23. Letzte Chance in Las Vegas (1996) - Chance

Begonnen von Spenser, Nov 29, 2010, 22:38

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Spenser

Privatdetektiv Spenser soll den verschwundenen Anthony Meeker wiederfinden - ein Routinejob, wenn die Auftraggeber nicht ein Mafia-Boss und dessen Tochter wären. Spenser beginnt, in der Bostoner Unterwelt herumzuschnüffeln. Er bekommt schnell heraus, daß sie Meeker nach Las Vegas abgesetzt hat und dort beim Black Jack groß abkassieren will. Damit wäre der Fall eigentlich erledigt. Doch Meeker verjubelt in den Spielkasinos Mafia-Gelder, und die Frau in seiner Begleitung ist mit einem psychopathischen Killer verheiratet. Da sieht sogar Spenser für ihn schwarz . .


252 Seiten

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"Mich kennen heißt mich lieben"
"Es bedarf schon einen harten Kerl um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
"I'm a professional Hero!"

Spenser

Um mir die Wartezeit aufs neue Buch zu verkürzen, lese ich dieses gerade wieder.

Darin fiel mir auf, dass Spenser sagte, er und Susan seien schon seit 20  Jahre zusammen. Ich meine, stimmt ja auch (1976 zusammengekommen, 1996 das Buch geschrieben)

Aber rechnerisch fragt man sich, wie alt Spenser mittlerweile jetzt ist...in dem Roman muß er ja schon 50 sein...und heute im neusten Buch quasi über 60 :D
"Mich kennen heißt mich lieben"
"Es bedarf schon einen harten Kerl um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
"I'm a professional Hero!"

PointBlank

Das mit dem Geburtsdatum ist genauso ein Geheimnis wie sein Vorname :D

Wenn man bedenkt das Spenser ein Korea Kriegsveteran sein soll müsste er eigentlich aktuell schon über 70 sein! Laut Wikipedia fand der Korea Krieg in den Jahren 1950-1953 statt. Wenn man zu Spensers Gunsten davon ausgehen würde, dass es ihm gelungen wäre sich als 16-Jähriger ins Militär zu schleichen und er im letzten Kriegsjahr im Einsatz war, müsste er um 1937 geboren worden sein. Damit wäre er aktuell 73/74 Jahre alt!! :lol:

Spenser

Dafür ist Spenser aber noch sehr gut zu Fuß! :lol:

Ja, das mit seinem Vornamen ist wirklich witzig...hatte gehofft, in Cashing the Bear ihn zu erfahren...aber von wegen, von seinem Vater und seinen Onkeln wurde er nur mit "Du" oder "Sohn" angeredet...und seine Freunde nannten ihn da schon mit dem Nachnamen :lol:
"Mich kennen heißt mich lieben"
"Es bedarf schon einen harten Kerl um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
"I'm a professional Hero!"

Spenser

Wenn es dieses blöde Rechteprogram nicht geben würde, hätte man hier ein nettes Crossover miot der Serie "Vega$" machen können...Spenser trifft auf Dan Tanna :D Und statt im Mirage hätten Spenser, Susan und Hawk im Desert Inn eingecheckt. Und statt mit Lt. Romero hätte er es mit. Lt. Dave Nelson zutun gehabt :D

Ich fand die Szenen ganz witzig, als Spenser und Hawk den Mord an Shirley nachstellten und Hawk meinte: "Klar doch, der Täter hat Shirley vergewaltigt, ermordet und ist dann mit ihrer Handtasche und ihren 3 Koffern geflohen!" :D Ich hatte es mir vorgetsellt... wie das ausgesehen hätte...üüüüberhaupt nicht auffällig :lol:
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"Es bedarf schon einen harten Kerl um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
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Lucky Singer

Den hatte ich auch letztens wieder gelesen. Ich finde den ziemlich klasse, die ganze Mafia-Szene und die Rangordnung war sehr interessant.

Seamus

Da ich mir den 2. Sunny Randall Roman erst heute auf amazon bestellt habe und warten muss bis er kommt, nehme ich in der Zwischenzeit wieder einen Spenser vor. Um wieder bei der Reihenfolge zu bleiben (nach dem kleinen Sixkill Regelverstoss), habe ich mich für Chance entschieden - einer der wenigen Romane die ich nur auf deutsch habe. Daneben habe ich zwar noch das Hörbuch mit Reynolds, aber das werde ich mir erst ein paar Wochen später anhören.

Bin mal gespannt wie der Roman sein wird - Spenser besucht Dan Tanna's Heimatstadt.  :D

Spenser

Bin ja mal gespannt, wie er dir gefällt - ich fand den Roman einfach nur super :)
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Seamus

Klasse und lustig war ja schon der Beginn als Spenser seinem Stalker (einem Laufburschen von Marty Anaheim bzw. Gino Fish) durch halb Boston verfolgt und ihn zusammengeschlagen hat - solche Geschichten finde ich immer wieder spannend. :)

Bin aber erst bis zum 7. Kapitel vorgedrungen und kann noch kein Fazit ziehen.

Seamus

Ich bin jetzt da angelangt wo
Du darfst leider keine Spoiler sehen.
Der Roman ist spannend, humorvoll und die Location sehr ungewohnt für einen Spenser Roman - alles Dinge die mir momentan sehr gefallen.

Dass man in einem Spenser Roman mal einen tatsächlich existierenden Promi begegnet, hätte ich auch nicht gedacht, als die beiden Robert Goulet am Flughafen in weiblicher Begleitung gesehen haben.  :D




Spenser

Jaja...Robert Goulet! Witzig ist ja auch, dass Goulet mal in 1-2 "Vegas" Folgen mitgespielt hat als sich selbst...da hätte Parker glatt den Gag machen können mit "Sie sehen fast so aus ein ein Privatdetektiv, mit dem ich mal zutun hatte"! :totlach:
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Seamus

Stimmt, der wäre gut angekommen.  :totlach:

Susan wollte sich ja an ihn herandrängeln doch Spenser war anderer Meinung und sie zogen gen Hotel.

Der Roman hält weiter die Spannung und er gefällt mir immer noch sehr. Man muss sich langsam ja fragen wie dämlich Anthony eigentlich ist - schläft mit der Frau eines einflussreichen Mannes (Marty Anaheim), nimmt sie mit nach Las Vegas, verzockt ununterbrochen das Geld seines Schwiegervaters und das von Gino Fish und ist wegen Mordes an seiner Frau verdächtigt.

Vielleicht ist es aber auch gar nicht seine Schuld...

Mal sehen wie es weiter geht.  :)

Seamus

Bin jetzt mit dem Roman durch und vielleicht übertreibe ich, aber dies war einer der besten Spenser Romane überhaupt!

Der finale Kampf in Las Vegas mit Marty Anaheim war so unglaublich spannend, dass er noch 20 Seiten mehr hätte dauern können. Man wusste ja erst am Schluss das Marty hinter der ganzen Sache gesteckt hat - die Russenmafia, die Morde, die Entführung, die Misshandlung und die Verstrickungen und die Streitereien zwischen einflussreicher Bostoner Mafia-oder-Gangsterbossen.

Außerdem sind Spenser und Susan auf der letzten Seite wohl endlich fast fertig geworden, mit ihrem Ferienhaus - die endgültige Fertigstellung wird wohl erst in Small Vices vollzogen. :)

Spenser

Du übertreibst nicht. Ich sehe es ja ganz genauso :)

Ja, ich wäre auch nicht auf Anaheim gekommen, das überraschte mich auch.

Was das Fertienhaus anging....weißt du ja, welches Schicksal es in Small Vices ereilt :D
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Seamus

Habe den Roman zwar schon am Montag begonnen, aber bisher leider erst 22 Kapitel geschafft. Versuche nun die restlichen 8 morgen Abend noch zu Ende zu lesen, da ich es heute wohl nicht mehr schaffen werde (wegen dem VfB-BVB Spiel).

Es ist einfach einer meiner Lieblings-Bände der Reihe und mit Sicherheit mein liebster von den Büchern 20-29. Er hat auch wirklich alles zu bieten, Spannung, Humor, eine neue Location (fühle mich an die Serie Vega$ erinnert, nicht jetzt wegen Robert Goulet, eher allgemein wegen den Gebäuden die darin erwähnt werden) und mit Marty Anaheim mMn einen der besten Bösewichte aller Zeiten.

Ich habe ihn erst einmal gelesen, also ist das nun mein zweites Mal. Ich habe den Roman in beiden Sprachen, aber entschied mich für die Rowohlt Ausgabe (in englisch habe ich ihn nur als eBook).

Dieser Band ist auch einer der wenigen, die einen Prolog zu bieten haben. Da taucht auch eine Frau ohne Namen auf. Weiß man eigentlich um wen es sich handelte? Shirley? Oder Bibi Anaheim? Ich bin mir nicht sicher...

Schon das erste Kapitel als Julius Ventura sein Büro betrat, gefiel mir. Besonders den Dialog fand ich klasse:

"Mit Ihrem Freund Hawk zum Beispiel."
"Hawk gehört zu den besonderen Leuten", sagte ich.
"Der sagt, Sie sind eine ziemliche Nervensäge."

Ventura ist schon eine interessante Figur und so wie er ihn beschreibt, scheint das wirklich ein harter Hund zu sein. Andere hätten bestimmt beim bloßen Anblick schon die Knie gezittert.

Schön das Spenser hier auch wieder die Kleidungsstücke seiner Mitmenschen beschrieb. Auch er trug, wie er sagte, die aktuelle Herbstmode. Hawk's T-Shirt mit dem Aufdruck "Yes, it's a black thing" ist sicher auch ein echter Hingucker. :D

Schade dass man nicht näheres über Hawk's Aufenthalt in San Antonio. Details wären klasse gewesen, er war bestimmt nicht nur dort um sich die Uferpromenade und das Alamo anzuschauen. :D In einem späteren Kapitel erfährt man auch, dass er mal in Kuba war. Das erklärt wohl auch warum er so gute Verbindungen in der Las Vegas Unterwelt hat. In der Stadt leben schließlich einige Hispanics, aber überwiegend aus Mexiko und Zentralamerika. Menschen der kubanischen Diaspora findet man wohl häufiger in Florida, als in Nevada.

Auch der Spruch von Hawk gegenüber Henry war stark: "Du bist so winzig, wer auf dich schießt, verfehlt dich sowieso."

Im 4. Kapitel gab es ein Wiedersehen mit Lennie Seltzer und wie immer war das Gespräch zwischen ihm und Spenser höchst unterhaltsam. Wenn es nach mir gehen würde, darf er gerne auch häufiger auftreten.

Sehr interessant das Spenser in diesem Roman nur koffeinfreien Kaffee trinkt. Er wird von Hawk deswegen die ganze Zeit angemacht, er bevorzugt scharf gerösteten Kaffee aus Guatemala. :hawk:

Die erste Begegnung mit Marty war dann richtig spannend. Bin gespannt wie es mit ihm weiter geht, habe inzwischen schon einiges wieder vergessen.

Auch wenn es solche ähnlichen Fälle schon in dutzend anderen Detektivromanen gegeben hat, finde ich Chance recht abwechslungsreich und bin nachwievor der Meinung dass es der stärkste Parker-Roman aus der Dekade ist.