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Autor Thema: Tatort - Die Solisten (D, 1972 - ...)  (Gelesen 148 mal) Durchschnittliche Bewertung: 3
The Saint
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« am: 04. März 2026, 10:38:21 »

1. (Tatort Episode 15) Wenn Steine sprechen     13.02.72

Im letzten "Jahrtausend" gab es mehrere Tatort-Kommissare, die nur einmal im Einsatz waren, warum auch immer. Für den SWF spielte Ernst Jacobi nur einmal den Kommissar Pflüger. Jacobi war ein breit aufgestellter Theater- und Filmschauspieler, insbesondere für Charakterrollen. Möglicherweise war ihm die regelmäßige Rolle eines Fernseh-Kommissars zu einseitig.

Horst Pflüger ist der kultivierte Typ mit einem abgebrochenen Romantik-Studium und einer Vorliebe für französische Lyrik, der im vornehmen Baden-Baden ermittelt. Neun Jahre später gab es mit Horst Schimanski den Gegenentwurf, der mit "Ruhrgebiets-Lyrik" im nicht ganz so vornehmen Duisburg-Ruhrort die Verbrecherszene aufmischte.  Grinsen

Das Drehbuch zu diesem Krimi schrieb Bruno Hampel, der in den 60ern auch alle Folgen der Serie Kommissar Freytag mit Konrad Georg verfasst hatte.

Bei der Erstsendung gefiel mir die Episode recht gut, eine spätere Wiederholung habe ich nicht mehr bis zum Ende angesehen.  Unentschlossen






« Letzte Änderung: 04. März 2026, 13:20:54 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #1 am: 07. März 2026, 19:00:55 »

2. (Tatort Episode 26) Ein ganz gewöhnlicher Mord     04.02.73

Diese Folge hatte ich erst 2001 gesehen und keine großen Erwartungen daran, weil sie offenbar kein Whodunit-Rätsel ist, wie ich es normalerweise mag. Aber dann war ich von dem Realismus des Films ziemlich beeindruckt. In vielen Krimis werden Morde fast schon wie ein äthetisches Vergnügen dargestellt, aber hier zeigt sich der Mord so bestialisch wie er auch ist. Hinzu kommt, dass es kein geplantes Verbrechen ist, sondern aus einer Situation heraus entsteht, mit deren Entwicklung vorher keiner der Beteilgten gerechnet hat. Wie der Titel schon sagt: Ein ganz gewöhnlicher Mord.  Huch

Der Mord erinnert mich ein bißchen an den Hitchcock-Film Der zerrissene Vorhang, in dem Paul Newman und Wolfgang Kieling sich einen Kampf auf Leben und Tod liefern und das Sterben nicht so einfach ist.  Traurig

Buch und Regie stammen von Dieter Wedel, über den zum Ende seiner beruflichen Karriere viele unerfreuliche Dinge ans Licht kamen, die im Prinzip schon jahrzehntelang bekannt waren und unter den Teppich gekehrt wurden. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass er mit dieser Tatort-Folge ein eindrucksvolles Frühwerk geschaffen hat.

Die Folge war der erste und für lange Zeit letzte Beitrag des Senders Radio Bremen zur Tatort-Reihe, so daß auch Heinz Häckermann als Hauptkommissar Böck zu den "Solisten" zählt.  zwinkern








« Letzte Änderung: 07. März 2026, 19:04:33 von The Saint » Gespeichert
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