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Autor Thema: Dr. Mabuse - Reihe (D, 1960 - 1964)  (Gelesen 1047 mal) Durchschnittliche Bewertung: 4
Dan Tanna Spenser
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« am: 27. Juni 2013, 22:30:42 »

Die 1000 Augen des Dr. Mabuse (1960)

Der Reporter Barter kommt bei einer Fahrt vom Hotel Luxor in das Fernsehstudio auf mysterise Weise ums Leben. Die Obduktion stellt fest, dass Barter durch eine winzige Stahlnadel im Schdel umgebracht wurde, was das Bundeskriminalamt und Interpol auf den Plan ruft. Ein alter Mitarbeiter der Polizei erinnert sich an den genialen Verbrecher Dr. Mabuse, der vor der Machtergreifung Hitlers in einem Irrenhaus starb. Man erkennt merkwrdige Parallelen zwischen dem aktuellen Fall und den Verbrechen von einst. Ist Mabuse am Leben? Die Suche nach einer Antwort fhrt Inspektor Kras zu dem geheimnisvollen Hellseher Cornelius und in das angesehene Hotel Luxor, in dem neben Fernsehreporter Barter auch noch zahlreiche weitere Opfer ungeklrter Verbrechen wohnten...





Im Stahlnetz des Dr. Mabuse (1961)

Der geniale Verbrecher Dr. Mabuse hlt wieder einmal die Welt in Atem. Mysterise Morde tragen eindeutig seine Handschrift, doch schon bald sind ihm Inspektor Lohmann, FBI-Agent Joe Como und die attraktive Journalistin Maria Sabrehm auf der Spur. Diese fhrt in das rtliche Gefngnis, in das offensichtlich ein geheimnisvolles Rauschgift geschmuggelt wird, das die Strflinge zu willenlosen Werkzeugen von Mabuse macht. Um die Hintermnner und ihren Chef Dr. Mabuse zu enttarnen, lsst sich Como selbst in das Zuchthaus einweisen. Dort gert er in Lebensgefahr...




Das Testament des Dr. Mabuse (1962)

Dr. Mabuse wird sicher in einem Irrenhaus verwahrt. Dennoch spielen sich geheimnisvolle berflle ab, die an die Praktiken des genialen Verbrechers erinnern. Ausfhrendes Werkzeug ist die Gangsterbande um den snobistischen Mortimer. Den eigentlichen Chef der Bande kennt niemand. Seine Befehle erteilt er stets hinter einem Vorhang. Als der Ganove Eddie die Identitt seines Chefs feststellen will, wird er von einem elektrischen Stromschlag gettet. Als Mortimer fr Ersatz sorgen soll, fllt seine Wahl auf den jungen Boxer Johnny Briggs. Dieser lsst sich entgegen aller Warnungen seiner Verlobten Nelly von Mortimer anwerben. Doch Inspektor Lohmann und sein Assistent Krger sind der Bande schon auf der Spur und erkennen bald, dass Dr. Mabuse in der Irrenanstalt hypnotische Fhigkeiten entwickelt hat, die auch den mysterisen Chef von Mortimers Bande beeinflussen...




Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse (1962)

Professor Erasmus und sein Assistent Dr. Bardorf haben eine Mglichkeit entwickelt Gegenstnde und auch Personen fr das menschliche Auge unsichtbar zu machen. Als nach einer Theatervorstellung mit der attraktiven Schaupielerin Liane Martin ein Kriminalbeamter ermordet wird, ruft Kommissar Brahm den erfahrenen amerikanischen Ermittler Joe Como auf den Plan. Dieser kommt bald hinter das Geheimnis von Professor Erasmus und erkennt, dass sich auch der geniale Verbrecher Dr. Mabuse fr dessen Erfindung interessiert. Da Joe Como ein Auge auf Liane Martin geworfen hat, wird diese kurzerhand von Mabuse hypnotisiert, um den Beamten in eine tdliche Falle zu locken...




Scotland Yard jagt Dr. Mabuse (1963)

Der Geist des genialen Verbrechers Dr. Mabuse lebt auch nach dessen Tod weiter und hat von dem Irrenarzt Professor Pohland Besitz ergriffen. Sein erstes Opfer ist der Hamburger Wissenschaftler Professor Laurentz, der ein elektronisches Gert entwickelt hat, mit dem man den Willen anderer Menschen beeinflussen kann. Pohland hat den Plan weitere solcher Gerte zu bauen. Die dazu bentigten Diamanten lsst er auf geniale Weise von der englischen Prinzessin Diana stehlen. Major Bill Tern von Scotland Yard bernimmt den Fall. Doch Bill Terns Mutter gert in das Fadenkreuz des elektronischen Gertes...




Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse (1964)

Der von Mabuse besessene Professor Pohland fristet sein Dasein inzwischen in einer Irrenanstalt, wo ihn der britische Geheimdienst-Major Bob Anders aufsucht. Doch der vermeintliche Pfleger Dr. Pohlands, Kaspar, schlgt Anders nieder und entfhrt den irren Patienten. Anders' Spur fhrt auf die Insel Malta, wo ein gewisser Professor Larsen in seinem Untersee-Labor eine Geheimwaffe entwickelt. Doch auch Mabuse versucht sich mit Hilfe verschiedener Masken Zugang zum Labor zu verschaffen. Gelingt es Anders unter den vielen Verdchtigen Mabuse zu entlarven?
Anmerkung:
 
Der im Vorspann und in zahlreichen Quellen genannte Schauspieler Wolfgang Preiss, der in fast allen Dr. Mabuse-Filmen der CCC-Film die Titelrolle spielte, wirkt in diesem Film nachweislich nicht mit. In dem Film befindet sich lediglich eine Einblendung eines frheren Mabuse-Filmes, die Wolfgang Preiss zeigt. Produzent Artur Brauner veranlasste dies und seine namentliche Nennung aus Grnden der Werbung.

« Letzte Änderung: 25. August 2017, 00:43:19 von Dan Tanna Spenser » Gespeichert

Ulf
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« Antworten #1 am: 28. Mai 2014, 18:31:06 »

Meine Lieblings-Mabuse-Filme sind die mit Gert Fröbe. Von mir gibt es  Sehr guter Film/Serie
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Goliath
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« Antworten #2 am: 03. Juni 2014, 10:33:14 »

Die Mabuse-Box ist ein Muss. Habe mir letztes Jahr nochmals alle Filme angeschaut.
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #3 am: 04. Juni 2014, 12:36:39 »

Die Mabuse-Box ist ein Muss. Habe mir letztes Jahr nochmals alle Filme angeschaut.

Es gibt nur einen Herr und Gebieter....Dan Tanna!!!!!!

Ok Ok...ich wollte doch auch mal totlachen totlachen

Richtig heißen muß es natürlich ja: Es gibt nur einen Herr und Gebieter....Dr. Mabuse! !
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Goliath
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« Antworten #4 am: 11. Juni 2014, 13:41:19 »

Schreib solche Sachen weiter und Du wirst von Dr. Mabuse abgeholt...  Grinsen
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #5 am: 11. Juni 2014, 14:37:24 »

Schreib solche Sachen weiter und Du wirst von Dr. Mabuse abgeholt...  Grinsen

Endlich ein neuer Teil!!!!! Grinsen Grinsen

Dr Mabuse gegen Dan Tanna totlachen
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« Antworten #6 am: 12. Juni 2014, 13:44:38 »

Schreib solche Sachen weiter und Du wirst von Dr. Mabuse abgeholt...  Grinsen

Endlich ein neuer Teil!!!!! Grinsen Grinsen

Dr Mabuse gegen Dan Tanna totlachen

Und Dan Tanna stirbt schon im Intro...  totlachen
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #7 am: 12. Juni 2014, 18:54:45 »

Schreib solche Sachen weiter und Du wirst von Dr. Mabuse abgeholt...  Grinsen

Endlich ein neuer Teil!!!!! Grinsen Grinsen

Dr Mabuse gegen Dan Tanna totlachen

Und Dan Tanna stirbt schon im Intro...  totlachen

Das werden wir ja noch sehen Grinsen
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« Antworten #8 am: 23. August 2017, 21:34:17 »


Scotland Yard jagt Dr. Mabuse (1963)

Der Geist des genialen Verbrechers Dr. Mabuse lebt auch nach dessen Tod weiter und hat von dem Irrenarzt Professor Pohland Besitz ergriffen. Sein erstes Opfer ist der Hamburger Wissenschaftler Professor Laurentz, der ein elektronisches Gert entwickelt hat, mit dem man den Willen anderer Menschen beeinflussen kann. Pohland hat den Plan weitere solcher Gerte zu bauen. Die dazu bentigten Diamanten lsst er auf geniale Weise von der englischen Prinzessin Diana stehlen. Major Bill Tern von Scotland Yard bernimmt den Fall. Doch Bill Terns Mutter gert in das Fadenkreuz des elektronischen Gertes...


Der Film ist kurzweilig, fantastisch besetzt, kann aber keinesfalls mit seinen Vorgängern mithalten.
Auch wenn ich vom trashigen Gesichtspunkt aus, mit dem Fotoapperat und Hörgerät kein Problem habe, sind es genau diese Merkmale, die den sowieso schon schwächer inszenierten Film (Lag es vielleicht auch am Budget?)runtereisen.
Ich habe das Gefühl, man wollte mit einem "Mabuse bzw. Edgar Wallace Budget", einen international wirkenden Film drehen?
Dies kann ja nur schief gehen.
Die Story an sich finde ich gar nicht schlecht.
Peter van Eyk spielt wie immer sehr gut, Werner Peters als Kommisar ist gewiss nicht schlecht, hat aber zu wenig starke Szenen. Agnes Windeck als "Mama" von Peter van Eyk, will mir nicht so recht schmecken, weil sie dem Film einen etwas lächerlichen Beigeschmack gibt.
Dies passt für mich einfach nicht, obwohl ich Agnes Windeck sonst echt klasse finde.
Sabine Bethmann finde ich völlig untalentiert und schlecht. Nicht der Rede wert.
Vielleicht war auch der Regisseur dran schuld. Dieter Borsche ist genial in seiner Rolle und hat meiner Meinung nach die besten Szenen.
Walter Rilla in der Titelsequenz, finde ich klasse.
Allerdings hätte man sich im Mittelteil des Films, seine Synchronstimme sparen können. Dies reißt seine Leistung runter.
Liegt es daran, das der Film in England spielt oder zum Teil auch ein B.E.Wallace Film sein soll aber die Mabuse typische Atmosphäre ist höchstens in der Titelsequnz zu spüren.
Die Musik ist, meiner Meinung nach, die schlechteste der ganzen Serie.

Am Ende sieht man Peter Van Eyk mit Sabine Bethmann eng umschlungen, bevor die Abblende kommt.
Flugs wurde noch ein Satz von Werner Peters in den Ton gemischt "Ich glaube ich störe hier". Man wollte wohl, das Werner Peters einen "Austritt aus dem Film" hat, in dem man es billig gelöst hat und einfach aus dem Off seine Stimme dazu mischt. Genauso billig wirkt der ganze Film.
Trotzdem habe ich mich gut unterhalten.

Fazit:
2 von 5 Serie/Film kann man sich mal ansehen
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« Antworten #9 am: 23. August 2017, 21:36:53 »


Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse (1964)

Der von Mabuse besessene Professor Pohland fristet sein Dasein inzwischen in einer Irrenanstalt, wo ihn der britische Geheimdienst-Major Bob Anders aufsucht. Doch der vermeintliche Pfleger Dr. Pohlands, Kaspar, schlgt Anders nieder und entfhrt den irren Patienten. Anders' Spur fhrt auf die Insel Malta, wo ein gewisser Professor Larsen in seinem Untersee-Labor eine Geheimwaffe entwickelt. Doch auch Mabuse versucht sich mit Hilfe verschiedener Masken Zugang zum Labor zu verschaffen. Gelingt es Anders unter den vielen Verdchtigen Mabuse zu entlarven?
Anmerkung:
 
Der im Vorspann und in zahlreichen Quellen genannte Schauspieler Wolfgang Preiss, der in fast allen Dr. Mabuse-Filmen der CCC-Film die Titelrolle spielte, wirkt in diesem Film nachweislich nicht mit. In dem Film befindet sich lediglich eine Einblendung eines frheren Mabuse-Filmes, die Wolfgang Preiss zeigt. Produzent Artur Brauner veranlasste dies und seine namentliche Nennung aus Grnden der Werbung.



Dieses Werk hat wirklich ausgesprochenen Trash-Reiz. Die Besetzung ist der Hammer: u.a O.E. Hasse, Leo Genn, Valery Inkijinoff, Gustavo Rojo, Dieter Eppler. Die Titelmusik mag ich von allen Mabuse-Musiken am liebsten und ist auch eine meiner liebsten der ganzen mir bekannten 60er-Deutsch-Krimis. Die Schauplätze sind schön exotisch und atmosphärisch, die Urlaubs-Stimmung kommt gut rüber. Die Inszenierung langweilt prozentual weniger, als bei den meisten Mabuse-Vorgängern (nach der Lang-Ära). Es mag Filme geben, denen man mehr Höhepunkte zurechnet, aber dafür hat dieses Werk so gut wie keine Tiefpunkte. Der Film weiß wo er steht und hält sein Level, was man gerade bei Reinls Krimis manchmal vermisst - die sind dann sozusagen entweder richtig gut oder nerven.
Sicher, die Story ist weitaus trashiger als beim „Stahlnetz“, den „1000 Augen“ und dem „Testament“ und auch krasser als die „unsichtbaren Krallen“ und die Figur von Leo Genn ist überaus grotesk, aber das Ganze ist in sich irgendwie ein Geniestreich, der letztlich auch gewisse parodistische Züge, sowohl in Richtung Mabuse als auch in Richtung Bond, hat. Im Prinzip ähnlich wie „Das 7. Opfer“ unter den BEW’s. Und an sich ist das Geschehen gar nicht mal wenig intelligent, besonders das Finale ist diesbezüglich noch mal sehr markant und überhaupt mit eine der prägnantesten Szenen der Reihe.
Dass man Dieter Eppler nicht mit seiner eigenen Stimme hört finde ich schade, wohingegen die Besetzung von Arnold Marquis für Leo Genn in Bezug auf das Groteske der Figur, die ein wenig an den legendären Ermittler-Part mit steifem Arm von Lionel Atwill in „Frankensteins Sohn“ (der in Mel Brooks’ „Frankenstein Junior“ parodiert wurde) erinnert, sehr konsequent ist.

Fazit: Fällt bei den 60er-Mabuses nach Fritz Lang von der Machart aus dem Rahmen, wofür es aber auch an der Zeit war, da die gewohnte Masche sich ihrem Ende entgegen neigte. Die Verlegung zu einem exotischen Schauplatz kam daher zur rechten Zeit, außer man hätte mal was in petto gehabt, das auch das gewohnte Mabuse-Ambiente wieder interessanter gemacht, aus den etwas festgefahrenen Schemen herausgeholt und starke Variationen nicht nötig gemacht hätte. Bis dahin war das alte Schema gut und brachte noch Einiges an guten Sachen innerhalb der Filme hervor, aber ein weiterer derartiger Film, wäre, denke ich, einer zu viel gewesen.
Ein in allen Punkten ziemlich guter Film, nirgendwo wirklich schwach, daher also in sich sehr schlüssig, bis auf die Musik auch nirgendwo absolut herausragend, aber konsequent etwas überdurchschnittlich unterhaltsam. Der Adventure-Faktor ist gerade durch die Schauplätze sehr hoch und die Action kommt nicht zu kurz. Die Schauspieler sind ziemlich cool gewählt. Hätte man ein Paar Reserven noch weiter ausgeschöpft wäre es ein echtes exotisches Groschenheft-Trash-Meisterwerk mit Selbstironie geworden.
Dass die Reihe danach zu Ende ging würde ich doch an der recht unkonventionellen Machart festmachen wollen, die erklären dürfte, warum der Film vielleicht nicht sonderlich gut ankam oder die Kassen nicht klingelten, aber allein deswegen die Qualität in die Dreck zu reden wäre ja unsinnig. Es gibt halt auch Filme, die ihrer Zeit letztlich irgendwo voraus sind... Vielleicht sogar jetzt noch?!
Was vielleicht etwas fehlt ist auch hier ein weiterer richtiger Ermittler à la Werner Peters in „Scotland Yard jagt Dr. Mabuse“, was ich auch schon beim „Testament“ bemängelte und was in „Stahlnetz“ und den „unsichtbaren Krallen“ in der Umsetzung zu wünschen übrig ließ. Man hätte das Werk nicht unbedingt derartig auf Peter van Eyck zuschneiden müssen, wenngleich ein auf van Eyck zugeschnittener Krimi in der Regel immer noch (deutlich) besser ist als ein stark auf manche andere deutsche Krimi-Helden-Schauspieler zugeschnittener Wallace/Co.-Film (Harald Leipnitz, Joachim Fuchsberger und mehr oder weniger: Klausjürgen Wussow und Hansjörg Felmy), die in der Form dafür einfach nicht der Typ sind.

4,5/5 Punkten Sehr guter Film/Serie / Geniale/r Film/Serie
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« Antworten #10 am: 24. August 2017, 22:00:38 »


Das Testament des Dr. Mabuse (1962)

Dr. Mabuse wird sicher in einem Irrenhaus verwahrt. Dennoch spielen sich geheimnisvolle berflle ab, die an die Praktiken des genialen Verbrechers erinnern. Ausfhrendes Werkzeug ist die Gangsterbande um den snobistischen Mortimer. Den eigentlichen Chef der Bande kennt niemand. Seine Befehle erteilt er stets hinter einem Vorhang. Als der Ganove Eddie die Identitt seines Chefs feststellen will, wird er von einem elektrischen Stromschlag gettet. Als Mortimer fr Ersatz sorgen soll, fllt seine Wahl auf den jungen Boxer Johnny Briggs. Dieser lsst sich entgegen aller Warnungen seiner Verlobten Nelly von Mortimer anwerben. Doch Inspektor Lohmann und sein Assistent Krger sind der Bande schon auf der Spur und erkennen bald, dass Dr. Mabuse in der Irrenanstalt hypnotische Fhigkeiten entwickelt hat, die auch den mysterisen Chef von Mortimers Bande beeinflussen...





Der Gehaltvollste der 60er-Fritz Lang-Nachfolger. Atmosphärisch und in der restlichen Machart eine schöne Synthese aus Lang und 60er-Typischem. Entsprechend ist auch die Rolle von Harald Juhnke, der allerdings auch wirklich Spaß macht. Wolfgang Preiss und Walter Rilla bieten eine brillante „Rollenübergabe“, Gert Fröbe überzeugt wie immer mit viel Charisma. Auch ansonsten viele sehr gute, markante schauspielerische Leistungen, z.B. der markante Leon Askin und der hier ideal besetzte Charles Regnier.
Mir persönlich fehlt der ein oder andere bombastische Moment mehr und ein richtiger für Mabuse-typischer zweiter Ermittler, wie in den Vorgängern und auch bei "Scotland Yard jagt Dr. Mabuse", der ja leider schon bei Lowitz in den "unsichtbaren Krallen" relativ kurz und klar hinter Ermittler Nr. 1 gehalten wurde und für den Juhnkes Part hier in der Richtung natürlich recht wenig hermacht. Ich finde gerade die Doppel-Ermittler-Struktur bei Mabuse vom Prinzip her äußerst genial und absolut phantastisch, wenns richtig zusammenpasst, wie in den "1000 Augen" und "Scotland Yard jagt Dr. Mabuse". Ansonsten hab’ ich an diesem sehr routinierten Film nichts auszusetzen.

4,5/5 Punkten Sehr guter Film/Serie
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« Antworten #11 am: 24. August 2017, 23:32:25 »


Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse (1962)

Professor Erasmus und sein Assistent Dr. Bardorf haben eine Mglichkeit entwickelt Gegenstnde und auch Personen fr das menschliche Auge unsichtbar zu machen. Als nach einer Theatervorstellung mit der attraktiven Schaupielerin Liane Martin ein Kriminalbeamter ermordet wird, ruft Kommissar Brahm den erfahrenen amerikanischen Ermittler Joe Como auf den Plan. Dieser kommt bald hinter das Geheimnis von Professor Erasmus und erkennt, dass sich auch der geniale Verbrecher Dr. Mabuse fr dessen Erfindung interessiert. Da Joe Como ein Auge auf Liane Martin geworfen hat, wird diese kurzerhand von Mabuse hypnotisiert, um den Beamten in eine tdliche Falle zu locken...





Die Szenen mit Unsichtbaren sind optisch ziemlich eindrucksvoll eingefangen, Lex Barker fand ich hier auch recht gut, gewohnt routiniert, wie auch im Vorgänger. Das Duo mit Siegfried Lowitz kränkelt allerdings genauso wie das mit Gert Fröbe. Leider Gottes, denn die Schauspieler waren jeweils beide gut. Da hakts wirklich an Drehbuch und Regie, zumal Lowitz zu kurz kommt.
Karin Dor spielt hier insgesamt, meiner Meinung nach, eine ihrer seifigsten Rolle innerhalb Wallace, Epigonen und Mabuse. Auch das ist vorrangig dem Drehbuch geschuldet, aber auch nicht viel über Wert verkauft. Ihr Zusammenspiel mit Lex Barker gefiel mir allerdings gut.
Rudolf Fernau spielt wieder recht gut, aber gerade seine Rolle ist noch seifiger, als die von Karin Dor, bis hin zum Schmalz. Das Zussammentreffen beider ist bissig...

Fazit: Schauspielerisch insgesamt der trockenste Mabuse-Film, wodurch dem Film bereits ein Element fehlt, was die übrigen Filme in ihren Grundlagen übermäßig auszeichnet. Die Tricks sind ganz nett, die Story nicht unbedingt unclever, aber teilweise sehr bieder und eindimensional. Die Regie ist punktuell ziemlich gelungen, als Gesamtes reißt sie das Geschehen aber nicht aus einer gewissen Eintönigkeit heraus. Aus heutiger Sicht der 60er-Mabuse-Film, der mit Abstand am Veraltetsten wirkt.

3/5 Punkten Guter Film/Serie
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« Antworten #12 am: 24. August 2017, 23:36:16 »


Im Stahlnetz des Dr. Mabuse (1961)

Der geniale Verbrecher Dr. Mabuse hlt wieder einmal die Welt in Atem. Mysterise Morde tragen eindeutig seine Handschrift, doch schon bald sind ihm Inspektor Lohmann, FBI-Agent Joe Como und die attraktive Journalistin Maria Sabrehm auf der Spur. Diese fhrt in das rtliche Gefngnis, in das offensichtlich ein geheimnisvolles Rauschgift geschmuggelt wird, das die Strflinge zu willenlosen Werkzeugen von Mabuse macht. Um die Hintermnner und ihren Chef Dr. Mabuse zu enttarnen, lsst sich Como selbst in das Zuchthaus einweisen. Dort gert er in Lebensgefahr...




Der erste Mabuse-Film hat durch die Beteiligung von Fritz Lang irgendwie einen hervorgehobenen Stellenwert, die anderen 60er Mabuses nehmen sich bei mir in der Bewertung wirklich nicht viel.
"Stahlnetz" zählt bei mir zu den zweiten drei. Mir gefällt es nicht so, dass die Story auf einen betont jüngeren Ermittler zugeschnitten ist, als der erste Film, wobei anzumerken ist, dass dies im Prinzip einer der ersten wirklichen 60s-Agenten-Filme war, der allein vom Heldentypis her schon charakteristisch ist, wenngleich natürlich sichtbar ein früher, von Bond unbeeinflusster Film. Dass das Werk vor Bond selbst kam ist interessant. Die Inszenierung fand ich weniger prägnant als bei den meisten anderen Mabuse-60er-Filmen und auch die Story ist insgesamt
vergleichsweise(!) relativ unspektakulär und als erste Fortsetzung zu Fritz Lang wirklich zu bieder-trashig. Dagegen bombt die Besetzung, wie bei allen Mabuse-Filmen, aber äußerst und das reißt viel raus.

3,5/5 Punkten Sehr guter Film/Serie
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« Antworten #13 am: 24. August 2017, 23:39:40 »

Die 1000 Augen des Dr. Mabuse (1960)

Der Reporter Barter kommt bei einer Fahrt vom Hotel Luxor in das Fernsehstudio auf mysterise Weise ums Leben. Die Obduktion stellt fest, dass Barter durch eine winzige Stahlnadel im Schdel umgebracht wurde, was das Bundeskriminalamt und Interpol auf den Plan ruft. Ein alter Mitarbeiter der Polizei erinnert sich an den genialen Verbrecher Dr. Mabuse, der vor der Machtergreifung Hitlers in einem Irrenhaus starb. Man erkennt merkwrdige Parallelen zwischen dem aktuellen Fall und den Verbrechen von einst. Ist Mabuse am Leben? Die Suche nach einer Antwort fhrt Inspektor Kras zu dem geheimnisvollen Hellseher Cornelius und in das angesehene Hotel Luxor, in dem neben Fernsehreporter Barter auch noch zahlreiche weitere Opfer ungeklrter Verbrechen wohnten...





Bei dem Film versagte während der abschließenden Autoverfolgungsjagd leider mein Videorekorder, weil der Film zu spät übern Sender ging. Ich hoffe mal, dass hier nicht zu viel unnötig gespoilert wird. Ist damit der einzige Mabuse der 60er und 70er, den ich nicht komplett gesehen habe. Werde das bei der nächsten TV-Ausstrahlung umgehend nachholen. Im Moment ist mir die Box noch deutlich zu teuer.
Gert Fröbe ("Mabuse, Mabuse...") als Ermittler ist ein absoluter Knaller, wunderbar "volldeutsch", was natürlich auch stark durch seine unvergleichliche Sprache kommt, sehr charismatisch und als Vertreter seines Milieus absolut glaubwürdig. Allein er strahlt schon eine Unmenge an Atmosphäre aus. Es ist schön zu sehen, wie er in Statur, Typ und Art der Artikulation an den Ur-Lohmann Otto Wernicke erinnert, trotzdem aber ebenso unverwechselbar spielt, wie auch sein Vorgänger unverwechselbar war.
Peter van Eyck als Gentleman-Kontra-und-Duo-Part zu Fröbe ist schauspielerisch eine absolut gleichwertige Hauptrolle. Der hier, im Gegensatz zu Wallace, und noch vor diesen Filmen, erfrischend ungezwungen-locker besetzte Werner Peteres komplettiert das Trio der international mit erfolgreichsten deutschen Schauspieler der weiteren 60er (van Eyck machte ja international auch vorher schon von sich reden). Es ist interessant, wie dieser Film deutsche Hollywood-Schauspieler geeint vorwegnimmt. Fritz Lang bewies bei der Besetzung seiner Hauptrollen ebenso Gespür wie bei der gewohnt ausdruchsstarken Inszenierung.
Wolfgang Preiss als Mabuse ist stimmlich und optisch eine sehr gelungene Besetzung. Nicht überzogen wahnwitzig, sondern irgendwie erschreckend realitätsnah. Der überzeugte, menschlich-verwurzelte Wahnsinn kommt wirklich zum Greifen nah. Besonders Reinhard Kolldehoff habe ich als "Klumpfuß" noch als sehr prägnant in Erinnerung.

Ich würde dem Film tendenziell ganz klar volle 5 Punkte geben. Geniale/r Film/Serie
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