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Tatort - Schimanski (1981-1992 ; 1997 - 2015)

Begonnen von Theo Kojak, Okt 02, 2009, 21:51

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Dan Tanna Spenser

Muß ich noch schauen,m habe ihn mir heute bei Eins Festival programmiert :)

Jesse

Ich war eigentlich nie ein großer Tatort-Fan, aber die Schimanski-Reihe habe ich geliebt!  :)
(...und natürlich den Klassiker Folge 073: Reifezeugnis  ;))

schimmi

 :freu: Von mir 5 Sterne! :freu:

Schimanski ist und bleibt einfach der Beste.Nach wie vor ist er spritzig und sein Alter sieht man Götz George wahrlich nicht an.Sein Humor und seine Kommentare waren mitunter gestern ein besonderes Highlight.Da wirkte nichts aufgesetzt oder überspitzt,das wirkte einfach wie Schimmi schon immer war! :totlach: Witzig auch seine Seitenhiebe in Richtung Hunger,speziell im Fall Marie-Claire-sieht so aus,dass Schimmi den Ausrutscher Marie-Claire vor Jahren zwar verziehen hat,aber vergessen auf keinen Fall! ;)

Hänschen auch wieder mit von der Partie sowie der ewig genervte,aber keineswegs unsympathische Hunger.Seine Verhörmethode und den Trick mit der Waffe hätte Schimmi ganz sicher gefallen-der Junge lernt vom Meister! :freu:

Die Story an sich,sehr ernst und traurig und daher war es dieses Mal so erfrischend einen *Menschen* zu sehen,der Mitgefühl hat und so handelt und reagiert wie man es erwartet und nicht wie ein Roboter sein Programm abspielt-siehe manch andere noch aktive Tatort-Kommissare.Die Brise Aktion gestern war auch gut platziert und auch angenehm,dass Schimmi nicht mehr durch Türen springt,sondern auf sich selbst Witze macht.Aber auch hier bei den Verfolgungsszenen machte Götz George eine bessere Figur als z.B. die 20 Jahre jüngeren Ballaufs und Leitmayrs.Die beiden mag ich ja auch sehr gerne,aber mit Schimanski können die beiden nicht mithalten!

Die Vorschau hat nicht zuviel versprochen und es gilt nach wie vor der Satz-wenn George am Start ist,ist ein guter unterhaltsamer Abend gesichert! :freu: :freu: :freu: :freu:

Jesse

Zitat von: schimmi in Nov 11, 2013, 08:29
:freu: Von mir 5 Sterne! :freu:

Upps..hatte ganz vergessen zu voten! :huch: Hab's aber sofort nachgeholt und auch 5 Sterne vergeben...  ;)

wbohm

Zitat von: Jesse in Nov 11, 2013, 08:03
Ich war eigentlich nie ein großer Tatort-Fan, aber die Schimanski-Reihe habe ich geliebt!  :)

Geht mir genauso. Tatort schaue ich mir nicht (mehr) an. Einzig "Schimmi" ist für mich zu ertragen (und nein, nichtmal Axel Prahl und diesen "Pralinenwerber" schaue ich ;) )

Zitat(...und natürlich den Klassiker Folge 073: Reifezeugnis  ;))

Was war denn an dem so "besonders" ?  :link: :totlach: (nee, ist schon klar. Ich mag ihn auch :D )

schimmi

Zitat von: wbohm in Nov 11, 2013, 12:27
Geht mir genauso. Tatort schaue ich mir nicht (mehr) an. Einzig "Schimmi" ist für mich zu ertragen (und nein, nichtmal Axel Prahl und diesen "Pralinenwerber" schaue ich ;) )

:D Und gestern auch geschaut? :D

Frl. Winnetou

Schimanski war doch erste Sahne, spritzig, sympathisch  und so dynamisch. Der Mann ist wie ein guter Wein, er wird immer besser. Das Thema sehr ernst und auch erschreckend. Diese verwirrten Mädchen, fern der Realität und so hörig, einfach traurig. Frau Loose diesmal in einer sehr wertvollen Charakterrolle und wäre ich an Schimanskis Stelle gewesen, den Revolver hätte ich auch entsorgt. Ganz klar, 5 Sterne.

Dan Tanna Spenser

Habe die Folge zwar noch nicht gesehen , abere vorhin mir schonmal zurechtgeschnitten, dabei fiel mir auf, dass Schimanski doch recht alt und etwas pummelig geworden ist - wenn man die Bilder aus Imtro dagegen vergleicht - naja, das Intro  und die Bilder stammen ja auch noch von 1997 - da liegen auch schon wieder 16 muntere Jahre ;)

Aber seine Jacke scheint noch zu passen....höchstens, dass sie mittlerweile ein paar Nummern größer am Bauch ist und ein selbiges Modell gekauft wurde :link: :D

Dan Tanna Spenser


Dan Tanna Spenser

ABSCHIED VON HORST SCHIMANSKI

Die 2013 ausgestrahlte Folge ,,Loverboy" war die Schlussfolge der Reihe Schimanski. Das hat Götz George in einem Interview mit der Ruhrgebietszeitung Westdeutsche Allgemeine (WAZ) erklärt. ,,Ich möchte gerne nach 65 arbeitsreichen Jahren Feierabend machen", sagte der Schauspieler. Horst Schimanski trete so leise ab, wie er laut angefangen hat. ,,In meinem letzten ,Schimanski' schreibe ich auf eine feine, neue, weiße Couch mit schwarzem Filzstift ,Ich liebe dich'", so George. Dies sei eine ,,schöne, doppeldeutige Erklärung", die sich nicht nur auf die Lebensgefährtin Marie-Claire, sondern auch auf die Figur Schimanski beziehen könne.

Nachdem zu Beginn von ,,Loverboy" zwei Schläger die Wohnungseinrichtung von Schimanski und Marie-Claire zertrümmert haben, bringen sie am Ende die neuen Möbel. Schimanski beschriftet die ziemlich geschmacklose Couchgarnitur mit einem Edding und malt ein großes Herz auf das Tischchen. Als Marie-Claire das sieht, fällt ihr die zur Feier des Tages geöffnete Sektflasche erschrocken aus den Händen. ,,Und Götz George lässt Schimanski mit seinen 75 Jahren noch immer grinsen wie einen kleinen Jungen", schrieb der Fernsehkritiker der  WamS.

Zwischen dem ,,leisen" Ende der Figur Schimanski und dem spektakulären Auftritt liegt nur eine Szene. Als Duisburgs Ex-Polizist seine neue Wohnungseinrichtung erblickt, kommt er gerade aus dem Ruhrorter Stahlwerk. Dort hat er eine Waffe in glühendem Stahl verschwinden lassen. In Horst Schimanskis melancholischem Blick war unschwer zu lesen, wie er mit den Kategorien Recht und Gerechtigkeit hadert. Ein Finale an diesem mythischen Ruhrgebietsort – das wäre ein ,,lautes" Ende gewesen. Vielleicht hätte Regisseur Kaspar Heidelbach dies vielleicht sogar in Erwägung gezogen, wenn er denn gewusst hätte, dass er den Schlusspunkt für eine epochalen Filmfigur setzt. Doch damals wollte Götz George die Schimanski-Rolle weiterhin ausfüllen. ,,Nicht drei Mal im Jahr", sagte er nach der ,,Loverboy"-Uraufführung auf der Cologne Conference im Oktober 2013, aber etwa alle zwei Jahre sei er gerne dabei. Wenig später war zu hören, dass drei Autoren an zwei neuen Drehbüchern arbeiten würden, die der WDR nun sichte. ,,Davon weiß ich nichts", sagt George bei seiner Rücktrittsankündigung der  WAZ. Und er fragt: ,,Was wäre ein würdiges Ende für eine solch überbordende Figur?"

1991 wurde der Ausstieg aus der Tatort-Reihe mit einer legendären Abschiedsszene begangen. ,,Scheiße" rief der vom Dienst suspendierte Hauptkommissar, als er mit dem Flugdrachen in den Himmel von Duisburg entschwebte. Nach sechs Jahren nahm Götz George seinen Abschied zurück und feierte das Comeback.

Nach weiteren zehn Schimanski-Jahren und 14 Folgen später schien 2007 das endgültige Ende gekommen zu sein. Regisseur Torsten C. Fischer hatte die Wohnung aus der allerersten Folge ,,Duisburg-Ruhrort" in Marxloh nachbauen lassen. Der Original-Drehort im Dachgeschoss einer Wohnanlage in Wanheim existiert zwar noch. Aber der Blick aus dem Fenster hat sich verändert: Das Krupp-Hüttenwerk in Rheinhausen ist längst abgerissen. Stattdessen schauten wir in der Folge ,,Tod in der Siedlung" auf die Hochöfen des Thyssen-Stahlwerks Schwelgern. Dort spielte George das Remake der sagenhaften Eingangsszene von 1981: Er findet keine gespülte Pfanne und muss die beiden Eier roh verspeisen.

Diese Schlussszene wäre das perfekte Finale gewesen. Doch Horst Schimanski war noch nicht am Ende, die TV-Reihe war ungebrochen populär. Die ARD entschied, weiterzumachen. Götz George war einverstanden, er sah sich noch lange nicht auf dem Altenteil.

Erst sieben Jahre später ist es soweit, der Berliner Schauspieler ist mittlerweile 76 Jahre alt. Anlässlich des in Dorsten spielenden Ruhrgebietskrimis ,,Besondere Schwere der Schuld", in dem Götz George den verurteilten Doppelmörder Komalschek spielt, kündigt er sein Karriereende an. Schimanski taucht in diesem im Oktober 2014 im Ersten ausgestrahlten Film ganz an Rande auf: Joseph Komalschek und Heidi, dargestellt von Angelika Bartsch, schauen sich Fotos aus ihrer Vergangenheit an. Darunter findet sich auch eine Szene aus der Tatort-Folge ,,Doppelspiel" von 1985. Damals spielte Bartsch an der Seite von George die Duisburger Sektenmitarbeiterin Ann Silenski.

Ist der Abschied von Schimanski wirklich endgültig? Eine winzige Hintertür hält sich George offen, wobei er dabei zunächst an Rollen ,,für einen in die Jahre gekommenen Schauspieler – der nicht die Kraft von Schimanski hat" denkt. Er könne sich vorstellen ,,von Zeit zu Zeit wieder ,auf die Piste' zu gehen", sagte Götz George.

Quelle

McCormick

Da es für Schimmi beim Tator keinen Extrathread gibt hier als Info. Duisburger Ruhrort wird am 15.09.2017 im Mediabook erscheinen. Schimmi würde vielleicht sagen Scheiße! Ein weiterer Tiefpunkt dieser Verpackung. Solange seltene Filme hier scheinen ist das in Ordnung wenn auch Zähneknischend  aber nicht bei sowas wie den Tatort  :wall:
http://www.bluray-disc.de/blu-ray-filme/tatort-schimanski-duisburg-ruhrort-limitied-mediabook-edition-blu-ray-disc

Dan Tanna Spenser

@McCormick: Habe deinen Post mal in den richtigen Thread verschoben und gleichzeitig den yt-Link ausgebssert, der alte war down.

Dan Tanna Spenser


The Saint

Der WDR scheint eine Vorliebe für originelle Tatort-"Kommissare" zu haben. Der allererste war Sieghardt Rupp als unkonventioneller Zollfahnder (und Frauenheld) Kressin, der es aber nur auf sieben Folgen brachte, von denen er bei einer sogar nur Nebendarsteller war.

Sein Nachfolger war der beim Publikum sehr beliebte Hansjörg Felmy als Kommissar Haferkamp, der deutlich biederer auftrat. Und dann kam 1981 ... SCHIMMI , den man wahrscheinlich auch in 50 Jahren noch nicht vergessen haben wird. Die Zuschauer, die damals über Schimmis Umgangston brüskiert waren, liegen inzwischen bestimmt alle unter der Erde und müssen sich nicht mehr aufregen.  ;)

Auf die Schimanski-Ära folgte Martin Lüttge als oft ruppiger Kommissar Fleming, der in den ersten Episoden einen "Assi" namens Max Ballauf  :D  hatte, der seit 1997 zusammen mit Freddy Schenk immer noch für den WDR Mörder jagt.

Und dann gibt es seit 2002 beim WDR noch zwei Herren namens Thiel und Boerne, deren Namen der ein oder andere wahrscheinlich auch schon mal gehört hat.  :)

The Saint

1. (Tatort Episode 126) Duisburg-Ruhrort     28.06.81

Ab Anfang der 80er Jahre sah ich nur noch selten Tatort, da die Reihe mir allmählich zu schnarchig wurde (vorher war sie aus heutiger Sicht auch nicht viel anders  :D ). Das erste Schimanski-Abenteuer hat mir damals ebenfalls nicht gefallen: Nicht, weil mich die diversen Kraftausdrücke schockiert hätten, sondern weil ich die Geschichte um kleine Ganoven und Berufsverbrecher nicht interessant fand und darüber hinaus überwiegend unbekannte Darsteller mitwirkten. Mein Interesse an Schimanski erwachte erst ab seinem dritten Fall Der unsichtbare Gegner. Später habe ich auch noch mal in die ersten beiden Fälle reingesehen, kann denen aber bis heute nichts abgewinnen.

Man beachte den "schönen" gelben Pullunder, den Eberhard Feik als Thanner trägt. Diese Farbe wurde damals auch von Hans-Dietrich Genscher bevorzugt.  ;)



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