Habe das Buch gestern Abend auslesen können.

Was soll ich schreiben? Der Autor kann Bücher schreiben! Das ganze Buch obwohl True Crime, ist verfasst wie ein Roman, mit Dialogen und Beschreibungen. Man kann sich so besser auf die Figuren einstimmen und das Ganze wirkt dadurch auch viel greifbarer. Vor allem das Schicksal der drei Söhne - mir taten die 3 einfach nur leid.
Der Vater war nicht nur der Mörder ihrer Mutter, sondern auch ein pathologischer Lügner, ein Narziss und widerlicher Kerl, der seine Frau nur aus dem Grund umgebracht hat, damit keiner die Affäre mit dem Kleinstadt-Flittchen herausbekommt. Und er machte sich ja Hoffnungen dass er dann eben mit dieser Frau zusammenleben kann und dass die Söhne die Neue an seiner Seite akzeptieren und lieben werden. Der Plan ging jedoch nicht auf.
Rob Marshall strebte nach Perfektion. Er wollte stets das man zu ihm und seiner Familie aufschaut. Dieses ständige Emporstreben musste irgendwann aufhören. Er hat sich wirklich ein Lügengebilde nach dem Anderen aufgebaut und propagierte seine Unschuld noch Jahrzehnte danach.
Wenn ihr an die deutsche Taschenbuch-Ausgabe kommen solltet - unbedingt lesen.
