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Autor Thema: Das Mädchen aus der Cherry-Bar (Gambit) (1966)  (Gelesen 705 mal) Durchschnittliche Bewertung: 5
Dan Tanna Spenser
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« am: 19. Februar 2015, 01:25:59 »

Das Mädchen aus der Cherry-Bar (Originaltitel: Gambit) ist eine US-amerikanische Kriminalkomödie mit Shirley MacLaine und Michael Caine aus dem Jahr 1966, die unter der Regie von Ronald Neame entstand. Der Film war 1967 in drei Kategorien für einen Oscar nominiert.


Der Gauner Harry Dean und sein Komplize Emile, ein Kunstfälscher, entwickeln einen Plan, dem Multimillionär Shabandar eine unbezahlbare Büste zu stehlen. In dem Lokal Cherry-Bar treffen sie auf die Tänzerin Nicole, die Shabandars verstorbener Frau verblüffend ähnlich sieht. Mit einem Angebot von 5.000 US-Dollar sowie einem britischen Pass können sie Nicole überreden, für kurze Zeit Deans Frau zu spielen, ohne Details zu ihrem Plan zu verraten.

In Arabien angekommen, erregen sie die Aufmerksamkeit des Millionärs, der daraufhin ein Treffen mit dem Paar auf einer seiner Yachten arrangiert. Durch das wenig geschickte Verhalten Deans schöpft Shabandar schnell Verdacht, geht aber zum Schein auf das Spiel der beiden ein. In Anbetracht eines Volksfestes erfüllt er beiden den Wunsch, sein geschütztes Apartment zu besichtigen. Dort zeigt er ihnen seine wertvolle Kunstsammlung, einschließlich der besagten Büste einer chinesischen Prinzessin, welche starke Ähnlichkeit mit Shabandars verstorbener Frau besitzt. Zudem führt er die umfangreichen elektronischen Sicherheitsmaßnahmen seinen Besuchern vor. Letztendlich lädt er Nicole auf einen abendlichen Besuch der Innenstadt ein, während Dean unter dem Vorwand von unerledigten Geschäften absagt.

Nach Einbruch der Dämmerung dringt Dean in das Anwesen Shabandars ein. Nicole entfernt sich etwa zeitgleich vom gemeinsamen Essen mit Shabandar, ohne jedoch gemäß dem Plan zum Flughafen zu fliehen. Stattdessen erreicht sie Dean, der gerade dabei ist, die Statue zu entwenden, und warnt ihn vor dem Verdacht des Millionärs. Gemeinsam gelingt es ihnen, die letzten Sicherheitsmaßnahmen zu überwinden, jedoch lösen sie dabei den Alarm aus. Während Nicole flieht, versteckt sich Dean im Apartment und beobachtet, wie die Diener Shabandars die echte Büste in einem geheimen Safe überprüfen.

Nicole wird kurz vor Erreichen des rettenden Flugzeuges nach Hongkong von den Schergen Shabandars abgefangen und zu diesem zurückgebracht. Sie erfährt, dass es Dean gelungen ist, die echte Skulptur zu stehlen, und wird beauftragt, diesen in Hongkong zur Zurückgabe seiner Beute zu veranlassen, andernfalls würde Shabandar Rache nehmen. In Hongkong trifft sie auf dem Flughafen tatsächlich Harry Dean wieder, der sie jedoch zur Werkstatt seines Komplizen Emile bringt. Dort verkündet er ihr die wahren Hintergründe seines Plans.

Statt die Skulptur tatsächlich zu entwenden, hat er sie in einer goldenen Buddha-Statue im Apartment Shabandars versteckt und diesen später davon in Kenntnis gesetzt. Das Medienecho auf den vermeintlichen Diebstahl würde es seinem Komplizen Emile jedoch möglich machen, eine Replik der Büste an Kunstinteressenten zu verkaufen. Jene würden Shabandars Äußerung, dass die echte Büste noch in seinem Besitz sei, als Täuschungsmanöver ansehen und die Replik Emiles für die tatsächlich echte Statue halten.

Nicole ist entsetzt über die Kaltblütigkeit Deans und wendet sich von ihm ab. Dean ändert seine Meinung, zerschlägt die Replik und bittet dafür seinen Freund Emile um Vergebung. Kaum haben Dean und Nicole miteinander glücklich das Studio verlassen, als der vermeintlich schwer getroffene Kunstfälscher einen Schrank mit drei weiteren Repliken öffnet, die er nun offenbar veräußern wird.


    Shirley MacLaine: Nicole Chang
    Michael Caine: Harry Tristan Dean
    Herbert Lom: Ahmad Shahbandar
    Roger C. Carmel: Ram
    Arnold Moss: Abdul
    John Abbott: Emile
    Richard Angarola: Col. Salim


Hintergrund

Die Bezeichnung Gambit ist aus dem Schach entliehen und bezeichnet das Opfern einer leichten Figur für einen Stellungsvorteil in der Eröffnung des Spiels. Die Figur für das „Gambit“ im Film ist Nicole, die wegen ihrer Ähnlichkeit zu Shabandars verstorbener Frau als Eintrittskarte für das Apartment des Millionärs dient.

2012 drehte Michael Hoffman unter dem Titel Gambit – Der Masterplan eine Neuverfilmung des Stoffes. In den Hauptrollen sind u.a. Cameron Diaz und Alan Rickman zu sehen, das Drehbuch stammt von Ethan und Joel Coen.
Auszeichnungen

Der Film war 1967 in den Kategorien „Bestes Szenenbild/Farbe“, „Bestes Kostümdesign/Farbe“ und „Bester Ton“ jeweils für einen Oscar nominiert.

Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh der Produktion das Prädikat besonders wertvoll.
Kritiken

   

– Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon Filme im Fernsehen.

    „Unterhaltsame, niveauvoll gespielte Diebeskomödie in exotischem Milieu.“

– Lexikon des Internationalen Films

    „Kurzweilige, mit mancherlei Gags und guter Schauspielerei gespickte Unterhaltung.“

– Evangelischer Filmbeobachter
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #1 am: 16. Dezember 2015, 05:09:05 »

Gerde eben wieder angsehen. Ich finde diesen Film einfach herrlich. Eine richtig tolle edle Diebes-Gauner-Komödie im gepflegtem, niveauvollen Stil. Interessant fand ich, dass Shirley MacLaine in den gesamten ersten 27 Minuten (!!) kein einziges Wort gesprochen hatte.

Herrlich auch, wie in der ersten halben Stunde der gesamte Plan von Michael caine durchgespielt wurde, wie er eigentlich hätte ablaufen sollen (nämlich wie am Schnürchen) - und dann sah die realität völlig anders aus. Es lief alles schief, was nur schieflaufen konnte - angefangen mirt der MacLaine, die sich ganz und garnichtt so tugendhaft benahm, wie Caine eigentlich von ihr dachte Grinsen

Caine selber hatte aber auch selber Schuld daran, dass alles aus dem Ruder lief. Er stellte seinen gesamten Plan aus Berichten, Fotos und Informationen aus, die längst verjährt waren. bei einem solchen Coup hätte er sich auf den neuesten Stand bringen sollen. Herbert Lom gefiel mir ebenfalls sehr in seiner Rolle. Diesmal nicht als cholerischer Chef-Inspektor aus den "Pink Panther" Filmen, sondern als überlegener Stratege, der Caines Absichten sofort durchschaut hatte....letztendlich ihn aber dennoch unterschätzt hatte .

Dennoch war Caine mies vorbereietet - als Lom ihn auf seiner Eton-Krawatte ansprach und andere Dinge, die Caien eigentlich herausforderte, dass Lom sie ansprechen musste, war Caine völlig unvorbereitet, geriet ins Stocken und Stottern, so dass Lom gleich wußte, das was nicht stimmt. Zum Glück schaltete Maclaine immer sehr schnell und versuchte die Sachlage zu retten, was Caine völlig unvorbereitet traf.

Klasse auch, dass am Ende des Films jeder das bekam, was ihn glücklich machte: Caine entschied sich, seine Gentleman-Dieb-Karriere  zugunsten seiner Liebe zu MacLaine aufzugeben und sein Partner hatte Caine eh übers Ohr hauen wollen, indem er 3 weitere Statuen anfertigte, die ihm ein kleines Vermögen einbringen wird. Und Lom....blieb weiterhin im Besitz der echten Statue.

Somit habe ich meine funkelnagelneue Bluray heute gleich bei herrlichem adventlichen Kerzenschein wirklich sehr gut geniessen können.

Von mir bekommt der Film die höchste Sternzahl -  Geniale/r Film/Serie
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