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25 - Keine Zeit zu sterben (No Time To Die) (USA/UK, 2020)

Begonnen von Dan Tanna Spenser, Jul 30, 2017, 23:49

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The Saint

Gestern habe ich den Film zum zweiten und wahrscheinlich letzten Mal in diesem Leben gesehen.

Auch wenn einige der Action-Szenen in obigen Posts bemängelt werden, finde ich sie recht spannend und mitreißend. Am besten gefällt mir die Szene in Kuba auf der Spectre-Party, insbesondere durch Bonds dunkelhaarige Kampfgefährtin, die angeblich erst drei Wochen Ausbildung hatte und erfreulicherweise anschließend keinen tragischen Tod sterben muss.  ;)

Mit Daniel Craig begann auch bei den Bond-Filmen die horizontale Erzählweise, wie sie bei fast allen Fernsehserien ab der Jahrtausendwende praktiziert wird. Dadurch wirkt die Craig Ära wie ein geschlossenes Ganzes von den Anfängen bis zum Ende des Secret-Service-Supermanns.

Mit dieser Erzählweise verbunden ist der Umstand, dass in den einzelnen Folgen / Filmen nicht nur der jeweilige Fall gelöst / Auftrag erfüllt wird, sondern auch Persönliches einfließt. Beim Ansehen gestern fiel mir auf, dass ich ab dem Norwegen-Teil sehr um Bonds "Familie" gebangt habe.

Gleichzeitig ist dieses persönliche "Gedöns" für mich der Schwachpunkt des Films. Mit Skyfall und der Verwicklung von M ging es los, steigerte sich in Spectre und nimmt in Keine Zeit zu sterben für meinen Geschmack einen viel zu großen Raum ein. Dadurch ist das Werk zu einem Film mit James Bond, aber kein typischer Bond-Film geworden. Dass der Held am Ende einen Heldentot stirbt, finde ich noch ganz okay, aber ich finde, dass der Schluss zum Edelkitsch ausgewalzt wurde und das passt irgendwie gar nicht zu James Bond. Aber wie schon an anderen Stellen oft geschrieben: Die Geschmäcker sind verschieden.  ;)

Dan Tanna Spenser

Gut beschrieben.

Ja, die horizontale erzählweise ist mittlerweile tief in nahezu allen TV Serien verwurzelt und auch bei den Kinofilmreihen. Der Grund dazu ist natürlich klar - man will, das der Zuschauer, um alles versethen und nachvollziehen zu können, alles kennt. Früher wars egal, wenn man ein paar Folgen verpasst hatte da jede Folge meist immer für sich abgeschlossen war und damals auch gerne munter was in der Vergangenheit des Helden verändert wird (da taucht ein Bruder auf obwohgl ein paar Folgen vorher gesagt wurde, er ist Einzelkind) und ähnliches. Heute ist solch ein Fauxpas undenkbar...zumindest nicht ohne, dass dieser detailliert erklärt wird.