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Autor Thema: Biographie  (Gelesen 501 mal) Durchschnittliche Bewertung: 0
Dan Tanna Spenser
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« am: 25. Dezember 2017, 18:32:45 »



Audie Leon Murphy (* 20. Juni 1925 in der Nähe von Kingston, Texas; † 28. Mai 1971 bei einem Flugzeugabsturz in den Bergen von Virginia) war der höchstdekorierte[1][2] US-Soldat des Zweiten Weltkriegs und anschließend Filmschauspieler und Songwriter. Er erhielt jede militärische Auszeichnung, die sein Land zu vergeben hatte, einige sogar mehrmals – insgesamt 33 Auszeichnungen und Medaillen. Murphy war unter anderem Träger der Medal of Honor. Fünf seiner Auszeichnungen erhielt er von Frankreich und eine von Belgien. Während seiner drei Dienstjahre diente er in der 3. US-Infanteriedivision und stieg dort vom Private bis zum First Lieutenant auf. Anschließend konnte er in den 1950er- und 1960er-Jahren als Darsteller in Western und Abenteuerfilmen Erfolge verzeichnen.

Leben

Audie Murphy wuchs als Sohn einer texanischen Farmpächterfamilie in ärmlichen Verhältnissen auf. Er war das sechste von zwölf Kindern, von denen neun das 18. Lebensjahr erreichten. Er wurde ein bekannter Kriegsheld des Zweiten Weltkrieges, der sich nach 1945 auf seinem Kriegsruhm eine Karriere als Schauspieler in Hollywood aufbaute. Murphy war zudem Rancher, Unternehmer und züchtete Pferde der Rasse American Quarter Horse. Er besaß Ranches in Texas, Tucson (Arizona) und Menifee (Kalifornien).

Nach dem Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 versuchte Murphy im Alter von 16 Jahren in die Streitkräfte einzutreten, wurde aber als zu jung abgelehnt. Nach seinem 17. Geburtstag im Juni 1942 fälschte er mit Hilfe seiner Schwester Corrine sein Alter auf 18 Jahre. Er versuchte zunächst bei den US Marines und dann bei den Fallschirmjägern angenommen zu werden, wurde aber beide Male als zu klein (1,65 m) abgewiesen. Am 30. Juni 1942 begann er schließlich bei der US Army. Nach der Grundausbildung im Camp Wolters, Texas kam Murphy am 8. Februar 1943 nach Casablanca in Marokko. Sein erster Kampfeinsatz war die Landung auf Sizilien (Operation Husky) am 10. Juli 1943. Hier zog er sich eine Malariainfektion zu, die zu mehreren Lazarettaufenthalten führte. Er nahm in der Folgezeit unter anderem an Kämpfen in Italien bei Salerno, Anzio (Schlacht von Anzio, Januar 1944) und Rom, in Südfrankreich (Operation Anvil-Dragoon) und im Elsass (Brückenkopf Elsass) teil. Er wurde im Juli 1943 zum Corporal, im Dezember 1943 zum Sergeant und im Oktober 1944 zum 2nd Lieutenant befördert. Am 21. September 1945 schied er mit 20 Jahren (wegen seiner falschen Altersangabe bei Diensteintritt laut Militärunterlagen mit 21 Jahren) im Rang eines 1st Lieutenant aus dem aktiven Dienst aus. Murphy tötete während seiner Dienstzeit mehr als 240 feindliche Soldaten und verwundete oder nahm eine Vielzahl weitere gefangen Außerdem ist die Zerstörung von sechs Panzern durch ihn nachgewiesen.

Nach dem Krieg litt Murphy unter Posttraumatischen Belastungsstörungen[5] (PTBS), die Schlaflosigkeit, Albträume und Phasen von Depressionen bewirkten. Seine erste Frau behauptete, dass er mit einem .45 Colt unter dem Kopfkissen schlief. Bei seinen Anfällen habe er sie auch mit dieser Waffe bedroht. Mitte der 1960er Jahre wurde er vom Schlafmittel Ethchlorvynol abhängig, das ihm sein Arzt verschrieben hatte. Er schloss sich für eine Woche in ein Motel ein, um von dem Medikament loszukommen.

Murphy setzte sich für die Belange von amerikanischen Militärveteranen ein. Er engagierte sich für die Heimkehrer aus dem Koreakrieg und später aus dem Vietnamkrieg. Indem er auf seine eigene PTBS aufmerksam machte, brach er das Tabu, öffentlich über den Zusammenhang von Militäreinsätzen und daraus resultierenden möglichen psychischen Schäden, welche auch unter dem Begriff „Shell Shock“ oder „Kriegszittern“ bekannt sind, zu sprechen.

Nach Ausbruch des Koreakriegs 1950 meldete er sich zur Texas National Guard. Er verließ die Nationalgarde 1966 im Range eines Majors.
Gedenkstein in den Bergen von Virginia nahe Catawba

Murphy heiratete 1949 die Schauspielerin Wanda Hendrix; die Ehe wurde 1951 geschieden. In zweiter Ehe heiratete er die ehemalige Stewardess und Militärkrankenschwester Pamela Archer, mit der er zwei Kinder hatte.

Über seine Kriegserlebnisse im Zweiten Weltkrieg schrieb Audie Murphy seine Autobiographie To Hell And Back, die 1949 erschien und in den USA zu einem Bestseller wurde. 1955 drehte er den Film Zur Hölle und zurück (To Hell and Back), in dem er selbst die Hauptrolle spielte.

Audie Murphy spielte in den 25 Jahren, die er in Hollywood verbrachte, in 44 Filmen mit, davon waren 33 Western.

Als seine besten Rollen gelten die in Die rote Tapferkeitsmedaille (1951) (The Red Badge of Courage) als Soldat im Amerikanischen Bürgerkrieg, der seine Angst besiegt, und die als Rancher in dem Indianerwestern Denen man nicht vergibt (The Unforgiven) (1959). Bei beiden Filmen führte John Huston Regie. Für seinen Beitrag zur Filmindustrie bekam er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in der 1601 Vine Street. Murphys deutsche Synchronstimme war häufig Eckart Dux.

Audie Murphy schrieb einige Gedichte und war sehr erfolgreich als Songwriter. Er arbeitete auch mit Guy Mitchell, Jimmy Bryant, Scott Turner, Coy Ziegler oder Terri Eddleman zusammen. Dutzende von Audie Murphys Songs wurden aufgenommen und von Künstlern wie Dean Martin, Eddy Arnold, Charley Pride, Jimmy Bryant, Porter Wagoner, Jerry Wallace, Roy Clark, Harry Nilsson und vielen anderen interpretiert. Seine beiden größten Hits waren Shutters and Boards und When the Wind Blows in Chicago.
Der Grabstein in Arlington weist den 20. Juni 1924 als Geburtsdatum aus

Audie Murphy starb am 28. Mai 1971 bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe von Roanoke (Virginia) auf dem Weg zu einem Geschäftstreffen. Das Privatflugzeug, in dem er saß, flog in dichtem Nebel gegen einen Berg, wobei alle sechs Insassen starben. Murphy wurde mit allen militärischen Ehren auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt. Auf seinen Wunsch zu Lebzeiten hin wurde sein Grabstein nicht – wie sonst für Träger der Medal of Honor üblich – mit Blattgold verziert, sondern in schlichtem Weiß gehalten. Der Grabstein nennt Murphys um ein Jahr vorverlegtes Geburtsdatum, wie es in den Unterlagen der US Army verzeichnet ist. Das Grab gehört nach dem von John F. Kennedy zu den meistbesuchten Gräbern in Arlington. Aus diesem Grunde wurde eigens ein Weg für die vielen Besucher angelegt. Murphy zum Gedenken hat der United States Postal Service am 1. Mai 2000 eine Briefmarke herausgegeben, nachdem sich mehr als 100.000 Menschen dafür eingesetzt hatten.
Orden und Auszeichnungen

Dienstnummer 01 692 509
Orden Medal of Honor

Amerikanische Auszeichnungen

    Medal of Honor
    Distinguished Service Cross
    Silver Star
    Legion of Merit
    Bronze Star
    U.S. Army Outstanding Civilian Service Medal
    Good Conduct Medal
    Presidential Unit Citation mit First Oak Leaf Cluster
    American Campaign Medal
    Bronze Service Arrowhead (für die Teilnahme bei der Landung auf Sizilien und in Südfrankreich)
    World War II Victory Medal
    Army of Occupation Medal mit Germany Clasp
    Armed Forces Reserve Medal
    Combat Infantryman Badge
    Marksman Badge mit Rifle Bar
    Expert Badge mit Bayonet Bar
    Purple Heart
    Army of Occupation Medal

Französisches Croix de guerre mit Palmenzweig

Französische Auszeichnungen

    Ehrenlegion, Rang Chevalier
    Croix de guerre mit Palmenzweig und mit silbernem Stern
    Médaille de la France libérée
    Fourragère in den Farben des Croix de guerre

Belgische Auszeichnungen

    Belgisches Croix de guerre mit Palmenzweig

Filmografie

    1948: Texas, Brooklyn and Heaven, Regie: William Castle
    1948: Beyond Glory, Regie: John Farrow
    1949: Gefängnis ohne Gitter (Bad Boy), Regie: Kurt Neumann
    1949: Verfemt (The Kid from Texas), Regie: Kurt Neumann
    1950: Sierra (Sierra) mit Wanda Hendrix, Regie: Alfred E. Green
    1950: Reiter ohne Gnade (Kansas Raiders), Regie: Ray Enright
    1951: Die rote Tapferkeitsmedaille (The Red Badge of Courage)
    1951: Flucht vor dem Tode (The Cimarron Kid), Regie: Budd Boetticher
    1952: Schüsse in New Mexiko (The Duel at Silver Creek), Regie: Don Siegel
    1953: Mündungsfeuer (Gunsmoke), Regie: Nathan Juran
    1953: Kolonne Süd (Column South)
    1953: Drei waren Verräter (Tumbleweed), Regie: Nathan Juran
    1954: Ritt mit dem Teufel (Ride Clear of Diablo), Regie: Jesse Hibbs
    1954: Adlerschwinge (Drums Across the River)
    1954: Destry räumt auf (Destry), Regie: George Marshall
    1955: Zur Hölle und zurück (To Hell and Back)
    1956: World in My Corner, Regie: Jesse Hibbs
    1956: Ritt in den Tod (Walk the Proud Land)
    1957: Das Fort der mutigen Frauen (The Guns of Fort Petticoat)
    1957: Die Uhr ist abgelaufen (Night Passage)
    1957: Suspicion (Fernsehserie, 1 Folge in The Flight), Regie: James Neilson
    1957: Die Rose von Tokio (Joe Butterfly), Regie: Jesse Hibbs
    1958: Vier Pfeifen Opium (The Quiet American), Regie: Joseph L. Mankiewicz
    1958: General Electric Theater (Werbesendung, 1 Folge in Incident), Regie: James Neilson
    1958: Der weiße Teufel von Arkansas (Ride a Crooked Trail)
    1958: Strich durch die Rechnung (The Gun Runners)
    1959: Auf der Kugel stand kein Name (No Name on the Bullet), Regie: Jack Arnold
    1959: Morgen bist du dran (The Wild and the Innocent), Regie: Jack Sher
    1959: Kampf ohne Gnade (Cast a Long Shadow), Regie: Thomas Carr
    1960: Startime (Fernsehserie, 1 Folge in The Man), Regie: Robert Stevens
    1960: Die Unerbittlichen (Hell Bent for Leather), Regie: George Sherman
    1960: Sieben Wege ins Verderben (Seven Ways from Sundown), Regie: Harry Keller
    1960: Denen man nicht vergibt (The Unforgiven)
    1960: Marschbefehl zur Hölle (War Is Hell') (als Erzähler)
    1961: Die gnadenlosen Vier (Posse from Hell), Regie: Herbert Coleman
    1961: Whispering Smith (Fernsehserie, mehrere Folgen als Det. Tom „Whispering“ Smith), Regie: Edward Ludlum
    1961: Schlacht an der Blutküste (Battle at Bloody Beach)
    1962: Sechs schwarze Pferde (Six Black Horses), Regie: Harry Keller
    1963: Der Eiserne Kragen (Showdown), Regie: R. G. Springsteen
    1963: Im Sattel ritt der Tod (Gunfight at Comanche Creek), Regie: Frank McDonald
    1964: In Montana ist die Hölle los (The Quick Gun), Regie: Sidney Salkow
    1964: Die letzte Kugel trifft (Bullet for a Badman)
    1964: Aufstand in Arizona (Apache Rifles), Regie: William Witney
    1965: Goldtransport durch Arizona (Arizona Raiders), Regie: William Witney
    1966: Der Mann aus Texas (The Texican)
    1966: Einer spielt falsch (Trunk to Cairo), Regie: Menahem Golan und Raphael Nussbaum
    1966: Der Colt ist das Gesetz (Gunpoint), Regie: Earl Bellamy
    1967: Gewehre zum Apachen-Paß (40 Guns to Apache Pass)
    1969: Zeit zu sterben (A Time for Dying), Regie: Budd Boetticher

Sonstiges

Die schwedische Metal-Band Sabaton veröffentlichte auf ihrem Album Heroes den Titel To Hell And Back, der von Audie Murphy handelt.

Der Dramatiker Arthur Miller berichtet in seiner Autobiografie, seine spätere Frau Inge Morath habe während der Dreharbeiten zu Denen man nicht vergibt den aus einem Boot gefallenen Nichtschwimmer Audie Murphy „in Höschen und Büstenhalter“ vor dem Ertrinken gerettet, nachdem der Regisseur John Huston und andere es ablehnten, sich um den Kriegshelden Sorgen zu machen.

Literatur

    Audie Murphy. To Hell and Back. H. Holt, New York NY 1949, (Auch: Owl Books, New York NY 2002, ISBN 0-8050-7086-9, (An Owl book)).
    Sue Gossett: Audie Murphy. Now Showing. Empire Publishing, Madison NC 2002, ISBN 0-944019-38-2, (Western movie books).
    Sue Gossett: The Films and Career of Audie Murphy. Empire Publishing, Madison NC 1996, ISBN 0-944019-22-6.
    Don Graham: No Name on the Bullet. A Biography of Audie Murphy. Viking Press und andere, New York NY 1989, ISBN 0-670-81511-X.
    Maria Hilz: Audie Murphy. Eine Bio- und Filmografie. Reinhard Weber, Landshut 1994, ISBN 3-9802987-2-8.
    Peter Kranzpiller: Audie Murphy. Verlag für Filmliteratur Kranzpiller, Vogt 1996, ISBN 3-89089-673-1, (Stars der Kinoszene 3).
    Bob Larkins, Boyd Magers: The Films of Audie Murphy. McFarland & Company, Jefferson NC 2004, ISBN 0-7864-1761-7.
    Robert Nott: Last of the Cowboy Heroes. The Westerns of Randolph Scott, Joel McCrea, and Audie Murphy. McFarland, Jefferson NC und andere 2000, ISBN 0-7864-0762-X.
    Harold B. Simpson: Audie Murphy, American Soldier. Bi-centennial Edition. Hill Jr. College Press, Hillsboro TX 1975, ISBN 0-912172-20-7.
    Charles Whiting: Hero. The Life and Death of Audie Murphy. Scarborough House, Chelsea MI 1990, ISBN 0-8128-3135-7.

Siehe auch

    Gregor Hauser: Mündungsfeuer: Die 50 besten B-Western der 50er Jahre und ihre Stars. Verlag Reinhard Marheinecke 2015, ISBN 978-3-932053-85-6.
    Peter Schrijvers: The Crash of Ruin: American Combat Soldiers in Europe During World War II. New York University Press 2001.
    Adrian R. Lewis: The American Culture of War: A History of US Military Force from World War II to Operation Iraqi Freedom. 2006.
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