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Eure 3 Lieblingsstaffeln

Begonnen von Dan Tanna Spenser, Okt 12, 2013, 06:13

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Eure  3 Lieblingsstaffeln

Staffel 1
0 (0%)
Staffel 2
3 (13.6%)
Staffel 3
9 (40.9%)
Staffel 4
22 (100%)
Staffel 5
17 (77.3%)
Staffel 6
9 (40.9%)
Staffel 7 (New Avengers Staffel 1)
3 (13.6%)
Staffel 8 (New Avengers Staffel 2)
2 (9.1%)

Stimmen insgesamt: 22

bernardo

Staffel 4
Staffel 5
Staffel 6

charlie

Staffel 4
Staffel 5
Staffel 6

Ironside

 Staffel 2
Staffel 3
Staffel 4

Murdock

 Staffel 3
Staffel 4
Staffel 5
KUCKUCK !!!!!

Richard Kimble

 Staffel 3
Staffel 4
Staffel 5

task

Staffel 4
Staffel 5
Staffel 6

Dan Tanna Spenser

Habe mein Voting geändert:

01. Staffel 5
02. Staffel 4
03. Staffel 6

Damit ist Staffel 6a also an Staffel 3 vorbeigezogen....

Bandit

Staffel 4
Staffel 5
Staffel 6

Flounder

 Staffel 4
Staffel 5
Staffel 6

The Saint

Meine Eindrücke zu den einzelnen Staffeln sind ähnlich wie die von Dan und wbohm, allerdings haben wir etwas unterschiedliche Vorlieben bei den bevorzugten Folgen.

Staffel 1 mit Dr. Keel:     :2,5 Sterne:

Bei einem England-Urlaub 2004 hatte ich eine Video-Cassette mit der Episode Auftrag: Angst / The Frighteners mit Dr. Keel und einer Cathy Gale-Folge entdeckt und war ganz gespannt, als ich das Band nach der Rückkehr zu Hause einlegen konnte, denn bis dahin hatte ich von der Keel- und Gale-Ära nur Inhaltsangaben gelesen, die recht vielversprechend klangen.

Mein erster Eindruck war, als hätte eine Amateur-Gruppe in den 40er Jahren einen Film zu Hause und in der direkten Umgebung gedreht. Das Bild verwischt bei jeder halbwegs schnellen Bewegung und es gibt sehr viele Nahaufnahmen, die nur wenig von der jeweiligen Umgebung zeigen. Dass ich den Film nur auf Englisch und mit der Akustik alter Hörspiel-Aufnahmen sehen konnte, trug auch nicht gerade dazu bei, dass ich mit dieser Folge viel anfangen konnte.

Aus heutiger Sicht kann man sich kaum vorstellen, dass die Serie damals "bahnbrechend" war. In England gab es seinerzeit die staatliche BBC mit ihrem "Bildungsauftrag" und die private ITV, die mehr auf die Unterhaltungsbedürfnisse der Zuschauer setzte. In Deutschland gab es diese unterschiedlichen Programmausrichtungen erst ab Mitte der 80er Jahre mit RTL und Sat1.

Die ungefähr zur gleichen Zeit entstandene BBC-Serie Maigret mit Rupert Davies wirkt inzwischen zwar ebenfalls reichlich museal und ist von mäßiger Aufnahmequalität, aber die Locations sind viel detaillierter gestaltet und es gibt zahlreiche Außenaufnahmen, die offensichtlich in Paris gedreht wurden. Sicherlich lag das Produktionsbudget bei der BBC deutlich über dem bei der ITV.

Franziska Fischer hat in ihrem liebevoll gestalteten 1996 entstandenen Buch Mrs. Peel, wir werden gebraucht! die Produktionsbedingungen der ersten Avengers-Staffel beschrieben:

Die ersten Mit Schirm, Charme und Melone-Folgen wurden auf Video produziert und entstanden erst am Tag ihrer Ausstrahlung. Die meisten Szenen gingen damals noch live auf Sendung, nur Außenaufnahmen und andere komplizierte Einstellungen wurden auf teurem Filmmaterial vorproduziert und nachträglich hineingeschnitten. Daß viele Szenen live sind, merkt man ihnen heute an: Da hat die Kamera Mühe, den Gang eines Menschen zu verfolgen und verliert ihn gar, da sitzt der Hauptdarsteller beharrlich im Dunkeln, obwohl der Nachbarstuhl perfekt ausgeleuchtet ist.

Auch wenn ich mit den drei noch existierenden Folgen der ersten Staffel wenig anfangen kann, ist mir bewußt, dass sie etwas ganz besonderes sind. Für "Fernseh-Historiker" ist es auch sehr beeindruckend, welche Entwicklungsschritte die Produktionsmethoden und speziell diese Serie innerhalb kurzer Zeit durchlaufen haben. Zwischen der Dr. Keel-Staffel und der Farb-Staffel mit Emma Peel sind nur 6 Jahre vergangen, aber zwischen den Ergebnissen liegen Welten.

Die Stories der ersten Staffel finde ich überwiegend originell und insbesondere die Frighteners-Episode ist mit guten Darstellern besetzt, wie zum Beispiel Stratford Johns, Willoughby Goddard und Philip Locke. Wer weiß, was aus dieser Folge geworden wäre, wenn sie 1967 produziert worden wäre ...  ;)

Hier noch ein Bild von dem Team der "ersten Stunde": Von links Ian Hendry als Dr. Keel, Ingrid Hafner als seine Assistentin Carol Wilson und rechts der wohlbekannte Mr. Steed  :D



The Saint

Staffel 2 mit Dr. Keel, Venus Smith und Chathy Gale:      :3sterne:

Bevor Arte das "Wunder" vollbrachte, nach Jahrzehnten die zweite und dritte Staffel zu synchronisieren, hatte ich mir diese schon auf DVDs auf Englisch besorgt und ich erinnere mich, dass ich mich durch zahlreiche Episoden regelrecht "durchgequält" habe, aber als Fan der Serie wäre es natürlich "Sünde" gewesen, sie außer Acht zu lassen.  ;)  In deutscher Sprache sind die Episoden etwas gefälliger und leichter anzusehen.

Die Produktionstechnik ist schon etwas fortgeschrittener und aufwendiger als in der ersten Staffel, viele Kulissen wirken auf mich aber, als wenn sie aus Holz ohne viel Mühe zusammengezimmert worden wären. Einige Folgen sind von der Story her recht originell, wie zum Beispiel Der Weiße Zwerg, in der ein Stern angeblich auf die Erde zurast, aber die Erzähldynamik ist nicht mit den Emma Peel- Episoden zu vergleichen.

Auch die Experimente mit John Steeds Co-Stars sind nicht besonders gelungen. Jon Rollason als Dr. King, mit dem die noch ungenutzten Dr. Keel-Drehbücher aufgebraucht wurden, finde ich ganz okay, aber farblos und als Charakter in keiner Weise interessant.

Wie meine Vorschreiber empfinde ich Julie Stevens als Sängerin Venus Smith ebenfalls als ziemlich nervig, wenn sie Liedchen trällernd und in der Rolle des netten Naivchens durch diverse Mördergeschichten stolpert, ohne dass ihr ein Haar gekrümmt wird.

Erst Honor Blackman als selbstbewußte Cathy Gale bringt Pfeffer in die Serie und leitet mit dem immer extravaganter werdenden John Steed den späteren Welterfolg ein.  ;)



The Saint

Staffel 3 mit Cathy Gale:       :3,5 Sterne:

Die Produktionsqualität der dritten Staffel erscheint mir nicht viel besser als die der zweiten, aber ein deutlicher Pluspunkt ist, dass alle Folgen mit Honor Blackman als Cathy Gale sind. Darüber hinaus gibt es einige Episoden mit außergewöhnlichen Storys wie z.B. Das Verhör / The Wringer, in der Steed als vermeintlicher Verräter einer Gehirnwäsche unterzogen wird, oder Kein Blick zurück / Don't Look Behind You, worin Cathy Gale gruselige Erlebnisse in einem düsteren Landhaus auszustehen hat. Von dieser Folge gibt es auch ein Remake mit Emma Peel in Farbe: Weekend auf dem Lande / The Joker.

In Das Verhör muss John Steed einiges erdulden  :rolleyes:





aber auch Cathy Gale hat es in Kein Blick zurück nicht gerade leicht ...   ???




The Saint

Staffel 4 mit Emma Peel in Schwarzweiß:       :5sterne:

Was soll man zu dieser Staffel schreiben, was nicht schon jemand anders vorher dazu geschrieben hat?   ;)  Aufnahmequalität und Drehorte sind einen Quantensprung von der vorherigen Staffel entfernt und die Storys sind wie ein Trommelfeuer aus immer wieder anderen bizarren Geschehnissen und skurrilen Schurken, die aber nie albern wirken wie einige in der Tara King-Ära, was sicherlich nicht die Schuld von Linda Thorson ist, sondern die von Produzenten, Drehbuchautoren und Regisseuren.

Ein besonderes Highlight der Staffel ist das perfekte Zusammenspiel von Patrick Macnee und Diana Rigg. In dieser Qualität könnte man sich hunderte Episoden ansehen.  :)

Das Foto stammt aus der Folge Die Nacht der Sünder / A Touch of Brimstone, die vom ZDF selbstverständlich ausgelassen wurde. Nicht auszudenken, wenn damals Jugendliche vor dem Fernseher gesessen hätten. Eine ganze Generation wäre für immer verdorben gewesen ...  :D



The Saint

Staffel 5 mit Emma Peel in Farbe:      :4,5Sterne:

Während ich die vorhergehende Staffel perfekt finde, ist diese für mich "nur" fast perfekt. In England war es eine der ersten Farbserien und Emma Peels Outfits kommen diesmal besonders zur Geltung.  :)  Bezüglich der Kreativität der Drehbücher hat meiner Meinung nach die Schwarzweiß-Staffel die Nase vorn. Allerdings weichen meine favorisierten Folgen der Farbserie oft von denen anderer Fans ab. Ich habe z.B. mal Rezensionen von Oliver Kalkofe gelesen, der die mir gefallenen konventionelleren Episoden nicht so originell fand, aber dafür die etwas experimentelleren Storys schätzte, die mich eher nerven.

Eine meiner Lieblings-Episoden ist gleich die erste Folge Einmal Venus - hin und zurück, weil sie meiner Meinung nach spannend und originell ist und viele eigenwillige Charaktere beinhaltet. Dagegen gefällt mir Wer ist wer? überhaupt nicht. Es ist zwar ein erstmal interessantes Experiment, wenn ein feindliches Agentenpaar mit Hilfe einer Maschine Geist und Körper mit John Steed und Emma Peel vertauscht, aber im Verlauf der Folge killt das mein Vergnügen, wenn Steed und Peel mit den Stimmen des Schurken-Paares sprechen und sich nicht so verhalten wie ich es mag und gewohnt bin. Vielleicht bin ich für solche Experimente zu unflexibel, aber mir würde es auch nicht gefallen, wenn Sauerbraten wie Brathering schmeckt ...  :D

Eine leicht geringere Kreativität dieser Staffel meine ich auch darin zu entdecken, dass sich innerhalb vieler Folgen ein Geschehnis mehrfach wiederholt, bevor die Handlung dann in die endgültige Richtung geht. In Schock frei Haus werden z.B. mehrfach Schockopfer mit ähnlichen Symptomen gefunden, bevor die Spur zu einer merkwürdigen Beratungsfirma führt. In Vorsicht, Raubkatzen wiederholen sich rätselhafte Angriffe einer "Großkatze", in Und noch einmal Roboter werden immer wieder Wissenschaftler entführt, in Fahrkarten in die Vergangenheit wiederholen sich die Abläufe in einem Labyrinth usw.. Hätte man auf die Wiederholungen verzichtet, wären die Folgen locker 10 Minuten kürzer, ohne dass inhaltlich etwas fehlen würde.

Aber abgesehen von diesen Kleinigkeiten sind die beiden Emma Peel Staffeln für mich die mit Abstand besten.   8)