10. Noch kein deutscher Titel (Buckskin) (2019)

Begonnen von Seamus, Jul 07, 2017, 14:20

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Mr. Stepinfatchit

Na, dann hast Du ja noch etwas, worauf Du Dich freuen kannst.

Seamus

Habe gestern Abend die ersten 5 Kapitel gelesen und mir gefällt das Buch allein von der Storyline her, jetzt schon besser als der Vorgänger. Vor allem dank des neuen Antagonisten "The Kid". Der wirkt mal richtig mysteriös und ich finde es zur Abwechslung echt gut, das ein Roman der Reihe mal aus der Sicht des Bösewichtes beginnt und auch sprachlich unterscheidet sich der Schurke schon mal von allen bisherigen Widersachern.

Bin gespannt wie es weiter geht, die Dialoge sind wie immer klasse. Werde heute mehrere Kapitel schaffen, gestern fehlte mir ein wenig die Zeit.

Seamus

Habe nun ca ein Viertel des Buches gelesen und bin gerade was die "The Kid" Stellen angeht, doch sehr zwiegespalten. Man weiß praktisch noch nichts über ihn, außer das er ein Sadist ist, der nicht davor zurückschreckt alte Menschen und Kinder umzubringen. Ich will nicht sagen es ist nichts für Zartbesaitete, da die Kapitel aus der Sicht von diesem Charakter immer enden, bevor man erfährt wie die Menschen umkommen. Ich finde diese Nebenstory fesselnd und früher oder später wird The Kid sicher noch Bekanntschaft mit Virgil und Everett machen. Bislang ist er ungewöhnlichste Schurke, mal schauen wann seine Killing Spree aufhört.

Allie ihr Kleiderladen hat sich vergrößert und sie ist nun eine angesehene Geschäftsfrau in der Stadt. Everett hat aus diesem Grund Virgil vorgeschlagen, dass er, wenn er mal keine Lust mehr hat Verbrecher zu jagen, das Geschäft mit Allie gemeinsam leiten soll. Doch der lehnte dankend ab.  :totlach:

Allie organisiert nebenbei noch die "Appaloosa Days" mit - eine Art Straßenfest mit Essen, Getränken, Spielen, Musik und Theateraufführungen.

Apropos Theater, schon als Allie die Schauspielerin Martha Kathryn mit Everett bekannt gemacht hat, spürte man ein Knistern. Sie dürfte wohl seine Flamme in diesen Roman sein. Aber er hat Konkurrenz, aufgrund ihrer Schönheit will fast jeder männliche Einwohner was von ihr.

Everett hat sich so sehr in die Schale geworfen, das selbst der gute alte Wallis McDonough nur lobende Worte fand.

Der neue Interims-Sheriff der Stadt ist auch eher eine suboptimale Wahl. Everett hat ihn ja schon als alt und gebrechlich beschrieben und der Umstand das er schon lange kein Texas Ranger mehr ist, macht ihn zu einer Zielscheibe.

Ist bisher von allem etwas dabei, bin gespannt wie es weiter geht!

Seamus

Bin jetzt bei der Hälte des Roman's angelangt und Buckskin gefällt mir weiter hin gut. Die "The Kid" Segmente sind ziemlich widerlich, aber man lernt nach und nach auch seine menschliche Seite kennen. Man erfuhr zB dass er eine schwere Kindheit hatte, da sein Opa der ihn großzog und schlug, was mit seiner Mutter (die eine Prostituierte war) hatte und das sein Vater und sein Onkel sich gegenseitig erschossen haben. Kein Wunder, das aus ihm nichts wurde. Die Kapitel die aus der Perspektive des Antagonisten geschrieben sind bis jetzt wirklich das spannendste an dem Buch, da er bald in Appaloosa eintreffen und man es sich schon denken kann, was passieren wird.

Der andere Plot mit den verfeindeten Minenbetreibern ist ganz solide. Der Goldrausch spielte bisher ja noch keine große Rolle in der Serie. Ich bin auch immer für neue Ideen, da ich finde das die Bücher schon abwechslungsreich sein sollten, aber so richtig fesselt mich diese Handlung noch nicht.

Das Buch ist mit Abstand auch das sexlastigste der Reihe. Die schönste Nebensache der Welt wird hier ausführlich beschrieben, hat wohl aber auch damit zu tun, das Everett wohl noch nie so verliebt war. Er steht ja auf gebildete Frauen und Martha ist auch eine sympathische Figur mit erstaunlich viel Tiefe. Bin aber froh, das Knott hier auf die Benutzung der F-Wörter verzichtet hat.

In Appaloosa hat sich auch viel getan. Sie ist weiter gewachsen und ich finde es gut, dass es eine Weiterentwicklung nicht nur bei den Charakteren gibt.

Morgen Abend dürfte ich den Roman ausgelesen haben. :)

Mr. Stepinfatchit

Hört sich aber jetzt schon ausgesprochen vielschichtig an, schön, dass Knott so viel zu der Reihe einfällt.

Seamus

Dafür muss man ihn auch echt loben. Jede Storyline in seinen Büchern war innovativ. Der 5. Roman weil er überwiegend während eines Zugaufenthalt's spielt. "Bull River" wegen der Verfolgungsjagd die die beiden bis in den Dschungel von Chiapas führte. Bei "The Bridge" war es das Megaprojekt mit der besagten Brücke. Wer auf Glückspiel steht kam bei "Blackjack" voll auf seine Kosten. Und bei "Revelation" traf Everett auf einen alten Bekannten aus seiner Zeit als Soldat.

Bisher unterschied sich jeder Knott-Roman von den ersten vier Bänden, die ja recht linear, aber nicht minder spannend waren. Es ging halt bei Parker immer um einen Schurken der die Stadt unter seine Kontrolle bringen will und mit Cole und Hitch in Konflikt gerät. Das ist bei Knott anders.

Bin gespannt was noch passieren wird, lese jetzt gleich weiter. :)

Mr. Stepinfatchit


Seamus

Habe den Roman erst am Mittwoch auslesen können, da dieser Band ähnlich wie Ironhorse schon eine ordentliche Seitenlänge hatte. Mir hat Buckskin im Gegensatz zum Vorgänger "Revelation" wieder besser gefallen. Der Erzählstil des Romans war ungewöhnlich, da gerade die Stellen wo es zum Sex kam, fast schon grafisch dargestellt wurden. Die "The Kid" Kapitel waren derart untypisch, das ich gedacht hätte, jemand anderes als Knott hätte die Zeilen aus der Sicht dieser Figur geschrieben. Ab dem Zeitpunkt wo The Kid auf die Zigeunerin (im wilden Westen durfte man das noch sagen) traf, wurde es immer wilder und ich als Leser konnte es kaum abwarten bis das nächste Kid-Kapitel kam. Der Plot war das spannendste an dem Roman und die Spannung hielt bis zur letzten Seite, nein Satz, da man dort erst erfährt wer seine Mutter ist und warum das Buch den Titel Buckskin trägt.

Das er das Straßenfest die "Appaloosa Days" zum Schauplatz aller 3 Handlungen gemacht hat, rechne ich Knott hoch an. Den Roman bei den Feierlichkeiten und während des Feuerwerk's enden zu lassen, hat sich genau richtig angefühlt. Zwar halte ich immer noch "The Bridge" für das beste Werk von Knott, aber auch Buckskin war von hoher Qualität.

:4sterne:

Mr. Stepinfatchit

Das klingt aber wirklich nach einem ausgesprochen guten Roman.

Seamus

War er auch. Jetzt schon ein Top 5 Roman für mich, weil er eigentlich alles bot, was ich an der Reihe so schätze.

Allie hat sich zB ja schwer weiterentwickelt. Sie scheint viel von den Damen der besseren Gesellschaft (wie Everett die reichen Einwohner von Appaloosa) gelernt zu haben, denn zum ersten mal hat unseren beiden Helden, das Essen das Allie zubereitet hat, geschmeckt. Der Zitronenkuchen war kaut Everett etwas matschig, aber der Braten hat allen geschmeckt. Wer hätte das gedacht? :D

Mr. Stepinfatchit

Oh, unsere Allie macht sich und entwickelt echte hausfrauliche Qualitäten, ist ja ein Ding :)!

Seamus

Das war auch ohne Scherz, der erste Roman der Reihe wo sie zumindest etwas sympathischer rüber kam. Sie war hier weitaus weniger nervig, hoffe aber das Knott sie im nächsten Roman nicht noch mehr verändert. Die charakterliche Weiterentwicklung heiße ich ja gut, aber sie sollte schon weiterhin allen auf den Wecker gehen. Sonst habe ich ja an der Reihe nichts mehr, worüber ich mich aufregen kann.  :D

Mr. Stepinfatchit

Das wäre allerdings ein echter Verlust :D.

Seamus

Ja, Wutausbrüche, wenn auch nur in Form von geschriebenen Wörtern, können manchmal ganz schön amüsant sein. :D

Über meine Bemerkungen bzgl. zu Allie oder Jenn kann ich selber lachen, wenn ich mir mal wieder ältere Beiträge durchlese. Dann hat das ja doch was gutes! :)

Mr. Stepinfatchit

Nein, das finde ich ja echt saukomisch. Du meinst, aus der Rückschau bist Du selbst ganz überrascht, was Du so zu den beiden Damen von Dir gegeben hast? Ist ja klasse :totlach:!