Spenser
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***FORENBOSS***
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« am: 26. Januar 2006, 21:04:51 » |
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Hatari! ist ein Spielfilm von Howard Hawks, der am 19. Juni 1962 in den Vereinigten Staaten uraufgefĂŒhrt wurde.
Der Film bildet eine romantische Abenteuerkomödie vor der Szenerie einer grandiosen Landschaft in Ostafrika, wo TierfĂ€nger ihrem Gewerbe nachgehen und Zebras, Gnus, Giraffen, BĂŒffel, Leoparden, Elefanten, Affen und Nashörner fĂŒr Zoologische GĂ€rten einfangen. Das Swahili-Wort âHatariâ bedeutet auf Deutsch âGefahrâ.
* John Wayne: Sean Mercer * Hardy KrĂŒger: Kurt MĂŒller * Elsa Martinelli: Anna Maria âDallasâ D'Allessandro * Red Buttons: âPocketsâ * GĂ©rard Blain: Charles âChipsâ Maurey * Bruce Cabot: Little Wolf (âDer Indianerâ) * MichĂšle Girardon: Brandy de la Court * Valentin de Vargas: Luis Francisco Garcia LĂłpez * Eduard Franz: Dr. Sanderson
Handlung
Sean Mercer ist Kopf der Mannschaft einer GroĂwild-Fangstation in Tansania. Die Station selbst wird von Brandy geleitet, der jungen Tochter des vormaligen Besitzers.
Der Mitarbeiter âLittle Wolfâ muss, von einem Nashorn gefĂ€hrlich verletzt, ins Krankenhaus nach Arusha gebracht werden. Er ĂŒberlebt durch die spontane Blutspende des zufĂ€llig hinzugekommenen Franzosen Charles, der sich bei der Gelegenheit um Mitarbeit auf der Fangstation bewirbt.
Dort ist in der Zwischenzeit die von einem Zoo beauftragte Fotografin A. M. D'Alessandro eingetroffen, die mit schwerem italienischem Akzent spricht und sich der Einfachheit halber Dallas nennen lĂ€sst. Da man mit einem Mann gerechnet hatte, sorgt das erst fĂŒr einige Verwirrung. Doch Dallas findet schnell Gefallen am Leben in Afrika und kann bleiben, zumal Sean, der nach einer zurĂŒckliegenden EnttĂ€uschung mit Frauen eigentlich nichts mehr anfangen möchte, sich wider Willen in sie verliebt.
Charles (âChipsâ) wird bald als Mitarbeiter eingestellt, wĂ€hrend Little Wolf sich von der Verwundung erholt. Er wetteifert mit dem deutschen Rennfahrer Kurt MĂŒller um Brandy, bis sich herausstellt, dass sie den naiv-eigenartigen TĂŒftler Pockets liebt.
Gegen Seans Willen nimmt Dallas ein verwaistes Elefantenkalb unter ihre FĂŒrsorge, dessen Mutter erschossen werden musste. Nacheinander gesellen sich noch zwei weitere junge Elefanten dazu, die sie ebenfalls hingebungsvoll versorgt, was Sean wiederum sehr beeindruckt.
Am Ende der Fangsaison soll gefeiert werden. Dallas, enttĂ€uscht von Seans ZurĂŒckhaltung, bleibt der Gesellschaft jedoch fern und reist in der Nacht klammheimlich nach Arusha ab, um der schwierigen Begegnung mit Sean auszuweichen. Mit Hilfe der drei jungen Elefanten, denen ihre Pflegemutter fehlt, spĂŒren die MĂ€nner sie jedoch in der Stadt auf. Sean und Dallas heiraten noch am selben Tag.
Die Arbeit im Lager und auf der Jagd ist mit zahlreichen urkomischen Szenen, aber auch dramatischen Stunts verbunden, die einen groĂen Teil des Reizes des Films ausmachen.
Hintergrund
Die Szenen auf Brandys Fangstation wurden in Tansania auf der Farm Momella von Margarete Trappe gedreht. Die Momella Game Lodge gehörte Rolf Trappe und Jim Mallory. SpĂ€ter war auch Hardy KrĂŒger MiteigentĂŒmer. Die Stadtszenen wurden in Arusha aufgenommen.
Der Hollywood-Klassiker wurde in den Jahren 1961 bis 1962 gedreht. Die Filmaufnahmen gelten als Ă€uĂerst authentisch. Der Regisseur Howard Hawks betonte bis zu seinem Tod 1977 immer wieder, dass fĂŒr die Dreharbeiten keine Stuntmen zum Einsatz gekommen seien. Die Schauspieler und Statisten hĂ€tten selbst die Tiere mit Lassos und Schlingen eingefangen. Mit abenteuerlich umgebauten Chevrolet-Lkws und Willys-Jeeps wurde ĂŒber die offenen Savannen am Manyara-See und im Ngorongoro-Krater Jagd auf frei lebende Tiere gemacht, welche dann an Zoos verkauft wurden.
Kritik
Hatari! lebt von der KamerafĂŒhrung inmitten der Tierwelt Afrikas und kommt ohne gröĂere Spezialeffekte aus, nimmt stattdessen jede Figur mehr oder weniger dezent auf die Schippe. Die Musik von Henry Mancini tut ein ĂŒbriges: bekannteste Themen sind der âBaby Elephant Walkâ und der âStrauĂentanzâ.
FĂŒr viele Zuschauer ist der Film immer wieder sehenswert, vielleicht auch weil er keine eigentliche Botschaft hat, sondern die Charaktere mit ihren Ecken und Kanten in den Vordergrund stellt.
* Lexikon des internationalen Films: âWaghalsige Abenteuer beim Tierfang in Tanganjika. Howard Hawks inszenierte gekonnt, sympathisch und ohne Hang zu billiger Sensation. Die fotografisch hervorragenden Jagdszenen sind sehenswert.â * FĂŒr die Prisma-Online-Filmdatenbank ist es ein âSuper-Filmâ (4 von 5 möglichen Sternen): âHoward Hawks inszenierte eine gelungene Mixtur aus Action und Humor und schuf einen Abenteuer-Klassiker, der mit hervorragenden Jagdszenen und Landschaftsaufnahmen aufwartet. Typisch fĂŒr Hawks ist auch das Thema um MĂ€nnerrivalitĂ€ten, die allerdings hinter der ProfessionalitĂ€t zurĂŒckstehen mĂŒssen. Insgesamt ist dies ein wunderbares Tierfang-Abenteuerspektakel: hervorragend fotografiert und sympathisch gespielt. Einfach beste Unterhaltung!â * Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz geben dem Film in ihrem Lexikon âFilme im Fernsehenâ drei Sterne (sehr gut) und schreiben: "Virtuos fotografierte Jagdsequenzen und die miterlebbare AtmosphĂ€re von Gefahr leiden unter der Gedehntheit der Spielszenen."
Preise
Oscar 1963: Nominierung fĂŒr die beste Kamera (Russell Harlan)
Soundtrack
* Henry Mancini, Johnny Mercer, Hoagy Carmichael: Hatari. Original Motion Picture Soundtrack. Auf: Hatari & High Time. Mancini Soundtracks Collection. BMG, s.l. 2001, TontrĂ€ger-Nr. 74321 822392 â stereofone Originaleinspielung der Filmmusik unter Leitung von Henry Mancini
Literatur
* Mark Ricci, Joe Hembus (Hrsg.): John Wayne und seine Filme (OT: The Films of John Wayne). Citadel-FilmbĂŒcher. Goldmann, MĂŒnchen 1980, ISBN 3-442-10202-2
------------------------------------------------------------------------------------- Steffi schrieb:
Das ist mein absoluter Lieblingsfilm bei den Klassikern. Herrliche Charaktere,witzige Handlung und eine schne Kulisse
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