Inspektor Clouseau ist der tolpatschig glckvolle Polizist, der dem Geheimnis des Verschwindens auf die Spur kommen will.

Andere Komdien wie "Der Partyschreck" (1967) oder "Was hast du denn im Krieg gemacht, Pappi?" (1966) sind turbulente Persiflagen, prsent vor allem durch ihre jeweiligen Hauptdarsteller. So etwa Peter Sellers als Hrundi V. Bakshi (Peter Sellers), der auf der Party eines einfallslosen, aber sehr reichen Filmbosse alles durcheinanderbringt, weniger aus Ungeschicklichkeit als durch die Tcke des Objekts. Es beginnt mit einem verlorenen Schuh und endet in einem Schaumbad gigantischen Ausmaes.

In Partyfragen ist Blake Edwards seit der Verfilmung von "Frhstck bei Tiffany" Spezialist, hier nun beim "Partyschreck" beweist er eine Liebe zu den groen Kinokomikern von Laurel & Hardy bis Jacques Tati, er lsst die Gags nur so purzeln, bleibt dabei nicht durchwegs kurzweilig, aber immer originell. Blake Edwards' Elefanten im Porzellanladen sorgen fr einen der phantasievollsten Filme - schon fr Zehnjhrige.

Immer gibt Edwards auf eine so menschlich liebevolle Weise etwas wieder von der Absurditt in unserer Welt und diese ganz tiefe Menschlichkeit, die jede Komdie in ihrem sprhenden Eifer selbst unterscheidet von all den Filmen, die ausschlielich Lacherfolge sind.
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Spenser: "Es braucht schon einen harten Mann, um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
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