Spenser
Administrator
Gouverneur

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 49112
***FORENBOSS***
|
 |
« am: 24. Juli 2010, 01:42:44 » |
|
Quelle: moviepilot.de
Gute Remakes sind die seltene Ausnahme. Viel hĂ€ufiger kommt es vor, dass die Neuauflage bitterböse enttĂ€uscht und das Original damit im direkten Vergleich sogar noch heller erstrahlen lĂ€sst als je zuvor. Wir haben die schlechtesten Remakes fĂŒr Euch zusammengetragen, ĂŒbernehmen aber keinerlei Haftung fĂŒr eventuelle körperliche SchĂ€den, die Ihr beim Durchstöbern einer solchen Liste davontragen könnt.
7. Die langweilige Tochter des Chauffeurs: Sabrina Es gibt romantische Komödien mit Charme und es gibt romantische Komödien gÀnzlich ohne Charme. Das Remake Sabrina von 1995 mit Harrison Ford und Julia Ormond in der Hauptrolle gehört leider ganz klar zur zweiten Kategorie. Dabei hatte das Original Sabrina von 1954 mit Humphrey Bogart und Audrey Hepburn in den Hauptrollen doch vorgemacht, wie ein Film aussehen soll, der den Zuschauer mitten ins Herz trifft. HÀtte sich Regisseur Sydney Pollack vor seiner Neuverfilmung nur mal 109 Minuten Zeit genommen und das Werk seines VorgÀngers angeschaut, wÀre vielleicht alles anders geworden. Dann wÀre die neue Sabrina sicherlich auch keine unglaublich langweilige 127 Minuten lang. Aber hÀtte, tÀte, sollte zÀhlt jetzt nicht mehr, der Zug ist abgefahren. Lasst einfach die Finger vom Remake und haltet Euch an das Original.
6. Die Stimmen haben gesagt, ich soll das tun: Amityville Horror â Eine wahre Geschichte Schon das Original The Amityville Horror von 1979 war eher maue Horrordurchschnittskost, das Remake Amityville Horror â Eine wahre Geschichte machte es nicht besser. Die âwahreâ Geschichte vom Familienvater Georg Lutz, der im neuen Haus grausame Visionen bekommt und daraufhin auf seine Familie losgeht, ist auf der Leinwand irgendwie zu lame umgesetzt, um dem Kinozuschauer wirklich das FĂŒrchten zu lehren. Kleine Kinder sind als Geister nicht per se gruselig und der Papa mit der Axt hatte schon zu viele Auftritte in den Horrorfilmen der letzten 30 Jahre, als dass er noch schocken könnte. Immerhin kann sich Produzent Michael Bay nun damit rĂŒhmen, einen sowieso schon schlechten Film noch schlechter gemacht zu haben. Das ist auch eine Leistung.
5. Essbesteck fĂŒr Fortgeschrittene: The Texas Chainsaw Massacre Platz fĂŒnf geht auch auf die Kappe von Produzent Michael Bay, der ein GespĂŒr fĂŒr gute Remakes zu haben scheint. Der Unterschied zu Amityville Horror â Eine wahre Geschichte: Bei The Texas Chainsaw Massacre war zumindest das Original Blutgericht in Texas ein durchaus spannender Horrorfilm. FĂŒnf Jugendliche landen in der Gewalt einer Familie degenerierter Kanibalen. Einer davon hat eine KettensĂ€ge. Das war in der Vorlage von 1974 schon krank und deshalb auch nicht jedermanns Geschmack. Regisseur Tobe Hooper deutete den Schrecken damals aber mehr an, als ihn auch tatsĂ€chlich zu zeigen. Beim Remake ist das völlig anders: Marcus Nispel lĂ€sst abgetrennte Körperteile fliegen und badewannenweise Blut flieĂen. Und das ist dann vollkommen unnötig und wirklich krank.
4. Die RĂŒckkehr des gefĂ€hrlichen Disconebels: The Fog â Nebel des Grauens Der Horrorfilm Altmeister John Carpenter höchstpersönlich brachte The Fog â Nebel des Grauens anno 1980 auf die groĂe Leinwand. Zugegeben, die Kritiker brachen damals nicht in JubelstĂŒrme aus, aber das Kinopublikum hatte GĂ€nsehaut und hob den B-Horrormovie ĂŒber Nacht aufâs Kulttreppchen. Columbia Pictures wollte ein StĂŒck vom Kuchen abhaben und drehte 2005 das Remake The Fog â Nebel des Grauens mit Smallville Star Tom Welling und Maggie Grace (Knight and Day) in den Hauptrollen. Leider waren dem Drehbuchschreiber Cooper Layne kurz vorher sĂ€mtliche guten Ideen ausgegangen, so dass die Neuauflage am Ende leider nicht mehr als ein uninspirierter und spannungsarmer Abklatsch des Originals war.
3. Schlaf bloĂ (nicht) ein: A Nightmare on Elm Street Das konnte ja nur schlecht ausgehen fĂŒr Samuel Bayer, den Regisseur des Remakes von Nightmare â Mörderische TrĂ€ume. Das Original und seine Hauptfigur Freddy Krueger sind Kult in der Horrorfilmgemeinde und mitverantwortlich fĂŒr die Teeniehorrorfilmwelle der 90er, der Streifen selber ist aber lediglich ein besserer B-Movie. Hinzu kommt, dass das Thema Freddy Krueger nach insgesamt acht Teilen schon etwas ausgelutscht war. Vor diesem Hintergrund gab es von Anfang an nichts besser zu machen fĂŒr Samuel Bayer und sein Team. Versucht haben sie es dennoch und sind dabei klĂ€glich gescheitert. Lediglich was die Besetzung der Hauptrolle mit Jackie Earle Haley angeht, brauchen sie sich keine VorwĂŒrfe zu machen. Ăbrigens: Produzent war auch hier Remakespezialist Michael Bay.
2. Ist da eine Seele drin?: Planet der Affen Der Name Tim Burton ist eigentlich ein PrĂ€dikat fĂŒr skurrile Figuren, dĂŒstere Settings und vor allem fĂŒr eine ausufernde Fantasie. Um so gröĂer ist das UnverstĂ€ndnis darĂŒber, was 2001 beim Remake von Planet der Affen schieflief. Sogar nach den MaĂstĂ€ben Hollywoods gehört das seichte Remake mit Mark Wahlberg in der Hauptrolle ganz tief in die Mainstreamschublade. Die sonst so typische Handschrift von Tim Burton fehlt völlig. Statt die StĂ€rken des Originals zu ĂŒbernehmen und die Gesellschaftskritik in den Vordergrund zu stellen, verlĂ€sst sich das Remake auf sein 100 Millionen Dollar Budget. Das Ergebnis kann sich zumindest optisch sehen lassen: Tolle Masken, aufwendige Kulissen und mit Estella Warren eine Ă€uĂerst ansehnliche Nebendarstellerin, nur leider macht eine gute Optik alleine noch keinen guten Film.
1. Duschen mit Norman Bates: Psycho Es wird wohl auf immer und ewig Gus van Sant kleines Geheimnis bleiben, was er sich 1998 mit dem Remake des Klassikers Psycho gedacht hat. Den Altmeister Alfred Hitchcock derart schamlos zu kopieren und dabei nicht mal ein schlechtes Geswissen zu bekommen, das gehört sich einfach nicht. Bis hin zur einzelnen Kameraeinstellung hatte sich Gus van Sant an den Meilenstein von 1960 gehalten und damit statt des erhofften Meisterwerks nur einen lauwarmen Neuaufguss abgeliefert. Ausgerechnet bei der berĂŒhmten Duschszene ist Gus van Sant dann vom Original abgewichen: Es floss mehr Blut und es gab mehr nackte Haut zu sehen. Typisch Hollywood eben.
|