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Autor Thema: Getaway - Ein Mann explodiert (The Getaway) (USA, 1972)  (Gelesen 1438 mal) Durchschnittliche Bewertung: 5
Dan Tanna Spenser
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« am: 28. Juni 2013, 01:56:09 »

Sam Peckinpahs Kino der 70er Jahre ist eines der Verbitterung. Der groe amerikanische Regisseur, der mit Filmen wie Sacramento und natrlich The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz den Western zeitgleich, aber auf ganz andere Art als die italienischen Filmemacher erneuert hat, war immer so etwas wie ein Gesetzloser in Hollywood, ein Individualist, der das System nie richtig besiegen konnte. Das hat mit der Zeit immer deutlichere Spuren hinterlassen in seiner Arbeit, auch in Getaway, seinem erfolgreichsten und auf den ersten Blick vielleicht sogar unpersönlichstem Film. Natrlich fallen auch hier die typischen, virtuos inszenierten Action-Momente und die den Fluss der Zeit aufhebenden Montage-Sequenzen zuallererst ins Auge und verweisen auf den eigenwilligen Regisseur, der das moderne Action-Kino mitbegrndet hat.
Ein genauerer (zweiter) Blick lsst aber auch die Geschichte des professionellen Gangsters und Bankrubers Carter 'Doc' McCoy (Steve McQueen) und seiner Frau Carol (Ali MacGraw), die nach einem schiefgelaufenen Bankberfall vor der Polizei, ihren Auftraggebern und einem soziopathischen Partner nach Mexiko fliehen mssen, in etwas anderem Licht erscheinen. Getaway kommt zwar nicht an Peckinpahs überwältigende Meisterwerke (die rekonstruierten Fassungen von The Wild Bunch und Pat Garrett jagt Billy the Kid) heran, aber man kann diese geradlinige Genre-Geschichte durchaus als faszinierende, subversive Abrechnung mit dem System des amerikanischen Films verstehen. Peckinpah bedient hier die Konventionen all der Stories von den einsamen, nur ihrem eigenen Kodex verpflichteten Individualisten und kommentiert zugleich die Stellung, die ein genauso denkender Filmemacher innerhalb von Hollywood hat. Peckinpah selbst ist der Mann, der sich hier wie Steve McQueen an Geschäftemacher und skrupellose Machtmenschen verkaufen muss und dem als einzige Zuflucht Mexiko, dieses Paradies der von der Zeit überholten, bleibt





Handlung

Der in einem texanischen Gefängnis einsitzende Gangster Carter „Doc“ McCoy wird mit Hilfe des Lokalpolitikers Benyon vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen. Als Gegenleistung musste McCoys Frau Carol mit Benyon schlafen. Der korrupte Politiker engagiert McCoy nach der Haftentlassung für einen Banküberfall, um eine Veruntreuung von 250.000 Dollar zu verschleiern. Insgeheim beabsichtigt Benyon, den Gangster anschließend zu beseitigen. Für die Durchführung des Überfalls stellt er McCoy zwei Komplizen zur Seite, die Berufsverbrecher Frank Jackson und Rudy Butler. Doch bereits bei den Vorbereitungen kommt es zu ersten Reibereien zwischen McCoy und Butler.

Der Banküberfall verläuft nicht nach Plan. Das Geld wird zwar erbeutet, aber Jackson erschießt einen Wachmann. Er selbst wird auf der Flucht von seinem Komplizen Butler ermordet. McCoy und Carol fahren zum vereinbarten Treffpunkt. Dort versucht Butler, auch McCoy aus dem Weg zu räumen, um die Beute für sich zu behalten, doch der misstrauische McCoy schießt schneller. Bei der vereinbarten Aufteilung der Beute in Benyons Haus erschießt Carol Benyon, nachdem dieser McCoy über die genauen Umstände seiner Haftentlassung und den krummen Deal mit dem Geld aufgeklärt hat.

Die Eheleute flüchten anschließend Richtung Mexiko. Sie werden dabei von der Polizei, Benyons Spießgesellen und Rudy Butler verfolgt. Dieser war von McCoys Kugeln nur leicht verletzt worden, da er noch eine für den Banküberfall beschaffte schusssichere Weste trug. Butler überfällt einen Tierarzt und dessen Frau, um sich die Schusswunde versorgen zu lassen. Anschließend nimmt er dem Mann Wagen und Frau ab. Der von Butler als Chauffeur zur Verfolgung McCoys eingesetzte Tierarzt begeht später Selbstmord.

Die Flucht von Doc McCoy und Carol ist damit nicht zu Ende. So gelingt es einem Gauner durch einen Trick, vorübergehend den Geldkoffer zu entwenden. McCoy besorgt sich in einem Laden schließlich eine Schrotflinte und Munition, da taucht auch schon die Polizei auf. Er schießt sich den Weg frei, ein Polizeiauto bleibt als brennender Schrotthaufen zurück.

Die Beziehung des Gangsterpärchens gerät weiter unter Druck, da McCoy Carol die Eskapade mit Benyon nicht verzeihen will. Die sparsamen Dialoge zeichnen das Bild zweier Menschen, die sich nichts mehr zu sagen haben und deren Gefühle füreinander abgekühlt sind. Als sie sich auf der Flucht in einem Müllcontainer verstecken und zum Müllplatz gefahren werden, stehen sie vor dem Scherbenhaufen ihrer Ehe und erwägen die Trennung. Doch sie entscheiden sich, gemeinsam weiterzumachen, McCoy verzeiht Carol.

An dem ursprünglich vereinbarten Treffpunkt, Laughlin's Hotel in El Paso an der mexikanischen Grenze, endet die Verfolgungsjagd. Es kommt zu einer fulminanten Schießerei. Nachdem die McCoys alle Verfolger ausgeschaltet haben, müssen sie schleunigst das Weite suchen. Sie halten einen Pickup an. Der Fahrer, ein alter Cowboy, gibt sich kooperativ und bringt das Paar über die Grenze nach Mexiko.

Auszeichnungen

    Quincy Jones war für einen Golden Globe nominiert
    Der Film gewann einen Golden Reel Award

Kritik

    Lexikon des internationalen Films: Teilweise brillant inszenierter Thriller, der sein Thema, das Problem des naiven Verhältnisses der amerikanischen Gesellschaft zur Gewalt, durch die reißerische und brutale Fassade verdeckt.

    Cinema: Der stilvolle Klassiker fand 1994 ein lasches Remake mit Alec Baldwin und Kim Basinger. Fazit: Knallharter, atemloser Thriller der Extraklasse[2]

Hintergrund

    Ben Johnson spielte bereits 1969 in The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz unter Sam Peckinpah
    Ali MacGraw spielte 1978 in Convoy erneut unter Sam Peckinpah
    Steve McQueen drehte bereits 1971 mit Junior Bonner einen Film mit Sam Peckinpah
    Ali MacGraw und Steve McQueen lernten sich bei den Dreharbeiten kennen; sie heirateten 1973, doch die Ehe wurde bereits 1978 vor den Dreharbeiten zu Convoy wieder geschieden

Neuverfilmung

1994 wurde eine gleichnamige Neuverfilmung von Roger Donaldson gedreht. Wieder verfasste Walter Hill das Drehbuch. Die Rollen der McCoys übernahm mit Alec Baldwin und Kim Basinger erneut ein reales Ehepaar. Weitere Darsteller waren Michael Madsen, James Woods, Jennifer Tilly, Richard Farnsworth und Philip Seymour Hoffman. Das Remake wurde als künstlerischer und kommerzieller Flop eingestuft, der dem Klassiker aus den 1970ern nicht gerecht würde. Basinger war zwar für den MTV Award als Most desirable Woman nominiert, aber auch als Schlechteste Schauspielerin für die Goldene Himbeere.

Literatur

    Jim Thompson: Getaway. Kriminalroman. Diogenes, Zürich 1992 (Originaltitel: Getaway, übersetzt von Günther Panske, Klaus Timmermann), ISBN 3-257-22509-1.
« Letzte Änderung: 11. Juni 2015, 23:13:25 von Dan Tanna » Gespeichert

Dan Tanna Spenser
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« Antworten #1 am: 28. Juni 2013, 01:56:54 »


Ebenfalls ein sehr empfehlenswerter Actionfilm aus den 70ger Jahren. Sehe ich auch immer wieder gern Happy Sehr viel besser als das überflüssige Remake aus den 90gern.
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holly
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« Antworten #2 am: 02. Juli 2013, 14:03:10 »

neben bullitt mein favorit von mc queen-der score von lalo schifrin ist genial-und die bestetzung bis in die nebenrollen ertklassig.seine western haben bei mir einen sonderstatus-gerade die glorreichen 7 zähle ich zu den 10 besten western ever....
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #3 am: 02. Juli 2013, 19:30:10 »

neben bullitt mein favorit von mc queen-der score von lalo schifrin ist genial-und die bestetzung bis in die nebenrollen ertklassig.seine western haben bei mir einen sonderstatus

Gehört auch zu meinen absoluten Lieblingsfilmen mit McQueen Happy

gerade die glorreichen 7 zähle ich zu den 10 besten western ever....

Sehe ich auch so....bei mir sogar in den Top 5 Happy
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #4 am: 20. August 2013, 22:42:00 »

Nun kommt ein weiteres Remake des Films in unsere Kinos. Diesmal mit Ethan Hawke und Selena Gomez in den Hauptrollen.

Weiß nicht, was ich davon halten soll....
http://www.imdb.com/title/tt2167202/?ref_=fn_al_tt_1
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Jesse
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« Antworten #5 am: 21. August 2013, 08:56:41 »

neben bullitt mein favorit von mc queen

Dito...  zwinkern
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holly
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« Antworten #6 am: 21. August 2013, 08:59:26 »

gar nichts halte ich davon-es gibt noch so viele erstklassige,nicht verfilmte crime storys-da muß mann nicht immer wiederden selben brei aufkochen.besser als packinpah 1972 kann es ohnehin keiner!
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wbohm
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#DontKillSeanBean



« Antworten #7 am: 21. August 2013, 12:51:54 »

Selena Gomez? Ich glaub's einfach nicht. Die schrecken doch mittlerweile vor garnichts mehr zurück.  Ein ehemaliges Disney Sternchen soll doch tatsächlich Ali MacGraw's Rolle übernehmen. WTF

Ethan Hawke geht ja noch, wenn natürlich auch kein Steve McQueen. Aber warum Ethan...ist Justin Bieber immer noch im Stimmbruch?  Grinsen

Der Film wandert sofort auf meine "to avoid" Liste


edit: Ich sehe gerade, dass ich hier, unverständlicherweise, noch garnichts zum Original Meisterwerk geschrieben haben. Dieser Original Film ist natürlich einer meiner Lieblingsfilme mit Steve und keinesfalls auf meiner "Nicht-Anschau liste" , nur damit keine Missverständnisse auftreten Grinsen

5 Sterne für's Original
« Letzte Änderung: 21. August 2013, 12:56:14 von wbohm » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 21. August 2013, 12:56:30 »

Mir gefiel schon das erste Remake mit Alec Baldwin und Kim Basinger nicht so sonderlich....holly bescheibts schon richtig. Das Trio Peckinpah / McQueen / MacGraw bleibt unschlagbar! Happy
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wbohm
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#DontKillSeanBean



« Antworten #9 am: 21. August 2013, 12:58:52 »

Mir gefiel schon das erste Remake mit Alec Baldwin und Kim Basinger nicht so sonderlich.

Ich fand das Remake mit Kim Basinger nicht so schlecht. Natürlich nicht so gut wie's Original, aber Kim ist eben Kim  Hinterlistig. Aber jetzt dieses Re-Remake mit dem "Sternchen" ist wirklich unnötig wie ein Kropf.  Das ist doch kein Teenie-Film  sauer
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« Antworten #10 am: 11. Juni 2015, 18:57:32 »

Mir gefiel schon das erste Remake mit Alec Baldwin und Kim Basinger nicht so sonderlich.

Ich fand das Remake mit Kim Basinger nicht so schlecht. Natürlich nicht so gut wie's Original, aber Kim ist eben Kim  Hinterlistig. Aber jetzt dieses Re-Remake mit dem "Sternchen" ist wirklich unnötig wie ein Kropf.  Das ist doch kein Teenie-Film  sauer

Hat den enn mittlerweile jemand gesehen? ich habe ihn absichtlich ausgelassen...da schaue ich mir lieber das unschlagbare Original an!
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« Antworten #11 am: 12. Juni 2015, 10:42:16 »

Einer der wenigen Gangsterfilme, der das Leben eines Kriminellen absolut trist und hoffnungslos beschreibt. Keine Lagerfeuerromantik und kein Heldenepos. Trotzdem wenigstens eine Art Happy End. Peckinpah war ein großer Filmemacher  Freuen !
Steve McQueen konnte Fatalisten immer besonders gut spielen. Obwohl er gar nicht der Typ dazu war.
Ein Spitzenfilm! Nirgendwo passt das abgenützte Sprichwort, "Verbrechen zahlt sich nicht aus", besser.
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« Antworten #12 am: 22. Juli 2016, 12:17:02 »

Mein Lieblingsfilm von Steve McQueen. Tolle Story und Action und ebenfalls tolle Nebendarsteller wie Al Lettieri.

Schon ungewöhnlich, wie oft McQueen seine damalige Freundin Ali McGraw im Film ins Gesicht schlägt.

Meine Bewertung:  Geniale/r Film/Serie
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« Antworten #13 am: 08. Oktober 2018, 23:45:01 »

Meine Nummer 3 an Lieblingsfilmen mit Steve! Steve und Ali MacGraw, erinnert schon fast an Bonnie und Clyde, sehr eindringlich gespielt, hochdramatisch und actionreich. Großes Action Highlight der 70er Jahre.
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #14 am: 22. Juni 2019, 18:14:47 »

Heute stand ein weiterer ganz großer Steve McQueen Klassiker auf den Plan. Nach "Junior Bonner" drehte McQueen gleich darauf ein weiteres Mal für den großen Regie-Meister Sam Peckinpah. Ein Actionfilom, der das Genre revolutionierte. Dieser Film beruht auf den gleichnamigen Roman von Jim Thompson In diesem Film lernten sich Steve McQueen und Ali MacGraw kennen und lieben und heirateten kurz darauf auch. 1978 wurde die Ehe dann wieder geschieden. Die Musik zu dem Film stammt von keinem geringeren als Quincy Jones. Der gesungene Song im Apspann stammte ebenfalls von Quincy KJones, gesungen von Toots Thielemans. Von den Film gibt es auch zwei (unnötige) remakes - von 1996 mit Alecx Baldwin und Kim Basinger und von 2003 mit Ethan Hawke und Selena Gomez.

Hier der Song und die Schlußszene des Films:
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=zjydZbfUKXc" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=zjydZbfUKXc</a>

Die Co Stars:
Die leider einzige Zusammenarbeit zwischen Steve McQueen und der bezaubernden Ali MacGraw - in meinen Augen einer der schönsten Frauen der 70er Jahre, die hierin seine Frau Carol McCoy spielte. John Wayne Wegbegleiter Ben Johnson spielte der Mafiaboss Jack Beynon. 70s Bösewicht Al Lettieri war als Bankräuber und Killer Rudy Butler zu sehen. Slim Pickens, ein sehr guter Freund von Sam Peckinpah, der fast in allen seiner Filme auch dabei war, spielte hier am Ende des Films einen alten Mann, der McQueen und MacGraw über die Grenze hilft. Sally Struthers spielte das blonde Dummchen Fran Clinton, die Ehefrau des  für Lettieri behandelnden Arztes, die sich dann vor dem augen ihres Mann mit Lettieri einläßt. Bo Hopkins spielte den Banräuber Frank Jackson, der durch seinen unkontrollierten Mord schliesslich McQueens ganzen Plan über den Haufen warf.

Synchronisation:
Steve McQueen wurde  diesmal erst- und einzigmalig vom bekannten deutschen Schauspieler Hansjörg Felmy gesprochen. Ali macGraw von Angelika Bender, Slim Pickens von Erik Jelde, Sally Struthers von Heidi Treutler und Wolfgang Hess (Stammstimme Bud Spencer) sprach wie so oft 70s Bösewicht Al Lettieri.

DVD & BluRay:
Ich besitze von dem Film die deutsche EV aus dem Jahre 1998 - noch in den damals handelsüblichen sogenannten "WARNER Snapper Case Hüllen". Grinsen  2004 gabs davon im Amaray Cover eine Neuauflage. Als Bonusmaterial gibt es - alles jeweils als Textform interessante Hintergrundinformationen wie "Ein Starbereitet sich vor", ein kleines Making Of in textform und "2 Premieren für Ali MacGraw". Unter "Interessantes" gehe ich mehr darauf ein. Sowie Bio- und Filmgraphie von Cast & Crew. 2005 erschien auf DVD noch eine Special Edition - üer die Extras kann ich jedoch nichts sagen, sind bei Amazon auch keine Angaben drüber. Seit 2007 gibt es den Film natürlich bei uns auch auf BluRay.

Interessantes:
Steve McQueen und Ali MacGraw lernten sich bei dem Film kennen und verliebten sich ineinander und heirateten kurz darauzf. Die Ehe wurde jedoch 1978 wieder geschieden. Durch die Ehe zwang sich MacGraw selbst dazu, ihre Schauspielkarriere weitgehenst auf Eis zu legen und wurde erst nach der Scheisung wieder geringfügig aktiver. Ali MacGraw hatte vor dem Film keinen Führerschein - war noch nie Auto gefahren. Sie hatte das Glück, dass Steve McQueen ihr Fahrunterricht gab und sie durch McQueen schliesslich ihre Führerscheinprüfung schaffte Grinsen Da MacGraw am Steuer dadurch noch nicht so fiit war, bat sie darum, dass in Szenen, wo sie fährt, keine Schiessereien stattfinden, damit sie sich aufs Fahren konzentrieren kann. Ausserdem hatte MacGraw zuvor in ihrem Leben noch nie eine Waffe abgefeuert und McQueen lehrte ihr auch das Schiessen. MaGraw sagte später, dass das Autofahren einen Riesenspass machte, das Schiessen aber weniger und wolle auch nie mehr eine Waffe in den Händen halten müssen. Slim Pickens und Regisseur Sam Peckinpah waren allerbeste Freunde, weswegen ihn Peckinpah auch sehr häufig eine Rolle in seinen Filmen gab.  Steve McQueen bestand darauf, bei dem Film siuch selbst um die Kleidung, Waffen, Fahrzeuge und seine Brille zu kümmern und liess sich bei der Wahl auch nicht hineinreden.  Zudem hatte McQueen, um sich auf den Film bestens vorzubereiten, einige Zeit im echten gefängnis in Huntsville zugebracht, um ein gefühl als Häftling zu bekommen (diese Eigenschaft durfte ihm 1 Jahr später für seinen Film "Paipillon" sicher auch geholfen haben. Er führte sogar selbst sträflingsarbeiten aus und stellte Autokennzeichen her. Die Sträflinge, sowie der Gefängnisdirektor  waren allesamt echt. Sam Peckinpah hatte nahezu den gesamten film so gedreht, wie man ihn sich auch ansieht. Für die Schlußszene an der Grenze hatte Peckinpah nur einen Nachmittag benötigt.

Zum Film selbst:
Steve McQueen spielte den Gauner Carter 'Doc' McCoy, der eine mehrjährige Gefängnisstrafe verbüßt und nun nach 4 Jahren auf eine Bewährung vor dem Ausschuß hofft - die jedoch abgelehnt wurde. Frustriert wendet sich McCoy an seine Ehefrau Carol, die er sehr vermisst. Sie soll mit dem Mafiaboss Jack Beynon einen Deal machen, damit er doch aus dem Knast kommt. Gesagt, getan - wenige Tage später bekam McCoy seine Bewährung.

Interessant waren die ersten Szenen des Films, zuerst kam eine Einstellung auf eine Reihe Rehe, die grasten...man merkte da noch die Unbekümmertheit des Films an, dann sah man, das Gefängnis, in dem McCoy einsass.

Kaum aus dem Knast entlassen, genoss McCoy erstmal seine unbekümmerte Freiheit, tollte mit Carol herum, man badete unbekümmert in einem See, man trank, sie hatten Sex. McCoy war wieder angekommen.

Am nächsten Tag begann McCoy dann den Preis seiner Freilassung zu zahlen. Jack Beynon verlangte von McCoy, einen heiklen Bankraub zu planen und zu organisieren. McCoy wollte hierzu seine eigenen Leute haben, doch Beynon lehnte ab. Er stellte ihm die beiden Schwerstkriminellen Rudy Butler und Frank Jackson bei der Durchführung zur Seite.

Der Bankraub wurde von McCoy und Carol präzise geplant - doch Frank Jackson verstiess gegen die Art der Durchführung. Er erschoss einen Wachmann und dadurch wurden die Cops richtig scharf  auf die Beteiligten. Rudy war ebenfalls sauer und erschoss Frank bei der Flucht eigenhändig.  Dann wollte Rudy am vereinbarten Treffpunkt auch noch McCoy und Carol linken, sie um ihren Anteil bringen und erschiessen. Doch McCoy war vorbereitet und konnte Rudy erschiessen - so dachte McCoy jedenfalls. McCoy und Carol flohen mit der Beute. Doch Rudy trug eine Kevlarweste. Lediglich 2 Streifschüsse hatten ihn wirklich verletzt. Wütend nimmt er die Verfolgung auf.

McCoy und Carol stellten fest, dass es sich bei der beute nicht um 750.000 Dollar, wie eigentlich geplant war, sondern nur um 500.000 Dollar handelte. McCiy und Carol fuhren zu Jack Beynon. Dieser war nicht verfreut zu hören, dass er Rudy erschossen hatte und glaubte McCoy die Geschichte auch nicht wirklich. McCoy konfrontierte Beynon damit, dass 250.000 Dollar fehlten. McCoy erfuhr nun den wahren Grund des Raubes: Beynon und der Bankgeschäftsführer sind Partner. Dieser hatte Schulden und beglich sie durch jene 250.000 Dollar. Durch den Raub würde nun keiner von dem Fehlen des Geldes kommen, man würde es den Bankräubern anhängen. Perfekt durchdacht! Nun geschah etwas, womit McCoy nicht rechnete - Carol zog eine Waffe und legte auf ihren Mann an. Carol arbeitete für Jack Beynon und sie war Teil des Deals, dass McCoy aus dem Knast kam. Zudem waren sich Carol und Jack Beynon nähergekommen, als McCoy im Knast war. McCoy fühlte sich, als wäre ihm der Boden unter den Füßen weggezogen wurden - die einzigsten Person, der er je vertraut hatte, verrät ihn. Carol sollte McCoy erschiessen...konnte es aber nicht, stattdessen erschoß sie Jack Beynon. Beide flüchteten.

Beynons rechte Hand übernahm nun. Als er eintraf, dachte er natürlich, dass McCoy seinen Boss gelinkt hat und getötet hatte. Er setzte daraufhin das ganze Syndikat auf McCoy und Carol an.  McCoy und Carol zerstritten sich. McCoy war höchst enttäuscht von seiner Frau. Carol war sauer, dass McCoy nicht dankbarere war, sagte ihm, dass sie keine andere Wahl hatte und er ihr damals sagte, sie soll alles tun, was getan werden muß. Beide beschlossen, nach dieser sache getrennte Wege zu gehen.

Rudy schleppte sich zu einer Arztpraxis und zwang den Arzt Harold Clinton und seine viel jüngere Ehefrau Fran, ihn zusammenzuflicken. Da er danach aber weitere ärztliche Betreuung brauchte, nahm er die beiden auf seiner Jagd mit. Dabei entstand zwischen  Rudy und Fran eine Art "Stockholm Syncdrom" - Fran gefiel die rauhe Art von Rudy und verliebte sich in ihn, während Harold mehr und mehr seiner selbst verlor.

McCoy und Carol wollten mit dem Lonestar Flyer (ein Zug) flüchten. Carol sollte in einem Schliessfach das Geld erstmal dponieren, liess sich dabei jedoch galanterweise von einem Mann helfen - Carol ahnte nicht, das dies ein Trickbetrüger ist, die Schliessfachschlüssel mit dem seinen vertauschte. Als McCoy und Carol den Koffer vor der Fahrt holen wollten, war das Schliessfach leer! McCoy war sauer auf Carol über diese Nachlässigkeit. Carol erkannte den Mann wieder und McCoy nahm seine Spur auf die direkt zu dem Lonestar Flyer führte. Dort konnte McCoy ihm den Koffer wieder abnehmen - doch kurz zuvor hatte er sich ein paar Bündel in seine Jacke gesteckt. Ausserdem wurde McCoy von einem kleinen Jungen beoachtet. Als er den Betrüger niederschlug und an der nächsten Haltestelle ausstieg, wo Carol schon wartete, kam der Betrüger zusich und rief die Polizei.  Der betrüger und der Junge identifizierten auf dem Revier schliesslich McCoy und somit war nun die Jagd auf McCoy eröffnet - denn die Cops entdeckten auch die Geldbündel in der Jacke des Betrügers und dass diese aus dem banküberfall stammten.

Schnell waren McCoy und Carol in allen Medien. In einer Kleinstadt, wo McCoy und Carol etwas verschnaufen wollten, wurden sie schliesslich erkannt und McCoy war gewwungen, sich eine Schrotflinte zu organisieren und die beiden Kleinstadt-Depuitys in den Griff zu kriegen um dann zu flüchten.

Harold wurde mittlerweile immer depressiver und mußte schliesslich mitansehen, wie genussvoll seine Frau Fran es Rudy  "besorgte". In der Nacht erhängte sich Harold dann. Fran war nicht betroffen darüber - Rudy gehörte ihre ganze Liebe.

Der Showdown in dem vereinbarten Hotel nähere sich, den alle Parteien als letzten Zufluchtsort kurz vor der mexikanischen Grenze wählten. Auch Rudy traf dort mit Fran ein. McCoy und Carol sprachen sich aus und beide verzeihten einander und kamen wieder zusammen. Durch den Hotelbesitzer kam Rudy darauf, in welchem Zimmer McCoy und Carol sind. McCoy witterte aber die Gefahr und konnte Rudy austricksen und niederschlagen - die daraufhin hysterische Fran ebenso. McCoy war sehr überrascht zu sehen, dass Rudy noch lebte! Nun traf auch das Syncdikat im Hotel ein und es kam zum großen Showdown, wobei McCoy bestens vorbereitet war und das Syndikat gehörig dezimierte, Auch Carol half tatkräftig mit. Als Rudy und Fran wieder zusichkamen, wollte Rudy endlich seine Rache und legte auf McCoy an, doch dieser war schneller und töptete Rudy nun entgültig. McCoy und Carol flüchteten und konnten mit Hilfe eines alten Mannes, der gerade mit seinem schrottriefen Van entlangrumpelte  flüchten. Für die danbkbarkeit schenkten sie dem alten Mann 30.000 Dollar und kauften ihm sein Auto damit ab. McCoy und Carol fuhren unbeschwert - dank der Hilfe des alten Mannes - über die Grenze, um ein neues Leben zu beginnen.

Fazit:
Für mich war es schon imemr ein sehr beeidruckender und toller Film - gehört nicht umsonst zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Hier stimmt einfach alles. Action, Spannung, tolle Schauspieler, etwas Humor, tolle Landschaftsbilder, tolle Soundtrack und ein schönes Ende Happy Im grunde hatte McCoy sich ja nichts vorzuwerfen. Er hatte ausser den Syndikats-Leuten keinen getötet oder sonstwie zu Leide getan. Witzig fand ich die Szene im  Lonestar Flyer, wo eine alte Frau McCoy bat, ihren koffer ins Fach zu tun. Mc Coy nahm den Koffer daraufhin ihr grob aus der Hand, schleuderte ihn in Paketfach. Die Alte war erschrocken und leicht säuerlich und meinte dann sarkastisch "Na, vielen Dank auch!" totlachen

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