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Autor Thema: Wenn die Marabunta droht (The Naked Jungle) (1954)  (Gelesen 736 mal) Durchschnittliche Bewertung: 0
Dan Tanna Spenser
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« am: 06. April 2015, 04:29:05 »

Wenn die Marabunta droht (im Original The Naked Jungle) ist ein US-amerikanischer Horrorfilm des Regisseurs Byron Haskin aus dem Jahr 1954. Das Drehbuch dieser George-Pal-Produktion basiert auf der Erzählung Leiningens Kampf mit den Ameisen (erschienen 1937) des deutsch-österreichischen Autors Carl Stephenson, der eine wahre Begebenheit zu Grunde liegen soll. Im deutschen Fernsehen wurde der Film später auch unter dem Titel Der nackte Dschungel gezeigt.

Handlung

Durch Vermittlung seines Bruders hat Christopher Leiningen eine Frau geheiratet, ohne sie jemals gesehen zu haben. Sie macht sich auf den Weg nach Südamerika, um ihn auf seiner Kakao-Plantage aufzusuchen. Die unabhängige, schöne Frau gerät an einen kalten, unnahbaren Mann. Auch ihre Bereitschaft anzupacken, lässt Leiningen kalt, er weist sie zurück. Joanna findet sich damit ab und beschließt, das nächste Schiff zu nehmen, das sie in die USA bringt.

Leiningen will sie am nächsten Hafen absetzen, doch sie finden eine bis aufs Skelett abgenagte Leiche. Der Tote ist von angriffslustigen Wanderameisen getötet worden. Das Ameisenheer, das 15 Kilometer lang und zwei Kilometer breit sein soll, wird Marabunta genannt, und strebt auf die Plantage zu. Leiningen weigert sich, seinen Besitz aufzugeben, für den er so hart gearbeitet hat. Er beschließt, den Angriff der Ameisen abzuwehren. Joanna hilft ihm mutig und entschlossen. Als das Ameisenheer endlich abgewehrt ist, ändert Leiningen seine Meinung über seine Frau, die nun bei ihm bleibt.

Hintergrund

    Die Paramount-Produktion wurde von Juni bis August 1953 in Florida gedreht.
    Die dem Film zu Grunde liegende Erzählung wurde 1948 als Hörspiel ausgestrahlt. Dabei sprach William Conrad − den deutschen Fernsehzuschauern als Detektiv Cannon bekannt − die Rolle des Plantagenbesitzers Leiningen.
    Bildmaterial aus diesem Film wurde für die Folge Der Ameisenkrieg der Fernsehserie MacGyver 1985 verwendet, in der es ebenfalls um die Abwehr einer Ameisenarmee geht.
    Für Charlton Heston war es der 12. Kinofilm und eine seiner ersten Hauptrollen.
    Regisseur Byron Haskin, der über 30 Filme inszenierte, fing seine Filmlaufbahn als Tricktechniker und Kameramann an, während Produzent George Pal sich auch als Regisseur einen Namen machte.
    Oscarprämiert war Art-Director Sam Comer (1946, zweimal 1951, ein weiterer 1956), Kostüm-Designerin Edith Head (1950, zweimal 1951, 1952 - weitere Oscars dann 1954, 1955, 1961, 1974), Tricktechniker Farciot Edouard (1942, 1943 - dazu Ehren-Oscar 1939 und Spezial-Oscars 1940, zweimal 1944, 1948, zweimal 1956) und Trick-Kameramann John P. Fulton (1946 - ein weiterer 1957 - beide für die besten Effekte)
    Der Kameramann der Second Unit, Loyal Griggs, gewann 1954 den Oscar für die beste Kamera, Drehbuchautor Philip Yordan gewann einen Oscar 1955, Set-Decorator Hal Pereira 1956, Kameramann Ernest Laszlo 1966.

    Uraufführungen

        USA: 3. März 1954
        Deutschland: 17. September 1954
        Österreich: im November 1954

Kritiken

    „Auf Spannung bedachter, effektvoller Abenteuerfilm.“

– Lexikon des internationalen Films

    „Ein vergnügliches Abenteuer von Byron Haskin, der zuvor im "Kampf der Welten" tentakelbewehrte Marsmenschen auf das Kinopublikum losgelassen hatte. Die schaurigen Nahaufnahmen wurden übrigens mit Tausenden von echten Ameisen gedreht.“

– Cinema

    „(…); raffinierter, spannender Dschungelschocker. (Wertung: 2½ von 4 möglichen Sternen – überdurchschnittlich)“

– Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“, 1990

    „Sauber, unterhaltsam, eindrucksvolle Eingeborenenszenen.“

– 6000 Filme, 1963

DVD-Veröffentlichung

    Wenn die Marabunta droht. Paramount Home Entertainment 2005

Literatur

    Carl Stephenson: Leiningens Kampf mit den Ameisen. Novelle. Hamburger Lesehefte (Heft 198). Hamburger-Lesehefte-Verlag, Husum 1997, 32 S., ISBN 3-87291-197-X
    Gail Morgan Hickman: The Films of George Pal. Barnes und Yoseloff, London und Cranbury 1977, ISBN 0-498-01960-8



    Charlton Heston: Leiningen
    Eleanor Parker: Joanna
    Abraham Sofaer: Incacha
    William Conrad: Commissioner
    Douglas Fowley: Medizinmann
    Romo Vincent: Kapitän
    John Dierkes: Gruber
    Leonard Strong: Kutina



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