4. Der Rattenfänger von Hambledown / The Pied Piper of Hambledown (GB: 30.03.69 D: 09.03.71) 
Die Story dieser Folge hat fast schon Spielfilm-Qualität. Es beginnt schön gespenstisch, als nachts in bläuliches Licht getaucht ein Dorf von Männern in Schutzanzügen evakuiert wird.

Der Hintergrund bleibt lange rätselhaft und dementsprechend bleibt es auch lange spannend. Auflösung und Finale sind ebenfalls recht gut gestaltet, aber meines Erachtens mit einem kleinen Abzug in der B-Note.

Spoiler :
Der etwas spinnerige Colonel Loring will die Welt mit einer Vernichtungswaffe zum Frieden zwingen, die ihm der Wissenschaftler Doctor Brogan in Form eines todbringenden Virus zur Verfügung stellen will. Da es eine Panne beim Transport des vermeintlichen Virus gegeben hat, muss die gesamte Dorf-Bevölkerung evakuiert werden. Zum Ende stellt sich allerdings heraus, dass der Doctor ein Betrüger ist und das "brandgefährliche Serum" nur Wasser enthält.
Man könnte den Betrug als originelle Drehbuch-Idee ansehen, auf mich als Zuschauer wirkt sie allerdings etwas ernüchternd. Es wäre sicherlich viel emotionaler gewesen, wenn die
Department S Helden das tödliche Zeug im letzten Moment vernichtet und die Welt gerettet hätten, wie
James Bond es regelmäßig tut.

Ähnlich wie die ansonsten ebenfalls ausgesprochen spannende Episode
Der letzte Zug nach Redbridge endet die Folge mit dem Gefühl "Viel Bohei um Nichts".

In zahlreichen Folgen der Serie spielen ausgesprochen attraktive junge Damen mit. Hier ist es
Gina Warwick als Wirtstochter Susan Lewis, die gleich mehrmals wenig bekleidet in Szene gesetzt wird. Die Dame spielte Ende der 60er Jahre einige kleinere Rollen und ist 2001 leider schon mit 59 Jahren verstorben.



