Was habt ihr zuletzt gelesen / Was lest ihr derzeit?

Begonnen von Spenser, Dez 16, 2012, 05:38

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Spenser

Zitat von: Seamus in Nov 21, 2025, 15:07
Habe mir den ersten Band der Reihe als Taschenbuch bestellt. :) Bei 11 Euro kann man nicht meckern.  :D

Ja, das stimmt...das ist OK :)  Wirst du bestimmt aber nicht bereuhen :)
"Mich kennen heißt mich lieben"
"Es bedarf schon einen harten Kerl um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
"I'm a professional Hero!"

Seamus

So sah heute meine Amazon Lieferung aus. Alles in einem Karton:



Besonders stolz bin ich auf die Remastered Edition von Pink Floyd - Dark Side of the Moon. Da ist mir die Schallplatte kaputt. Endlich kann ich das Album zumindest auf CD wieder hören.  :totlach:

Spenser

:totlach: Herrlich!!!!!

Gratulatiuon zu Pink Floyd...CD ist zwar nicht Vinyl....aber besser alks nichts :hawk:
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Seamus

Nachdem ich "Blindes Vertrauen" zu Ende gelesen habe (Buch zum Bob-Film) lese ich aktuell "Tod eines Kritikers" von Martin Walser. Mein Verhältnis zu Walser war seit jeher eher zwiespältig. Ich habe den Mann zu seinen Lebzeiten eher gemieden, nicht nur wegen seiner politischen Reden die übers Ziel hinausgeschossen sind - sondern auch weil mir die Frauendarstellungen in seinen Romanen zu klischeehaft waren. Ich mag jedoch seinen Schreibstil, auch wenn die späten Romanen natürlich schon klingen wie aus der Warte eines Dirty Old Man geschrieben.  :D Auch hier gibt es ein, zwei Szenen wo Frauen wieder zu reinen Lustobjekten stilisiert werden, aber dosierter. Es handelt sich schließlich bei dem toten Kritiker um Marcel Reich-Ranicki. Das ist sowas von offensichtlich! Nicht nur machte sich Walser über dessen polnischen Akzent lustig, der "fiktive Kritiker" trug ebenso Doppelnamen (Ehrl-König), schrieb für die FAZ und selbst die Gestik und Mimik die Ehrl-König hier im Roman zeigt, ist MRR-typisch. Man kann Walser natürlich unterstellen, dass es reine Polemik und Feindseligkeiten sind, wie Reich-Ranicki hier fiktiv dargestellt wird.

Aber wer auch nur eine Folge des literarischen Quartetts mal geschaut hat, weiß dass Reich-Ranicki genau so war. Den Walser hat er teilweise wirklich als schlechten Autor abgetan. Aber deswegen funktionierte die Sendung auch so gut. Reich Ranicki als belehrender, polemischer und unterhaltsamer Moderator; Sigrid Löffler als analytischer, ruhiger und feministischer Ruhepol; und Karasek als geistreicher Freund von Reich-Ranicki, der immer geschlichtet hat, wenn es zu brenzlig wurde.

Deshalb halte ich "Tod eines Kritikers" auch für das beste Buch aus der Feder Walsers. Ich habe etwa 70% des Romans durch und es liest sich wirklich flott. Auch wegen der nicht so üppigen Seitenlänge. Das Walser bei der jüdischen Gemeinde wegen seiner Äußerungen stark kritisiert wurde und Reich-Ranicki selbst jüdischen Glaubens (wenn auch nicht religiös) war, muss trotzdem gesagt werden. Das darf man beim Lesen nicht ausblenden - aber um den Konflikt der beiden Herren besser zu verstehen, hilft der Roman ungemein.

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Als nächstes lese ich dann den ersten Colter Shaw, dann den neuen V.I. Warshawski (auf deutsch) und schließlich müsste dann auch der neue Jesse Stone von Farnsworth erscheinen.  :)

Spenser

Mache gerade eine kleine Parker-Pause um den aufgeschobenen neuen David Baldacci Band endlich zu lesen, der letzten November erschienen war. der dritte Band der Travis Devine Reihe. Vorgestern angefangen und schon gleich wieder voll im Bann :)

Baldacci ist und bleibt einfach einer meiner absoluten Lieblings Autoren...gerade von Baldaci kenne ich nahezu jedes Buch, was es in Deutschland gibt :Ö)
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Seamus

Klingt absolut spannend! :)

Ich mache derzeit einen Marlowe-Re-Read. Nachdem ich mich doch noch umentschlossen und ein Werk eines Nachfolgers (Lawrence Osborne) gewählt habe, lese ich aktuell wieder "Die Lady im See" von Chandler. Und zum allerersten Mal in deutsch. Es ist immer noch mein absoluter Lieblings-Chandler-Roman und wahrscheinlich das Buch, was mich dazu bewogen hat, auch mal andere Detektivromane zu lesen. Es hat somit meinen Lesegeschmack entscheidend mitgeprägt und ich wäre wohl kein Fan der Spenser-Romane geworden, ohne Marlowe.

Seamus

Meinen Book-of-the-Year Candidate habe ich im Urlaub gelesen:

Die feindliche Zeugin - von Alexandra Wilson

Was für ein packender Anwaltsroman war das bitte? Ich bin immer noch begeistert und konnte seit Tagen keinen neuen Roman anfangen, aber mache das morgen mit dem neuen Sunny Randall.

Die feindliche Zeugin hatte einfach alles. Einen Schreibstil der einen aufsog und ermunterte weiterzulesen. Es war wirklich ein Fast-Reed und die Autorin schrieb durchaus auch hardboiled. Es war kein reines Anwalts-Prozedere wo sich das ganze Buch um einen Fall dreht.

Das Privatleben spielte eine mindestens ebenso große Rolle. Jede Figur hatte ein Innenleben, selbst die Oma der Hauptfigur. Auch wenn unsere Anwältin, eine schwarze Frau in UK ist, hatte sie bisher kaum mit Rassismus zu tun. Bis auf diesen Fall.

Auch das Ende war gut gewählt, weil Gerechtigkeit siegte und der wahre Antagonist sein Gesicht gezeigt hat. 5 Sterne!

Mr. Stepinfatchit

Holla, die Waldfee!
Das hört sich aber wirklich nach einem starken Roman an.