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Autor Thema: Junior Bonner (1971 / 1972)  (Gelesen 1200 mal) Durchschnittliche Bewertung: 5
Dan Tanna Spenser
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TV SERIEN JUNKIE


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« am: 11. Juni 2015, 22:56:51 »

Handlung

Junior Bonner ist ein Rodeoreiter, der seine Glanzzeit hinter sich hat. Sein letzter Einsatz auf einem störrischen Bullen hat ihm einige Verletzungen eingebracht. Bonner fährt nach Hause nach Arizona um an der Parade und am Rodeo für den amerikanischen Unabhängigkeitstag teilzunehmen.

Zu Hause angekommen, sieht er, dass das Haus seiner Eltern eingeebnet wurde. Veranlasst hat dies sein jüngerer Bruder Curly, ein Grundstücksspekulant, der an dieser Stelle neue Häuser bauen will. Sein Vater Ace, ein Taugenichts und Frauenheld, und seine bodenständige und kränkelnde Mutter Elvira haben sich entfremdet.

Aces Wunsch ist es, nach Australien auszuwandern, um dort als Schafescherer oder in einer Goldmine zu arbeiten. Er versucht, sich das Geld von Junior zu leihen. Junior besticht den Rodeo-Manager Buck Roan, damit er den Bullen Sunshine noch einmal reiten kann. Dafür soll Buck die Hälfte des Preisgeldes erhalten. Junior schaffte es, die geforderten acht Sekunden auf dem Bullen durchzuhalten. Er geht in ein Reisebüro und kauft seinem Vater ein One-Way-Ticket erster Klasse nach Australien.

Hintergrund

Gedreht wurde im US-Bundesstaat Arizona. Eine Anekdote gibt es über Ida Lupinos Beziehung zu Peckinpah. Sie arbeitete 1957 für die Comedy-Serie Mr. Adams and Eve und sah Peckinpah, der hinter ihrem Grundstück in einer Bretterbude lebte. Sie beschaffte ihm Arbeit als Drehbuchautor für die Serie. Die Rolle der Mutter ist Peckinpahs Dank an Lupino.

Kritiken

Kritiker waren sich bei diesem Film nicht einig. Der film-dienst über diesen Film: „Ein psychologisch gut durchgezeichneter, kulturpessimistischer, inszenatorisch etwas trocken geratener Film voller Wehmut und Melancholie.“

Nicolai Bühnemann von filmzentrale.com bemängelte in erster Linie die Vorhersehbarkeit des „Rodeofilmchens“. Er hält aber auch eine Relativierung der Schwarzweißmalerei zugute. Damit „rettet Peckinpah seinen Film vor der allgegenwärtigen Gefahr, in Cowboynostalgie und Wildwestromantik zu ertrinken. Der Film ist somit kein reiner Eskapismus, wie der Lifestyle seiner Hauptfiguren, sondern eine ernsthafte Beschäftigung mit zwischenmenschlichen Konflikten in Umbruchsituationen und der Frage nach der Identität des Menschen in der alles aufsaugenden, verdauenden und (gefiltert) wiederausscheidenden Konsumgesellschaft“.


    Steve McQueen: Junior Bonner
    Robert Preston: Ace Bonner
    Ida Lupino: Elvira Bonner
    Joe Don Baker: Curly Bonner
    Ben Johnson: Buck Roan
    Barbara Leigh: Charmagne
    Mary Murphy: Ruth Bonner
    Bill McKinney: Rad Terwilliger
    Dub Taylor: Del

Quelle: wikipedia
« Letzte Änderung: 02. Juni 2019, 20:08:58 von Dan Tanna Spenser » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 09. Oktober 2018, 21:49:53 »

Klassischer Spät-Western der Gegenwart. Die Rolle hätte auch zu Clint gepasst. Ich mag den Film sehr Happy Gehört zu meinen Top 10 mit Steve.
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #2 am: 02. Juni 2019, 20:07:18 »

Heute stand in meinem Steve McQueen ReWatch nun dieser tolle Film auf dem Plan. Ein wirklich typischer Rodeofilm, der genau den "Sport" wiederspiegelt, wie man ihn auch kennt - mit kernigen Charakteren, tollen Wettkämpfen, natürlich auch mit fliegenden Fäusten und erstklassiger Countrymusik. All das gepaart mit viel Melancholie mit einem mal wieder herausragenden Steve McQueen in einer seiner Paraderollen un dem typischen "Männeradrenalin" Grinsen Sofort merkt man hier die Handschrift des Star Regisseurs Sam Peckinpah ("Convoy") der in meinen Augen zu dem Zeitpunkt auch der einzigste Regisseur war, der so einen Film so glaubhaft und stimmig umsetzen konnte

Die Co-Stars:
Robert Preston spielte McQueens Vater, den alternden Ex-Rodo-Star Ace Bonner, der schon seit 42 Jahren dabei ist aber immer noch für diese Sportart lebt. Nun will er sein Lebensende in Australien verbringen und McQueen will ihn finanziell dafür unterstützen - mit Geld, was er nicht hat und bei den Rodeo Days alles auf eine Karte setzt. Joe Don Baker ("Walking Tall - der Große aus dem Dunkeln") spielte McQueens Bruder Curly, der einst auch Rodeos ritte, aber nie die Liebe dazu hatte wie sein Bruder und sein Vater. Curley ist nun ein einflussreicher Geschäftsmann geworden, der auf seinen Bruder eifersüchtig ist, da er vom gemeinsamen vater mehr Liebe und Aufmerksamkeit bekommt, als er. Ida Lupino spielte McQueen Mutter, die gute Seele der Familie, die einfach nur die Familie zusammenhalten will. Sie und Ace sind seit vielen jahren mittlerweile geschieden. Ida Lupino arbeitete 1957 für die Comedy-Serie Mr. Adams and Eve und sah Peckinpah, der hinter ihrem Grundstück in einer Bretterbude lebte. Sie beschaffte ihm Arbeit als Drehbuchautor für die Serie. Die Rolle der Mutter ist Peckinpahs Dank an Lupino. Ben Johnson spielte Buck Roan, einem Rodeo-Giganten. Bill McKinney spielte Red Terwiliger, der McQueen beim  Roping unterstützte. Bond-Bösewicht Charles Gray ("Diamantenfieber") war als Rodeo-Mann Burt zu sehen. Barbara Leigh spielte das Rodeo Groupe Charmagne, die sich in McQueen verliebt. Dub Taylor, mit dem McQueen schon in "Der Gauner" zusammenspielte, spielte den Barkeeper Del. Matthew Peckinpah, der Sohn des Regisseurs spielte eine kleine Rolle als Joe Don Bakers kleiner Sohn Tim. Er trat mit Daddy auch schon in kleinen Rollen in "The Wild Bunch" und "Die Killer-Elite auf, drehte aber nach dem letztgenannten keinen einzigen Film mehr.

Synchroniosation:
Steve McQueen wurde einmal mehr von Michael Chevalier gesprochen. Arnold Marquis sprach seinen Vater Robert Preston, Joachim Kemmer sprach Joe Don Beker, Heinz Petruo übernahm Ben Johnson. Ida Lupino wurde von Tilly Lauenstein synchronisiert. Wolfgang Draeger sprach Bill McKinney.

DVD & BluRay:
ich besitze von dem Film die deutsche EV von 2002.  Bislang auch die einzigste deutsche Fassung. Auch auf BluRay ist der Film in Deutschland noch nicht erschienen.

Der Regisseur:
Großmeister Sam Peckinpah drückte diesen Film seinen klaren Stempel auf. Kaum ein anderer hätte in dieser zeit diesen Film machen können wie er. Peckinpah zeichnete sich für viele Filmklassiker verantwortlich wie zum Beispiel "Convoy", "Pat Garrett jagt Billy the Kid", "The Wild Bunch" oder "Die Killer-Elite". Im darauffolgenden Jahr arbeitete Peckinpah erneut mit McQueen für den Krimiklassiker "Getaway" zusammen.

Musik:
Der Film begeistert zudem mit 3 erstklassigen Country-Songs. Alex Taylor sang "Sound to be Rich again" und Rod Hart war sogar live mit "Rodeo Man" und "Arizona Morning" zu hören Happy Leider ist der Song von Alex Taylor derzeit nicht bei youTube zu finden

#Ungültiger YouTube Link#

#Ungültiger YouTube Link#

Interessantes:
Einer der Pferde beim Rodeo hatte einen werbeflyer auf dem "The Wild Bunch" stand. Regisseur Peckinpah drehte ja 1969 den gleichnamigen Weatsrenklassiker. Netter gag am Rande Happy Ungewöhnlich war, dass dieses Rodeo Event zwischen dem 02.07. - 05.07.1971 stattfand. Ich hatte mal gegoogelt und der 2. Juli war ein Freitag, also lief das Rodeo von Freitag bis Montag. Angenommen hätte ich eher von Donnerstag bis Sonntag...

Zum Film selbst:
Steve McQueen spielt den Durch und durch Rodeoreiter Junior Bonner. Er tingelt dabei jeweils von Rodeo-Event zu Rodeo-Event quer durch die USA und hat diese Leidenschaft von seinem Vater Ace geerbt, der selbst seit 42 Jahren dabei ist, es mittlerweile altersbedingt ruhiger angehen läßt. Eines Tages verschlägt es Junior Bonner zu einem viertägigen Rodeo Event zurück in seiner Heimatstadt. Dort nutzt er den Moment, um seine Familie endlich auch mal wiederzusehen. Als er seinen Vater besuchen will, wird er gerade noch Zeuige, wie Bagger die Hütte seines Vaters den Erdboden gleichmachte und er erfuhr, dass er wegen eines Autounfalls unter Suff im Krankenhaus liegt. Vater Ace hatte das gesamte Grundstück für schlappe 15.000 Dollar an seinem anderen Sohn Curley verkauft, der auch mal Rodeos ritt, aber nie dieselbe Leidenschaft darim verspürte und nun als Geschäftsmann in der Stadt sich einen Namen und viel Geld gemacht hat. Er erklärte Junior, dass egal wäre, wieviel er gezahlt hätte, er hätte das Geld eh sinnlos verprasst.  Juniors Mutter freute sich, ihren Sohn zu sehen und setzte ihn erstmal gleich ins Bild, was in der Zwischenzeit alles passiert war.

Junior hatte bereits vorher seinen vater und ihn für die gemeinsame Sportart "Wildkuh melken" angemeldet, bezweifelte aber nur, dass Ace daran teilnahmen kann, wo er im Krankenhaus ist. Doch dann kannte Junior seinen Vater schlecht. Kaum, nachdem Ace sich wieder aufgerappelt hatte, mit den Krankenschwestern shakerte, entliess er sich auch schon wieder selbt auf dem Krankenaus um gleich wieder Rodeo-Luft zu atmen und um seinen Lieblings-Sohn Junior wiederzusehen. Bei einem gemeinsamen Familienbessen mußte Junior sich von seinem Bruder Curley verhöhnen lassen, bis ihm der Kragen platze und ihn durch ein Fenster schlug.

Am folgenden Tag begann die große Eröffnungsparade für das viertägige Rodeo-Event, bei auch alle 3 Bonners sich beteiligten und Ace und Junior namentlich als Legenden gefeiert wurden. Ace eröffnet Junior, dass er nach Australien auswandern will um Gold zu schürfen und sich eine kleine Ranch anschaffen will. Alle belächelten ihn dafür, doch Junior nahm den Wunsch seines Vaters ernst. Ace bittet Junior, ihm 5.000 Dollar zu leihen. Doch da Junior eine berufliche Rodeo-Pechsträhne hatte, war bis auf den letzten Cent abgebrannt und mußtte sich sogar selbst schon was leihen. Doch Junior plante, bei diesem Rodeo zu gewinnen und das Geld seinem Vater zu  geben. Er könnte es sich zwar auch von Curley leihen, doch Ace sträubte sich bei diesem Gedanken.

Als das Rodeo begann erwischte Junior einen schlechten Start und landete nur im Mittelfeld. . Auch beim Roping konnte er sich zwar mit 8,2 Sekunden sich den ersten Platz sichern, wurde aber gleich danach vom letzten Teilnahmer Red auf 6,5 Sekunden unterboten und verlor somit auch dieses. Aber für die Gesdamtwertung lag er ganz gut. Beim Wildkuhmelken schnitten Junior und sein Vater ganz gut ab, verhedderten sich aber zum Schluß damit, wer die Milch nun zum Zielrichter bringen sollte .F Überhaupt war dieses Wildkuhmelken sehr spassig zuzusehen, wie man wilde Kühe einfangen und versuchen mußte, diese gegen ihren Willen zu melken...und Ace zu Junior meinte "Pass auf, dass du nicht mir am Schniedel im Getümmel greifst um ihn zu melken !"  totlachen

Am Abend traf man sich im Saloon, unter anderem bei toller Countrymusik und nun erst beobachtete Junior die hübsche Charmagne, die Junior schon während des gesamten Turniers nicht aus den Augen liess und er ihr sehr gut gefiel. Junior wollte mit ihr tanzen und ihr Vater erlaubte nur eien einzigen Tanz. Beide fanden gefallen aneinander und nach dem tanz wollte gleich der nächste mit Charmagne tanzen, was ihrem Vater mißfiel. Durch den Tumult entstand eine wilde Massenschlägerei, wo sich Junior und Charmagne in einer kleinen Kammer zum Knutschen und Reden zurückzogen Grinsen

Am, nächsten Tag begann denn das finale Bullenreiten wo es die meiste Punktzahl gibt. Junior hatte auf eigenem Wunsch bereits vorher den Bullen Sunshine gewüählt - einem unbezwingbaren Bullen, gegen den noch keiner gewonnen hatte. Junior weiß, dass es dafür Extrapunkte gibt und zudem 1.000 Dollar als Obelus obendrauf. Junior weiß, wieviel davon aghängt und bereitete sich sehr auf diesen "Ritt" vor und als er auf den Bullen in der Box sass tat er alles, um sich gut zu befestigen. Dann kam  der Start. 8 Sekunden muß er auf den Bullen bleiben um zu gewinnen - und die schaffte Junior unter dem lauten Applaus der Zuschauer auch und hatte dann Probleme, sich fallenzuzlassen weil er sich zu gut besfetigt hatte - letztendlich half ihm das aber noch und er hielt sich fast 14 Sekunden auf dem Bullen Grinsen

Nach dem Turnier verabschiedete er sich von Charmagne, da er weiter mußte - zum  nächsten Rodeo. Von dem Geld kaufte Junior ein Flugticket erster Klasse nach Sydney, Australien und liess es per Boten seinem Vater schicken mit dem Hinweis, dass es von ihm kam.

Fazit:
Ein sehr stimmungsvoller und melancholischer Film, der eben genau das bietet, was man bei diesem Film auch erwartet. Etwas schade fand ich, dass die Screentime zwischen Steve McQueen und Barbara Leigh (Charmagne) recht kurz war und fast schon irgendwie "gequält" aussah....diesen handlungsstrang hätte man noch etwas besser vertiefen können, finde ich zwinkern Ich mag diesen Film sehr und habe jetzt nach dem Ansehen nochmals gemerkt, wie sehr ich diesen Film mag Happy In etwas erinnert er mich an den Reynolds-Film "Um Kopf und Kragen", der, was den Zusammenhalt der Freundesgemeinschaft anging, ähnlich war. Uneienig ist man sich über das Herstellungsjahr des Films. Während einige Seiten 1971 angegen, dotieren andere 1972. Gedreht wurde er 1971, aber in die Ki8nos kam er erst 1972.

 Geniale/r Film/Serie
« Letzte Änderung: 02. Juni 2019, 20:26:01 von Dan Tanna Spenser » Gespeichert

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