Was habt ihr zuletzt gelesen / Was lest ihr derzeit?

Begonnen von Spenser, Dez 16, 2012, 05:38

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Spenser

"Grabesstille" habe ich - wie alle anderen aus der Rizzoli-Reihe bereits gelesen und fand es sehr gut. Wobei mein absolutes Lieblingsbuch aus der Reihe immer noch "Totengrund" ist - eines der spannensten Bücher, die ich je in meinem Leben gelesen habe.
"Mich kennen heißt mich lieben"
"Es bedarf schon einen harten Kerl um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
"I'm a professional Hero!"

Seamus

Neben "Brimstone" und "Tödliches Rot" lese ich derzeit auch "Mexico City Noir".

Viele von uns haben ja (wegen der Spenser Kurzgeschichte "Surrogate") das Buch "Boston Noir 2" und das Mexico City ist praktisch das selbe. Auch hier ist am Anfang eine Karte der Stadt abgebildet, wo die Geschichten spielen und dieses Buch wurde natürlich auch von Akashic veröffentlicht, die ja von vielen Städten ein solches Crime Special veröffentlicht haben.

Da "Ciudad de Mexico" aber meine Lieblingsstadt auf der Welt ist (allein schon wegen "Lucha Libre" und der Architektur) und ich sie einfach faszinierend finde mit all den Facetten, musste ich das Buch haben und ich finde es bislang sehr klasse.

Jede der Geschichten spielen in einem anderen Stadtteil - egal ob im superreichen Schickimicki-Viertel "Polanco" oder im bitterarmen Osten der Stadt. Auch das sehr gefährliche im Zentrum liegende Viertel "Colonia Doctores" kommt drin vor und die Akteure könnten, wie die Viertel, unterschiedlicher nicht sein. In einer Geschichte wird sogar ein Obdachloser zum Ich-Erzähler als er diverse Morde und andere Verbrechen beobachtet.

Bei so einer Sammlung finde ich es immer wieder herrlich, dass man verschiedene Autoren zur Auswahl hat. Die meisten kannte ich noch gar nicht und lerne ich so kennen. Einzig Fernando Haghenbeck war mir ein Begriff, die anderen aber gar nicht.

Ein wirklich tolles Buch für jeden Mexiko-Fan. Schade dass ich es bald wieder beendet habe.

Spenser

WOW...du liesst 3 Romane aufmal? Ich habe schon manchmal Probleme, die Inhalte von Roman und Hörbuch, welches paralell manchmal laufen, nicht zu vermischen :D
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"Es bedarf schon einen harten Kerl um ein zartes Hühnchen zuzubereiten"
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Mr. Stepinfatchit

Wirklich beeindruckend, da käme ich auch durcheinander.
Ich konzentriere mich auch lieber auf ein Buch. Von daher ist es für mich total ungewohnt, jetzt mal zwei Bücher zur gleichen Zeit zu lesen. Das mache ich auch nur, weil ich mir ja "Tödliches Rot" ein wenig einteilen muss und nicht so ganz ohne weiteren Lesestoff bleiben will. Ich hoffe, Ihr wisst das zu würdigen :).

Seamus

Ich handhabe das schon lange so und bin bislang nur einmal durcheinander gekommen, aber auch nur weil das beides Krimi's waren die in Tokio gespielt haben.  :D

Deshalb lese ich nur noch selten die gleichen Genre's gleichzeitig. Brimstone - ein Western, Tödliches Rot - ein Krimi und das Mexico City Buch - eine Kurzgeschichtensammlung (die man sich einteilen kann und nicht auf einmal lesen muss).

Spenser

OK...so kann es natürlich klappen :)

OK...einmal hatte ich auch 2 Bücher aufmal gelesen: Einen Spenser Roman und die Autobiographie von Roger Moore....da bin ich inhaltlich natürlich auch nicht durcheinandergekommen :totlach:
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Mr. Stepinfatchit

Trotzdem bemerkenswert.
Es geht ja nicht nur um das Durcheinanderkommen; man muss sich ja einfach generell verschiedene Handlungsstränge merken, das kann doch schon bei mehreren Büchern zu "Freizeitstress" führen.

Spenser

Zitat von: Mr. Stepinfatchit in Sep 11, 2013, 16:15

Es geht ja nicht nur um das Durcheinanderkommen; man muss sich ja einfach generell verschiedene Handlungsstränge merken, das kann doch schon bei mehreren Büchern zu "Freizeitstress" führen.

Das stimmt. Das ist auch mit der grund, dass ich immer nur eines zur Zeit lese. Ausserdem gerate ich auch leicht in die Versuchung, dass ich dann ein Buch favoriesiere, da es gerade besonders spannend ist und das andere dann erstmal liegenlasse...und denn probleme habe, wieder danach in die andere Geschichte reinzukommen. Schon ein paar Male früher passiert, dass ich denn wieder von vorne angefangen war.
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Mr. Stepinfatchit

Muss mal kurz zwei Empfehlungen loswerden:

Die Provinz-Krimis von Rita Falk, die in der fiktiven Ortschaft Niederkaltenkirchen in der Nähe von Landshut spielen, sind sakrisch guat. Wenn man Land und Leute dort mag, kommt mal voll auf seine Kosten. Die Geschichten um den Kommissar Eberhofer verdienen echt das Prädikat "dem Volk aufs Maul geschaut".

Wer es lieber etwas phantastischer mag, kommt beim "Harry Potter für Erwachsene" auf seine Kosten: Ben Aaronovitch erzählt in seinem Roman "Die Flüsse von London" die Geschichte des Constable Peter Grant, der nach seiner Polizeiausbildung zur magischen Einheit der Londoner Polizei eingeteilt wird, wo er das Zaubern lernen soll. Höchst amüsant zu lesen, es gibt bereits zwei Fortsetzungen, die dritte erscheint auch bald auf deutsch.

Spenser

Das zweite sprticht mich schon irgendwie mehr an....das erste klingt so nach einem gemütlichen Bier-Bullen im Stile von Ottfried Fischer :totlach:

Aber das zweite werde ich mal im Auge behalten, das spricht mich an :)

:danke: für den Tipp :)
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Spenser

Zitat von: Spenser in Mär 07, 2014, 13:29
Das zweite sprticht mich schon irgendwie mehr an....das erste klingt so nach einem gemütlichen Bier-Bullen im Stile von Ottfried Fischer :totlach:

Aber das zweite werde ich mal im Auge behalten, das spricht mich an :)

:danke: für den Tipp :)

Habe mir Band 1 nun eben bei Amazon bestellt...was ich dort noch drüber gelesen hat, hat mich vollendes überzeugt :)
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Seamus

Die Flüsse von London habe ich vor ein paar Monaten erst gelesen und hat mir ziemlich gut gefallen! Ich stehe eigentlich nicht so sehr auf Romane mit großen Fantasy Anteilen, aber der hat es mir damals angetan.

Ich lese im Moment die Vera Stanhope Krimis von Ann Cleeves die mit Brenda Blethyn auf ITV verfilmt worden sind. Nach dem ersten Roman war ich eigentlich stark enttäuscht, weil der praktisch nichts mit der Serie gemein hatte. Vera wird dort als alte grauhaarige verschrumpelte Hexe beschrieben (Brenda ist auch kein Topmodel, aber so was grenzt stark an eine Beleidigung), taucht erst nach ca. 200 Seiten so richtig auf und benutzt eine völlig andere Sprache wie die Serien-Vera. Zudem war der Krimi immens lang, was manchmal dazu geführt hat, dass die Spannung raus war.
Der zweite war aber wesentlich besser und hat mich richtig gefesselt, sodass ich nun schon den 5. Teil (Glass House) lese, der bislang einzige der nie verfilmt wurde (der 6. wird ja in Folge 1 der 4. Staffel die bald läuft, verfilmt). Bei den neueren Romanen hat sich die Schriftstellerin wohl an der Serie orientiert, denn hier erinnert mich die Buch-Vera schon an das Serienpendant. Wer Nordengland und britische Krimis mag und die Serie bereits kennt, darf hier gerne mal zugreifen. :)

Mr. Stepinfatchit

@Spenser:

Na, das nenne ich mal kurzentschlossen.

Gemütlich sind die Rita Falk Krimis nicht, dafür aber herrlich schräg.

Seamus

Neben Rough Weather lese ich momentan "All White Girls" von Michael Bracken.



Wie das Cover verrät geht es in diesem Krimi ziemlich heiß zu.

Hauptprotagonist dieses Roman's ist der Privatdetektiv und frühere Cop "Big Dick Rickenbacher" der häufig in den Rotlichtvierteln Chicago's verkehrt. Eigentlich sucht dieser zunächst nur nach einem verschwundenen Mädchen vom Lande, die, seit sie einen Bus nach Chicago genommen hat, nie wieder gesehen wurde. Nach und nach wird ihm klar, das sie wie all die anderen vermissten Mädchen in die Hände schmieriger Zuhälter und pädophiler Irrer gelandet ist.

Hilfe bei dem Fall erhählt Big Dick Rick von seiner Ex Jesse (die in einer Bücherei arbeitet und Kindern ehrenamtlich immer etwas vorliest) und seinem früheren Partner Lt. Castellano.

Ich habe das Buch bald abgeschlossen, da es kaum mehr als 150 Seiten hat - dies ist auch gleichzeitig das einzig negative an dem Roman.

Dieser Roman protzt nur so mit Sex, Drogen, Gewalt und Pornografie, hat aber auch seine lustigen Seiten. Speziell die Dialoge die Rickenbacher mit seiner verrückten Pudel-Nachbarin (die er sogar mal vor ein paar Raudi's beschützt, weil die ihren Pudel getreten haben - obwohl er sie nicht leiden kann) oder mit Castellano führt, sind weltklasse.

Dieser schwarze und perverse Humor ist sicherlich nicht jedermanns Sache und die realistischen, zu sehr ins Detail-gehenden Beschreibungen der Vergewaltigungen und Morde sind sicher auch nichts für Zartbesaitete, aber dennoch kann ich diesen Roman wärmstens empfehlen, solange man über 18 ist und viel vertragen kann.

Schade nur, dass wir Big Dick nicht nochmal auf der Literatur-Landkarte begegnen werden. Es blieb bei dem Stand-Alone.

Mr. Stepinfatchit

Hört sich ja wirklich unglaublich interessant an!
Wie schade, dass ich derzeit so gar nicht zum Lesen komme bzw. schon seit Wochen mit "Raging Heat" von Richard Castle :D nicht weiterkomme.