Kevin wird WitwerDen wohl denkbar hĂ€rtesten Schnitt haben die Produzenten der Serie "Kevin Can Wait" fĂŒr ein Reboot ihrer Serie gewĂ€hlt: Nachdem im Mai bekannt wurde, dass die bisherige weibliche Hauptdarstellerin Erinn Hayes die Serie verlassen muss (TV Wunschliste berichtete), wurde nun von den Produzenten enthĂŒllt, dass ihre Figur Donna Gable gestorben ist. Somit ist die von Kevin James gespielte Hauptfigur Kevin nun alleinerziehender Vater mit drei Kindern. Da es sich immerhin um eine Comedy-Serie handelt, macht die Serie mit der zweiten Staffel einen deutlichen Zeitsprung, um die intensivsten Trauer-Folgen auszuklammern.
Wie die Senderverantwortlichen von CBS bei einem Panel bei der Television Critics Press Tour ausfĂŒhrten, habe sich die Neuausrichtung der Serie eher zufĂ€llig ergeben. Vorausgegangen war ein sogenanntes "Stunt Casting", bei dem Hauptdarsteller Kevin James in den letzten beiden Episoden der ersten Staffel Besuch von seiner ehemaligen Leading Lady aus "King of Queens" erhalten hatte, Leah Remini. Stunt Castings passieren immer wieder und sollen ein knackiges Marketing ermöglichen und Zuschauer aus unterschiedlichen GrĂŒnden zum Einschalten bringen - in Erinnerung geblieben ist ein Gastauftritt von Britney Spears bei "How I Met Your Mother" am Ende von deren Skandal-Zeiten, der die CBS-Serie seinerzeit aus allen Quotensorgen befreite.
Bei dem Gastauftritt war die Chemie zwischen James und Remini so gut, dass die Verantwortlichen die Darstellerin lĂ€ngerfristig bei der Serie halten wollten. Das fĂŒhrte zu der jetzigen Umbesetzung.
Die Senderverantwortlichen versprachen im Umfeld der TCA, dass der Tod von Donna in einer angemessenen Weise thematisiert werde, mit WĂŒrde und Respekt. WĂ€hrend auch die Leistung von Hayes in der ersten Staffel gewĂŒrdigt wurde, lieĂ man durchblicken, dass Star Kevin James, Produktionsstudio Sony und Sender CBS einfach die Chemie zwischen James und Remini weiter behalten wollten. Trotz allem werde die Serie nicht zu einem zweiten "King of Queens" gemacht (das ebenfalls bei CBS am Montagabend lief), sondern solle auf Basis der ersten Staffel entsprechend angepasst werden.
Obwohl Trauer und verwitwete Hauptfiguren in Serien keine Seltenheit sind, darf man doch die Weisheit des Vorgehens der Umbesetzung in Frage stellen. Serien wie "Full House", "Fuller House" und "Go On" begannen mit der PrÀmisse eines tragischen Verlusts. In den letzten Jahren hat es auch immer wieder Serienpiloten gegeben, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Trauer befassten. Serien wie "Meine wilden Töchter" und "Glee" adaptierten den Tod eines Hauptdarstellers auf die Serienhandlung. Und "Kevin Can Wait" war in der abgelaufenen Season die zuschauerstÀrkste neue Comedy-Serie mit 9,19 Millionen Zuschauern und einem Rating von 2.1 bei den 18- bis 49-JÀhrigen.
Jetzt willkĂŒrlich die Serie so nachhaltig zu Ă€ndern, erscheint ein groĂes Risiko, da man damit zahlreiche Fans verĂ€rgern könnte, die eben das andere Setup zu schĂ€tzen gewusst hatten.
Dazu kann erwÀhnt werden, dass es bei der Schwestercomedy "Man with a Plan" von CBS direkt nach dem Serienpiloten die Umbesetzung von Jenna Fischer zu Liza Snyder gegeben hatte, und damit wohl von einer eher bodenstÀndigen weiblichen Hauptfigur zu einer, bei der eher Holzhammerwitze zÀhlten und die in der Serie deutlich im Schatten ihres Mannes steht.
Quelle: wunschliste.de******************************
ich finds schon eine Sauerei, wie Erinn Hayes aus der Serie geboxt wurde. Und alles nur, um das "King of Queens" Traumpaar wieder zu vereinen, da passte Hayes natĂŒrlich nicht ins Bild! Ich mochte Hayes und ihren Charakter und ergĂ€nzte sich sehr gut zu Kevin James. Durch diesen Wechel wird die serie ja nun zum "King of Queen" Klon....na ganz toll
