NOSTALGIE CRIME BOARD
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Autor Thema: Geheimauftrag für John Drake (Danger Man) (1965-1967)  (Gelesen 21861 mal) Durchschnittliche Bewertung: 4
The Saint
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« Antworten #75 am: 04. Oktober 2025, 20:58:50 »

Die erste Staffel ist solide gemacht, aber jetzt kommen wir endlich zu den in den meisten Fällen überdurchschnittlichen Folgen, die die Qualität der Serie ausmachen. Es ist sehr schade, dass gerade die 2. und 3. Staffel überwiegend an den deutschen Fernsehzuschauern vorbeigegangen sind.

Da die erste Staffel in den USA nicht so besonders erfolgreich war, gab es erst keine Verlängerung. Aber nachdem die Serie in dem Rest der Welt sehr gut angekommen und des öfteren wiederholt worden war, wurde sie ca. 3 Jahre später fortgeführt. Die neuen Episoden haben die doppelte Länge und die Zeit wird genutzt für tiefergehende Charaktere und komplexere Handlungen. Es finden sich mehrere Bestandteile anderer Agenten-Serien, aber trotzdem wurde Danger Man eine Serie wie keine andere.

In John Drakes Charakter finden sich der Snobismus von John Steed, sowie die eigenwillige Einzelgänger-Mentalität von Harry Palmer wieder. Hinzu kommt Patrick McGoohans besonderer Sprachstil. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass er die Worte oder Sätze umso mehr betonte, je weniger er den Drehbuchtext nachvollziehen konnte.  laut lachen  Aufgefallen ist mir das aber nie.

Darüber hinaus schwebt über den Storys die Atmosphäre aus den Romanen von John Le Carre. Agententätigkeit ist hier nicht so glamourös und heldenhaft wie bei Herrn Bond, sondern eher ein düsteres und oft schmutziges Geschäft.

In fast allen Agentenfilmen und -serien bekommen es die starken Männer innerhalb kürzester Zeit mit mindestens einer verführerischen Frau zu tun, was bei Danger Man völlig fehlt. McGoohan war gläubiger Katholik und bestand darauf, dass es in seinen Filmen zu keinerlei Zärtlichkeiten kommt. In der Rolle als Drake gibt er sich Frauen gegenüber zwar selbstbewußt und erfahren und einigen Damen scheint er auch zu gefallen, aber das ist dann auch alles.

Ich glaube, das ist ein Grund dafür, dass die Serie ernsthaft und realistisch rüberkommt, denn im wahren Leben wird ein Geheimagent wahrscheinlich auch nicht bei jedem Auftrag ein erotisches Abenteuer haben ... oder vielleicht doch?  Grinsen

Die zweite und dritte Staffel wurden vollständig in Schwarzweiß gedreht, aber hier mal ein Bild von John Drake in Farbezwinkern




« Letzte Änderung: 19. Januar 2026, 21:26:04 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #76 am: 04. Oktober 2025, 21:39:44 »

40 (2/1). Yesterday's Enemies     (GB: 13.10.64     D: -)       3,5 Sterne

Die neue Staffel beginnt mit einer etwas ungewöhnlichen Story. Herausragend finde ich die Darstellung des bei uns eher unbekannten Schauspielers Howard Marion-Crawford (im Bild unten rechts), der auch in den Episoden Der perfekte Butler und English Lady Takes Lodgers zu sehen ist. Er wirkt auf der einen Seite etwas tapsig und unbedarft, kann aber von einem Moment auf den anderen eine Gefährlichkeit und Grausamkeit entwickeln, wogegen eine Klapperschlange wie ein Kuscheltier wirkt.  Hinterlistig 

Inzwischen habe ich Marion-Crawford auch in einigen anderen Rollen gesehen und meistens scheinen seine Charaktere irgendwie durchs Leben zu mäandern und keinen festen Platz in der Gesellschaft zu finden. Auch sein wahres Leben schien etwas ähnlich zu verlaufen. Howard Marion-Crawford war viermal verheiratet und starb 1969 schon mit 55 Jahren an einem Übermaß an Alkohol in Verbindung mit Schlaftabletten.  Traurig

https://de.wikipedia.org/wiki/Howard_Marion-Crawford
















« Letzte Änderung: 21. Oktober 2025, 23:13:34 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #77 am: 04. Oktober 2025, 22:08:21 »

41 (2/2). The Professionals     (GB: 20.10.64     D: -)      Sehr guter Film/Serie

Es ist schon eine bedrückend-düstere Story, wie ein argloser Botschafts-Angestellter von falschen "Freunden" in eine üble Falle gelockt wird und zum Verrat gezwungen werden soll. Da ist es fast schon ein Genuss, wenn John Drake scheinbar ebenso unbedarft in eine ähnliche Falle tappt und nach einem dramatischen Finish der üblen Bande zeigt, wer hier der Sieger ist.  Grinsen















« Letzte Änderung: 05. Oktober 2025, 09:12:14 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #78 am: 06. Oktober 2025, 09:14:34 »

42 (2/3). Colony Three     (GB: 27.10.64     D: -)      4,5 Sterne

John Drake schlüpft in die Rolle eines britischen Überläufers und gelangt dadurch hinter den Eisernen Vorhang. Dort entdeckt er die Nachbildung einer englischen Kleinstadt, die eine "Schule" darstellt, in der ausländische Agenten britische Lebensgewohnheiten und Verhaltensweisen erlernen, um anschließend erfolgreich als "Maulwürfe" eingesetzt werden zu können. Ausgebildet werden sie von tatsächlichen Engländern, die sich dafür gut bezahlen lassen. Auch Drake soll als "Lehrer" fungieren, aber sein Plan ist es, den Nachschub geschickt getarnter Agenten zu beenden.

Diese ist sicherlich eine der originellsten und besten Episoden der Serie und stand wahrscheinlich Pate für die ebenfalls herausragende Folge Willkommen in Klein-Amerika / The Carriers der Serie Kobra, übernehmen Sie / Mission Impossible. Der feindliche Ost-Agent wird wieder einmal von Peter Arne ( auf dem unteren Foto der 2.v.l.) dargestellt. Ähnlich wie in Yesterday's Enemies gerät Drake erneut an einen grausamen Gegner, der ihm die Wirkung einer Elektroschock-Anlage "demonstriert". Aber natürlich revanchiert sich Drake am Ende der Episode und der Böse wird nie wieder mit der Anlage herumspielen können ...  Hinterlistig

Ein weiterer Gaststar ist Katherine Woodville, die 1965 bis 1969 mit Patrick Macnee verheiratet war.





« Letzte Änderung: 06. Oktober 2025, 09:16:41 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #79 am: 06. Oktober 2025, 09:30:19 »

43 (2/4). The Galloping Major     (GB: 03.11.64     D: -)      3,5 Sterne

In Afrika bekommt es Drake mit einer Dame zu tun, die auf ein amouröses Abenteuer mit ihm aus ist. Während insbesondere bei Connerys und Moores Bond-Interpretationen nach wenigen Film-Sekunden "alles klar" gewesen wäre, beißt sich die unternehmungslustige Dame an dem konservativen Drake die Zähne aus ...  Grinsen


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« Antworten #80 am: 06. Oktober 2025, 09:47:21 »

44 (2/5). Fair Exchange     (GB: 10.11.64     D: -)      Sehr guter Film/Serie

Diese Folge zeigt auch wieder, dass das Agentenleben nicht unbedingt so spassig ist, wie es in vielen Filmen oder TV-Serien dargestellt wird. Die Story spiegelt vielmehr die düstere Atmosphäre der John le Carre-Romane wider.  Hinterlistig

Eine für Agentenserien ungewöhnliche Spass/Ernst-Mischung gibt es in Tennis-Schläger und Kanonen / I Spy. Der größte Teil der Handlung verläuft flapsig und leichtfüßig und plötzlich wird es dann todernst.  Schockiert


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« Antworten #81 am: 06. Oktober 2025, 09:56:49 »

45 (2/6). Fish on the Hook     (GB: 17.11.64     D: -)      Sehr guter Film/Serie

Die seinerzeit vielbeschäftigte Schauspielerin Dawn Addams hat hier ihren ersten von zwei Auftritten in der Serie. 1985 verstarb sie leider schon mit 54 Jahren.  Traurig




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« Antworten #82 am: 06. Oktober 2025, 10:32:51 »

46 (2/7). The Colonel's Daughter     (GB: 24.11.64     D: -)      2,5 Sterne

Diese Folge habe ich zuletzt vor 9 Jahren gesehen und keine besondere Erinnerung mehr daran. Laut meiner "Bewertungsliste" fand ich sie damals etwas langweilig.  Unentschlossen


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« Antworten #83 am: 06. Oktober 2025, 10:41:52 »

47 (2/8). The Battle of the Cameras     (GB: 01.12.64     D: -)       3,5 Sterne

... und wieder eine Folge mit Dawn Addams. Außerdem ist auch John Steeds Boss "Mutter" Patrick Newell mit dabei.  zwinkern



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« Antworten #84 am: 06. Oktober 2025, 11:23:42 »

48 (2/9). Der perfekte Butler / No Marks for Servility     (GB: 08.12.64     D: 01.03.68)       4,5 Sterne

Ich glaube, dies ist die Folge, die mich beim Ansehen immer am meisten "in Wallung" bringt.  Megasauer  Howard Marion-Crawford hat nach Yesterday's Enemies als Geschäftsmann Gregori Bernares seinen zweiten Auftritt in der Serie und spielt wieder mal einen erstmal harmlos wirkenden, aber extrem rücksichtslosen und brutalen Schurken. John Drake muss als sein Butler fungieren und man sieht seiner Mimik überdeutlich an, dass er dem "Kotzbrocken" am liebsten den Hals umdrehen würde. Aber er muss sich zurückhalten, allerdings bekommt er von seinem Chef No Marks for Servility / Keine guten Noten für UnterwürfigkeitGrinsen

Suzan Farmer spielte oft die tendenziell "braveren" jungen Damen. Diesmal ist sie die Ehefrau des deutlich älteren Gregori und erlebt nach anfänglicher Verwöhnung und Luxus ein sehr unangenehmes Erwachen.  Schockiert  Sowohl Marion-Crawford als auch Farmer sind beide Gaststars in Brainwash, der ersten und heftigsten Folge von Der Mann mit dem Koffer, mit der die ARD die deutschen Zuschauer damals lieber "verschont" hat.  Grinsen

Der perfekte Butler ist eine der wenigen Episoden, von denen es eine deutsche Synchronisation gab, aber die scheint wohl für immer verschollen zu sein ...  Traurig
















« Letzte Änderung: 06. Oktober 2025, 11:36:50 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #85 am: 27. Januar 2026, 23:56:03 »

49 (2/10). A Man to be Trusted     (GB: 15.12.64     D: -)      3,5 Sterne

Eine Episode mit Wanda Ventham, der Mutter von Benedict Cumberbatchzwinkern
















« Letzte Änderung: 28. Januar 2026, 00:00:59 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #86 am: 28. Januar 2026, 00:20:17 »

50 (2/11). Don't Nail Him Yet     (GB: 22.12.64     D: -)      Guter Film/Serie

John Drakes Tarnung als etwas linkischer Schullehrer gefällt mir nicht so besonders, zumal sie sich ziemlich lange hinzieht, weil er bei dem von ihm observierten Verdächtigen lange keine Hinweise auf Spionagetätigkeit entdecken kann. Erst am Ende wird es spannender und schließlich gibt es eine etwas unrealistisch gefilmte Szene mit einem Flugzeug. Die Gaststars finde ich auch nicht sonderlich beeindruckend. Nur Anthony Dawson, der schon in Dr. No vergeblich versuchte, James Bond mit einer Vogelspinne zu ermorden, spielt mal wieder einen schön fiesen Bösewicht.  Hinterlistig






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« Antworten #87 am: 28. Januar 2026, 20:05:23 »

51 (2/12). A Date with Doris     (GB: 29.12.64     D: -)      3,5 Sterne

Die Folge ist ganz ok, aber letztendlich nur eine Variation des mehrfach vorkommenden Themas, dass einem inhaftierten Agenten zur Flucht verholfen wird. Das Drehbuch könnte heutzutage von einer KI geschrieben worden sein, die sich die einzelnen Bestandteile aus ähnlichen Storys in Sekundenschnelle zusammengesucht hat.  Augen rollen  Eine spannende und originelle Variante des Themas ist dagegen die Episode Falsch verbunden / I Am Afraid You Have the Wrong Numer (3/20).

Dies ist die erste von drei Folgen, in denen Jane Merrow eine Gastrolle hat (Bild unten rechts).  Happy


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« Antworten #88 am: 28. Januar 2026, 21:04:09 »

52 (2/13). That's Two of Us Sorry     (GB: 05.01.65     D: -)      3,5 Sterne

In der analogen Zeit, die den Jüngeren wahrscheinlich wie die Steinzeit vorkommt  zwinkern, habe ich jemanden in England aufgetan, der selbst bespielte Video Cassetten mit John Drake-Folgen verkaufte, die er auf dem Sender BRAVO aufgenommen hatte, der viele alte ITC-Serien wiederholte.

Auch diese Episode war dabei, die ich originell und schön geheimnisvoll fand ... und dann war kurz vor Ende des Films Schluss!  Huch  Dreizehn lange Jahre vergingen dann noch, bis ich die Folge auf DVD und in sehr guter Qualität zu sehen bekam. Allerdings war das Ende nicht so spektakulär, wie ich es erwartet hatte. That's life.  zwinkern
















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« Antworten #89 am: 29. Januar 2026, 14:33:14 »

53 (2/14). Such Men Are Dangerous     (GB: 12.01.65     D: -)      Sehr guter Film/Serie

Eine spannende Folge mit einem Thema, das heutzutage vielleicht noch aktueller ist als vor 60 Jahren. Das Drehbuch schrieb Ralph Smart, der auch Produzent der Serie war, ebenso wie später bei S.O.S. Charterboot.












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