Ich konnte den Band nochmal richtig studieren und erhöhe auf

Mehr ist aber nicht drin. Der Fall ist zwar gut konstruiert (verliert sich im Mittelteil) und wird am Ende spannender - jedoch auch in sehr kurzen Kapiteln abgehandelt. Ich verlange ja kein cineastisches Ende mit 3000 Wörtern pro Kapitel, aber man rechnet halt schon mit mehr Text. Zudem hat mich die Welt der Crains und Lowes einfach nicht so sehr fasziniert (das habe ich einfach schon zu oft gelesen) und mir war deren Geschwätz irgendwann zu viel. Trotz allem und das muss ich hervorheben, waren die Charaktere gut gezeichnet. Warum reicht es dann nicht für 3 Sterne?"
Es lag an den Begleiterscheinungen:
- Marty Kaiser: Spenser soll ihn schon Jahre lang kennen (aus Paper Doll). Blöd nur, dass er nie zuvor aufgetaucht ist. Schlecht recherchiert vom Autor oder nicht nachgedacht? Aber den Nickname "World's Greatest Accountant" fand ich nice.
- Susan trällert Taylor Swift; Hawk suchtet "The Crown"; Spenser benutzt den Streamingdienst amazon prime; Die Moderne hat Einzug gehalten. Aber diese 3 Aspekte werden den Charakteren nicht gerecht. Vielleicht assoziiere ich Spenser einfach mehr mit DVDs oder Kabelfernsehen...
- Mattie. Wir haben schon darüber gesprochen. Die neue Rolle als Hollywood-Flittchen wird ihr einfach nicht gerecht und ist eine Schande.
- Quirk hätte ich nicht mehr gebraucht. Atkins hat sich sehr an die Serie orientiert, was mir sehr gefiel.
- Pacing - manche Kapitel sind lächerlich kurz, was auch den Dialogen schadet. Bei manchen Dialogen hätte ich gerne noch zwei, drei Zeilen mehr gehabt. 85 Kapitel sind einfach zu viel - Atkins und Parker haben das mit ihren 55 - 65 Kapiteln besser gemeistert.
- Der Mittelteil war doch recht einschläfernd.
Ich kann aber nochmal hervorheben:
Die Susan-Spenser Szenen lesen sich so romantisch und schön wie bisher. Man merkt keinen Unterschied zu Parker oder Atkins.