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Autor Thema: Biographie  (Gelesen 803 mal) Durchschnittliche Bewertung: 0
Dan Tanna Spenser
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« am: 03. April 2015, 15:36:10 »


Gregory Peck (* 5. April 1916 in La Jolla, Kalifornien als Eldred Gregory Peck; † 12. Juni 2003 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Die Verkörperung von oft in der Heldenrolle auftretenden zumeist aufrechten, integren und sympathischen Charakteren machte ihn in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem berühmten Filmstar. Das American Film Institute wählte ihn 1999 auf Platz 12 der 25 bedeutendsten männlichen Leinwandlegenden des US-amerikanischen Films. Auf der 2003 entstandenen Liste der 50 größten Filmcharaktere des US-amerikanischen Films nimmt seine Rolle als Atticus Finch − Verteidiger eines im Ergebnis unschuldig der Vergewaltigung angeklagten schwarzen Farmarbeiters – in Wer die Nachtigall stört den ersten Platz ein. Für die darstellerische Leistung in diesem Film gewann Peck im Jahr 1963 den Oscar als bester Hauptdarsteller.

Leben:
Gregory Peck wurde als Sohn eines irisch-stämmigen Apothekers geboren. Den Vornamen „Eldred“, den er zeitlebens hasste, gab ihm seine Großmutter, um Verwechslungen mit Pecks Vater (dessen Vorname ebenfalls Gregory war) vorzubeugen. Pecks Eltern ließen sich scheiden, als er drei Jahre alt war, daher wuchs er bei seiner Großmutter mütterlicherseits auf. Im Alter von zehn Jahren schickte man ihn auf eine römisch-katholische Militärschule in Los Angeles, Kalifornien. Nach dem Abschluss war er ein Jahr lang an der San Diego State University. Anschließend arbeitete er für kurze Zeit als Lastwagenfahrer für ein Ölunternehmen. 1936 schrieb er sich zum Vorbereitungskurs für ein Medizinstudium an der University of California, Berkeley ein. Er wechselte schließlich zum Englisch-Studium und wurde Mitglied der Universitäts-Rudermannschaft. Kaum von dem kleinen Theater der Universität angeworben, nahm er in seinem Abschlussjahr bereits an fünf Aufführungen teil.

Nach seinem Studium legte Peck 1939 den Namen „Eldred“ ab und ging nach New York City, um im Neighborhood Playhouse zu lernen. Oft hatte er kein Geld und übernachtete dann sogar im Central Park. 1939 jobbte er auf der Weltausstellung und als Führer für die NBC. Sein Broadwaydebüt gab er gleich als Hauptdarsteller in Emlyn Williams Morning Star 1942. Seine letzte Theaterrolle spielte er 1943 in Irwin Shaws Stück Sons and Soldiers unter der Regie von Max Reinhardt. Aufgrund einer Rückenverletzung, die er sich auf dem College zugezogen hatte, wurde er vom Militärdienst im Zweiten Weltkrieg freigestellt. Während andere Männer in der Armee und im Krieg dienten, stand er als einer der wenigen attraktiven männlichen Schauspieler dieser Zeit Hollywood zur Verfügung. Schon wegen seiner stattlichen Größe von über 1,90 m war er auch sehr gefragt. Zeitweise galt er als der schönste Darsteller Hollywoods.

Sein erster Film war Days of Glory, der 1944 in die Kinos kam. Insgesamt wurde Peck fünfmal als bester Schauspieler für den Academy Award nominiert. Bei seiner letzten Nominierung gewann er den Preis für die Rolle des Anwalts Atticus Finch in der Filmadaption des Romans Wer die Nachtigall stört von Harper Lee. Weitere bekannte Filme mit Peck sind Ein Herz und eine Krone, Moby Dick, Weites Land und Des Königs Admiral.

In den 1960er Jahren engagierte er sich zunehmend auch politisch. Er setzte sich an der Seite Martin Luther Kings für die Rechte der Schwarzen in den USA ein und kritisierte öffentlich den Vietnamkrieg. 1970 lehnte er jedoch ein Angebot der Demokraten ab, sich als Gegenkandidat zu Ronald Reagan für die Wahl zum Gouverneur von Kalifornien aufstellen zu lassen. 1980 engagierte er sich unentgeltlich mit öffentlichen Auftritten für die wirtschaftlich schwer angeschlagene Chrysler Corporation, um den Verlust tausender Arbeitsplätze zu verhindern.

In den frühen 1990er Jahren zog sich Peck weitgehend aus dem aktiven Filmgeschäft zurück. Vor der Kamera stand er dann 1991 noch zweimal für Kinoproduktionen – für das Remake von Ein Köder für die Bestie in einer Gastrolle als Strafverteidiger in Kap der Angst von Martin Scorsese sowie in der etwas größeren Rolle als Unternehmensinhaber Jorgenson in Das Geld anderer Leute von Norman Jewison. 1989 bekam er den Lifetime Achievement Award vom American Film Institute verliehen. Seine letzte TV-Rolle absolvierte er 1998 in der aufwendigen Neuverfilmung des Moby Dick, in der Patrick Stewart Pecks einstige Paraderolle spielte. Gregory Peck selbst verkörperte in einem Cameo-Auftritt zu Anfang des Films den Prediger Mapple, den bei John Huston ursprünglich Orson Welles verkörpert hatte.

Gregory Peck war zweimal verheiratet. 1942 heiratete er Greta Kukkonen, sie gebar die gemeinsamen Söhne Jonathan (1944–1975), Stephen (* 1945) und Carey (* 1949). Das Paar ließ sich 1955 scheiden. Im selben Jahr heiratete er die Französin Veronique Passani (1932–2012), mit der er die Kinder Tony (* 1956) und Cecilia Peck (* 1958) hatte und mit der er bis zu seinem Tod verheiratet war. Als die größte Tragödie in seinem Leben bezeichnete Gregory Peck den Selbstmord seines ältesten Sohnes Jonathan im Jahr 1975. Er selbst starb am 12. Juni 2003 im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Los Angeles an den Folgen einer Lungenentzündung. Seine letzte Ruhestätte fand Peck in der Cathedral of Our Lady of the Angels in Los Angeles.

Synchronisation

Die Synchronisation von Peck übernahmen diverse bekannte deutsche Synchronsprecher. Beispielsweise Paul Klinger, Wolfgang Lukschy oder Martin Hirthe taten dies mehrere Male. Des Weiteren wurde er auch von Heinz Engelmann, Curt Ackermann oder Wolf Ackva gesprochen.

Filmografie

    1944: Days of Glory; Regie: Jacques Tourneur
    1944: Schlüssel zum Himmelreich (The Keys of the Kingdom); Regie: John M. Stahl
    1945: Die Entscheidung (The Valley of Decision); Regie: Tay Garnett
    1945: Ich kämpfe um dich (Spellbound); Regie: Alfred Hitchcock
    1946: Die Wildnis ruft (The Yearling); Regie: Clarence Brown
    1946: Duell in der Sonne (Duel in the Sun); Regie: King Vidor
    1947: Die Affäre Macomber (The Macomber Affair); Regie: Zoltan Korda
    1947: Tabu der Gerechten (Gentleman’s Agreement); Regie: Elia Kazan
    1947: Der Fall Paradin (The Paradine Case); Regie: Alfred Hitchcock
    1948: Der Spieler (The Great Sinner); Regie: Robert Siodmak
    1949: Herrin der toten Stadt (Yellow Sky); Regie: William A. Wellman
    1949: Der Kommandeur (Twelve O’Clock High); Regie: Henry King
    1950: Der Scharfschütze (The Gunfighter); Regie: Henry King
    1951: Des Königs Admiral (Captain Horatio Hornblower); Regie: Raoul Walsh
    1951: David und Bathseba (David and Bathsheba); Regie: Henry King
    1952: Schnee am Kilimandscharo (The Snows of Kilimanjaro); Regie: Henry King
    1952: Sturmfahrt nach Alaska (The World in His Arms); Regie: Raoul Walsh
    1953: Ein Herz und eine Krone (Roman Holiday); Regie: William Wyler
    1953: Sein größter Bluff (Die Macht des Geldes, The Million Pound Note); Regie: Ronald Neame
    1954: Das unsichtbare Netz (Night People); Regie: Nunnally Johnson
    1954: Flammen über Fernost (The Purple Plain); Regie: Robert Parrish
    1956: Moby Dick; Regie: John Huston
    1956: Der Mann im grauen Flanell (The Man in the Grey Flanell Suit); Regie: Nunnally Johnson
    1957: Warum hab’ ich ja gesagt? (Designing Woman); Regie: Vincente Minnelli
    1958: Weites Land (The Big Country); Regie: William Wyler
    1958: Bravados (Bravados); Regie: Henry King
    1959: Mit Blut geschrieben (Pork Chop Hill); Regie: Lewis Milestone
    1959: Die Krone des Lebens (Beloved Infidel); Regie: Henry King
    1959: Das letzte Ufer (On the Beach); Regie: Stanley Kramer
    1960: Die Kanonen von Navarone (The Guns of Navarone); Regie: J. Lee Thompson
    1962: Ein Köder für die Bestie (Cape Fear); Regie: J. Lee Thompson
    1962: Das war der Wilde Westen (How the West Was Won); Regie: John Ford, Henry Hathaway
    1962: Wer die Nachtigall stört (To Kill a Mockingbird); Regie: Robert Mulligan
    1963: Captain Newman (Captain Newman, M. D.); Regie: David Miller
    1963: Deine Zeit ist um (Behold a Pale Horse); Regie: Fred Zinnemann
    1965: Die 27. Etage (Mirage); Regie: Edward Dmytryk
    1966: Arabeske (Arabesque); Regie: Stanley Donen
    1969: Der große Schweiger (The Stalking Moon); Regie: Robert Mulligan
    1969: Mackenna’s Gold (Mackennas Gold); Regie: J. Lee Thompson
    1969: Der gefährlichste Mann der Welt (The Chairman); Regie: J. Lee Thompson
    1969: Verschollen im Weltraum (Marooned); Regie: John Sturges
    1970: Der Sheriff (I Walk the Line); Regie: John Frankenheimer
    1971: Abrechnung in Gun Hill (Shootout); Regie: Henry Hathaway
    1973: Begrabt die Wölfe in der Schlucht (Billy Two Hats); Regie: Ted Kotcheff
    1976: Das Omen (The Omen); Regie: Richard Donner
    1977: MacArthur – Held des Pazifik (MacArthur); Regie: Joseph Sargent
    1978: The Boys from Brazil; Regie: Franklin J. Schaffner
    1980: Die Seewölfe kommen (The Sea Wolves: The Last Charge of the Calcutta Light Horse); Regie: Andrew V. McLaglen
    1983: Im Wendekreis des Kreuzes (The Scarlet and the Black); Regie: Jerry London
    1987: Schweigende Stimmen (Amazing Grace and Chuck); Regie: Mike Newell
    1989: Old Gringo (Old gringo); Regie: Luis Puenzo
    1991: Das Geld anderer Leute (Other People’s Money); Regie: Norman Jewison
    1991: Kap der Angst (Cape Fear); Regie: Martin Scorsese
    1993: The Portrait; Regie: Arthur Penn
    1998: Moby Dick: TV-Mehrteiler; Regie: Franc Roddam

Auszeichnungen und Nominierungen

Oscar

    1946 – Nominierung für den Oscar in der Kategorie Beste Hauptrolle: Schlüssel zum Himmelreich
    1947 – Nominierung für den Oscar in der Kategorie Beste Hauptrolle: Die Wildnis ruft
    1948 – Nominierung für den Oscar in der Kategorie Beste Hauptrolle: Tabu der Gerechten
    1950 – Nominierung für den Oscar in der Kategorie Beste Hauptrolle: Der Kommandeur
    1963 – Gewinn des Oscars in der Kategorie Beste Hauptrolle: Wer die Nachtigall stört

Golden Globe

    1947 – Gewinn des Golden Globe in der Kategorie Bester Schauspieler: Die Wildnis ruft
    1951 – Gewinn des Golden Globe in der Kategorie Beliebtester männlicher Schauspieler weltweit
    1955 – Gewinn des Golden Globe in der Kategorie Beliebtester männlicher Schauspieler weltweit
    1963 – Gewinn des Golden Globe in der Kategorie Bester Schauspieler – Drama: Wer die Nachtigall stört
    1964 – Nominierung für den Golden Globe in der Kategorie Bester Schauspieler – Drama: Captain Newman
    1978 – Nominierung für den Golden Globe in der Kategorie Bester Schauspieler – Drama: MacArthur – Held des Pazifik
    1979 – Nominierung für den Golden Globe in der Kategorie Bester Schauspieler – Drama: The Boys from Brazil
    1999 – Gewinn des Golden Globe in der Kategorie Bester Nebendarsteller in einem Fernsehmehrteiler: Moby Dick

Weitere Auszeichnungen

    1953 – Bambi der Hubert Burda Media
    1969 – Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk
    1971 – Screen Actors Guild Life Achievement Award
    1989 – Spezialpreis für sein Lebenswerk auf dem Filmfestival Cannes 1989
    1989 – AFI Life Achievement Award des American Film Institute
    1993 – Goldener Ehrenbär für sein Lebenswerk auf der Berlinale
    1995 – Ehren-César für sein Lebenswerk
    1998 – Nominierung für den Emmy Award in der Kategorie Bester Nebendarsteller in einem Fernsehmehrteiler: Moby Dick
    1998 – Deutscher Filmpreis – Ehrenpreis
    1999 – Goldener Rathausmann der Stadt Wien

Literatur

    Tony Thomas: Gregory Peck. Seine Filme – sein Leben. Heyne, München 1979.
    Michael Esser (Hrsg.): Hommage an Gregory Peck. Berlin 1993.
    Adolf Heinzlmeier: Gregory Peck. Der aufrechte Amerikaner., in Adolf Heinzlmeier, Berndt Schulz, Karsten Witte: Die Unsterblichen des Kinos. Band 2: Glanz und Mythos der Stars der 40er und 50er Jahre. S. Fischer, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-596-23658-4, S. 195-201.
    Michael Freedland: Gregory Peck. A Biography. New York 1980.
    Gary Fishgall: Gregory Peck. A Biography. New York 2002.
    John Griggs: The Films of Gregory Peck. Citadel Press Inc.,U.S., Hardcover 1984, Paperback 1990.
    Lynn Haney: Gregory Peck. A Charmed Life. New York 2004.
    Linde, Fred:GREGORY PECK – Betrachtungen über einen kalifornischen Aristokraten – ein Nachruf , in: Menschen und Medien - Zeitschrift für Kultur– und Kommunikationspsychologie, Berlin 2003: www.menschenundmedien.net.
    Michael Munn: Gregory Peck. Robert Hale Ltd 1999.

Quelle: wikipedia
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