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Autor Thema: Der versteinerte Wald (The petrified Forest) (USA, 1936)  (Gelesen 1846 mal) Durchschnittliche Bewertung: 3
Spenser
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« am: 30. Juli 2011, 08:54:46 »

Quelle: wikipedia.org

In einer abgewirtschafteten Tankstelle in der Wüste Arizonas tritt der mittellose und romantische Tramper Alan (Leslie Howard)  ein - ein erfolgloser englischer Schriftsteller mit besten Manieren und Wortwahl, der nach einer Liaison mit einer reichen Gönnerin aus Frankreich in die USA kommt und den Kontinent als Tramp durchqueren will. Gabrielle (Bette Davis), die Tochter des Tankstelleninhabers, verliebt sich in ihn. Beide träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Doch immer wieder bricht seine Todessehnsucht durch und er bittet Gabrielle (die übrigens die Tochter einer in ihr Heimatland zurückgekehrten Französin ist, die ihr Vater im Ersten Weltkrieg kennengelernt hat) darum, seine Leiche in dem nahegelegenen "steinernen Wald" zu begraben. In diese Romanze platzt der brutale Gangster Duke Mantee (Humphrey Bogart) mit seiner Gang. Er nimmt alle Leute an der Tankstelle als Geiseln. Als sich Alan bei Mantees Flucht dem Gangster in den Weg stellt, wird er von ihm erschossen. Allerdings hatte er vorher mit Mantee vereinbart, sich von ihm erschießen zu lassen, damit Gabrielle in den Genuss seiner Lebensversicherung kommt und sie sich damit ihre Wünsche (unter anderem eine Reise zu ihrer Mutter nach Frankreich) erfüllen kann.

Hintergrund

Die spannende und drückende Atmosphäre des Films wird vor allem durch den zeitlich engen Rahmen (ein Tag) und die wenigen Handlungsorte (fast ausschließlich die Tankstelle und deren Gastraum) sowie die überschaubare Anzahl der handelnden Personen erzeugt. Die Charaktere der Hauptakteure werden dabei intensiv herausgearbeitet.

Das Stück lief ein Jahr zuvor bereits erfolgreich als Theaterstück am Broadway, auch mit Leslie Howard und Humphrey Bogart. Warner Bros. erwarben die Rechte für die Verfilmung und wollten auch mit Howard in der Hauptrolle drehen. Bogart jedoch verdankte seine Rolle in der Verfilmung Leslie Howard, denn entgegen der Absicht der Produzenten bestand er darauf, dass Bogart auch im Film die Rolle des Gangsters Duke Mantee übernimmt. Ursprünglich war für diese Rolle Edward G. Robinson vorgesehen, doch Howard (damals schon bekannt und erfolgreich im Filmgeschäft) wollte den Film nicht ohne Bogart drehen.

Der versteinerte Wald war für Bogart - obwohl er bereits in zehn anderen Hollywoodfilmen mitgespielt hatte - der Durchbruch für seine Filmkarriere und verschaffte ihm einen festen Vertrag bei Warner.

Der Film wurde mit Bogart in der Rolle des Gangsters 1955 für das Fernsehen neu verfilmt. Die Rolle von Alan Squier wurde dabei von Henry Fonda und die Rolle von Gabrielle Maple von Lauren Bacall übernommen.

In seiner Handlung und der Darstellung der Personen ist ein weiterer "Bogart-Film" sehr ähnlich: Gangster in Key Largo. Auch hier wird eine kleinere Gruppe von Menschen an einem abgelegenen Ort (diesmal ein Hotel auf Key Largo) von Gangstern gefangen gehalten und auch hier ist die Handlung zeitlich auf ca. 24 Stunden beschränkt. Diesmal spielt Bogart den positiven Helden und Edward G. Robinson darf hier nun den Gangster spielen, den er schon 1935 hätte mimen sollen.

Kritiken

    „Ein glänzend besetztes, handwerklich solides Melodram, bei dem edle Gefühle und Ideale Hand in Hand mit einer verquollen pessimistischen Pseudophilosophie gehen: Das Suchen des Literaten nach dem Tod wird nicht als verkappter Selbstmord, sondern als noble Tat dargestellt.“

    – Lexikon des internationalen Films




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Spenser: "Es braucht schon einen harten Mann, um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
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« Antworten #1 am: 30. Juli 2011, 08:56:54 »

Man merkt dem Film an, dass es ursprünglich ein Theaterstück gewesen war, weswegen der Film auch recht dialoglastig und teils sehr psychologisch wirkt, dennoch aber voller Spannung. Für Bogart der Durchbruch als Schauspieler.

Bogart und Leslie Howard verband eine lebenslange Freundschaft, Bogart nannte sogar später seine Tochter nach ihm - Leslie Bogart.
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Spenser: "Es braucht schon einen harten Mann, um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
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« Antworten #2 am: 30. Juli 2011, 09:13:02 »

Ein beeindruckender Film. Sehr intensiv. Es wird eine Spannung aufgebaut, die einen bis zum Schluss mitfiebern lässt.
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« Antworten #3 am: 30. Juli 2011, 17:04:51 »

Bette Davis in einer ungewohnt sehr naiven Rolle, aber sie war da ja auch noch sehr jung und vom Charakter her leicht von einem Mann von Welt, der sich auszudrücken versteht schnell angezogen wurde.

Kleine Unachtsamkeit des Films: Der junge, leicht cholerische Tankwart Beau, den Mantee in die Hand geschossen hatte wurde von Bette Davis in der 59. Minute in ein anderes Zi9mer gebracht, aber es ging ihm gut und blieb weiter sehr besorgt. Unv erständlich war, dass er, als die Schiesserei losging ihr nicht zur Hilfe eilte und überhaupt bis zum Filmende nicht mehr auftauchte. Ich kenne das Theaterstück nicht, kann mir aber vorstellen, dass es dort nicht anders war. Sicher - eine unbedeutende Nebensächlichkeit, dennoch aber etwas unlogisch zwinker

Klasse fand ich den Großvater, der allen immer erzählte, dass er svon Billy the Kid beschossen wurde und stets cool blieb und die ganze zeit bei Mantees Dasein so tat, als säße er bei einem Popkorn-Kinofilm  Der war schon cool Grinsen

Bogart war in der Rolle des Duke Mantee natürlich echt klasse gewesen, und schon damals sein Markenzeichen, dass ihn weltberühmt machte, dieses coole Anheben der Oberlippe, dass nahezu in jedem seiner Filme immer vorkommt - wirkt charakterlich einfach klasse und ich kenne keinen Schauspieler, der danach es ähnlich schaffte, so klassisch in eine Situation reinzublicken.
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Spenser: "Es braucht schon einen harten Mann, um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
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« Antworten #4 am: 31. Juli 2011, 01:15:04 »

Den Film habe ich vor einem halben Jahr zum ersten Mal gesehen und er hat mir sehr gut gefallen. Ich mag vor allem den kammerspielähnlichen Aufbau. Ich mag sowieso Filme, die hauptsächlich an einem Ort bzw. in einem Raum spielen.
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Spenser
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« Antworten #5 am: 31. Juli 2011, 02:07:31 »

Ich mag sowieso Filme, die hauptsächlich an einem Ort bzw. in einem Raum spielen.

Liegt daran, dass der Film die Verfilmung eines Theaterstücks ist. Im ähnlichen "Kammerspiel" fällt mir auch der Hitchcock-Film "Cocktail für eine Leiche" mit James Stewart von 1948 ein.
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« Antworten #6 am: 01. August 2011, 15:25:04 »

Bei solchen "Kammerspielen" steht auch die Leistung der Schauspieler mehr im Blickfeld, man wird ja weniger durch "Action" usw. abgelenkt. ich hab den Film übrigens auch vor so etwa einem halben Jahr das erste Mal gesehen
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